Sonntag, 29. Januar 2017

Die Heilung des Elfenkönigs


Als Zwischenspiel eine kleine Begebenheit aus früheren Zeiten des Dusterwaldes 

Aufruhr auf den Traumwiesen. Der Elfenkönig litt an einer rätselhaften Krankheit, und lag da nieder. Viele Elfenärzte kamen, und wussten nicht weiter. Schließlich kam auch Mummine, die Kräuterhexe, die berühmteste Heilerin des Waldes. Sie untersuchte ihn gründlich, dann sah sie ihn ernst an.
„Wir müssen schnell handeln“, sagte sie „Ich werde einen Trank bereiten, das Feenelixier, das jede Krankheit heilt.“
„Bereite mir diesen Trank“, antwortete der König mit schwacher Stimme „Du hast es mit keinem undankbaren zu tun.“

Und sie machte sich an die Arbeit. Schon brodelte der Kessel. Ein Pulver hier, eine Essenz dort, und eine Lösung hinein getropft.
Doch dann stockte die Heilerin.
„Meiner Treu, grade die wichtigste Zutat fehlt mir. Das Einhornpipi.“
Sie ging zum König, der nach seinen fähigsten Leuten schickte.
„Lichtfang, Taukind, meine Heilerin braucht eine wichtige zutat für den Trank, der mich gesund machen soll“ Damit verwies er auf Mummine.

Es handelt sich um das Einhornpipi. Ihr bekommt es bei der einzigen Person in den ganzen Wäldern, die Einhörner gezähmt hat, und mit ihnen umgehen kann, nämlich der Fee Tamora. Sie lebt in der Goldvilla auf dem Purpurberg. Sie nimmt kein Geld dafür. Wenn ihr sie bezahlen wollt, dann nehmt euren  berühmten Likör aus  Gelee Royal mit, den  sie.“

„Der Purpurberg ist weit weg“, meinte Lichtfang „Wir nehmen am besten den Habicht“
Die beiden Elfen packten ihre Sachen, taten einige Flaschen Gelee Royal -Likör mit ein, gingen zum Habicht, warfen ihm das  Geschirr um, und stiegen auf. Lichtfang zog die Zügel an, und der Greifvogel erhob sich in die Luft.

Einige Stunden dauerte der Flug, dann kam der Purpurberg in Sicht. Sie umkreisten ihn, bis sie die goldene Villa sein, deren Dachziegel in der Sonne glänzten. Sie flogen einen großen Bogen, und landeten vor dem Haus.

Nachdem sie abgestiegen waren, gingen sie zur Villa, und klopften an. Die Tür wurde geöffnet, und vor ihnen stand eine hoch gewachsene Frau mit hoch stehendem grün gefärbtem  Haar, in einem leuchtend purpurnen Kleid, einer blauen Strumpfhose und goldenen Plateau-Schuhen. Die Veilchenblauen Augen in dem hageren Gesicht blickten neugierig, fast kindlich, der Mund mit violett gefärbten Lippen lächelte breit und freundlich.

„Willkommen, ihr Kleinen“, sagte sie herzlich mit einer tiefen, aber melodischen Stimme, und Lichtfang wurde schlagartig klar, Tamora das war, was die Menschen eine Dragqueen war.

„Ähem, Guten Tag, Tamora, wir sollen dich von Mummine grüßen. Sie möchte  Auroro, unseren König, von einer schweren Krankheit heilen, doch sie braucht noch die wichtigste Zutat, das Einhornpipi. wärst du so freundlich uns etwas zu geben? Wir haben dir den Gelee Royal-Likör der Elfen mit gebracht.“
„Oh, mein Lieblingslikör, aber so schwer zu bekommen, aber kommt doch herein!“
Sie gab den Eingang frei, und sie gingen hinein. Dort packte Lichtfang die Flaschen aus.
„Gleich sechs Stück, mein lieber Mann. Da müsst ihr aber einen mittrinken. Setzt euch, und ich füll euch schon mal den Einhornpipi ab.

Sie taten Tamora den Gefallen, einen Likör mit ihr zu trinken, und nach einem herzlichen Abschied  flogen sie wieder los.


Als sie angekommen waren, liefen sie gleich zu Mummine, die auch sogleich die wichtigste zutat in ihren Trank gab. Schließlich bekam Auroro  das Elixier, und einen Tag später war er genesen. Er begab sich, zusammen mit der Heilerin zur Dragqueen, um sich bei ihr zu bedanken. Seitdem, heißt es, bestand zwischen Tamora und den Elfen eine tiefe Freundschaft, und einen Mangel an ihrem wunderbaren Likör kannte sie auch nicht mehr. 

Sonntag, 15. Januar 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 6

Ein frohes neues Jahr, und herzlich willkommen zum ersten Post in 2017.Da es allerdings etwas länger her ist , gibt es erst mal ein "Was geschah bisher?"

http://schumt5.blogspot.de/2016/07/ronny-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil-1.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/08/ronny-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil-2.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/08/ronny-2-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil 3.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/09/ronny-2-ruckkehr-nach-dusterwald-teil-4.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/10/ronny-2-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil 5.html

Und wenn ihr nun alle auf dem Laufenden seid, geht´s nun weiter:
*
Bei den blauen Mönchen

Dunkelheit, bleierne Schwärze. Das war es, was sie umgab. und Dunkelheit war es, was sie als Erstes war nahm, als ihr die Kapuze abgenommen wurde.
Jetzt war es nicht mehr ganz so dunkel. Zwei Pechfackeln in Wandhalterungen erhellten ein wenig die Finsternisse, doch nur gerade so, das sie in der Lage war, sich zu orientieren.

Sie musste sich in einer Art Höhle befinden. Die Wände bestanden aus rohem Fels. Die Luft war feucht, und roch nach Moder. Als sie zu Hause den alten Keller geöffnet hatten, roch es ähnlich.

Sie sah sich um, und stellte fest, dass mit ihr noch andere Kinder gefangen waren. Neben ihrem Gefängnis, das aus Verschlag aus schweren eisernen Gittern bestand, befand sich ein weiterer Käfig, in dem noch mehr Kinder untergebracht waren.

Sie saßen zum Teil apathisch, eng aneinander gedrückt auf dem Boden. Ihre Kleidung war teils beschädigt und schmutzig. Schmutzig waren hier und da auch die Gesichter und das zerzauste Haar.

So wird man wohl, wenn man länger hier ist, dachte sie Aber nicht sie .Sie wie wollte so schnell wie möglich wieder hier raus, und sie würde es auch schaffen. Aber möglicher Weise hatten die anderen Kinder das auch gedacht. Niemand würde doch freiwillig hier bleiben. Dennoch war sie entschlossen.

Plötzlich fühlte sie eine Hand, die ihre Linke ergriff. Sie drehte sich um, und konnte, da sich ihre Augen an die schummrigen Verhältnisse gewöhnt hatten, einen verängstigten kleinen Jungen, der sie aus großen Augen fast flehend ansah. Er mochte halb so alt sein, wie die Zwölfjährige.

Sie strich ihm übers Haar, und legte den Arm um ihn.
„Hab keine Angst wir kommen hier raus. Irgendwie werden wir uns befreien.“
Sie wusste  nicht, ob das tatsächlich möglich war, doch fiel ihr nichts anderes ein, und es beruhigte den kleinen, und auch sie schöpfte daraus Mut.

„Mädchen irrt sich“, ertönte eine krächzende Stimme von der Wand vor dem Käfig. Jetzt erst sah sie die Kreatur, sie bewachte, und anders konnte sie das Ding wirklich nicht nennen.
Es war fast Zwei Meter groß, und von dunkelbrauner, runzliger Haut bedeckt, die ihrerseits auf Kopf und  Rücken, sowie an Armen und Beinen mit verfilztem schwarzem Haar bedeckt war. Sein Körper wirkte plump und unförmig.

Der Kopf hatte die Form einer Kartoffel, in dessen Mitte eine Nase saß, deren Form auch im Hellen und mit scharfen Augen, nur schwer bestimmbar war. Zwei tückisch blickende, kleine gelbe Augen saßen in wulstigen Höhlen. Ein, von einer Hasenscharte verunzierter, breiter Mund, (oder sollte man Maul sagen?) mit schorfigen Lippen, grinste ihnen entgegen, und ließ gelbe Zahnstummel sehen.

„Kinder werden aus diesem Kerker nicht entkommen. Kinder sind vorgesehen für große Sache. Sollten sich geehrt fühlen“ Dabei lachte es keckernd.

Pia empfand Angst und Verunsicherung. Nie hatte sie sich so einsam und verloren gefühlt. doch dann riss sie sich zusammen, und zog Jungen näher an sich heran. Einfach aufgeben, das war noch nie ihre art gewesen, und  hier zu bleiben, mit dieser abscheulichen Kreatur als Kerkermeister, das fiel ihr auch nicht ein. Irgendwann musste es eine Möglichkeit zur flucht geben, und sie würde sie nutzen.
*
Todesangst stieg in ihm auf. Mit entsetzen sah er den Speer auf sich zu fliegen. Sah den Schrecken in den Augen der Freunde, konnte ihre schrei nur undeutlich, wie durch einen Schleier wahr nehmen, und erwartete jede Sekunde einen entsetzlichen schmerz, wenn die Waffe ihn durchbohrte und das Ende, und dann traf der Speer auf- und durchbohrte ihn nicht!

Statt dessen prallte er von ihm ab, als trage er eine starke Rüstung .Im selben Moment fühlte er, wie der eiserne Griff, der ihn haltenden Hände nachließ, sie los ließen, und er sich wieder bewegen konnte.

Ein blaues Licht leuchtete um sie herum auf, und schleuderte, wie eine riesige Welle, die Angreifer fort. Die Gefährten blickten sich um, und gewahrten einen Mann in einer dunkelblauen Kutte, der einen, aus einer Baumwurzel gefertigten stock empor hielt, und ihn nun langsam sinken lies.

Er schob die Kapuze vom kopf, und zum Vorschein kam ein Mann, etwa  Mitte Fünfzig, mit kurzem, grauen Haar, einem hageren Gesicht, einer Nase wie ein Adlerschnabel, und blauen Augen, deren Blick scharf und prüfend auf ihnen lag.

„Wer seid ihr, das ihr euch auf diesen gefährlichen Pfad begebt?“,  fragte er mit sonorer Stimme.
„Wir sind Reisend, die zum Kloster der blauen Mönche wollen.“, entgegnete Lucina
„Die blauen Mönche sind es nicht gewohnt, Besucher zu empfangen.“
„Das mag sein, doch wir haben mit ihrem Abt, Savinius in einer wichtigen Angelegenheit zu reden. Außerdem wird er die Fee Lucina empfangen.“
Die Augen des Mönches schienen in der Dunkelheit aufzuleuchten, doch in seiner Sprache blieb er ruhig.
„Wird er das? nun gut, wir werden sehen, folgt mir. Es ist ohne hin besser, wenn wir uns jetzt entfernen. die Dämonen des Moores lassen sich nicht lange vertreiben. Ich bringe euch an euer Ziel, zum Kloster.
*

Vielleicht eine gute Stunde lang, zogen sie, jetzt unbehelligt, durchs Moor. Schließlich endete der Weg vor einem großen Felsenmassiv. Vor ihnen, halb in den Felsen gehauen, erhob sich ein burgähnliches Gebäude, das Kloster der blauen Mönche!

Sie blieben an einer großen, zinnenförmigen Mauer stehen, die das Kloster umgab, vor einem riesigen, schweren Eichenportal. Der Mönch hob den Stab, und schlug dreimal dagegen, dann rief er laut: “Dignus est entrare!“

Dass Portal begann sich zu teilen, und öffnete sich. Sie traten ein, und befanden sich in einem Innenhof. Das Tor hinter ihnen schloss sich wieder.

Links und Rechts standen Gebäude mit Stallungen, Werkstätten, Bäckerei und ähnlichem. Vor ihnen erhob sich, aus dem Fels gehauen, das Hauptgebäude, mit dem großen Turm.
Der Mönch führte sie hinein ,und eine gewundene Treppe hinauf, bis in einen Raum, der wie ein Büro eingerichtet war, mit einem Bücherregal, einem wuchtigem Schreibtisch, vor dem einige Stühle standen, und einem Labortisch in der anderen Ecke, auf dem mehrere seltsame Instrumente standen.

Der Raum der Audienz. Nehmt Platz. Der Abt kommt umgehend zu euch. Während sich die Freunde setzten, klatschte er in die Hände. Ein anderer Mönch, noch jung, kam herein. Bringt Wein, und etwas zu essen für die Gäste. Der Junge nickte
„Ja, Bruder Abt“
Baugin sprang auf
„Bruder Abt? Dann bist du Abt Savinius?“
Der Mönch verbeugte sich lächelnd
„Ja, es ist Zeit, die Komödie zu beenden. Ich bin Savinius, Abt der blauen Mönche. Verzeiht die Verstellung, doch ich habe eine Schwäche für theatralische Auftritte.“
Er setzte sich hinter den Schreibtisch.
„Und jetzt, da ihr wisst, dass ihr am Ziel seid, sagt, was kann ich für euch tun.“

In diesem Moment öffnete sich die Tür, der junge Mönch brachte ein großes Tablett mit einem einfachen Abendessen und Wein herein, und stellte es auf dem Schreibtisch ab.“
Lucina begann zu berichten. Von den Entführungen, vom Bericht Lilliths, Der verhexten Baumwurzel, und dem, was sie von Olchas, dem Wirt erfahren hatten.

Savinius hörte ruhig zu, dann nickte er bedächtig, und sagte:
„Du weißt, wir mischen uns nicht in irdische Angelegenheiten, wenn wir es nicht für richtig halten, das haben wir auch beim Schattenfürsten so getan, doch was ihr uns schildert, ist bedenklich, denn hier haben wir es mit einer weit mächtigeren schwarzen Magie zu tun, einer gefährlichen Urzeitlichen Macht.“
Er erhob sich, und schritt zum Bücherregal. Suchend blieb er davor stehen, dann zog er einen band halb heraus, und am äußersten Ende öffnete sich eine Klappe.

Er zog ein großes, schmuddlig wirkendes, in Leder gebundenes Buch heraus, und kehrte damit an den Schreibtisch zurück.

„Der erste Band des  Zyklus von Mohrar, welcher aus drei Büchern besteht. Hierin ist die Geschichte jenes unter gegangenem Volk  verzeichnet, von dem Lillith erzählte. Lilllith sprach von einer Katastrophe. Ich kann euch sagen, diese Katastrophe wurde herauf beschworen, weil diese Leute glaubten, eine gewaltige Macht zähmen, kontrollieren zu können. Im ersten Band wird die Katastrophe geschildert, der Zweite enthält Riten und Beschwörungsformeln, der dritte soll, der Legende nach sagen, wie es wieder gestoppt werden kann.

Einst befanden sich alle drei Bände in einem Kloster, in einer kleinen Stadt im Harz. doch dann wurde das Kloster von einer Feuerkatastrophe heim gesucht. Die Bibliothek verbrannte, und mit ihr der Zyklus, bis auf diesen band, den ihr vor euch seht, und der durch einen Zufall in meine Hand geriet, und nun hier gehütet wird.“

„Und die anderen Bände wurden sicher vernichtet?“, fragte Lucina

„So dachte ich bisher ,doch was ihr mir geschildert, lässt mich glauben, das der Mittelband noch existiert, denn diese art von Magie, welche der Fremde ,in des Wirtes Schilderung, bei der Entführung anwandte ist  sehr mächtig, und entspricht der Beschreibung in dem Band. Sollte dieses Buch noch existieren, und sich in den falschen Händen befinden, droht der ganzen Welt eine Katastrophe, die das jüngste Gericht in den Schatten stellt“….

Sonntag, 18. Dezember 2016

Die Vier Weihnachtskinder-Teil 4

Durch die klare, kalte Winterluft, flog der Schlitten in Richtung Norden .Ab zu schneite es, und Flocken umwehten sie. Manchmal glaubte Lisa ein Flüstern aus ihnen zu hören. Die Geschwister, die so lange getrennt gewesen waren, hatten sich viel zu erzählen. Irgendwann wurde es dann dunkel, und sie wurden müde, kuschelten sich in ihre Decken, und schliefen.

Plötzlich wurde ihr Fahrzeug erschüttert. Hohes, kreischendes Lachen ertönte um sie herum. Dunkle, hässliche Gestalten in wallenden schwarzen Gewändern umkreisten den Schlitten. Sie hatten hässliche Gesichter, die runzlig wie Trockenfrüchte wirkten, Geierschnabelartige Nasen, und Münder, mit großen, scharfen, Zähnen.

„Die Furien vom Enaresee!“, schrie Brix „festhalten!
Von allen Seiten rissen die Bestien an dem Schlitten, schüttelten ihn, und versuchten die Insassen hinaus zu zerren.

Schon hatte eine die kleine Rika heraus gerissen, und schwebte triumphierend mit ihr Davon.
„Rika! “ riefen ihre Geschwister im Chor.
Kichernd vor Vergnügend ließ die Furie das Mädchen fallen. Die Freunde im Schlitten schrien entsetzt auf.

Da jedoch, kam Schneegestöber auf. Schnell verdichteten sich die Flocken, und materialisierten sich zu Frauengestalten auf Besen. Eine von ihnen kam mit Rika im Arm empor, und legte sie wieder in den Schlitten. Die anderen vertrieben die Furien.

„Ich bin Berit, Anführerin der Hexen vom Enaresee“, sagte sie .Sie hatte dichtes, braunes Haar, das sie offen trug, und das ihr wallend auf die Schultern fiel, und trug Kleidung, die jener, der Lappen ähnelte. Ihr Alter war schwer zu schätzen, mochte aber um die vierzig liegen. Ihr Gesicht war auf eine natürliche Weise hübsch. Die Augen braun, das Gesicht ernst aber mit freundlichen Zügen.

“ Wir sind die guten Geister des Nordens, die die Furien zähmen. Bajaga schickte uns eine Botschaft, und bat darum, euch zu beschützen. Sie hat uns auch eine Botschaft für euch mit gegeben: Sucht das vierte Kind unter Elfen.“

Damit setzte sie sich vor den Schlitten, und nahm ihn, zusammen mit ihren Schwestern in Eskorte, so lange, bis am Horizont ein heller Punkt auftauchte
„Der Nordpol, und die Weihnachtsstadt. Ihr seid am Ziel. Nun können euch die Furien nichts mehr tun. Wir scheiden hier von euch.“
Die Hexen stoben davon.

Der Schlitten flog dem Ziel am Nordpol zu. Auf einem Berg lag dort ihr Ziel: Die Weihnachtsstadt. Doch wirkte sie jetzt nicht weihnachtlich. Es wirkte kalt und düster. „Das ist das Zeichen seiner Herrschaft“, sagte Brix „Wir landen den Schlitten bei der Elfenwerkstatt. Verbergen können wir unsere Ankunft sowieso nicht.“

Langsam glitt das Fahrzeug niedriger, und kam schließlich vor einem mehrstöckigem, großen Holzgebäude zum stehen.
„Berit sagte, wir sollen das vierte Kind unter Elfen suchen“, meinte Alexander „meinst du, es ist hier zu finden?“
„Wenn es hier ist, ist es die einzige Möglichkeit“, sagte Brix „Obwohl uns ein Menschenkind hier auffallen müsste. Kommt herein!“

Sie betraten die Elfenwerkstatt, die ebenfalls düster wirkte.
„Normaler Weise ist hier um diese Zeit Hochbetrieb.“, bemerkte Brax. “Gehen wir nach Oben, wo der Weihnachtsmann liegt.“
Sie stiegen eine Holztreppe hinauf, und betraten ein Zimmer, in dem eine große dicke Gestalt in einem roten Mantel starr auf dem Bett lag .Das sonst so gutmütige Gesicht war blau angelaufen, und wirkte schmerz verzerrt. Viele Elfen standen um das Bett herum.
„Das ist der Fluch“, sagte Brix betrübt. "Um ihn zu brechen, brauchen wir das vierte Kind“

„Wenn es hier ist, können wir es finden“, sagte Lisa
Die Kinder sahen sich unter den Elfen um, doch ohne Erfolg. Doch dann piepste Rika:
 "Seht mal, Dort in der Ecke.“
Sie sahen hin. Dort saß, an die wand gelehnt, die rot-weiß geringelte Zipfelmütze  tief ins Gesicht gezogen, ein besonders kleiner Elf.
Sie traten näher an ihn heran. Erschrocken sah der kleine auf- es war ein Junge! Er mochte acht Jahre alt sein, und sah den anderen Kindern ähnlich.

„Du bist das vierte Kind“, hauchte Blix „Du bist Kai“
„K.k…Kai Schneeberg“, stotterte der Junge erschrocken. Doch Lisa trat an ihn heran, und legt den Arm um ihn. “Keine Angst, wir haben dich gesucht."
 Sie zog an der Kette, die er um den Hals trug, und brachte einen Anhänger wie den ihren zum Vorschein, in dessen Mitte der Name Kai stand. „Das ist der letzte Beweis, du bist unser Bruder.“, und freudig umarmte sie ihn, gefolgt von den übrigen Geschwistern.

„Schneeberg, die von Schneebergs, natürlich“, jubelte Brix. “Nun, da ihr wieder vereint seid, müssen wir eure Eltern finden, und dem Fluch ein Ende bereiten.“

„So, glaubt ihr wirklich, das ich das zulasse?“, dröhnte eine laute Stimme von draußen. Sie liefen zum Fenster, und sahen mit Schrecken, wie sich um das Gebäude eine riesige Wand aus Schnee und eis auftürmte.
„Ihr werdet hier nie wieder heraus kommen. Dieses Haus wir euer eisiges Grab sein“, sagte der Eisdämon mit kalter, höhnisch klingender stimme, und lachte dröhnend.

Die Freunde wichen vom Fenster zurück.
„Was nun?“, fragte Lisa
„Erst mal nach Unten“, meinte Brix „Wir haben noch ein kleines As  im Ärmel, von dem ich hoffe, dass er es nicht kennt.“
Sie liefen nach unten.
„In den Keller“, rief Blix

Schließlich waren sie im Keller, und standen am Anfang einer großen Röhre.
„Das ist eine ehemalige Versorgungsleitung, die nur uns Elfen bekannt ist, hoffentlich“, sagte Brix „In ihr kommt ihr heraus, und zum großen Palast eurer Eltern, die eigentlich Regenten der Weihnachtsstadt sind. Ich werde euch durch die Röhre bringen. 

Du Brax, wirst mit den anderen Elfen einen Scheinangriff organisieren, um den Dämon abzulenken. Er wird sich sicher nicht die ganze Zeit hinters Licht führen lassen, aber wir werden hoffentlich genug Zeit gewinnen, das wir es schaffen können, zu ihren Eltern durch zu kommen. Wenn die von Schneebergs wieder mit ihren Kindern vereint sind, haben wir gewonnen.“

 Brax nickte, und bedeutet den anderen elfen, ihm zu folgen.
„Macht, dass ihr loskommt, viel Glück.“
„Na los“, sagte Brix, und öffnete die Röhre.

So schnell sie konnten, liefen sie durch das unterirdische Rohr. Kurzzeitig konnten sie über sich Kampflärm, und dann das dröhnende Lachen des Dämons hören. Brix stoppte kurz, fuhr zusammen, und sah mit sorgenvollem Gesichtsausdruck nach Oben, dann liefen sie weiter.

„Hier entlang“, zischte der Weihnachtself, und sie bogen an einer Ecke rechts ab, um dann weiter zu laufen. dann wieder das dröhnende Lachen. Jetzt jedoch, war es näher, und plötzlich hören sie es hinter sich rumpelt. Entsetzt sahen sie, wie ein riesiger Schneeball durch die Röhre auf sie zu rollte. Begleitet vom Lachen des Dämons.
„Habt ihr geglaubt, ihr könnt mich täuschen?“

„Lauft“, schrie Blix, “Vorwärts, es ist nicht mehr weit“
Rumpelnd raste der Ball auf sie zu, sie liefen um ihr Leben.
„Dort“, rief der elf außer Atem, und deutete auf eine Klappe am Ende des Ganges, die leicht erhöht angebracht war. mit letzter Kraft öffnete er sie, zog die Kinder nach Oben, und rollte sich im letzten Moment selber hindurch, dann warf er die Klappe von außen zu. Im nächsten Moment hörte man krachend die Schneekugel gegen die Tür donnern.

Sie befanden sich nun in einem Palast. In einem Kamin am anderen Ende des Raumes, prasselte einwärmendes Feuer, doch sonst wirkte es trostlos hier Vor dem Kamin standen zwei hohe Sessel, in denen zwei Menschen saßen. Es waren ein Mann und eine Frau, deren Haar grau wirkte. Ihre Gesichter, eigentlich gütig, waren von Sorge zerfurcht, ihre Gestalten von Gram gebeugt.

„Martin“, sagte der Mann „Bist du es. Sie sind auch dieses Jahr nicht gefunden, nicht wahr?“
Anstelle des wohl angesprochenen Dieners antwortete Brix: “Nein, sie sind gefunden. Ich bringe sie euch.“
Die beiden drehten sich um, und sahen die Vier Kinder und den Elfen.
„Zeigt ihnen eure Anhänger“, sagte Brix

Die Kinder taten wie geheißen .Die Augen des Fürstenpaares weiteten sich, und dann schlossen sie unter Tränen ihre Kinder in die Arme, und es ging eine Veränderung mit ihnen vor. Ihre Körper richteten sich auf, und strafften sich, und ihre Gesichter verjüngten sich.

„Und nun mag er sich in Acht nehmen“, sagte Herr von Schneeberg. Kommt alle mit, wir gehen zur Elfen-Werkstatt. Und sie gingen hin. Durch die Schneemauer war das Gebäude komplett verdeckt.
„Fasst unsere Hand, und fasst euch bei den Händen“, sagte die Mutter zu den Kindern. sie taten, wie ihnen geheißen, eine Aura von buntem Licht umgab sie. „Geht auf die Mauer zu!“
„Nein!“, schrie die dröhnende Stimme „Nein!“
Doch langsam schritt die Familie auf die Mauer zu, und kaum, das sie sie berührte, begann diese zu schmelzen, und zerplatze schließlich.

„Uaah, nein!“, schrie der Dämon
„Doch! “ rief der Vater Aurora Borealis, das Nordlicht besiegt dich!“
Ein langer gutturaler Schrei ertönte, und schließlich war alles still, das alles war nicht still, des ertönten weihnachtliche Lieder, Häuser und Strassen waren plötzlich beleuchtet. .Als würde eine unsichtbare Hand sie anknipsen, gingen reihenweise Laternen und Hausbeleuchtung an, und auch der große Tannen Baum auf dem Hauptplatz, begann von unten ausgehen ,schließlich bis zur spitze in heller, festlicher Pracht zu erstrahlen.

„Die Weihnachtsstadt erwacht wieder zum Leben!“, rief Brix, der im Hintergrund gestanden hatte. Auch die Elfenwerkstatt war plötzlich von regem Leben erfüllt.Oben auf dem Balkon aber, öffnete sich ein Fenster, und heraus kam- der Weihnachtsmann! Er reckte die Arme und gähnte herzhaft.
„Brix, mein guter, was ist los?“, fragte er
„Oh, alles gut“, beeilte sich der Elf zu sagen. Ich werde euch später alles berichten. Jetzt müssen wir uns sputen. Es ist Weihnachtsmorgen, und es ist noch viel zu tun.“

So kam es, das schließlich, bejubelt von den Bürgern der Weihnachtsstadt, die vier Weihnachtskinder und ihre Eltern auf dem Balkon des Palastes standen. Über ihnen kreiste der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten, Links und Rechts neben sich Brix und Brax, und rief ihnen zu:Frohe Weihnachten, Freunde!“ und flog zu den Menschen, begleitet von den guten Wünschen der vier Weihnachtskinder. Lisa, Alexander, Rika und Kai:


ENDE

Sonntag, 11. Dezember 2016

Die vier Weihnachtskinder-Teil 3

Durch Knöchel hohen Schnee stapften sie den weg entlang, an Schnee bedeckten Tannen und Büschen vorbei, dem Raben nach, der ihnen voraus flog, dann von einem Eichhörnchen, einem Fuchs, und schließlich einem Uhu abgelöst wurde.

So kamen sie vor einem besonders großen Busch an, der vor einem Felsen stand.
„Wir sind am Ziel. Geht nur durch.“, sagte der Uhu, der auf einer nahe stehenden Tanne nieder gegangen war.
„Aber wie sollen wir dadurch? Da ist ein Felsen!“, rief Brix
„Geht nur“, nickte der Uhu

Sie stockten, dann sagte Lisa: „Vielleicht ist das eine Art Zauberei.“, und schritt voran. Es flirrte, und sie war verschwunden. Die Anderen folgten ihr unverzüglich. Als das Flirren vorbei war, standen sie neben Lisa, und einem von verschneiten Tannen umgebenen Schloß.
Auf einer der Tannen saß der Rabe, der sie zunächst geführt hatte.

„Sehr gut. Ihr seid am Ziel Da Hauptportal des Gebäudes öffnete sich, und eine wunderschöne Frau in einem weißen kleid mit blauem Umhang trat heraus. Dunkelbraunes Haar fiel ihr in zwei schweren Zöpfen auf den Rücken. Ihre Augen waren groß und von einem dunklen Blau. Ihr melancholischer Blick verlieh ihr eine Aura der Unergründlichkeit . Sie machte auf alle einen großen Eindruck.

„So habt ihr die Vertrauensprüfung bestanden, und die magische Barriere durchbrochen. Ich bin Bajaga, die Zauberin, die Herrin und Behüterin dieser Wälder. Ich habe euch erwartet.“
Ihr Blick fiel auf Lisa und Alexander
„Zwei Weihnachtskinder sind bereits gefunden, das ist gut.“
„Sicher“, meinte Brix „Das ist gut, doch kannst du und Helfen, unseren Schlitten zurück zu holen, oder uns einen anderen besorgen?“

Ein Lächeln umspielte den Mund der Zauberin
„Das und noch mehr. Tretet ein, in mein Haus.“
Sie folgten ihrer Einladung, und wurden in einen Salon gebeten, wo sie mit Tee und Gebäck versorgt wurden.“
Nun sollt ihr eurem Ziel ein Stück näher kommen.“, sagte Bajaga. Sie ging zur Tür, und rief: „Rika!“

Es dauerte ein wenig, dann betrat ein etwa Achtjähriges Mädchen mit dunkelblondem Haar, das Zimmer, welches sie zu einem geflochtenen Zopf zusammen gebunden hatte. Ihre Gesichtszüge ähnelten denen Lisas und Alexanders. Bekleidet war sie mit Weißer Strumpfhose, blauem Kleidchen, und Fellstiefelchen an den Füssen. Sie vollführte einen Knicks vor ihnen.

„Rika Borg, das dritte Weihnachtskind. Ich befreite sie aus der Gefangenschaft einiger Trolle, und nahm sie hier auf, da ich wusste, das ihr irgendwann in diese Gegend kommen würdet.“

Brix bekam große Augen, und sah in seine Rolle.
„Tatsächlich, sie ist es.“, sagte er.
Bajaga wandte sich an die Kinder:
Wisset nun euer Geheimnis: Einst gab es einen Fürsten und eine Fürstin, welche in der großen Weihnachtsstadt im hohen Norden wohnten. Sie wohl angesehen, und gut. Sie besaßen dazu die Macht, dem unheimlichen Eisdämon Einhalt zu gebieten, und ihn zu bannen.

Doch der schaffte es mit List und Tücke, sich ihrer kleinen Kinder zu bemächtigen. Zwei Jungen und zwei Mädchen im Baby-Alter. Er schleuderte sie in alle Richtungen.
Jahre vergingen, in denen das Paar vergeblich nach seinen verschollenen Kindern suchte. Mit der Zeit wurden ihre Herzen immer schwerer, und sie zogen sich zurück.

Dies machte sich der Eisdämon zu Nutze, drang in die Weihnachtsstadt ein, und belegte alle mit seinem Fluch. Wenn nun die Vier Geschwister und ihre Eltern wieder vereint würden, würde dies ihren Eltern ihre Kraft wieder geben, und der Fluch würde gebrochen.“

Kinder und elfen hatten gebannt zugehört, und sahen sie nun an.
„Darum“, schloss Bajaga, „seid ihr so wichtig. Wisset noch, das vierte Kind befindet sich im hohen Norden. Der Dämon weiß noch nicht, dass es in die Weihnachtsstadt zurück gekehrt ist.
So, und nun zu eurem Schlitten.“

Sie stand auf, und ging zu einer art Gong. Statt jedoch darauf zu schlagen, rieb sie mit ihren fingern darüber, so das ein flirren ertönte.
„die rentiere werden meinen Ruf gehört haben. Morgen früh wird euer Schlitten da sein, und ihr werdet eure Reise zur entscheidenden Etappe fortsetzen können.

So verbrachten sie die Nacht in Bajagas Schloß, und als es morgens nach dem Frühstück Zeit war, stand tatsächlich der Schlitten für sie bereit. Sie konnten die Reise fortsetzen. Es gab einen herzlichen Abschied. Besonders herzlich war der Abschied zwischen Bajaga und Rika.
Dann bestiegen sie den Schlitten, deckten sich zu, und der Schlitten setzte sich in Bewegung. Bajaga winkte  ihnen noch lange hinter her, inmitten ihrer Tiere.
Der Schlitten hob sich in die Luft, und flog der Entscheidung entgegen…


Ende des dritten Teils

Sonntag, 4. Dezember 2016

Die Vier Weihnachtskinder-Teil 2

Durch Flockengestöber ging der Flug im Schlitten durch die Nacht. Unter ihnen zogen die Lichter von Dörfern und Städten vorbei, deren Gebäude vielfach festlich geschmückt waren, und in deren Mitte oft große ,festliche Weihnachtsbäume standen, und Weihnachtsmärkte abgehalten wurden.

Zunehmend wurde es kälter, und Brax legte ihnen eine Decke über die Beine. Auch Brix, vorne auf dem Bock, hatte eine. Schließlich wurden die Flocken weniger, so dass man am Himmel die Sterne sehen konnte.
Plötzlich jedoch, entstand aus dem Nichts ein Wirbel aus Eiskristallen, der den Schlitten, der den Schlitten herum zuschleudern begann.

„Fest halten!“, schrie Brix durch den Lärm, und straffte die Zügel.
„Er versucht uns aufzuhalten!“
„Wer?“, wollte Lisa wissen
„Der Dämon.Er will nicht, dass der Fluch gebrochen wird!“
Der Schlitten schleuderte und wirbelte herum. Eiskristalle wurden ihnen ins Gesicht geweht, so dass es brannte. Lisa hielt sich krampfhaft fest.
Brix zog die Zügel fest an, und die Rentiere senkten die Köpfe mit den Geweihen.
„Los jetzt!“, schrie er.

Mit ihren gesenkten Köpfen rasten die Tiere los, durchbrachen mit einem bläulich weißen Blitz den Wirbel, und jagten davon.
„Ha, damit hat er nicht gerechnet!“, rief Brief zufrieden aus.
Schnell entfernte sich der Schlitten .Der Wirbel folgte ihm, doch das Gefährt ging schnell tiefer, und landete mitten in einem Wald von riesigen Tannen. Die Eiskristalle blieben in den Wipfel hängen, der Wirbel löste sich auf.

Der Schlitten fuhr unterdessen durch einen verschneiten Wald. Die Bäume trugen ein weißes Kleid, ebenso wie die Hügel, die sie passierten.
„Ah, dem Ziel nahe. Keine schlechte Landung“, meinte Brix
„Wo sind wir?“, fragte Lisa
„In Russland, und bald beim zweiten Kind.“
Der Schlitten folgte weiter dem Weg durch den Wald, bis dieser sich schließlich teilte, und sie sich einer kleinen Stadt näherten.

Die Dächer der Häuser waren mit Schnee bedeckt. Lichter waren in den Fenstern, und die Gärten weihnachtlich geschmückt. Bei einem großen Gebäude neben der Kirche machten sie schließlich Halt.
Dort stand im ‚Garten, ein Junge und hackte Holz.

Er war etwa in Lisas Alter, aber etwas größer, trug Jacke, Hemd und Stiefel, und auf dem Kopf eine Fellmütze, die sein pechschwarzes Haar bedeckte. Sein Gesicht, man konnte es nicht anders sagen, ähnelte dem Lisas entfernt.

Neugierig beäugte er die Ankömmlinge.
„Das ist er“, sagte Brix leise „Alexander Orodin, Das zweite Kind. Wundere dich nicht, wenn du seine Sprache verstehst .Da du mit uns zusammen bist, verstehst du, wie wir, jede Sprache.“
Es war nicht schwer, Alexander zu Überzeugen, mit ihnen zu fahren. Auch er trug eine Kette mit einem Anhänger um den Hals, welcher dem von Lisa, glich. Nur das in seiner Mitte der Name Alexander stand. Und auch er kannte seine Herkunft nicht.

Er kletterte mit auf den Schlitten, und sie verließen den Ort, und fuhren wieder durch den Wald .Brax wollte erst hinter dem Wald wieder in die Luft starten.

Eine Weile fuhren sie zwischen verschneiten Bäume und Sträuchern hindurch, als es plötzlich geschah:
Eine Art Baumwurzel schoss aus dem Bode, und hob das Gefährt an, sie dass sie hinaus fielen. Von den Erschrockenen Rentieren gezogen, entfernte sich der Schlitten, und entfernte sich schließlich in den Himmel.

„Die sehen wir so schnell nicht wieder“, kommentierte Brix “Er hat uns doch schneller wieder gefunden, als ich dachte. Aber wie geht´s nun weiter?“

Da krächzte es neben ihnen:
„Bajaga erwartet euch. Folgt den Tieren!“
Sie wandten sich um, und gewahrten auf einem Tannenzweig einen großen Raben. Er zeigte mit einem Flügel in die Richtung vor ihnen.
„Wer ist Bajaga?“, fragte Lisa
„Ich habe von ihr gehört. Sie ist eine Legende, von der man sich hier erzählt. Sie soll eine Art Zauberin oder Fee sein. ‚sie ist die Herrin dieses Waldes.“
„Ich habe auch von ihr gehört, sagte Brix. Nun denn, gehen wir zu ihr. Sie kann uns vielleicht helfen“
„Und ob sie das kann“, sagte der Rabe „kommt ruhig mit“
Und so machten sie sich auf den Weg…

Ende des zweiten Teils