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Samstag, 11. Dezember 2021

Der bremer Stadtkaater:Timmy und das Krippenspiel

Hallo,

Nach langer Zeit mal wiedre ein neuer Beitrag.Diesmal eine weihnachtliche ,und etwas andere Stadtkater-Geschichte

Viel Spaß!


 Über die engen und verwinkelten Gassen des Schnoors hatte sich weißer Puder gelegt.Ein sicheres Zeichen des Winters , und im Dezember nichts besonderes. Auf dem kleinen Platz war eine Krippe aufgebaut wurden mit dem Stall, den Eheleuten Maria und Joseph, dem Jesuskind in seinem Bett aus Stroh, sowie den Hirten, Engeln, und den heiligen drei Königen,welche dem Sohn Gottes huldigten, und über allen der helle Stern, der sie zur Krippe geführt hatte.

Für Timmy war es gewöhnungsbedürftig gewesen, sich auf dem kalten Zeug zu bewegen, doch nun tapste er durch weiß überzogenen Gassen zu dem kleinen Kunstwerk.Er war ein Halbperserkater,war klein, gedrungen, und schwarz. Wie Scheinwerfer leuchteten die grünlich gelben Augen in dem runden Köpfchen.

Aus Holz war der Stall, und aus Holz waren auch die Figuren geschnitzt.Fast lebensgroß waren sie, und bildeten die berühmte Szene .

Timmy kannte die Weihnachtsgeschichte.Er hatte das Fest ja ,mit seinem Dosenöffner-Ehepaar schon oft gefeiert.So saß er mit seiner Ziehmutter Emma, einer großen, rot getigerten Katze mit blauen Augen, und Toby dem Streuner vor dem Krippenspiel. Toby war ein Kater,weiß,mit graugetigertem Rücken,der allerdings die besten Zeiten schon hinter sich hatte.Er wirkte sehr abgemagert und ein wenig klapprig und die linke Ohrspitze war nach vorn hin abgeknickt.Seine gelben Augen besaßen hingegen jugendliche Frische und einen forschen,listigen Blick.

„Hübsch geworden.Die Zweibeiner haben sich Mühe gegeben“, meinte Emma

„Ja“ entgegnete Toby“ist ihnen gut gelungen“

Ja, es war gut gelungen, und es passte sehr gut in die,dieser Tage festlich geschmückten Gassen des Schnoor.

Die drei Katzen machten noch einen kleinen Winterspaziergang am Osterdeich und durch das Revier, und verbrachten des Rest des tages mit dem was Katzen mit am liebsten taten,nämlich im Haus von Günther und Helena behaglich schlafen.Im Keller des alten Hauses im Schnoor, welches auch jenen kleinen Laden enthielt, von dem das Paar lebte, war dafür extra ein Platz geschaffen worden.

Am Abend beschloss Thimmy kurz seinen Lieblingsplatz auf dem Dach des Hauses aufzusuchen.Doch es war kalt hier Oben ,und das Dach etwas rutschig.Dennoch blieb er kurz hier,und lies den Blick über die bereits im Dunkeln liegende, festlich geschmückte Stadt schweifen.

Als er auf den nächtlichen Schnoor herab sah, der nun zur ruhe kam, konnte er die Krippe nicht sehen.Nur das Leuchten des Sternes konnte er erahnen.

Und dann fiel ihm etwas auf.Es wirkte, als würde etwas kurz hell aufleuchten.Vielleicht war es der Stern unten.

Thimmy maß dem keine große Bedeutung bei ,und ging wieder runter.


Am nächsten Morgen herrschte großer Aufruhr.Menschen liefen laut rufend durch den Schnoor, und zwischen ihnen ,auf dem Platz waren jene uniformierten,die Timmy als Polizisten kannte.

Was war denn da los? Beschloss dem Aufruhr zur Ursprungsstelle zu folgen, und kam schließlich auf dem Platz beim Krippenspiel an.


„Tja“,sagte eine wohl bekannte Stimme neben ihm, und es war Emma, die meinte:“Das ist ja eine schöne Bescherung!“

Timmy sah zur Krippe und verstand , was sie meinte.Dort , wo eigentlich die Jungfrau Maria stehen sollte , und dort wo einer der Engel über ihr sein sollte war..Nichts!

Sie waren einfach weg.

Einige Schneeflocken rieselten auf die Erde nieder.Menschen wuselten geschäftig durch die Stadt und zwischen den Geschäften, dem Weihnachtsmarkt und der schlachte.

Die junge Frau schritt langsam die .Straße entlang.Sie blickte verständnislos auf die hastenden ,eilenden Menschen um sich herum.Auf die rumpelnden Straßenbahnen, die erleuchteten Geschäfte und den festlichen Schmuck in den Straßen.

Sie hatte dunkles Haar , große ,braune Augen und war in ein grobes Leinentuch gekleidet, dessen Ränder rot waren, und das um sie herum geschlungen war.Den oberen Teil hatte sie wie eine Kapuze um ihren Kopf gelegt.

Warum war sie hier? Was hatte sie her befohlen?

„Geh´ruhig weiter“, sagte die Stimme über ihr „hinter diesem großen Kaufhaus gehst du nach rechts“

Sie sah nach Oben, sah neben sich, und da, leicht über ihrer rechten Schulter , hing ein Licht, aus dem die stimme kam.

„Geh ruhig, vertraue mir“,sagte sie, und klang so mild und warm, das sie ihr vertraute, und ihren weg fortsetzte.

Über einem Durchgang stand Lloyd-Passage.Worte ,die ihr nichts sagten.

„In die andere Richtung,dort hinter C&A“

Sie ging den angegeben Weg an dem Geschäft vorbei ,zu einem Durchgang.“Lloydhof“, hiess es da.Sie durchschritt den Gang ,und kam in einen kleinen Hof mit leer stehenden Geschäften.

Dort, aus einer Ecke heraus, hörte sie ein Wimmern.Sie folgte dem Ton, und fand dort ein Mädchen im Teenageralter, vielleicht Sechzehn Jahre alt.

Sie in Pullower und Jeans gekleidet, und saß dort dort stöhnend und mit gesenktem Kopf in einer Ecke.Das lockige, blonde Haar fiel ihr dabei ins Gesicht.

Die junge Frau betrachte das Mädchen, bemerkte die offenkundig anderen Umstände, und wusste , was zu tun war. Vorsichtig trat sie an sie heran, und griff ihre Hände.

„Komm“, sagte sie „du brauchst Hlfe“

Das Mädchen sah zu ihr auf.Sie hatte ein fein gezeichnetes Gesicht und helle blaue Augen.Sie wolte sich zuerst widersetzen, doch dann fasste sie Vertrauen zu der fremden Frau , di e sie an der Hand nahm, und sie mit sich führte.

Sie kannte sich in dieser Welt nicht aus , und trotzdem wusste sie , was sie zu tun hatte .Im Schaufenster des Karstadt-Kaufhauses , befand sich eine Polizei-Kontaktstelle.Hier würde sie Hilfe bekommen.Dorthin brachte sie das Mädchen.

Man rief den Krankenwagen. Sie wollte es eigentlich nicht nicht.Sie wusste nicht, wie sie ein Kind versorgen sollte.Ihr wurde jedoch klar gemacht, das es viele Möglichkeiten gab, Hilfe zu bekommen.

Mit den Sanitätern kam auch die Mutter des schwangeren Mädchen.Die Junge Frau ging, nachdem man ihr für ihre Hilfe gedankt hatte wieder ihres Weges, die Obernstraße entlang ,in Richtung des Marktplatzes und des Weihnachtsmarktes.Ein müsse ein Wunder gewesen sein, das sie zu diesem Zeitpunkt dort lang kam, und das Mädchen fand.

„Nun“, sagte die Stimme „Dein Werk ist getan,lass uns zurück gehen.“

Und sie gingen am Weihnachtsmarkt vorbei, in Richtung Schnoor.

*Was war das für eine Aufregung! Den ganzen Tag wuselten Zweibeiner durch den Schnoor,zwischen ihnen immer wieder Polizisten, die an jede Tür klopften , und die Leute fragten, ob sie etwas gesehen hatten.Es konnte doch nicht sein, das die Figuren so mir nichts ,dir nichts gestohlen worden waren.

Doch niemanden gelang es eine Spur zu finden.Timmy juckte es , selbst Untersuchungen anzustellen, doch letzten Endes beschloss er es den Zweibeinern zu überlassen. Statt dessen machte er sich gegen Abend auf einen Rundgang mit Toby durch´s Innenstadtrevier.

Als sie so von der Violenstraße über den Domshof in Richtung Marktplatz liefen, sahen sie im Bereich des Weihnachtsmarktes eine Junge Frau, die langsam und verstörten Blickes dort entlang lief , und der verschwundenen Marienfigur erstaunlich ähnlich war...aber nein Blödsinn!

Und sie liefen weiter.

Es war schon dunkel ,als Timmy sich wieder auf seinen Lieblingsplatz auf dem Dach gelegt hatte.Er war trotz Kälte grade ein wenig eingedöst , als er unten Geräusche vernahm. Lief da jemand durch die stillen Gassen?Timmy ging soweit an den Rand des Daches , wie es ihm möglich war, und sah hinunter, doch er konnte nicht erkennen , wer oder was sich dort bewegte.

Plötzlich leuchtete grell ein Licht auf, dann war es wieder dunkel.Timmy stutzte.War es nicht , bevor die Figuren verschwanden auch?...

Mit diesen Gedanken ging Timmy nach Unten.

Am nächsten Morgen herrschte wieder großer Aufruhr und wieder standen alle vor Krippe.War etwa noch eine Figur daraus verschwunden?Timmy, Emma und Toby liefen mit Günther und Helena dort hin.

Doch nein, es fehlte nichts, im Gegenteil, die verschwundenen Figuren waren wieder da!Timmy trat näher an das Krippenspiel heran, und kurz war es ihm, als ob die Marienstatue ihn ansah und leicht zwinkerte.

Wie durch ein Wunder waren die Figuren verschwunden, und wie durch ein wunder waren sie wieder da, als wären sie nie weg gewesen.

„Nun ja“, meinte Timmy bei sich“Es ist Weihnachten.Genau die richtige Zeit für Wunder!“


Ende

Sonntag, 2. Juni 2019

Der Bremer Stadtkater: Der Mops ,der zuviel wusste

Lang hat´s gedauert, aber hier ist es nun: Timmys vierzehntes Abenteuer.Viel Spaß!


Die Sonne ging auf. Das erste Sonnenlicht des Tages tauchte den Schnoor in gleißendes Rotgold. In den engen Gassen begann das rege Treiben der Händler, die ihre Geschäfte öffneten.

Von der Bäckerei zog der duft frisch gebackener Brötchen durch die Strassen, und vermischte sich mit dem des Kaffees, der allenthalben gebraut wurde, zog nach oben , über die Dächer, von denen eines besetzt war, und zwar von einem schwarzen Kater, der gemächlich dort Oben lag, die erste Fütterung verdaute, und den Blick von dem treiben unten über das blaue Band der Weser schweifen ließ.

Hier Oben war Timmys Lieblingsplatz, und er verbrachte viel Zeit hier Oben. Er konnte hier gut abschalten, in den Tag hinein träumen,  oder die Zeibeiner unten beobachten, und ihre seltsamen Rituale. Das mit den kleinen Kästen,, die sie vor ihre Augen hielten, und danach lachend hinein sahen, hatte er immer noch nicht ganz verstanden, obwohl ihm zumindest schon einmal klar war, das, auf welche Weise auch immer, Bilder von ihnen dort hinein kamen. Ulkig war allerdings, dass sie auch in diese Kästen  hinein sprachen. 

So lag er dort dösend und in Gedanken versunken, als plötzlich hinter ihm eine stimme ertönte:
„Morgen Timmy, Es gibt ein Problem“
Der Kater stand auf, und fuhr herum. Vor ihm stand Gesche, eine Siam-Katze, die ihm Revier sehr bekannt war. Sie erschien plötzlich und genauso schnell pflegte sie auch wieder zu verschwinden. Sie war geheimnisvoll. Niemand wusste, wo  sie her kam. Sie irgendwann halt einfach  da. Doch geheimnisvolles Getue oder nicht, sie hatte Timmy bei manchem Abenteuer bei gestanden und ihn mehrfach aus schwierigen Situationen gerettet.

„Gesche, was gibt´s?“
„ Hast du´s noch nicht gehört? Kaisen ist verschwunden.“
Kaisen war ein Hund, genauer gesagt ein Mops, und gehörte dem Pförtner des Rathauses. Stolzes Mitglied einer ganzen Linie von Rathauspförtner-Hunden, und entsprechend blasiert, im Grunde aber ein guter Kerl, und die wohl beste Informationsquelle im Revier.

„Verschwunden?“, fragte Timmy
„Ja, wohl seit gestern Morgen schon, sein Dosenöffner sucht ihn schon verzweifelt, die Smidts ebenso. Deshalb haben sie mich geschickt, dich zu holen. Sie haben sich daran erinnert, wie erfolgreich du bei Ansgar warst.

Smidt 1 und Smidt 2 lebten als Nachbarn von Kaisen im Rathaus. Sie waren Mäuse, welche in einer art Hassliebe mit dem Mops zusammen lebten, und hatten Timmy mit wertvollen Informationen über eine Mäusesekte im Bremer Dom helfen können, deren Anführer entführt worden war.

Timmy stand bereits auf allen Vieren.
„Dann los!“
Um das Rathaus zu erreichen, mussten sie  vom Schnoor aus zunächst schräg über die Straße, am alten Polizeihaus vorbei, die Domsheide entlang ,und am Dom vorbei.
Sie betraten das Rathaus, unbemerkt vom Pförtner, der gerade einen Steckbrief von Kaisen aufhängte. Gegenüber dem Pförtnerbüro lag das Mäuseloch der Smidts.

„Hallo Smidts, wir sind da!“, rief Timmy ins Loch
Zwei kleine Näschen reckten sich zuckend aus dem loch heraus, und ihre Besitzer kamen nach.

„Ah, Timmy, Gesche, gut, das ihr da seit. Wir sind schon ganz verzweifelt. Wir haben im ganzen Revier nach gefragt, aber keiner hat ihn gesehen.“
„Wann habt ihr ihn denn zuletzt gesehen?“
„Gestern Morgen, ganz kurz. Er wirkte so verstört, das wir darauf verzichteten, ihn, wie immer, zu beleidigen, und dann ging er einfach hinaus, und kam nicht wieder.“

 „Hattet ihr eine Ahnung, warum er so verstört wirkte?“
„Nein. Er sagte ja nichts“
„Also“, meinte Gesche „Wenn er nicht im Revier ist, wo kann er sonst sein?“
„Vielleicht können wir euch daf fagen“, sagte eine Stimme hinter ihnen, die Timmy bekannt vor kamen.

Sie fuhren herum, und standen zwei Katzen gegenüber, die einen ziemlich traurigen Eindruck machten.

Die Erste war grau getigert oder war es mal gewesen, bei dem Schmutz war es nicht mehr
richtig zu erkennen .Sein Fell war zerzaust und stellenweise räudig. Von einem Ohr fehlte die Spitze und er hatte nur ein Auge. Auch zwei Schnurrhaare fehlten.

Die andere in schwarzweiß sah nicht viel besser aus. Auch sein Pelz schien schon bessere Tage erlebt zu haben und er hinkte, da offenkundig das rechte Hinterbein wohl einmal gebrochen, nicht richtig behandelt geworden, und so in unnatürlicher Haltung zusammengewachsen war.

„Max und Moritz!“, rief Timmy
Es waren tatsächlich jene beiden Kater, die Timmy bei seinem Abenteuer Draußen auf der Mülldeponie kennen gelernt hatte. Sie hatten ihm damals geholfen wieder nach Hause zu kommen. Timmy hatte oft an die wilden Katzen vom Berg gedacht.

„Wie kommt ihr denn hierher, und wie geht´s den anderen von euch.“
„Den Umftänden entfprechend bftenf“, erwiderte  Moritz, der Schwarz-weiße
„Wir haben eine von den Handwerker- Stink-Kisten genommen, mit denen sie Schutt zu uns bringen. Wir haben ihre Gespräche belauscht, und wussten so, das sie in die Stadt fahren.“

„Was sind denn das für Dreckbeutel?“, quiekte es von unten
„Ah, ein kleiner fnack ist nicht fu verachten“, knurrte Moritz grimmig, und wollte nach den Smidts greifen, wurde jedoch von ‚Timmy  mit ausgestrecktem Vorderlauf gehindert.
„Äh, die werden nicht gefressen, das sind Freunde“
„Fo, komiffe fitten habt ihr ftadtkatfen, aber na gut“

„Und ihr wist, wo Kaisen ist?“ lenkte Gesche die Diskussion wieder in die Sachrichtung
„Denke schon“, meinte Max, „Ihr sucht einen Mops, der sich Kaisen nennt, und dem Rathauspförtner gehört? Nun, so einer ist bei uns, und hat uns eine abenteuerliche Story erzählt. Er wollte sich nicht bewegen lassen, mit uns zu kommen, darum hat Kuder uns geschickt, Timmy zu holen, damit er mit ihm redet.Er hat vor irgendwas Angst.“

Kuder, eine männliche Wildkatze, war der Anführer der wilden Katzen vom Berg
„Nun gut, aber wie soll ich denn dorthin kommen?“, fragte Timmy
„Auf dem selben Weg wie wir“, sagte Max „diese Handwerker fahren noch öfter zur Deponie und zurück.“
„Gut, dann sollten wir keine Zeit verlieren, und aufbrechen.“
Und ich, meinte Gesche, trommle schon mal die übrigen Mitglieder des Schnoor-Hilfskorps zusammen. Wenn er vor etwas Angst hatte, könnte es haarig werden.“
Und sie war verschwunden.

Timmy, Max und Moritz liefen mit den besten Glückwünschen der beiden Mäuse zu dem Handwerker-Fahrzeug, um die Fahrt zur Deponie anzutreten.
*
Nur ein paar Minuten, nachdem sie auf die Ladefläche des Lieferwagens aufgesprungen waren, und sich zwischen den Bauabfällen versteckt hatten, stiegen die Zweibeiner ein, und die Fahrt ging los. Sie verlief ohne besondere Vorkommnisse, und Zehn Minuten später waren sie da.

Nachdem das Fahrzeug abgefertigt war, ging es zum Abladeort. Die beiden Handwerker stiegen aus, und öffneten das Fahrzeug. Zusätzlich schoben sie auch die Schiebetür an der Seite auf. 

„Wenn sie von Hinten abladen, gehen durch die Seite raus“, flüsterte Max. die anderen Beiden nickten, und im nächsten Moment setzten sie diesen Plan in die Tat um.Timmy staunten nicht schlecht, als er ausgestiegen war.

Da hatte sich doch einiges geändert. Auf den Schildern war nun eine orange farbene Sprechblase, und unten stand nun: D-i-e B-r-e-m-e-r  S-t-a-d-t-r-e-i-n-i-g-u-n-g.Der Platz war umgebaut, und entlang des Hanges stand nun eine große Mauer.

„Wir müffen da umfu,und beim Gafhäufchen hoch“, sagte Moritz, und sie liefen los,wichen fahrenden Autos ,und abladenden Zweibeinern aus, flitzten am Gashäuschen vorbei, und erklommen den Berg.

Oben blieb Timmy kurz stehen, und sah nach unten, auf das rege Treiben und den verkehr auf der Recycling-Station, und die vielen Zweibeiner, die in die großen Kisten warfen, was sie nicht mehr brauchten, und jene ,in Orange, die sie dabei beaufsichtigten und berieten.
„Junge junge, unglaublich, was die Zweibeiner alles weg werfen“, entfuhr es ihm
„Das kannst du ruhig laut sagen“, antwortete Max.

Sie überquerten nun den Berg. Zu dieser Seite hatte man einen blick auf Felder und Wiesen, die hinter Gärten lagen.
Sie strebten nun jenem Ort hinter mächtigen Brombeer-Büschen zu, den Timmy schon kannte, an dem die Katzen vom Berg hausten, und hier hatte sich nicht viel verändert.

Ein freier, staubiger von etwas Gras bewachsener Platz, auf dem allerlei Gerümpel, wie Holzkisten, Reifen und ähnlichem lag. Dazwischen saßen oder lagen etwa 10-15 Katzen unterschiedlicher Farbe und Größe, die bei ihrer Ankunft neugierig aufsahen. Die eine oder andere dazwischen, die vorher nicht dort war. Viele von ihnen sahen ähnlich mitgenommen aus, wie Max und Moritz.

An der Stirnseite, lag ein Haufen alter Steinblöcke und Säulen, und bildete eine Art Höhle, vor der Kuder lag, der Anführer, ein Wildkater, der einst aus dem Bürgerpark hierher entwichen war, und tatsächlich, da neben ihm, saß- Kaisen!

„Aha, unser kleiner Freund, dem wir damals nach Hause geholfen haben.Schön, dich wieder zu sehen.“, brummte Kuder
„Ich freu´mich auch, euch wieder zu sehen“, meinte Timmy "ich wollte meinen Freund zurück holen.“
„Natürlich, der kleine Hund, der uns zu gelaufen ist“, und er sah zu seiner Seite, wo der Mops saß.
„Er sagte so was, das er dein Freund wäre, darum habe ich Max und Moritz geschickt.“

Timmy wandte sich dem Hund zu:
„Hey Kaisen, was ist los, warum hast du dich hier versteckt?“
Kaisen sah ihn an
„Ich kann nicht zurück, obwohl ich hier auch nicht gern leben möchte. Ich vermisse das Rathaus, ich vermisse die Smidts, das wirst du ihnen aber nicht sagen, aber es geht nicht.“
„Warum?“
„weil ich etwas beobachtet, oder vielmehr gehört habe, was ich nicht hätte hören dürfen. Ich weiß zuviel, und das könnte mein Herrchen in Gefahr bringen.“

„Moment, erzähl doch mal von Anfang an. Was hast du gehört?“
„Also, mein Herrchen ging Gestern Abend mit mir im Bürgerpark spazieren. Ich hob grade mein Bein an einem Gebüsch, um es zu markieren, da hörte ich Stimmengemurmel. Da war jemand auf der anderen Seite, und unterhielt sich. Ich ging näher ran, während Herrchen schon etwas weiter war, und da hörte ich eine Stimme sagen:
>Morgen Abend kurz nach Acht geht es über die Bühne. Wenn das Konzert läuft, wird die Abendkasse wenig beachtet, da ist der richtige Zeitpunkt für den Überfall. <
>aber ist da an der Bürgerweide nicht noch viel los<
>Nein, das geht schon. wie gesagt, die meiste Aufmerksamkeit wird das Konzert haben<

Dann bin ich auf ein Stöckchen getreten. Es knackte die beiden horchten auf. Ich floh zu Herrchen, aber  ich glaube, sie wissen, das sie verraten sind, und weil ich Herrchen aus der Sache raus halten wollte, bin ich Heute morgen abgehauen, und hierher geflohen.“ 

„Aber  das ist auch keine Dauerlösung. Außerdem glaube ich, du möchtest lieber zurück ins Rathaus. Wenn es  stimmt, was du sagst, findet der Überfall Heute Abend statt. Ich schlage vor, du kommst mit mir zurück, und wir verhindern den Überfall, und sorgen dafür, das die Kerle eingesperrt werden, wie man das bei den Zweibeinern macht.Dann kannst du dich wieder sicher fühlen.“

„Ich gehe auf Beobachtungsposten, und sage euch Bescheid, wenn die Handwerker wieder da sind, dann schmuggeln wir euch raus.“, sagte Max, und machte sich auf den Weg
Es dauerte eine gute Halbe Stunde, bis er zurück kam, und meldete.
„sie sind wieder da, es kann los gehen!“

Timmy verabschiedete sich herzlich von Kuder und den anderen Katzen, dann kletterte Er, Kaisen an seiner Seite, und von Max und Moritz begleitet, über den Berg.
Beim Bauschutt stand das Handwerkerfahrzeug, und die beiden Männer waren beim Abladen.
„Fätfe, wir beide lenken fie ab, und ihr steigt dann an der Seite ein.“

Gesagt, getan, nach einem herzlichen Abschied liefen die beiden Kater den Handwerkern in die Beine, so das sie fast stolperten, und sich fluchend auf Max und Moritz stürzten, die sich flink verzogen, und in einiger Entfernung stehen blieben.
Während  dessen schlüpften Timmy und Kaisen ins Auto, und versteckten sich zwischen dem Werkzeug.
Ahnungslos schlossen die Handwerker ihre Arbeit ab, und fuhren los. Als Timmy zum Heckfenster hinaus schaute, sah er neben dem Glashäuschen die beiden Kater stehen, die die Vorderpfoten zum Gruß hoben.
Timmy tat es ihnen nach, und nun ging es der Stadt und der Entscheidung entgegen.
*
Der Abend senkte sich über Bremen, die Sonne ging unter, und tauchte die Stadt in rot-violettes Licht. Auf der Bürgerweide stand eine riesige Bühne, auf der besagtes Konzert statt fand. Abseits davon, durch den Park an der Gustav- Deetjen Allee , liefen einige Tiere entlang, nämlich zwei Hunde und fünf Katzen, über denen eine Lachmöwe schwebte, und liefen nun über die Straße, wo Polizeiwagen standen, und wo es zur Abendkasse ging.

Timmy und Kaisen hatten es mit ihrem unfreiwilligen Taxi geschafft in die Stadt zurück zu kommen. Dort trafen sie sich in Timmys und Emmas Garten im Schnoor mit den Freunden, die Gesche zusammen getrommelt hatte.
Kaisen erzählte den anderen noch einmal, was er Timmy erzählt hatte, und gemeinsam schmiedeten sie einen Plan, um den Überfall zu vereiteln.

Das Schnoor-Hilfskorps, dem sich ausnahmsweise auch Kaisen angeschlossen hatte, kam bei den Polizisten an, sprang auf die Autos, und ging die Beamten an, die sich gleich anschickten, die wild gewordenen Tiere einzusammeln. Einer bestellte über funk einen Veterinär.

Die Hunde und Katzen steuerten nun, verfolgt von den Polizisten die Abendkasse an, bei der just in diesem Moment die Tür aufgeworfen wurde, und zwei Maskierte Männer heraus gestürmt kamen , und angesichts der seltsamen Prozession kurz wie erstarrt stehen blieben, ebenso wie die Polizisten.

Es hatte schon ein wenig high Noon-  Charakter als sich so Ordnungshüter und Räuber gegenüber standen.
Dann kam Bewegung in die Sache. Die Räuber wollten den Weg in Richtung Bürgerpark einschlagen, doch da liefen ihnen die Tiere zwischen die Beine und brachten sie zu Fall.

Einer fluchte wütend. Kaisen, der die Stimme erkannt hatte sprang triumphierend auf seinen Bauch, und bellte und knurrte ihn an, bis im nächsten Moment zwei Polizisten sich über ihn beugten, um ihn fest zu nehmen.
Mit stolz erhobenem Haupt stolzierte der Mops zu seinen Freunden.
Einer der Beamten sah auf die Tiere und stutzte.
„Wollten die Viecher uns etwa...“ begann er, winkte dann aber ab, und folgte den Kollegen, die die Räuber abführten.

„Na toll“, meinte Kaisen beleidigt „Da hilft man ihnen, und liefert ihnen die Strolche, und dann...na ja, Zweibeiner!“
„Lass mal“, meinte Timmy lachend „Immerhin haben du und dein Herrchen jetzt wieder Ruhe.“
„Richtig“, meinte Kaisen besänftigt, und ich habe mein Rathaus wieder.“
Und sie gingen heim.

Nach her lag Timmy wieder auf dem Dach, genoss die abendliche Brise ,und sah auf die Lichter der Stadt, und wandte den Blick von der Weser nach Westen, wo in der Ferne blinkende Lichter einen berg bezeichneten, auf der eine ganz besondere Art von Katzen wohnte, die ihm nun zum zweiten Mal geholfen hatten.


Ende

Sonntag, 9. Dezember 2018

Storyboard-Weihnachtsclassic-Ein Kater auf dem Weihnachtsmarkt

Heute mein zweiter Advents-Klassiker.Diesmal für Kater Timmy-Fans.Timmys Abenteuer auf dem Bremer Weihnachtsmarkt in leicht überarbeiteter Form, also doch irgendwie neu.Viel Spaß und schönen zweiten Advent


Der Bremer Stadtkater-Oh je,du fröhliche


Langsam taumelten Schneeflocken vom Himmel und bedeckten die Bremer Innenstadt mit einer weißen  Puderschicht. Es herrschte viel Betrieb ,denn es war Adventszeit und der Weihnachtsmarkt war eröffnet.

Viele Menschen wuselten da durch die Straßen, die es eilig hatten ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen, oder mit ihnen zu Auto oder Straßenhahn zu kommen. Und weil sie so im Stress waren, nahmen sie kaum von den drei Vierbeinern Notiz ,die sich zwischen ihnen durchschlängelten .Es handelte sich um drei Katzen. Eine große rotbraun getigerte ,eine große, magere weiße mit grau getigertem Rücken ,bei der eine Ohrspitze nach vorn abgeknickt war und schließlich noch eine kleine schwarze mit grünlich gelben Augen. Der geneigte Leser wird natürlich schon erraten haben,das sich um Emma, Toby und -Timmy handelte.

Timmy hatte schon von dem Fest gehört, das die Zeibeiner Weihnachten nannten, und als Toby nun vorbeikam und fragte ,ob er diesen Weihnachtsmarkt mal sehen wollte ,stimmte er begeistert zu und auch Emma beschloss mit zu gehen. So waren sie jetzt also unterwegs ,liefen die Violenstrasse entlang , auf den Domshof, auf  dem viele bunte Buden standen, die mit bunten Buchstaben und Lichtern ihre Waren oder Attraktion beworben. Neugierig sah Timmy sich um, sah diese Häuschen ,von denen einige Räder hatten ,auf denen Engel, Rentiere und Weihnachtsmänner gemalt waren ,Karussells, die sich drehten mit Zweibeinerjungen darin, die vor Vergnügen quietschten. Von unterschiedlichen Buden stiegen ihm die unterschiedlichsten Düfte in die Nase. Sie liefen weiter über den Domshof, schlängelten sich zwischen Zweibeinern hindurch in Richtung der Obernstraße.

Gerade waren sie dort angekommen, zwischen Dom und Rathaus, da rumpelte eine Straßenbahn vorbei. Als sie vorbeifuhr lief Timmy los, umkurvte eine Zweibeinerfrau mit ihrem Jungen an der Hand und drehte sich nach seinen Begleitern um “kommt ihr?“ Aber wo waren sie denn? Sie waren nicht zu sehen .Er sah durch die Menschenmenge auf der andern Seite, wollte schon wieder rüber laufen, doch kam die nächste Straßenbahn  angerumpelt, so das er auf die andere Seite. und am, Roland stehen blieb, wo gerade die gelben Zweibeiner mit den schmalen Augen davorstanden und von ihresgleichen in einiger Entfernung mit kleinen Kisten ,in die sie reinschauten. Timmy hatte inzwischen gelernt, das sie Bilder voneinander machten, wie auch immer das funktionierte.

Er sah sich um,wo waren Toby und Emma?Vor ihm waren bunte Buden und ein Karussel. Vielleicht waren sie dort hinten irgendwo. er lief also um den Roland herum und zwischen einer Bude, an der „K-a-r--t-o-f-f-e-l-p-u-f-f-e-r, stand und die einen angenehmen Duft verströmte, der ihn daran erinnerte ,das er mittlerer Weile sehr hungrig war.

 So lief er weiter, immer Ausschau nach Emma und Toby haltend. Er blieb stehen, schräg hinter ihm war jetzt die Bude mit den Kartoffelpuffern ,auf der anderen Seite das Karussell, daneben eine Bude mit süßen Dingen. “G-e-b-r-a-n-n-t-e- M-a-n-d-e-l-n“ ,stand daran zu lesen. Vor ihm stand ein Imbiss .Daneben hatte jemand eine Pappe mit einer halben Bratwurst fallen lassen. Er lief hin, unbemerkt- und beachtet von den vielen Zweibeinern. Er schnupperte an der Wurst.
“Riecht nicht schlecht“ kurzer Hand schnappte er zu und verspeiste sie und sie schmeckte genauso gut, wie sie roch.

So gestärkt, setzte er seine Suche fort und kam an eine Art großes Haus an dem in verschnörkelten Buchstaben “G-l-ü-h-w-e-i-n“ stand. Es roch hier nach Wein, den Timmy aus dem Laden kannte und Gewürzen. Am Schanktisch stand jetzt ein dicker Zweibeiner mit schwarzen Stiefeln ,einem roten Kostüm und einer roten Zipfelmütze, der einen langen weißen Bart trug ,aus dem eine sehr rote Nase herauslugte.

Timmy hatte von ihm gehört, die Zweibeinigen nannten ihn Weihnachtsmann ,aber ihn nun hier zu treffen? Jetzt drehte sich der Dicke um und sah ihn an. Er beugte sich zu ihm runter ,dabei hielt er einen Becher mit der duftenden ,heißen Flüssigkeit und sagte:
 „A-Auf dein Wohl“, dann nahm er einen tiefen Zug und seufzte behaglich.
“aaah,dass tsut gut „
Ich glaub,der redet mit mir, dachte Timmy .
Der Weihnachtsmann  hatte den Krug geleert und bestellte einen Zweiten .
“Auff einem Bein k-ann man nicht stehen“, sagte er zu Timmy gewandt und zwinkerte ihm zu. Du kannst auch auf beiden nicht mehr ganz stehen ,dachte Timmy, als er sah ,das der Dicke leicht schwankte. Nachdenklich ging er weiter.

Er lies den Blick schweifen. Irgendwo zwischen diesen vielen Zweibeinern mussten seine beiden Artgenossen doch sein und sie würden ihn doch bestimmt auch suchen. Hinten ,hinter den Buden, stand ein großer ,festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Er ging in diese Richtung und dort vor einer Holzbude ,an der Treppe der Bürgerschaft, sah er etwas ,das seine Neugier weckte. Da stand ein Mann mit einem Kasten,a n dem eine Kurbel war .An dieser Kurbel drehte er und entlockte dem Kasten damit Töne, die wohl Musik waren, und die viele Zweibeiner anlockte .Ein kleiner Affe an einer langen Leine lief  vor den Zuschauern herum. Er trug ein rotes Jäckchen und eine kleine grüne Melone, die er jetzt abnahm und herumreichte und viele Zweibeiner warfen Geldstücke hinein.

Neugierig ging Timmy zu ihm und wäre fast mit ihm zusammengestoßen.
 “ola  Gato,pase auf,sonste die Geld fällt runter.“
“Tschuldigung“,meinte Timmy,“Sammelst du das für den Zweibeiner ein,der dort am Kasten dreht?“
 „Natürlicke, ische kann docke nixe anfangen damit ,aber Herrchen gibt mirr zu esse und eine eim,obwohle,isch habe mir was anderes vorgestellt ,als ich kam ierr her ,als rum zulaufen in ässliche Jacke und Hut und sammeln Gelde ein.Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas.“
“Wieso bist du da weg, wo immer das ist“
„Ich wurde gelockt .Sweibeiner nahm mich mit Aus mit Boot.ätte wieder weglaufe könne in Dschungel,aber gebliebe  bei ihm und nun ier.Naja bin irgendwann gelaufe durch offene Türr in Garrte.wurde gefunde von anderre Mann und nun bei Drehorgel.“
 „Pepe“,rief der Zweibeiner an der nun kurzzeitig verstummten Drehorgel
.“Musse zurücke,Vielleickte,wir sehe uns wieder“
Und das Äffchen lief zurück zu seinem Herrchen,um die volle Melone zu leeren..

Timmy lief weiter an Buden und Zweibeinern vorbei. Immer mal wieder blieb er stehen und lies den blick schweifen, um irgendwo etwas katzenmäßiges zu suchen ohne Erfolg. So lief er noch eine Weile lief auch noch einmal auf den Domshof rüber und allmählich taten ihm die Pfoten weh. Also irgendwo hier mussten sie doch sein. Traurig und erschöpft stand er nun zwischen Dom und Rathaus im Schneegestöber  und zwischen vielen ,wuselnden Zweibeinern.

Sollte er zurück in den Schnoor gehen und auf sie warten?Vielleicht war es das Beste. Er drehte sich um ,um über den Domshof zu laufen, prallte aber sofort zurück. Direkt vor ihm, praktisch Nase an Nase, stand ein riesiger Kläffer, ein Schäferhund, dessen gefletschte Zähne, ihn nicht unbedingt als Katzenfreund auswiesen, was er sogleich bestätigte. 
“Na sieh mal an, knurrte er, da bekomm´ ich ja heut Abend noch was richtig schönes zwischen die Zähne“ Timmy nahm sich gar nicht erst die Zeit zu antworten, wandte sich um, und schoß in Richtung Marktplatz davon.

Der Hund, dessen Herrchen durch ein Gespräch abgelenkt war,  riss sich los und rannte mit schleifender Leine hinter dem Kater her.“Harro hierher, komm zurück“, schrie das erschrockene Herrchen und lief ebenfalls hinterher. Timmy lief über den Markt, schlängelte sich zwischen Zweibeinern hindurch, gefolgt von dem wütenden kläffenden Hund. Hier geriet ein Zweibeiner aus dem Gleichgewicht, da lies einer bald sein Essen fallen und wütend sahen sie hinter den Tieren her, nur um fast mit dem hinterher laufenden und laut „Harro hierher, aus!“, rufenden Herrchen zusammen zu stoßen. Ein, in der Nähe stehender Schutzmann hatte die wilde Jagd bemerkt und lief nun ebenfalls hinterdrein,um zu helfen.

Timmy lief über das sich drehende Karussell ,Hund, Herrchen und Schutzmann liefen umzu, waren dann aber wieder auf seinen Fersen. Jetzt ging es durch eine Menschenmenge nahe der Bürgerschaft und als Timmy hindurchflitze ,sah er die Drehorgel und den Affen. Gleich hinter ihm kam der Hund ,sein Herrchen  und der Polizist prallten in die Menschenmenge und rissen sie um  ,sodass sie ein wild um sich schlagendes Knäuel bildeten.

Durch Timmy und den riesigen Hund und die gleichzeitig wild durcheinander fallende Menschenmenge erschrak auch der Affe. Ein „iiek" ausstoßend. riss auch er sich los und schoß hinter Timmy her der jetzt auf den riesigen Tannenbaum zu rannte.
 „Ich hab dich gleich“, hörte den Hund hinter sich,“Aber vielleicht hol´ich mir vorher diesen Affen.“
Pepe stieß ein noch lauteres „iieek“aus .

Ohne zu überlegen kletterte Timmy den Baum hoch, gefolgt von dem Affen. So entstand jetzt ein groteskes Bild: unten der laut kläffende Hund ,oben auf der Spitze des Baums der Kater und auf seinem Rücken der Affe. 
“Wäre ich bloß geblieben an die Amazonas!“ ,schimpfte er. 
“Kannst du nicht aufhören auf meinem Rücken rumzuhampeln?“ ,fragte Timmy unwirsch. 
“Dann höre du auf zu schwanken, ich werde schwindlig“ 
„Du als Affe?“ 
„Seit hier bin,ich bin nicht wieder auf Bäume geklettert. Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas“

„Schön und gut,nur das hilft uns jetzt nicht weiter, solange der da unten ist, außerdem ist es der Baum, der schwankt “
Timmy ließ den Blick schweifen. Von hier oben war der Weihnachtsmarkt wunderschön anzusehen, wenn die Lage nur nicht so ernst gewesen wäre. Während die Menschenmenge bei der Orgel sich langsam wieder aufrappelte, hatte sich unten ,um den Baum schon eine größere Menschenmenge angesammelt die nach oben schaute.

Es waren Zweibeinerjungen dazwischen, die begeistert nach oben zeigten. Merkwürdig, über was die sich freuen konnten. Verängstigt sah Timmy nach unten, er konnte doch nicht die Nacht hier oben verbringen. Und da plötzlich, bewegte sich etwas zwischen den Zweibeinern hindurch. Es war ein Hund, aber einer den Timmy gut kannte .Es war nämlich der Käpt´n. Seelenruhig und von den umstehenden Zweibeinern bestaunt, ging er auf Schäferhund zu, und baute sich direkt vor ihm auf. Redete er mit ihm? Einige Augenblicke später wandte sich der Schäferhund ab und ging der der Menschenwand zu, die sich im selben Moment teilte und das erregte Herrchen durchließ, das ihn sofort fest an der Leine packte und mit fort nahm.

„At dieser  Hund gemacht ,eine Exorzismus mit die andere Hund?“,fagte Pepe 
“Er muss jedenfalls sehr überzeugend gewesen sein “, meinte Timmy. 
Im gleichen Moment tönte von unten die Stimme des Käpt´ns“Was los,wollt iähr da oben anwächsen?“
“Oh ja,“ meinte Timmy,  "machen wir uns mal auf den Weg nach unten“ 
„Nach unte klettern oh je ,oh je“, zeterte Pepe 
“Komm schon, du bist ein Affe“, ermunterte ihn Timmy, “da hast du das Klettern doch im Blut. Diesen Tannenbaum wirst du doch schaffen, auf meinem Rücken kann dich jedenfalls nicht mitnehmen“ 
„Wäre ich bloß gebliebe…“ 
„ich weiß“, unterbrach Timmy und langsam und vorsichtig klettern sie den Baum wieder hinunter.

Unten angekommen lief er gleich zu seinem Helfer hin
 „Hallo Käpt´n. vielen Dank für deine Hilfe, aber was hast du ihm denn gesagt ,wie hast du das geschafft, das er weg gegangen ist?“
 „Och nur das du untär moinem Schutz stehst und das er dich nicht kriegen wird, nor  jor und denn hoben wiär das übliche Spiel des in die Augen Sehens gespielt, woboi verliert, wer als erstes die Augen äbwendet und dobei bin ich unschlogbar .“
„Aber woher hast du überhaupt davon gewusst?“ „Joa,von Gesche doch, die kom zu miär“ Timmy sah sich sofort nach ihr um, aber nirgends war eine Siam-Katze zu sehen.

Aber sie musste doch hier gewesen sein, wenn sie dem Käpt´n von Timmys Notlage erzählt hatte. Geheimnistuerisches Frauenzimmer! “Tja,schoinst ja n´ Schutzengel zu hoben“
 “Timmy!“, klang es da von der anderen Seite .Er drehte sich um und da waren Emma und Toby
 „Wo warst du  ,wir suchen dich die ganze Zeit“ ,tadelte Emma „Ich hab´ euch auch gesucht, na ja,und dann Probleme mit einem Kläffer bekommen“ „Ja,scheinst ja wirklich n´Talent zu haben, Schwierigkeiten anzuziehen“, lachte Toby
 „Noa joar,is jo älles gut ausgegängen“, meinte der Käpt´n
“Ja ,Danke“,sagte Emma „ich glaube, dann sollten wir nach Hause gehen“

Sie verabschiedeten sich vom Käpt´n und machten sich auf den Nachhauseweg, wobei Timmy eng in die Mitte genommen wurde, damit er nicht wieder verloren ging. Der Affe war wieder zu seinem Herrchen mit der Drehorgel zurück gekehrt, der ihn erleichter herzte.

An der Obernstrasse, neben einem großen, hölzernen Nussknacker stand wieder der dicke weißbärtige Mann im im roten Mantel und der roten Mütze. Oder war es ein anderer?Jedenfalls wirkte er ein wenig dicker, hatte aber nicht so eine große Nase ,auch schwankte er nicht und sein Gesichtsausdruck war sehr gütig.

 Normalerweise nahmen die Zweibeiner nicht allzu viel Notiz von ihrer Spezies ,doch der rot gekleidete ging auf sie zu und sagte:“Na,meine kleinen?“
Er bückte sich und nahm Timmy aus ihrer Mitte
 „Bist du ein braver Kater gewesen?“
„Äh,ich denke schon“,sagte Timmy instinktiv
„Gut“, sagte der Dicke und zwinkerte ihm zu“Ich wünsche euch frohe Weihnachten“.
 Timmy sah sich zu den anderen beiden um,denen ,wie ihm die Mäuler offen standen. Dann drehte er sich um, doch der Weihnachtsmann, war er es wirklich?, war verschwunden.

sie beschlossen den Heimweg fortzusetzen und gingen los,da erklang das Geräusch. Unwillkürlich hob Timmy den Kopf nach oben zum dunklen, abendlichen Himmel, von wo das Gräusch erklungen war ,das wie klingende Glöckchen klang und sich entfernte. Spielten ihm seine Sinne einen Streich? Und waren die Glöckchen wirklich da .Sie gingen weiter und Timmy fand ,das der Weihnachtsmarkt plötzlich wunderschön wirkte.

Vom Abendhimmel rieselten langsam große Flocken nieder und das warme Licht der Laternen beleuchtete die vielen schön geschmückten Buden und en prächtigen, strahlenden Weihnachtsbaum, auf dem er vorhin noch gewesen war. Alles wirkte wunderbar festlich. Sie  nahmen sich Zeit für den Heimweg, um die Eindrücke zu genießen. Beim Gerichtsgebäude verabschiedeten sie sich von Toby ,der noch eigene Pläne für diesen Abend hatte.

Später lagen Timmy und Emma behaglich auf ihren Kissen in der warmen, festlich geschmückten Stube. Am Adventskranz brannte das zweite Licht, es roch nach frisch gebackenen Plätzchen und draußen ,hinter dem Fenster rieselte der Schnee.

Vielleicht bekamen sie es hin, am heiligen Abend Toby und den Käpt´n dabei zu haben.Das wären wirklich fröhliche Weihnachten!         

Dienstag, 24. Juli 2018

Der Bremer Stadtkater-Ein Kater verschwindet

 Ausnahmsweise Dienstags zur Breminale Timmy Nummer 13-Viel Spass!

Dunkelheit, das war es, was er als erstes wahr nahm, als er erwachte. Er war in einem dunklen Raum. Er stemmte sich hoch, reckte und  streckte sich, und lief los zu jenem Lichtspalt in der Ferne, welcher der Ausgang zu sein schien.

Doch weit kam er nicht, kaum, das er los lief, wurde er unsanft gebremst. Gitterstäbe, das waren Gitterstäbe. Nun wurde Timmy klar, das er sich in einem geräumigen Käfig in einem dunklen Raum befand. Aber wie war  er denn bloß hierher gekommen, und in diese Lage geraten? Was war passiert? Ja Moment...Er war zum Fest der Zweibeiner gegangen. Sie nannten es Breminale... 

*
Auf dem Rasen eines kleinen Gartens im Schnoor, lag eine rot getigerte Katze, und genoss die letzten Strahlen der Spätnachmittags-Sonne. Sie räkelte sich, und leckte ihr Fell. Doch plötzlich stellte sie die Ohren auf, und sah zum Eingang hin. .Sie bekam Besuch.

Es war ein Katze, genau genommen ein Kater, weiß mit grau getigertem Rücken, der die besten Tage wohl schon hinter sich hatte. Er wirkte abgemagert und klapprig, und ein Ohr war nach vorne umgeknickt, doch seine Augen zeigten jugendlichen Glanz und Frische.

„Hallo Toby“ rief die rot getigerte, und lief auf ihn zu.
„Hallo Emma, hast du Timmy gesehen?“
„Nein, er wollte Heute Morgen zum Fest der Zweibeiner.Da ist er auch hin gegangen.Erwarte ihn eigentlich auch Bald zurück.“
„ Das ist es ja.Ich war mit ihm beim Dom verabredet, doch er ist  nicht erschienen, und niemand hat ihn gesehen. Ich hab´ mit Gesche und Minnie gesprochen. Wir haben uns im Revier umgehört. Keine Spur .Niemand hat ihn gesehen. „

„Hmm, das klingt Ernst. Hast schon was unternommen?“
Gesche holt den Käpt´n und Fiete, und Minnie wartet  auf dem Osterdeich, beim Fest der Zweibeiner auf Uns.“
„Na gut, dann los.“
Und die beiden Katzen, huschten durch die engen Strassen und Wege des Schnoor, kamen an der Tiefer heraus, überquerten die Strasse dort, wo es die Zweibeiner taten, und liefe dem Osterdeich dem Festplatz der Breminale zu.
*

Stimmt, da wollte er ja hin. Er hatte sich am Vormittag von Emma verabschiedet, und war zum Osterdeich gewandert, um zu dem Fest der Zweibeiner zu gehen. Gegen Abend wollte er sich noch mit Toby treffen, aber erst ging es zur Breminale.

Während er am Osterdeich lag lief, konnte er schon den Lärm hören, und der Duft vieler Speisen ging durch seine Nase.

Gerüche und Töne, die er jetzt auch wahr nahm Er konnte auch die nahe Weser riechen Er musste also immer noch in der Nähe sein.

Er lief den Deich hinunter  zu den Buden und Zelten...Doch was war dann, und wie kam er hierher?...
*
Auf dem Osterdeich, wo es nach Unten zum Fest ging, saß eine zierliche grau getigerte Katze, und beobachtete mit scharfen Augen das Treiben dort Unten.
Plötzlich wurde sie durch einen ruf aus ihren Gedanken gerissen.
„Minnie!“
Sie drehte sich um. Da kamen zwei Katzen den Deich entlang gelaufen. Eine rot getigerte und eine magere Weiße mit grau getigertem Rücken.
„Ah, Emma, Toby!“, rief sie zurück
„Ich habe schon von hier Ausschau gehalten, aber ihn nicht gefunden“
„Hätte mich auch gewundert“, meinte Emma „wir müssen noch auf den Käpt´n warten“
„Nech nöödig, bin schon hiär“, sagte da eine tiefe Stimme hinter ihnen.

Dort stand ein Hund, genauer ein Beagle, der die besten Tage auch schon hinter sich hatte.
 Sein Fell war ein Wenig zerzaust und hier und da fehlte auch ein kleines Büschel. Eines der Schlappohren hatte eine große Kerbe und über dem linken Auge, zog sich eine Narbe bis in die Augenhöhle, wodurch deren oberer Teil leicht gespalten wurde. Und doch konnte man seine Haltung würdevoll nennen und die Augen zeigten einen Ausdruck jugendlicher Frische und blickten Wach, aber freundlich.

„Häb gehört, der kleine steckt wiedär in Schierigkoiden. Häb zur Sicherheit auch Fiede mitgebrocht“
Tatsächlich saß auf eine Lachmöwe.
„Hallo Käpt´n. Bisher wissen wir  das noch nicht, aber er ist wohl verschwunden, und wir wollen ihn suchen. Das Fest der Zweibeiner ist unser einziger Anhaltspunkt“
„Na denn, dann sollten wiär uns ma umsehen. Ma gucken, Ein Hund, drei Katzen, Vier Ecken, sollten wir hinkriegen. Fiede , du bis Luftbeobachtung, quasi, unsere Drohne“
„Ich fliech viel besser als ne´Drohne Käpt´n du“
„Joar, woiss ich doch, und wenn du Sissy triffs, und ihre Tauben solln auch ma gucken“
„Jo Käpt´n, geit klar!“

Damit erhob sich die Möwe, flog zum Festplatz, und begann zu kreisen.
„Nun“, meinte Emma, dann sollten wir auch keine Zeit mehr verlieren.Auf gehts!“

*

Er lief zwischen den Zelten und Buden herum. Da waren Künstler und Musiker. Vielen Zweibeiner unterschiedlichen Alters, Größe, und Herkunft wuselten herum. Quiekende Zweibeiner-Jungen liefen an ihm vorbei. Dort, zwischen zwei Zelten standen ein Zweibeiner, und verkaufte Flaschen mit einer Flüssigkeit, auf denen E.I.N.H.O.R.N.P.I.P.I stand, und an denen ein Stab befestigt war.

Zweibeiner, die davon gekauft hatten, bliesen damit bunte Seifenblasen in die Luft.
Bunt wie ein Regenbogen, dachte Timmy Regenbogenblasen- Das gefiel ihm.
Und dann war da jenes andere Zelt. Es roch eigenartig von dort. Die Neugier zog ihn an.
Er trat näher. Schob mit der Nase den Vorhang zur Seite, und trat ein.

Da standen einige Kanister mit Schläuchen Helme und schwarze Anzüge lagen dort auf einem Tisch.
Was wollen die damit?, dachte er. Ist das ne´ neue Art von Kunst? Dann ertönte ein Zischen hinter ihm. Erdrehte sich um, und sah, das aus einem Kanister ein wenig Rauch heraus kam.Er ging darauf zu, und schnupperte ein wenig daran, und plötzlich wurde ihm schwummrig. Die Beine wurden ihm schwer, und gaben nach. Schließlich wurde alles schwarz...
*
Sie hatten eine ganze Weile gesucht, und nichts gefunden. Auf einem Platz zwischen zwei Zelten, wo Seifenblasen gemacht wurden, traf sich das Schnoor-Hilfs-Corps wieder.
„Kann doch nicht sein, irgendwo muss er hier doch sein“, sagte Minnie frustriert“
„Es sei denn, er ist doch noch woanders hin gegangen“, meinte Emma
„Oder“, sagte eine rauchige stimme hinter ihnen „Er hat fast den ganzen Tag verschlafen“
Sie drehten sich um.

Dort stand eine schlanke Siam-Katze, und blickte sie aus blauen Augen an.
„Gesche, hast du ihn gefunden?“
„Ich denke schon, wenn auch zufällig. Fiete ist dort, und hält Wache. Es ist ein Zelt in Richtung Sielwall, kommt!“
*
Ja, so war es, darum hatte er so lange geschlafen .Doch irgendjemand musste ihn in diesen Käfig gesteckt haben, und hörte er auch, wer es war. Da standen drei Zweibeiner beieinander.
Sie unterhielten sich, und es schien, über ihn.
„Was machen wir jetzt mit dem Vieh?“
„Kann da im Käfig bleiben, bis wir fertig sind. Schein wieder zu sich gekommen zu sein Wäre aber zu gefährlich, sie jetzt frei zu lassen. Sie könnte Aufmerksamkeit auf uns lenken, und das können wir jetzt nicht gebrauchen.“

Wovon redeten die da? Hatten die etwas vor. Hatten die Kanister damit zu tun?
„Also, es ist das große Zelt in der Mitte, da werden sie drin sitzen. Wenn es bei denen so wirkt, wie bei der Katze, dann sollten wir kein Problem haben.“

Langsam wurde Timmy doch unheimlich. Wo war da nur wieder rein geraten?...
*
Vier Katzen und ein Hund waren bei dem Zelt angekommen. Vorsichtig lugten sie hinein, und sahen die Männer sich leise unterhalten.
„Da“, rief  Emma, da ist Timmy“
, und sie wies mit der Vorderpfote auf einen Käfig, der hinter den Männern stand.

„Hob ich doch gesacht“, warf der Käpt´n ein „Er is ma in Schwierigkoiden“
„Jo, has mo wieder recht gehabt, Käpt´n du“, meinte Fiete, der wieder auf seinem Rücken saß. „Und wäs nu?“
„Tjo, würd´ sagen, Frontalangriff“, schlug der Beagle vor. Und zu den Katzen gewandt:“Wäs meint ihr?“

„Gesche und ich schleichen uns hinter den Kanistern in ihren Rücken“, meinte Emma „Was da wohl drin ist? Wie auch immer, wenn wir in ihrem Rücken sind, schlagen wir los.“
Sie waren sich einig, und Emma und Gesche begannen ihren Schleichweg. Dabei behielten sie immer Blickkontakt zu den Freunden. Schließlich hatten sie ihr Ziel erreicht. Sie nickten einander zu, und schlugen los...
*
Plötzlich brach die Hölle los. Fünf Tiere stürzten sich auf die Männer Kreischend, bellend, und fauchend. Dazwischen flog eine Möwe, die immer wieder hier und da den Männern mit dem Schnabel gegen den kopf hackte.  Verzweifelt wehrten sich die Männer gegen den für sie völlig überraschenden Angriff.

Timmy war erleichtert. Seine Freunde waren da. Er begann an der Tür seines Käfigs zu rütteln
Der Tumult wurde immer lauter, so dass schließlich der Vorhang des Zeltes zurück geschoben wurde, und mehrere Zweibeiner in Uniform eintraten, auf deren Brust, das ihm bekannte Wort P.O.L.I.Z.E.I. stand.

„Was ist hier los, und wo kommen die Tiere her?“, fragte der erste, von dem Toby und der Käpt´n abgelassen hatte. Auch Gesche und Emma hatten sich jetzt brav an die Seite gesetzt.

„Verstehe ich auch nicht“, entgegnete der angesprochene „Die waren einfach plötzlich  da, und sind über uns her gefallen.“
„Ganz ohne Grund?“
„Na Ja, was sollten wir denen denn tun?“
„Hmm...“, sein Blick fiel auf den Käfig „Und warum ist diese Katze eingesperrt?“
„Die?.. Oh das war ein Versehen“ und schnell öffnete der Mann den Käfig, und lies Timmy heraus, der sofort zu Emma lief.

Ein jüngerer Polizist hatte inzwischen die Kanister begutachtet.
„Bernd“, meinte er "sieh mal, das ist ein Nervengas zur Betäubung!"
 Der Angesprochene sah es sich selber an. In diesem Moment versuchte der bisher befragte zu fliehen, landete jedoch in den Armen zweier weiterer Beamte, und auch seine Komplizen wurden gepackt, und bekamen Handschellen an.

Sie wurden durchsucht, und in den Taschen des zuerst befragten, der wohl auch der Boss war, fanden die Beamten ein paar Fotos, bei deren Anblick  der Beamte die Augen aufriss.
„Jetzt wird alles klar, die wollten die Familie des Botschafters entführen. Jens, geh doch mal zum Zelt, und sage dem Sicherheitschef bescheid. Möglicherweise haben sie schon Gaskanister dort hin gebracht.“

Der angesprochene beamte nickte und ging.

Fünf Katzen, ein Hund, und eine Möwe wurden nicht weiter beachtet. So stahlen sie sich aus dem Zelt, und gingen .Als Zeugen taugten sie ja eh nichts .Wie hätten ein Hund oder eine Katze auch vor einem Zweibeinergericht aussagen können?

Sie sahen sich noch ein wenig auf der Breminale um, die nun von der untergehenden Sonne in ein rotglühendes Licht getaucht wurde, und betrachteten das glitzernde Wasser der majestätisch dahin fließenden Weser.

Dann gab es einen herzlichen Abschied vom Käpt´n und Fiete, und schließlich weiter Oben von Minnie. Toby und Gesche begleiteten Timmy und Emma noch bis zum Schnoor. Schließlich lag Timmy noch ein wenig an seinem Lieblingsplatz  auf dem Dach, genoss die erfrischend kühle Abendluft, und den Blick über die Breminale , die Weser und den sternenklaren Himmel...
ENDE

Sonntag, 10. Dezember 2017

Timmy auf dem Weihnachtsmarkt-Reloaded

Aus zeitlichen Gründen gibt es Heute keine neue Weihnachtsgeschichte , sondern einen Klassiker, nämlich Kater Timmys Abenteuer auf den Bremer Weihnachtsmarkt.Viel Spaß, und schönen zweiten Advent! 


Der Bremer Stadtkater-Oh je,du fröhliche


Langsam taumelten Schneeflocken vom Himmel und bedeckten die Bremer Innenstadt mit einer weißen  Puderschicht. Es herrschte viel Betrieb ,denn es war Adventszeit und der Weihnachtsmarkt war eröffnet.

Viele Menschen wuselten da durch die Straßen, die es eilig hatten ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen, oder mit ihnen zu Auto oder Straßenhahn zu kommen. Und weil sie so im Stress waren, nahmen sie kaum von den drei Vierbeinern Notiz ,die sich zwischen ihnen durchschlängelten .Es handelte sich um drei Katzen. Eine große rotbraun getigerte ,eine große, magere weiße mit grau getigertem Rücken ,bei der eine Ohrspitze nach vorn abgeknickt war und schließlich noch eine kleine schwarze mit grünlich gelben Augen. Der geneigte Leser wird natürlich schon erraten haben,das sich um Emma, Toby und -Timmy handelte.

Timmy hatte schon von dem Fest gehört, das die Zeibeiner Weihnachten nannten, und als Toby nun vorbeikam und fragte ,ob er diesen Weihnachtsmarkt mal sehen wollte ,stimmte er begeistert zu und auch Emma beschloss mit zu gehen. So waren sie jetzt also unterwegs ,die Violenstrasse entlang und auf den Domshof, auf  dem viele bunte Buden standen, die mit bunten Buchstaben und Lichtern ihre Waren oder Attraktion beworben. Neugierig sah Timmy sich um, sah diese Häuschen ,von denen einige Räder hatten ,auf denen Engel, Rentiere und Weihnachtsmänner gemalt waren ,Karussells, die sich drehten mit Zweibeinerjungen darin, die vor Vergnügen quietschten. Von unterschiedlichen Buden stiegen ihm die unterschiedlichsten Düfte in die Nase. Sie liefen weiter über den Domshof, schlängelten sich zwischen Zweibeinern hindurch in Richtung der Obernstraße.

Gerade waren sie dort angekommen, zwischen Dom und Rathaus, da rumpelte eine Straßenbahn vorbei. Als sie vorbeifuhr lief Timmy los, umkurvte eine Zweibeinerfrau mit ihrem Jungen an der Hand und drehte sich nach seinen Begleitern um “kommt ihr?“ Aber wo waren sie denn? Sie waren nicht zu sehen .Er sah durch die Menschenmenge auf der andern Seite, wollte schon wieder rüber laufen, doch kam die nächste Straßenbahn  angerumpelt, so das er auf die andere Seite. und am, Roland stehen blieb, wo gerade die gelben Zweibeiner mit den schmalen Augen davorstanden und von ihresgleichen in einiger Entfernung mit kleinen Kisten ,in die sie reinschauten. Timmy hatte inzwischen gelernt, das sie Bilder voneinander machten, wie auch immer das funktionierte.

Er sah sich um,wo waren Toby und Emma?Vor ihm waren bunte Buden und ein Karussel. Vielleicht waren sie dort hinten irgendwo. er lief also um den Roland herum und zwischen einer Bude, an der „K-a-r--t-o-f-f-e-l-p-u-f-f-e-r, stand und die einen angenehmen Duft verströmte, der ihn daran erinnerte ,das er mittlerer Weile sehr hungrig war.

 So lief er weiter, immer Ausschau nach Emma und Toby haltend. Er blieb stehen, schräg hinter ihm war jetzt die Bude mit den Kartoffelpuffern ,auf der anderen Seite das Karussell, daneben eine Bude mit süßen Dingen. “G-e-b-r-a-n-n-t-e- M-a-n-d-e-l-n“ ,stand daran zu lesen. Vor ihm stand ein Imbiss .Daneben hatte jemand eine Pappe mit einer halben Bratwurst fallen lassen. Er lief hin, unbemerkt- und beachtet von den vielen Zweibeinern. Er schnupperte an der Wurst. “Riecht nicht schlecht“ kurzer Hand schnappte er zu und verspeiste sie und sie schmeckte genauso gut, wie sie roch.

So gestärkt, setzte er seine Suche fort und kam an eine Art großes Haus an dem in verschnörkelten Buchstaben “G-l-ü-h-w-e-i-n“ stand. Es roch hier nach Wein, den Timmy aus dem Laden kannte und Gewürzen. Am Schanktisch stand jetzt ein dicker Zweibeiner mit schwarzen Stiefeln ,einem roten Kostüm und einer roten Zipfelmütze, der einen langen weißen Bart trug ,aus dem eine sehr rote Nase herauslugte.

Timmy hatte von ihm gehört, die Zweibeinigen nannten ihn Weihnachtsmann ,aber ihn nun hier zu treffen? Jetzt drehte sich der Dicke um und sah ihn an. Er beugte sich zu ihm runter ,dabei hielt er einen Becher mit der duftenden ,heißen Flüssigkeit und sagte: A-Auf dein Wohl“, dann nahm er einen tiefen Zug und seufzte behaglich.“aaah,dass tsut gut „ Ich glaub,der redet mit mir, dachte Timmy .Der Weihnachtsmann  hatte den Krug geleert und bestellte einen Zweiten .“Auff einem Bein k-ann man nicht stehen“, sagte er zu Timmy gewandt und zwinkerte ihm zu. Du kannst auch auf beiden nicht mehr ganz stehen ,dachte Timmy, als er sah ,das der Dicke leicht schwankte. Nachdenklich ging er weiter.

Er lies den Blick schweifen. Irgendwo zwischen diesen vielen Zweibeinern mussten seine beiden Artgenossen doch sein und sie würden ihn doch bestimmt auch suchen. Hinten ,hinter den Buden, stand ein großer ,festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Er ging in diese Richtung und dort vor einer Holzbude ,an der Treppe der Bürgerschaft, sah er etwas ,das seine Neugier weckte. Da stand ein Mann mit einem Kasten,a n dem eine Kurbel war .An dieser Kurbel drehte er und entlockte dem Kasten damit Töne, die wohl Musik waren, und die viele Zweibeiner anlockte .Ein kleiner Affe an einer langen Leine lief  vor den Zuschauern herum. Er trug ein rotes Jäckchen und eine kleine grüne Melone, die er jetzt abnahm und herumreichte und viele Zweibeiner warfen Geldstücke hinein.

Neugierig ging Timmy zu ihm und wäre fast mit ihm zusammengestoßen. “ola  Gato,pase auf,sonste die Geld fällt runter.““Tschuldigung“,meinte Timmy,“Sammelst du das für den Zweibeiner ein,der dort am Kasten dreht?“ „Natürlicke, ische kann docke nixe anfangen damit ,aber Herrchen gibt mirr zu esse und eine eim,obwohle,isch habe mir was anderes vorgestellt ,als ich kam ierr her ,als rum zulaufen in ässliche Jacke und Hut und sammeln Gelde ein.Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas.““Wieso bist du da weg, wo immer das ist“ „Ich wurde gelockt .Sweibeiner nahm mich mit Aus mit Boot.ätte wieder weglaufe könne in Dschungel,aber gebliebe  bei ihm und nun ier.Naja bin irgendwann gelaufe durch offene Türr in Garrte.wurde gefunde von anderre Mann und nun bei Drehorgel.“ „Pepe“,rief der Zweibeiner an der nun kurzzeitig verstummten Drehorgel.“Musse zurücke,Vielleickte,wir sehe uns wieder“Und das Äffchen lief zurück zu seinem Herrchen,um die volle Melone zu leeren..

Timmy lief weiter an Buden und Zweibeinern vorbei. Immer mal wieder blieb er stehen und lies den blick schweifen, um irgendwo etwas katzenmäßiges zu suchen ohne Erfolg. So lief er noch eine Weile lief auch noch einmal auf den Domshof rüber und allmählich taten ihm die Pfoten weh. Also irgendwo hier mussten sie doch sein. Traurig und erschöpft stand er nun zwischen Dom und Rathaus im Schneegestöber  und zwischen vielen ,wuselnden Zweibeinern.

Sollte er zurück in den Schnoor gehen und auf sie warten?Vielleicht war es das Beste. Er drehte sich um ,um über den Domshof zu laufen, prallte aber sofort zurück. Direkt vor ihm, praktisch Nase an Nase, stand ein riesiger Kläffer, ein Schäferhund, dessen gefletschte Zähne, ihn nicht unbedingt als Katzenfreund auswiesen, was er sogleich bestätigte. “Na sieh mal an, knurrte er, da bekomm´ ich ja heut Abend noch was richtig schönes zwischen die Zähne“ Timmy nahm sich gar nicht erst die Zeit zu antworten, wandte sich um, und schoß in Richtung Marktplatz davon.

Der Hund, dessen Herrchen durch ein Gespräch abgelenkt war,  riss sich los und rannte mit schleifender Leine hinter dem Kater her.“Harro hierher, komm zurück“, schrie das erschrockene Herrchen und lief ebenfalls hinterher. Timmy lief über den Markt, schlängelte sich zwischen Zweibeinern hindurch, gefolgt von dem wütenden kläffenden Hund. Hier geriet ein Zweibeiner aus dem Gleichgewicht, da lies einer bald sein Essen fallen und wütend sahen sie hinter den Tieren her, nur um fast mit dem hinterher laufenden und laut „Harro hierher, aus!“, rufenden Herrchen zusammen zu stoßen. Ein, in der Nähe stehender Schutzmann hatte die wilde Jagd bemerkt und lief nun ebenfalls hinterdrein,um zu helfen.

Timmy lief über das sich drehende Karussell ,Hund, Herrchen und Schutzmann liefen umzu, waren dann aber wieder auf seinen Fersen. Jetzt ging es durch eine Menschenmenge nahe der Bürgerschaft und als Timmy hindurchflitze ,sah er die Drehorgel und den Affen. Gleich hinter ihm kam der Hund ,sein Herrchen  und der Polizist prallten in die Menschenmenge und rissen sie um  ,sodass sie ein wild um sich schlagendes Knäuel bildeten.

Durch Timmy und den riesigen Hund und die gleichzeitig wild durcheinander fallende Menschenmenge erschrak auch der Affe. Ein „iiek „,ausstoßend. riss auch er sich los und schoß hinter Timmy her der jetzt auf den riesigen Tannenbaum zu rannte. „Ich hab dich gleich“, hörte den Hund hinter sich,“Aber vielleicht hol´ich mir vorher diesen Affen.“Pepe stieß ein noch lauteres „iieek“aus .

Ohne zu überlegen kletterte Timmy den Baum hoch, gefolgt von dem Affen. So entstand jetzt ein groteskes Bild: unten der laut kläffende Hund ,oben auf der Spitze des Baums der Kater und auf seinem Rücken der Affe. “Wäre ich bloß geblieben an die Amazonas!“ ,schimpfte er. “Kannst du nicht aufhören auf meinem Rücken rumzuhampeln?“ ,fragte Timmy unwirsch. “Dann höre du auf zu schwanken, ich werde schwindlig“ „Du als Affe?“ „Seit hier bin,ich bin nicht wieder auf Bäume geklettert. Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas“

„Schön und gut,nur das hilft uns jetzt nicht weiter, solange der da unten ist, außerdem ist es der Baum, der schwankt “Timmy ließ den Blick schweifen. Von hier oben war der Weihnachtsmarkt wunderschön anzusehen, wenn die Lage nur nicht so ernst gewesen wäre. Während die Menschenmenge bei der Orgel sich langsam wieder aufrappelte, hatte sich unten ,um den Baum schon eine größere Menschenmenge angesammelt die nach oben schaute.

Es waren Zweibeinerjungen dazwischen, die begeistert nach oben zeigten. Merkwürdig, über was die sich freuen konnten. Verängstigt sah Timmy nach unten, er konnte doch nicht die Nacht hier oben verbringen. Und da plötzlich, bewegte sich etwas zwischen den Zweibeinern hindurch. Es war ein Hund, aber einer den Timmy gut kannte .Es war nämlich der Käpt´n. Seelenruhig und von den umstehenden Zweibeinern bestaunt, ging er auf Schäferhund zu, und baute sich direkt vor ihm auf. Redete er mit ihm? Einige Augenblicke später wandte sich der Schäferhund ab und ging der der Menschenwand zu, die sich im selben Moment teilte und das erregte Herrchen durchließ, das ihn sofort fest an der Leine packte und mit fort nahm.

„At dieser  Hund gemacht ,eine Exorzismus mit die andere Hund?“,fagte Pepe “Er muss jedenfalls sehr überzeugend gewesen sein “, meinte Timmy. Im gleichen Moment tönte von unten die Stimme des Käpt´ns“Was los,wollt iähr da oben anwächsen?“ “Oh ja,“ meinte Timmy, machen wir uns mal auf den Weg nach unten“ „Nach unte klettern oh je ,oh je“, zeterte Pepe “Komm schon, du bist ein Affe“, ermunterte ihn Timmy, “da hast du das Klettern doch im Blut. Diesen Tannenbaum wirst du doch schaffen, auf meinem Rücken kann dich jedenfalls nicht mitnehmen“ „Wäre ich bloß gebliebe…“ „ich weiß“, unterbrach Timmy und langsam und vorsichtig klettern sie den Baum wieder hinunter.

Unten angekommen lief er gleich zu seinem Helfer hin „Hallo Käpt´n. vielen Dank für deine Hilfe, aber was hast du ihm denn gesagt ,wie hast du das geschafft, das er weg gegangen ist?“ „Och nur das du untär moinem Schutz stehst und das er dich nicht kriegen wird, nor  jor und denn hoben wiär das übliche Spiel des in die Augen Sehens gespielt, woboi verliert, wer als erstes die Augen äbwendet und dobei bin ich unschlogbar .“Aber woher hast du überhaupt davon gewusst?“ „Joa,von Gesche doch, die kom zumiär“ Timmy sah sich sofort nach ihr um, aber nirgends war eine Siam-Katze zu sehen.

Aber sie musste doch hier gewesen sein, wenn sie dem Käpt´n von Timmys Notlage erzählt hatte. Geheimnistuerisches Frauenzimmer! “Tja,schoinst ja n´ Schutzengel zu hoben“ “Timmy!“, klang es da von der anderen Seite .Er drehte sich um und da waren Emma und Toby „Wo warst du  ,wir suchen dich die ganze Zeit“ ,tadelte Emma „Ich hab´ euch auch gesucht, na ja,und dann Probleme mit einem Kläffer bekommen“ „Ja,scheinst ja wirklich n´Talent zu haben, Schwierigkeiten anzuziehen“, lachte Toby „Nun joar,is jo älles gut ausgegängen“, meinte der Käpt´n“Ja ,Danke“,sagte Emma „ich glaube, dann sollten wir nach Hause gehen“

Sie verabschiedeten sich vom Käpt´n und machten sich auf den Nachhauseweg, wobei Timmy eng in die Mitte genommen wurde, damit er nicht wieder verloren ging. Der Affe war wieder zu seinem Herrchen mit der Drehorgel zurück gekehrt, der ihn erleichter herzte.An der Obernstrasse, neben einem großen, hölzernen Nussknacker stand wieder der dicke weißbärtige Mann im im roten Mantel und der roten Mütze. Oder war es ein anderer?Jedenfalls wirkte er ein wenig dicker, hatte aber nicht so eine große Nase ,auch schwankte er nicht und sein Gesichtsausdruck war sehr gütig.

 Normalerweise nahmen die Zweibeiner nicht allzu viel Notiz von ihrer Spezies ,doch der rot gekleidete ging auf sie zu und sagte:“Na,meine kleinen?“Er bückte sich und nahm Timmy aus ihrer Mitte „Bist du ein braver Kater gewesen?“ „Äh,ich denke schon“,sagte Timmy instinktiv „Gut“, sagte der Dicke und zwinkerte ihm zu“Ich wünsche euch frohe Weihnachten“. Timmy sah sich zu den anderen beiden um,denen ,wie ihm die Mäuler offen standen. Dann drehte er sich um, doch der Weihnachtsmann, war er es wirklich?, war verschwunden.

sie beschlossen den Heimweg fortzusetzen und gingen los,da erklang das Geräusch. Unwillkürlich hob Timmy den Kopf nach oben zum dunklen, abendlichen Himmel, von wo das Gräusch erklungen war ,das wie klingende Glöckchen klang und sich entfernte. Spielten ihm seine Sinne einen Streich? Und waren die Glöckchen wirklich da .Sie gingen weiter und Timmy fand ,das der Weihnachtsmarkt plötzlich wunderschön wirkte.

Vom Abendhimmel rieselten langsam große Flocken nieder und das warme Licht der Laternen beleuchtete die vielen schön geschmückten Buden und en prächtigen, strahlenden Weihnachtsbaum, auf dem er vorhin noch gewesen war. Alles wirkte wunderbar festlich. Sie  nahmen sich Zeit für den Heimweg, um die Eindrücke zu genießen. Beim Gerichtsgebäude verabschiedeten sie sich von Toby ,der noch eigene Pläne für diesen Abend hatte.

Später lagen Timmy und Emma behaglich auf ihren Kissen in der warmen, festlich geschmückten Stube. Am Adventskranz brannte das zweite Licht, es roch nach frisch gebackenen Plätzchen und draußen ,hinter dem Fenster rieselte der Schnee.

Vielleicht bekamen sie es hin, am heiligen Abend Toby und den Käpt´n dabei zu haben.Das wären wirklich fröhliche Weihnachten!         

Sonntag, 2. Juli 2017

Stadtkater-Breminale-Special

Heute zur Abwechslung mal eine Verlinkung zu einer neuen Version meiner letzten Timmy-Geschichte:

Timmy hebt ab:Breminale-Version

Sonntag, 18. September 2016

Der Bremer Stadtkater-Timmy hebt ab

So, das Dutzend ist voll. Timmy Nummer Zwölf! Viel Spaß!

Heiß schien die Spätsommer-Sonne auf den Schnoor, die alten Häuser, die engen Gassen- und auf – nein, nein, diesmal nicht auf einen kleinen schwarzen Kater. Der trippelte nämlich gerade den Osterdeich entlang, zu einem Date mit seiner neuen Freundin Minnie, die er vor einiger Zeit kennen gelernt hatte.

Sie hatte ihn wissen lassen, dass sie ihn bei den Weserwiesen unweit des Weserstadions treffen wollte. Genau genommen, war es das kleine Häuschen neben dem Bürgerhaus „Weser- Terrassen“. Timmy war hier auf seinen Streifzügen, und mit Emma schon gewesen,  daher kannte er sich aus.

Er lief die Strasse hinunter, die er bei den Weser- Terrassen überquerte. An einer Ampel, wie diese in drei Farben leuchtenden Kästen auf Stangen genannt werden, welche die Macht hatten die lärmenden Stinkkisten zum Stehen zu bringen, damit Zweibeiner auf Rollenden Gestellen und zu Fuß, und eben Katzen, die Strasse überqueren konnten.

Timmy hatte einige Zeit gebraucht, bis er verstanden hatte, wie sie funktionierten, und das man bei rotem Licht stehen bleiben musste , und bei grün gehen konnte.
Auch hatte er festgestellt, das es einen Knopf an der Stange gab, auf den man drücken, und damit das grüne Licht schneller herbei führen konnte. Nur kam er nicht heran, sondern war da auf die Zweibeiner angewiesen.

Schräg gegenüber der Ampel lag das Weserstadion, von dem am Wochenende oft Lärm herüber drang, wie lautes Jubeln. Die Zweibeiner, das wusste er, hielten dort Spotveranstaltungen ab. In letzter Zeit war das laute Jubeln jedoch seltener geworden.

Neben dem Bürgerhaus, lief er den Deich herunter, auf dem viele leicht bekleidete Zweibeiner saßen, oder lagen, und die letzten Sonnenstrahlen des, sich zum Ende neigenden, Sommers genossen. Zweibeiner-Jungen liefen hier und da spielend umher, und zwischen auch ein Paar Hunde, die aber von dem Kater keine Notiz nahmen.

Hinter dem kleinen Backstein-Bau, an dem „Hansewasser“ stand, saß eine grau getigerte Katze, die sich in aller Ruhe der Fellpflege hingab.

Als sie ihn bemerkte hob sie den Kopf.
„Ah, Timmy, da bist du ja!“
„Hallo Minnie“, entgegnete er, und fühlte wieder jenes Kribbeln, das ihn jedes Mal befiel ,wenn er sie sah, seit damals, als er sie in den Kleingärten auf der anderen Weser-Seite kennen gelernt hatte.

Sie rieben die Köpfe aneinander, dann sagte sie:
Sieh mal, dort auf den Weser-Wiesen, da ist ein Fest.“
Sie wies mit der Vorderpfote auf eine Reihe Zelte, mit bunten Lichtern, von denen auch ein verlockender duft herüber wehte .Offenbar wurde dort auch gegrillt.

Sie liefen den Deich hinunter, und den Weg entlang der Weser, Richtung tiefer, hier und da Zweibeinern zu Fuß und auf jenen Metall-Gestellen, die sie Fahrräder nannten, und hier und da, einem Hund, der einem Stöckchen oder einer Frisbee-Scheibe hinterher jagte. Das eine oder andere Mal versuchte auch einmal ein Zweibeiner-Junges nach ihnen zu greifen.

Schließlich kamen sie am Festplatz an, liefen den zwischen den Zelten herum, erbeuteten sogar etwas Grillfleisch, und machten es sich schließlich in einem umgekippten Weidenkorb gemütlich , an dem Seile und ein großes Stück Stoff hing, und vom dem aus sie einen guten blick auf den Weser-Strom hatten.

So lagen sie dort nebeneinander, und genossen die laue Sommerluft des späten Nachmittags. Plötzlich vernahmen sie hinter sich Lärm, der sich anhörte wie lautes Fauchen.
Timmy neigte sich heraus, und lugte um die Ecke. Dort sah er Zweibeiner, die eine Maschine betrieben, aus der Flammen schossen,und durch die das, am Boden liegende ,Stück Stoff auf gebläht wurde.

„Du, die blasen da was auf“, sagte er zu Minnie gewandt.
„So?“
Sie sah ebenfalls hinaus.
„Oh je, Timmy…“
Weiter kam sie nicht, denn plötzlich gab es einen kräftigen Ruck, der Korb wurde hoch gezogen, und sie purzelten zu Boden.
Sie rappelten sich auf, der Korb stand nun aufrecht. die Wände waren wohl Eineinhalb Meter hoch.

Von draußen ertönte nun die Stimme eines Zweibeiners:
„Verdammt, haltete ihn doch fest“
Doch das taten die angesprochenen wohl nicht. Timmy und Minnie spürten einen weiteren Ruck. Timmy machte einen Satz, und sprang zum Rand des Korbes herauf, und erschrak. Mühsam hielt er sich fest, und rief zu Minnie herunter:
„Wir fliegen!“

Tatsächlich hob der Korb ab, unter sich konnte Timmy fluchende und rufende Zweibeiner sehen.
„Das wollte ich dir gerade sagen“, antwortete Minnie „Wir sind im Korb eines Ballons“
Sie tauchte nun neben ihm auf. Sie klettern auf den Rand des Korbes, der breit genug für eine Katze war, und sahen herunter.

Immer höher stieg der Ballon. Die Zelte unter ihnen waren schon ganz klein, und unter ihnen war das Blaue Band der Weser zu sehen, über dem sie jetzt entlang schwebten. Schon tauchte die Wilhelm–Kaisen -Brücke unter ihnen auf, und der Ballon schwebte träge weiter über Bremen hinweg.

Links war die Teerhof-Halbinsel mit der Weserburg, Rechts Böttcher -Strasse, Schütting, und weiter hinten der Dom. Man hatte einen weiten blick bis über Bremens Stadtgrenzen, und wäre es nicht so ernst, hätte Timmy sich richtig daran erfreuen können.

Jetzt lies er seinen Blick  über ihr Gefährt schweifen. Ihm fielen Seile mit Griffen daran auf.
„Daran kann doch bestimmt das Ding auch runter holen“, meinte er.
Er sprang in einem riesigen Satz hinter, ergriff dem Maul einen Griff, und zog ihn durch sein gewicht herunter, lies ihn los, und fiel in den Korb.
Es ertönte wieder jenes laute fauchen. Eine Flamme schoss heraus, und der Ballon schoss mit einem Ruck etwas in die Höhe.
„Upps, das war wohl der falsche“
„Sieht so aus“, kommentierte sie
„Aber irgendwie muss man das Ding doch landen können.“
„Ich fürchte, wir müssen warten, bis die Luft raus ist“

Plötzlich bekam der Ballon einen kräftigen Windstoss von der Seite, und schwebte nun über der Innenstadt. Timmy und Minnie saßen nun beide auf dem Rand, und sahen den Schütting knapp an sich vorbei ziehen. Unter ihnen war nun der Marktplatz mit dem Roland, und nun schwebten auf den Dom zu.

„Oh je, das wird knapp“, meinte Minnie, und tatsächlich kam der Turm des Doms bedrohlich nahe. Sie streiften das alte Gebäude, der Korb wurde erschüttert, und die beiden Katzen fielen hinein. Schließlich schwebte der Ballon weiter, und sie kletterten wieder auf den Rand.

„Mensch, der Schnoor“, rief Timmy
Tatsächlich ihr Gefährt schwebte jetzt über den Schnoor. Schon kam ein, ihm sehr bekannter Garten in Sicht, und unter einem Baum sah er auch ein sehr bekanntes rotbraunes Bündel.
„Emma Eeemma!“, rief er herunter.

Das bekannte rotbraune Bündel regte sich, warf einen müden Blick nach oben, und gewahrte den Ballon. Und plötzlich war sie hellwach. Sah da nicht ein wohlbekanntes, schwarzes Köpfchen hinunter? Und dann diese Stimme! Sie sah, dass der Ballon jetzt auf ihr Haus zuhielt. sie erhob sich, und rannte so schnell wie möglich ins Treppenhaus und hoch zum Dach.

Natürlich hatte auch Timmy bemerkt, das sie auf das Haus, und seinen Lieblingsplatz zuhielten. Gleichzeitig sank der Ballon etwas.
„Da, rief Timmy „ Das ist unsre Chance!“

Die Katzen machten sich auf dem Rand bereit. Im leichten Sinkflug kam der Ballon auf dem Dach auf, die Katzen, halb durch die Erschütterung, halb sprangen sie, purzelten aufs Dach, und der Ballon schwebte ohne sie weiter, nun wieder der Weser zu.

Timmy und Minnie sahen sich an, und lachten los.
„Na also“, meinte Minnie „War doch´n nettes kleines Abenteuer“
„Kann man wohl sagen“, stimmte Timmy zu
„Timmy!“
Da stand Emma vor ihnen, aber aus Erleichterung stimmte sie in ihr Lachen ein.

Sie machten es sich auf dem Dach bequem, und sie erzählten von ihrem unfreiwilligen Ballonflug. Schließlich verliest Emma mit wissendem Lächeln das Dach, und Timmy und Minnie waren allein.


Es waren keine Worte nötig. Sie lagen einfach nebeneinander, und genossen den Blick auf die Weser unter dem jetzt Purpur gefärbten Abendhimmel, der schließlich zum klaren Nachthimmel wurde, an dem die Sterne hell leuchteten, und jener Stern, den Gesche ihm gezeigt hatte, der seiner war, leuchtete besonders stark.