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Sonntag, 8. März 2020

Die Brebolde-Teil 9

Ist lange her, viel zu lange ,aber nun geht es weiter ,und soll auch öfter weiter gehen. Hier zunächst der letzte Teil und was bisher geschah, und dann die aktuelle Fortsetzung der Brebolde

(Im Link auch die anderen Teile)



Achter Teil:Skorpion

Das Geheimnis des Heiligen

Entsetzt blickte Umbo auf die heran donnernde Steinkugel und den triumphierend grinsenden Zauberer auf der anderen Seite.

Dann bemerkte er die Nische im Mauerwerk. Schmal , aber ausreichend.

„Hier lang, und da hinein!“, brüllte er seinen Gefährten zu, und lief zu der Nische, die zur Violenstrasse hin lag.

Die Freunde folgten ihm, und quetschten sich hinein. Keine Sekunde zu spät, wie sich heraus stellte, denn im nächsten Moment rauschte die Kugel an ihnen vorbei, wobei sie das Mauerwerk oberhalb touchierte, und Putz rieseln ließ. Dann rollte sie auf den nun erschrockenen Astralus zu, der sich nicht anders zu helfen wusste, als mit einem Blitz aus seinen Händen die Kugel zerplatzen zu lassen.

In dem Gewirr, und der dichten Wolke aus Staub, nutzten die Gefährten die Gelegenheit zur Flucht.

Sie liefen die Violenstrasse entlang, und bogen in die Randstrasse ein, durch die sie schließlich hinter der Glocke und dem Dom ankamen.
Jo faltete das Pergament auseinander, das sie immer noch in der Hand gehalten hatte, und las, was dort stand:
„Der Stein des Skorpions kommt hervor, unter der Obhut des Juxmajor“
„Oh, da sind wir ja fast da!“, entfuhr es dem Mädchen „Da müssen wir zum Bibelgarten des Doms.“

„Wer ist denn der Juxmajor?“, fragte Umbo, der ebenfalls einen Blick auf das Pergament getan hatte.“
„Das ist die staue von Jakobus dem Älteren oder Jakobus Major. Im Volksmund wurde Jux-Major daraus. Die Figur erinnert an den biblischen Jakobus, der den Spaniern die Lehren Jesus gebracht haben und in Santiago de Compostela begraben sein soll.Daraus entwickelte sich die Pilgerbewegung des Kreuzweges.“

Sie  brachen also auf zum Bibelgarten und brauchten auch nicht lange  nach der Figur zu suchen. mehrfach umrundeten sie sie.
„Wo könnte er sein?“, sinnierte Jo „in seiner Obhut“...
Ihr blick blieb unwillkürlich an der Amphore haften, die der Heilige in der rechten Hand hielt, und dann starrte sie an den unteren Teil des Gefäßes.
„Ist da etwa...?“
Sie drehte vorsichtig das Standbein der Amphore, und Staub rieselnd bewegte es sich. sie drehte weiter, und schließlich lag es auf ihrer Hand, zusammen mit einem Päckchen.
„Der Stein“, sagte Umbo
Jo wickelte das Päckchen aus, und reichte Umbo den Stein. Der reichte ihn Gabbo
„bring ihn nach unten!“
Der Angesprochene nickte, und begann hinab zu sinken. doch es  klammerte sich etwas an ihn, und kam mit ihm. die Freunde sahen sich an.

Umbo fasste sich als erster.
„Etwas fährt mit nach unten und dringt in unser Reich ein. Wir müssen runter und Gunnlaug warnen,...




Sonntag, 17. März 2019

Die Brebolde-Teil 8

Nach längerer Zeit wieder da.widrige Umstände und gesundheitliche Probleme haben für die längere Pause gesorgt.Und geht es weiter mit den Brebolden ,und einem kurzen Zwischenspiel. Da es aber länger her ist, und für Einsteiger, hier noch einmal die vorigen Teile.


Zwischenspiel: Gunnlaug

Er saß in seinem Arbeitszimmer, und dachte, die Stirn in Sorgenfalten, über die Lage nach. Fünf der Abgesandten waren zurück, Sieben Steine in der Sonnenscheibe an ihrem Platz. Doch die Zeit war knapp, und die anderen Fünf in schrecklicher Gefahr, verfolgt von einem mächtigen Feind, in der Menschenwelt.

Gunnlaug war alt und erfahren. Hatte viel erlebt, und die Brebolde durch viele Krisen geführt, doch all das war nicht vergleichbar mit der jetzigen Situation. Wenn die Menschen wüssten, das sich in diesem Moment auch ihr Schicksal entschied! Doch außer dem Menschenmädchen, das bei den fünfen war, wussten sie nicht mal, das es die Brebolde gab.

Gunnlaug ging ins Observatorium, und blickte durchs Teleskop. Die Sterne näherten sich der Konstellation .Lange würde es nicht mehr dauern. Sonne oder ewige Dunkelheit, das war die Entscheidung, die bald getroffen wurde.


Doch gegenwärtig befanden sich diejenigen, in deren Hand diese Entscheidung lag im Kampf um ihr Leben...

Fortsetzung folgt

Sonntag, 4. November 2018

Die Brebolde-Teil 7

Nachdem mein PC nun wieder heil ist:


Siebter Teil:Waage

Umbos List

Was nun? Umbo fühlte sich schrecklich hilflos. Musste er den Stein abgeben, dann war seine Mission endgültig gescheitert, doch dürfte er dafür das Mädchen opfern?
Dabei fand sich der Löwe- Stein auch noch im Besitz von Astralus. Was also tun?

Fieberhaft dachte er nach, und wühlte in seiner Hosentasche. Dabei fühlte er etwas. Es war jener Stein, den ihm Gunnlaug gegeben hatte! Eingewickelt in Pergament.
Du wirst es wissen, wenn es soweit ist...“
Ausgerechnet auf diese Weise? Nun gut, eine andere Möglichkeit sah er nicht.
Langsam ging er auf Grisa zu.
„Gib mir das Päckchen“
„Du willst es ihm doch nicht geben“
„Wir haben keine andere Wahl, oder willst du, das Jo stirbt?“
 Grisa sah ihn zunächst ungläubig an, dann weiteten sich ihre Augen, und sie gab ihm, was er verlangte.

Fast fiel ihm das Päckchen aus der Hand, dann drehte er sich um, und händigte Astralus das Päckchen aus. Dieser nahm es, und mit triumphierendem und gehässigem Lächeln schnippte er mit den fingern und rief:
„Beeilt euch, sie heraus zu holen!“
Dann entschwand er.

Umbo und noch zwei Brebolde sprangen ausdrücklich ins Wasser, und zogen das Mädchen heraus.

Klatschnass und zitternd lag sie einen Moment vor ihnen, dann richtete sie sich auf, und hustete.
„Alles in Ordnung?“, fragte Umbo
„Ja“, stöhnte sie
„In Ordnung, stell dich mal hin“

Sie tat, wie ihr geheißen, Umbo zwinkerte den anderen zu.Sie stellten sich im Kreis um sie auf, und streckten die Hände aus.
Im selben Moment war es jo, als ob sie von allen Seiten gefönt wurde, und kurze Zeit später war sie trocken.

„So, meinte Umbo, und jetzt lasst uns schnell verschwinden, und den Waage-Stein suchen.“
„Aber du hast ihm den Jungfrau-Stein gegeben, und den Löwe- Stein hat er auch.“, meinte Kelbo
„Welchen Sinn soll es da noch machen?“

„Was den Löwe- Stein angeht, den müssen wir ihn noch abnehmen, aber den Jungfrau-Stein hat er nicht.“
Damit griff Umbo in seine Tasche, und holte ein Päckchen hervor.
„Hier ist er. Ich hatte noch den Stein in der Tasche, den mir Gunnlaug gegeben hatte. Ich habe sie vertauscht, als ich ihm den Rücken zu gewandt hatte. Und nun lasst uns erstmal ein Versteck suchen. Er wird sicher bald merken, das er herein gelegt wurde“

Im Reich der Klockmannen

In einer ruhigen Ecke des Bürgerparks packte Umbo den Stein mit dem Jungfrau-Symbol aus, und gab ihn Grisa mit den Worten:
Nun bist du dran. Bring ihn runter“
Sie nickte, und versank mit dem Stein.
„Gut denn“, meinte Umbo zufrieden, „Dann können wir uns jetzt dem nächsten zu wenden.“

Er faltete das Pergament, in dem der Stein eingewickelt war, auseinander, und las:
Wo die Klockmannen einst Zuhause waren, sie auch den Waage-Stein verwahren“
„Die Klockmannen...“, sinnierte Umbo „Wer sind die Klockmannen?“, fragte er Jo

„sie läuteten bei Katastrophen wie Stürmen, Hagel oder Feuersbrunst die Glocken von Liebenkirche, St. Ansgari und Dom, um Die Wetterdämonen zu vertreiben. Im Mittelalter glaubte man, das Glocken Geläut das könnte.

Sie bekamen dafür kleine Häuser als Lehen .die waren im Glockengang ,etwa Zehn Meter Richtung Innenstadt von der Ecke Buchtstrasse und Bürgerstrasse entfernt in der Violenstrasse.“
„Gut, dann müssen wir dorthin, und der schnellste Weg führt in diesem Fall durch den Untergrund.

Diese Methode war Jo inzwischen vertraut, und fünf Minuten später kamen sie an der Violenstrasse wieder hinaus.

„Dieser enge Gang dort ist es“, sagte Jo
Sie betraten die Gasse, die so eng war, dass kaum zwei Männer dort durch gehen konnten.
„Ja, aber wo ist jetzt der Stein?“, fragte Umbo „In den Wänden kann er nicht sein“
„Ja wo?“, meinte Jo „Oh warte mal“
Und sie begann den Boden abzusuchen. Schließlich blieb vor einem leicht angehobenen Stein im Pflaster stehen, und bückte sich.

„Hier“
Sie drückte den hinein. er gab nach, und versank. Dafür hob sich der Nachbarstein, und gab ein Fach frei, dem sie den Stein entnahm, der wie die anderen auch, in Pergament gewickelt war.

„Hier ist er“
Die anderen traten heran. Sie wickelte ihn aus, und gab ihn Umbo, der ihn an Kelbo weiter reichte.
„Fahre gleich nach Unten damit“
Kelbo nickte, und versank.
„Und nun wollen wir sehen, wo der nächste Stein...“

Weiter kam er nicht, denn plötzlich ertönte ein schrei und ein lautes Rumoren. sie sahen auf, und erstarrten vor Schreck:
Von der Seite, von der sie gekommen waren, rollte eine große steinerne Kugel auf sie, die keinerlei Zwischenraum ließ, auf der anderen Seite, am Ausgang des Glockenganges stand-Astralus. Sie saßen in der Falle...


Sonntag, 16. September 2018

Die Brebolde-Teil 6

Sechster Teil:Jungfrau

Auf der Verfolgung

Umbo richtete sich auf .Um sich die entsetzten Gesichter seiner Freunde.
„Es ging alles zu schnell“, sagte Welbo „Wir konnten nichts tun.“
„Schon gut“, ächzte Umbo „Sehen, wir, was wir tun können, um sie zu befreien. Er wird mit ihr wahrscheinlich zu dem Ort gehen, wo der nächste Stein ist.“
Er knüllte das Pergament auseinander, das er in der hand hielt. Es war zwar schräg entzwei gerissen, doch enthielt sein Teil noch den größten Teil der Schrift, so dass er  lesen konnte:

In der Emma-Wasser Schoß,
 bis jetzt die Jungrau Obdach genoss

„Oh je. Wie sollen wir das nur finden?“, fragte Grisa „Ja, wenn wir Jo noch hier hätten.“
„Wir müssen uns auf unsere Fähigkeiten besinnen. Ich etwas von einer Gräfin Emma gehört, um die sich Bremer Legenden ranken. Vielleicht hat das etwas mit ihr zu tun.“
„Aber wo kann man etwas über sie erfahren?“
„Tourist-Info!“, rief Kelbo
„Gute Idee2, meinte Umbo „Und die ist am Hauptbahnhof“
„Dann los!“

Sie stiegen in die nächst bester Straßenbahn, die Richtung Hauptbahnhof fuhr. Ein paar unsichtbare Brebolde fielen dort ja nicht auf. Dort angekommen lenkten sie ihre Schritte dort hin, wo es die Touristen-Informationen gibt, lasen Plakate, blickten auf Broschüren, kamen jedoch nicht recht weiter.

Plötzlich jedoch, stieß Umbo ein erkennendes „Ah“ aus. Die anderen wandten sich zu ihm.
„Das könnte es sein“, sagte er, und wies auf einen Lageplan des Bürgerparks, der 1865, wie der Name schon sagt, von Bürgern der Stadt gegründet wurde.
„Seht ihr? Dort.“
  Die Freunde nickten.Sie lasen an einem Gewässer des Parks den Namen „Emma-See“
„Der Emma Wasser-Emma-See! Ja, das kann es sein.“, meinte Grisa
Umbo nickte.
„finden wir´s raus!“

Der Schatz im Emma-See

Der Emma-See lag im nordwestlichen Teil des Bürgerparks, unweit des Torfkanals, auf einst Torf aus dem Teufelsmoor nach Bremen  transportiert wurde, welcher noch Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts als Heizmittel verwendet wurde, und für die Moorbauern eine wichtige Einnahmequelle war. Nachbildungen der Torfkähne transportieren Heute durch den Kanal und durch die Wümme.

Die Brebode standen am Emmasee, und berieten.
„An welcher Stelle sollen wir nun suchen?“, sagte Welbo „Und wo ist Astralus mit Jo und dem Stein?“
„Würde mich nicht wundern, wenn er ganz in der Nähe ist. Allerdings hatte er nur den kleineren Teil des Pergamentes. Wir müssen auf der Hut sein.Wir sind zu siebt, und beherrschen alle den Luftblasenzauber. Ich schlage vor, wir teilen uns  auf. Fünf von Uns tauchen an verschieden Stellen, Zwei bleiben hier, und halten Wache.“

Die Freunde stimmten zu, so wurde der Plan in die Tat umgesetzt .Der Luftblasenzauber erzeugte eine Luftblase um den Kopf, die es erlaubte, unbegrenzt unter Wasser zu bleiben. Umbo tauchte direkt an der Stelle, an der sie standen, doch er wurde nicht fündig.

Er drehte noch einmal eine Runde, und wollte schon auftauchen, als er in einiger Entfernung ein Bündel erblickte.Er schwamm darauf zu, und das Herz blieb ihm stehen.
Das Bündel war Jo!
Sie war offensichtlich  paralysiert, und befand sich in einer großen Luftblase.
Wie auch immer er es geschafft hatte, Astralus war hier.
  
  Umbo schwamm zu ihr, und versuchte sie zu befreien, doch er kam nicht an sie heran. Die Luftblase schien auch ein magisches Kraftfeld zu sein, das ihn abhielt .Das tat Astralus doch nicht ohne Grund Für´s erste war das Mädchen sicher. Astralus würde sie als Druckmittel benutzen. Im Moment konnte er nichts tun. er schwamm zurück zum Ufer, und entstieg dem Wasser.

Auch die Anderen waren aufgetaucht, und Grisa hielt triumphierend ein kleines Paket in ihrer Hand.
„Wir haben den Stein!“, jubelte sie
„Und ich habe jo gefunden“, meinte er tonlos
„Und sie wird sterben, wenn ihr nicht tut, was ich sage!“, tönte eine stimme hinter ihnen
Sie fuhren herum. Dort stand Astralus
„Ich brauche nur mit dem Finger zu schnipsen, um das Kraftfeld um sie aufzulösen.
Dann ertrinkt sie jämmerlich. Gebt mir den Jungfrau-Stein!“...


Ende des sechsten Teils

Sonntag, 19. August 2018

Die Brebolde-Teil 5

Fünfter Teil:Löwe
Auf der Spur des Löwen

„Ein Schalk“, meinte Jo nachdenklich „Natürlich, wenn der gemeint ist...“
„Weißt  du, wo er ist?“, fragte Umbo
„Vielleicht, wenn ich das Rätsel richtig deute, ist er am Rathaus zu finden...“
 „Dann nehmen wir am besten denselben Weg zurück. Das ist am sichersten.“

Sie schlüpften wieder in die Öffnung, aus der sie gekommen waren.
„Kommen wir dann nicht wieder in den Keller, aus dem wir geflohen sind?“, fragte Jo „Möglicher weise lauert Astralus dort noch.“
„Nein, es gibt einen Abzweig, der uns in den Keller des Rathauses führt.“

Sie folgten dem Gang, der kühl und feucht war. Fackeln beleuchteten ihren weg, die sich entzündeten, sobald sie daran vorbei kamen. Umbos Zauber von vorhin wirkte also noch.
Schließlich rief er: “Achtung, jetzt kommt der Abzweig!“

Genau genommen ging der Abzweig unter den Dom. Gerade aus ging es jetzt unter das Rathaus. Schließlich standen sie vor einer vermoderten, schweren Holztür.

„Uff, lange nicht benutzt“, stöhnte Umbo
Er ergriff eine Fackel direkt neben der Tür, und klappte sie herunter.Die Tür fuhr knarrend auf, jedoch nur einen Spalt.
Umbo stemmte sich dagegen.
„Sie klemmt.“
Die anderen kamen ihm zu Hilfe, und mit vereinten Kräften konnten sie sie soweit aufdrücken, dass sie hindurch schlüpfen konnten. Ein Poltern auf der anderen Seite erschreckte sie.

Als sie sich durchdrückten stellten sie fest, das sie um ein umgestürztes Regal herum klettern mussten. Da hörten sie auch schon schritte von draußen.
„Schnell dort in die Ecke!“, zischte Umbo

Sie versteckten sich. die schere Tür wurde aufgeschlossen, und ein Mann trat herein.
„Oh Mann wie ist denn das passiert?“
Und er begann das umgestürzte Regal wieder aufzurichten. Während dessen schlüpften die Freunde schnell durch die Tür aus dem Raum.


Das Relief

Sie rannten die Treppe hinauf, durch die Halle, verließen das Rathaus, und befanden sich nun, an der dem Dom und dem Markt zugewandten Seite.
 „Ja, das ist die richtige Seite“, meinte Jo „Da ist auch das vergitterte Fenster, ein Symbol für die Tradition zur Fastenzeit Laetare zu sprechen, das Heißt, dem versammelten Volk die Gesetze zu verkünden. Und, ja, da ist er!“
„Wer?“
„Der Schalk, da das Relief von Till Eulenspiegel“
„Ah, verstehe“, sagte Umbo, und begann nach Oben, zu schweben, bis er vor dem Relief  in der Luft stand.

Er machte sich daran zu schaffen, strich darüber, und drückte schließlich kräftig. Da fuhr das Relief nach innen, und gab ein Fach frei, in das er hinein griff, und ein Päckchen heraus holte gleich schwang das bild wieder zurück, verschloss das Fach.

Zufrieden fuhr her hinab, und wollte sich zu den anderen Umdrehen, als er eine schneidende Stimme hörte: „Danke!“

Noch ehe er sich umdrehen konnte, erhielt er einen schlag, das Päckchen wurde ihm aus der Hand gerissen. Krampfhaft packte seine Hand zu, so dass er den größten Teil der Verpackung noch festhielt. Aus den Augenwinkeln konnte er noch sehen, wie Astralus floh, und ihm ein Mann mit der zappelnden Jo folgte. Astralus hatte den Stein und das Mädchen... 

Sonntag, 8. Juli 2018

Die Brebolde-Teil 4

Vierter Teil:Krebs


Flucht zur Schlachte

Da stand Astralus mit wehendem Gewand im Domeingang.
„Gebt mir den Stein, oder ich hole ihn mir!“, rief er.
„Dann hole Ihn dir!“, entgegnete Umbo, und zu den anderen gewandt, rief er:“Die Treppe runter, in den Keller!“
Augenblicklich wandten sie sich der Treppe in den Keller hinunter, an der Absperrung vorbei. So schnell hatte Astralus nicht reagieren können.

„Aber was jetzt?“, fragte  Jo „Hier sitzen wir doch auch in der Falle.“
„Nicht wirklich“, meinte Umbo „wir haben ein geheimes Gängesystem, und hier hinter dieser Mauer...ah ja“
Er hatte die Mauer abgeklopft. Nun tippte er in bestimmtem daran, und im nächsten Moment wurde eine Öffnung sichtbar.
„Rein hier, schnell!“, rief Umbo, und sah zurück, wo ihr Gegner bereits auf der Treppe zu sehen war.

Sie schlüpften in Öffnung, und gerade als Astralus heran war, schloss sich das Loch.Umbo vollführte eine wedelnde Bewegung mit der Hand, und im nächsten Moment brannten an den Wänden Fackeln, die ihren Weg beleuchteten.
„Zur Schlachte geht es hier lang.“

Es dauerte etwa Zehn Minuten, dann öffnete sich vor ihnen der Gang, und sie traten hinaus ins Freie .sie standen auf einer Treppe, die hinunter ans Weserufer führte, und die Links und Rechts jeweils Zwei senkrechte Schlitze besaß.
„Ah, die Schlachte „, meinte Jo zufrieden „Und das müssen die Schlitze für die Fluttore sein. Bei Sturmfluten schob man dort Platten rein, die das Hochwasser aus der Stadt fern halten sollte.“

Das Geheimnis in den Fluttoren

Sie begann die Schlitze zu untersuchen, fuhr mit den Händen hinein, konnte aber nichts finden. Waren sie falsch? Noch einmal fuhr sie mit der Hand durch den vorderen Schlitz, und blieb plötzlich an einem Widerstand hängen .Sie drückte kräftig daneben, und plötzlich gab er nach. Gleichzeitig fuhr eine Lade heraus. und ein Päckchen fiel heraus.Danach schloss sich die Lade wieder.

Jo hob es auf, und wollte es auswickeln, doch Umbo kommandierte: “Zurück in den Gang, da sind wir sicher!“
Sie verschwanden also wieder in der Öffnung. Dort wickelte Jo das Päckchen aus, und hielt den Stein mit dem Sternzeichen Krebs in der Hand.

Umbo wandte sich Rungo zu:
„du bist der nächste. Nimm den Stein, und bring ihn nach Unten, damit ist dein Auftrag erledigt.“
Rungo nickte, nahm den Stein, verabschiedete sich von den Anderen, und versank.

„Gut, und wir sehen jetzt mal, wo wir den nächsten Stein finden.“, meinte Jo, und sie strich das Papier glatt, in dem der Stein eingewickelt war, und im Schein der Fackeln lasen sie:
„Wo Senatoren gehen aus und ein, da hütet ein Schalk den Zwillingsstein.“



Ende des vierten Teils

Sonntag, 10. Juni 2018

die Brebolde-Teil 3

Dritter Teil:Zwillinge:

Im Reich der Brebolde

Jo wusste nicht wie ihr geschah. Es dauerte kaum eine Minute, bis sie Unten waren. Sie sah an sich herunter, sah zu den anderen, und erschrak.
„Warum bin ich plötzlich so klein wie ihr.“
„Nichts schlimmes“, beruhigte Umbo ist ein magischer Nebeneffekt. du kommst in unser Reich, und nimmst unsere Größe an. Wenn wir wieder hoch gehen, bekommst du auch deine eigentliche Größe wieder. Tja, willkommen im Reich der Brebolde. Du bist der erste Mensch, der das hier sieht!“  

Jo sah sich um. Das war eine fremde Welt, und doch irgendwie der eigenen nicht unähnlich. sie betrachtete die aus dem  Stein gehauenen Häuser, der Schänke, und den Platz mit der großen Scheibe, und die hier lebenden wesen, die emsig an ihr vorüber schritten, und sie neugierig betrachteten.

„Wir müssen zu Gunnlaug“, meinte Umbo, und sie gingen zum Gemeinschaftsplatz, überquerten ihn, und gingen einem großen Haus zu. Umbo klopfte an die Tür.
Sie öffnete sich, und Gunnlaug kam zum Vorschein.

Erstaunt betrachtete er die Ankömmlinge, und sein Blick blieb an Jo hängen.
„Was tut ihr hier? Ihr solltet doch Oben sein. Und wer ist sie?“
„Ihr Name ist Jo, sie ist ein Mensch, und hilft uns bei unserer Aufgabe. Aber es gibt ein Problem. Hast du schon einmal etwas von einem Alexander Astralus gehört?“

„Astralus, Astralus, ich glaube, den Namen habe ich schon gehört.Äh, kommt rein, Wir sehen in den alten Schriftrollen nach.“
Und er gab den Weg nach Innen frei,  lies sie eintreten, und führte sie in eine art Bibliothek.
An der wand waren mehrere Vorsprünge in den Stein gehauen worden, welche als Regale dienten, auf denen unzählige Pergamentrollen lagen.

Er durchsuchte sie, und förderte schließlich eine ältere zu Tage. Dann blies er den Staub  davon, und entrollte sie .Er setze sich eine art brezelförmige Brille auf die Nase, und begann zu lesen.
„Hmm, ah ja, sagte er „Akhbar Astralus war der Grund dafür, das die Steine versteckt wurden. Offenbar besitzt seine Familie eine eigene Scheibe, die ihnen in Kombination mit den Steinen unbegrenzte Macht verleiht. Alexander dürfte ein Nachfahr jenes Akhbar sein.“

„Und nun ist er unser Konkurrent, und ein gefährlicher dazu.“, meinte Umbo „Aber wir müssen unsere Suche fortsetzen...“
„Warte mal “, sagte Gunnlaug „Vielleicht kann ich euch helfen .Ich habe eine Art Waffe für Euch“

Und er ging zu einem Schränkchen, öffnete es, und holte einen glatten, bläulich leuchtenden Stein daraus hervor, den er Umbo reichte.
„Setze ihn nur im äußersten Notfall ein.“
„Aber wie?“
„Wenn die Zeit reif ist, wirst du es selber heraus finden, und nun geht.“


Sie verließen Gunnlaugs Haus, und gingen zu jenem Punkt zurück, an dem sie hier unten angekommen waren.

„Kark“, sagte Umbo „Mit dem Fund des zweiten Steines ist auch für dich die Mission beendet. du bleibst hier.“
Kark nickte, verabschiedete sich von den Freunden, und entfernte sich.
„Jo, wie war noch der letzte Hinweis?“
In des Kaisers Krone gibt es viele Stein. einer davon wird der richtge sein“
„Wo gibt es in Bremen denn eine Kaiserkrone“
„Hmm, mal überlegen...Ja vor dem Dom stehen Fünf Steinskulpturen. Eine davon stellt Karl den Großen dar, aber während der Domsanierung zwischen 1888 und 1901 wurde der Kopf gegen den von Wilhelm II ausgetauscht .Aber auch der trägt eine Krone.“

„Nun gut, das ist das unser einziger Anhaltspunkt. Dann kommen wir dort raus.Dann wollen wir mal.“
Und sie fuhren hoch.

Die Krone des Kaisers

Ebenso schnell, wie sie unten gewesen waren, standen sie nun vor dem Dom, und dort war auch die Statue. Umbo und Edele schwebten an der Figur empor, und untersuchten die Krone.
Ein Stein an der Dom zugewandten Seite der Figur ließ sich bewegen, und gab ein Fach frei, in dem sich ein kleines Päckchen fand.

„Kommt, wir ziehen uns damit in Dom zurück, wo wir geschützt sind.“, schlug Umbo vor, und sie gingen hinein.
Drinnen wickelten sie das Päckchen aus. Es war der dritte Stein mit dem Zwillingszeichen.
Umbo reichte ihn Edele.
„Bring ihn nach Unten“
„In Ordnung“ Sie verabschiedeten sich, und Sie versank.

Während dessen wickelte Umbo das Papier, in das der Stein eingewickelt war auseinander, und las:
„Weil der Krebs ins Wasser muss, findet sich der vierte Stein am Fluss“

„Am Fluss?“, sinnierte Umbo „Das muss die Weser sein“
„Ja“, meinte Jo „Aber Aufgrund der Zeit, in der die Steine verschwanden, können wir uns auf den Bereich der Schlachte konzentrieren.“
„Nun denn, dann machen wir uns auf“, meinte Umbo
„Ihr geht nirgendwo hin!“, klang peitschend eine scharfe stimme hinter ihnen...


Sonntag, 29. April 2018

Die Brebolde-Teil 2

Zweiter Teil:Stier

Alexander Astralus
Jo und die Brebolde hatten sich in den Schatten des Domes zurück gezogen, um gemeinsam das Rätsel des zweiten Steines zu lösen. Auf den Domtreppen sitzend, berieten sie sich.
„Also“, meinte Umbo „Wo wurden denn einst Kühe gehütet in Bremen?“
„Na, las mal überlegen“, meinte Jo „Auf der Bürgerweide, aber im zweiten Teil des Rätsels steht was von Angesicht in Stein. Auf der Bürgerweide  gibt es aber keine Kühe aus Stein, aber ...ja natürlich, es gibt einen Ort, an dem früher Kühe gehütet wurden, und wo es zumindest ihre Köpfe in Stein gibt, nämlich... Hey!“

Eine Hand hatte sich von der Seite auf ihre Schulter gelegt. Sie gehörte zu einem großen Hageren Mann, in einem langen, schwarzen Mantel mit ebenfalls schwarzen Hosen und Schuhen.

Sein Kopf glich einem Totenschädel mit zurück gekämmtem, dünnem grauen Haar. Sein Gesicht war schmal mit hohen Wangenknochen und stechenden grauen Augen in tief sitzenden Höhlen. Der Mund war schmallippig mit einem dünnen Schnurrbart.

„Oh, habe ich erschreckt?“, fragte er mit eher hoher Stimme „Ich kam nicht umhin euer Gespräch mit zu hören.“
„Euer Gespräch? Sie können uns sehen?“, fragte Umbo
Im Blick des Fremden lag etwas Lauerndes
„Ja, das kann ich. Mein Name ist Astralus, Alexander Astralus.Ich glaube, ich kann euch helfen.“
„Woher wissen sie denn von unserer Mission?“, fragte Umbo misstrauisch.
Der Fremde lächelte, und es war ein unangenehmes Lächeln, das eher höhnisch wirkte.

„Ich weiß es eben.“
„Aber woher?“, wollte nun auch Jo wissen
„Das wollt ihr nicht wissen“, sagte Astralus, und hob seine Hände.

Plötzlich befiel Jo große Müdigkeit. Die Bilder verschwommen vor ihren Augen.Sie konnte gerade noch mit bekommen, wie auch die Brebolde zusammen brachen, dann wurde es schwarz.

In der Falle

Als sie wieder erwachte, war es dunkel. .Obwohl sie Augen öffnete, konnte sie zuerst nichts sehen. Dann gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit, und sie konnte Zumindest erkennen, dass sie sich in einer Art Keller befand.

Auch ihre kleinen Freunde begannen zu erwachen. Umbo stöhnte, setzte sich auf, und hob den Zeigefinder in die Luft, aus dem sich eine Lichtkugel über sie erhob.
„So, jetzt können wir was sehen.“

Ihr Gefängnis schien mehr ein unterirdisches Verlies zu sein. Sie blickten sich um. Steinerne Wände , keine Tür und keine Fenster. Es gab keine Bank, oder sonst eine Einrichtung. Was war das für ein Verlies, und wie kamen sie hierher?

Plötzlich ertönte die Stimme des Fremden:
„Habt ihr nicht gewusst, dass ihr einen Konkurrenten habt? Mein Vorfahre wurde einst besiegt, als die Steine versteckt wurden, doch nun werde ich sein Werk vollenden. Ich habe das Pergament mit dem zweiten Hinweis an mich genommen, und werde dadurch auch die anderen Steine finden. Ihr aber werdet hier verschmachten. Dieses Verlies ist euer Grab!“

Die Freunde sahen sich entsetzt an, während sich die Stimme hohnlachend entfernte.
„Wir können doch nicht schon gescheitert sein.“, stöhnte Umbo
„Wenn du aus deinem Finger Licht steigen lassen kannst, könnt ihr uns dann nicht auch raus zaubern?“, fragte jo vorsichtig
Umbo schüttelte resigniert den Kopf
„Nein, so groß sind unsere magischen Fähigkeiten nicht. Kleinigkeiten wie Licht machen. Mehr nicht.“

Er lehnte sich gegen einen leicht hervor stehenden Stein. Plötzlich rumorte es, und die Wand hinter ihm drehte sich.
„Umbo“, sagte Edele „Du hast eine Geheimtür geöffnet“
„Sieht aus wie ein Gang. Mal sehen, wohin er führt“

Umbo schickte die Lichtkugel vor, dann betraten sie den Gang. Es war feucht, und roch muffig. Der Boden war sandig und weich.
Sie gingen eine längere Zeit durch den Gang, der zwischenzeitlich anstieg, bis sie zu einer schweren Holztür.

„Das war´s wohl“, meinte Tjark „Jetzt sind wir so schlau wie vorher“
„Nicht unbedingt“, meinte Jo, und begann die Tür ab zu tasten.
„Seht mal, da ist ein Fackelhalter mit einer ausgebrannten Fackel.Es muss schon einmal jemand hier gewesen sein.

„Ja, wahrscheinlich schon vor Jahrhunderten“, sagte Umbo
Jo streckte sich, um an den Fackelhalter heran zu kommen. Jetzt bekam sie ihn zu fassen. Das gusseiserne Teil klappte plötzlich nach unten, und die Holztür schwang nach außen auf.

Der zweite Stein

Sie sahen sich an, und verließen dann den Gang. Die plötzliche Helligkeit lies sie kurz die Augen zu kneifen. Dann stellten sie fest, dass sie sich im Dom befanden.
„Wir  sind Frei!“, rief Umbo, „Los, versuchen wir den zweiten Stein vor diesem Astralus zu find. Jo, du sagtest, es gibt noch einen Ort, der in Frage kommt.“

„Ja, es ist der „Kuhhirte“ auf dem Stadtwerder.“
„Der Kuhhirte?“
„Es ist ein Restaurant. An der Fassade des Gebäudes sind in Stein gehauene Kuhköpfe. Darauf könnte sich die Passage Angesicht in Stein beziehen.“

„Nun gut, einen anderen Anhaltspunkt haben wir nicht, nur wie kommen wir dahin?“
„Wenn eure magischen Kräfte nicht soweit gehen, müssen wir die Straßenbahn und dann die Fähre nehmen. Ich habe Geld für eine Fahrkarte. Euch kann man eh nicht sehen.“

Eine gute halbe stunde später waren sie vor dem „Kuhhirten“
„Scheint, als wäre dieser Astralus noch nicht da gewesen. Wo sind jetzt die Köpfe?“
 „Dort oben an der Fassade“, sagte Jo
„Ah gut, klettern können wir.“

Unter der Aufsicht von Jo kletterten die Brebolde an der Fassade hoch, und untersuchten die Köpfe.
Schließlich war es Edele, die fündig wurde. Beim abtasten des mittleren Kuhkopfes, ging ihr Finger ins rechte Auge der Skulptur, die sich nach Links drehte, und ein kleines Fach frei gab.
Sie griff hinein, und holte ein kleines Päckchen hervor.

Wie schon  der erste, war auch dieser Stein in Pergament gewickelt. Sie wickelten ihn aus .Der Stein mit dem Stier, drehten das Pergament um, und lasen.
„In des Kaisers Krone gibt es viele Stein. einer davon wird der richtge sein“
Das ist der Hinweis zum dritten Stein“, meinte Jo

„Hölle und Teufel!“, hörten sie da eine bekannte Stimme „Wie seid ihr da nur heraus gekommen? Aber es wird euch nichts nützen. Her mit dem Stein !“

„Los, fasst euch an die Hände!“, schrie Umbo.“Wir gehen gemeinsam runter!“
Bevor Jo noch etwas sagen konnte, griff Umbo ihre Hand, und plötzlich begann sie zu sinken. Kurzzeitig konnte sie noch den wütenden Astralus sehen, der auf sie zu lief, dann wurde es dunkel, und sie wurde mit ins Reich der Brebolde gezogen...


Ende des zweiten Teils

Samstag, 7. April 2018

Die Brebolde -Teil 1

Hier beginnt eine neue Geschichte, die monatlich fortgesetzt wird, und die eine Gruppe neuer kleiner Helden vorstellt.Viel Spaß mit den Brebolden!



Die Brebolde

Einleitung:

Lieber Leser, weisst du, wer die Brebolde sind? Das solltest du, denn sie sind die Hauptdarsteller in dieser Geschichte.
Also: Brebolde ist eigentlich eine Kurzform für Bremer Kobolde. Wie, du wusstest nicht, dass es in Bremen Kobolde gibt? Kannst du eigentlich auch nicht, denn sie kommen nur nachts hervor, und sind dann für die Menschen unsichtbar.
Ja, es sind ganz besondere Kobolde, die es nur hier gibt, und deshalb heißen sie eben auch Bremer Kobolde oder eben kurz Brebolde. So wollen sie auch am liebsten genannt werden.

Wie schon gesagt, kann man die Brebolde nicht sehe. Einerseits weil sie nur des Nachts hervor kommen, und die Fähigkeit haben für die Menschen unsichtbar zu sein, andererseits, weil sie in einem Reich tief unterhalb Bremens leben. Sie wollen auch bewusst, dass die Menschen nicht von ihnen wissen.

Und wie sieht nun so ein Brebold aus? Nun, er ist ca. 20 cm groß, untersetzt, hat dünne Ärmchen und Beinchen mit knochigen Fingern und Zehen, und einen runden Kopf, mit nach oben stehendem, rotem Haar.

Seine Augen sind groß und blau, und blicken neugierig und gutmütig in die Welt. Seine Nase gleicht einer kleinen Kartoffel, und sein Mund ist breit, und das Lächeln gewöhnt, denn die Brebolde  haben ein ausgesprochen freundliches und fröhliches Wesen.

Schließlich besitzt er noch große, leicht abstehende Ohren, die oben spitz zu laufen. Gekleidet sind die Brebolde in einfache Hemdchen und Hosen.

Der Mensch würde staunen, wenn er ihr unterirdisches Reich beträte, denn es wirkt wie ein idyllisches Dorf mit kleinen Häusern, die aus den Felsen gehauen sind, der Dorfschänke, in der ihr Lieblingsgetränk, malzig süßes, braunes Bier gereicht wird, der großen Bibliothek, und schließlich dem großen Gemeinschaftsplatz, dessen Mitte eine riesige steinernen Scheibe eingenommen wird, welche in ihrer Form an eine Sonne erinnert, und die merkwürdig unvollständig wirkt. Ein Umstand, der in unserer Geschichte eine wichtige Rolle spielt.

Was tut denn nun der gemeine Brebold(Oh..., und natürlich die Breboldin!)?
Nun wie gesagt, sind die Brebold ein fröhliches Volk. Sie sind gesellig, und Spielen, wie Kartenspielen und Knobeleien sehr zu geneigt, züchten Pilzgärten(und prämieren sie), und gehen des Nachts heraus, und holen sich, was die Menschen nicht brauchen, wobei sie vor allem für metallische und glänzende Dinge eine Vorliebe haben.

Sie sind kluge und findige Köpfe und äußerst gut im Rätsel lösen, und diese Eigenschaft werden sie auch bald brauchen, und die Hilfe von...

Aber, das soll ja unsere Geschichte erzählen, und da du, lieber Leser nun die Brebolde kennst, wollen wir jetzt auch damit beginnen. Also, Vorhang auf, für unsere kleine Freunde,für die Brebolde!


Teil 1:Widder
Die Prophezeiung

 Umbo war selbst für einen Brebold eher klein. Er war auch noch jung, mit seinen knapp fünfzig Jahren der Kindheit grad entwachsen(so ein Brebold kann leicht über fünfhundert Jahre alt werden, da sind Fünfzig Jahre nichts).

An diesem Morgen war er früher  aufgestanden, als sonst, hatte seinen starken Kaffee genommen, und eilte nun zum großen Gemeinschaftsplatz, wo eine große Verkündung gemacht werden sollte.
Umbos Eltern und seine Schwester waren ihm schon voraus gegangen, weil er selbst mit aufstehen ein wenig Probleme hatte, und auch sonst ein wenig langsam war.

Die Frühlingssonne konnte man hier unten im reich der Brebolde zwar nicht sehen, spüren konnte man sie dennoch, und ihre Wirkung hatte sie auch. die Brebolde waren lebhafter, als in den kalten Monaten, und auch .auch besser gelaunt.

Der Gemeinschaftsplatz war schon voll. In der Mitte , vor einem steinernen Altar, auf einem Podest, im Auge der riesigen Scheibe  stand Gunnlaug, der Weise, Ältester, und damit Herrscher im Brebold-Reich, festlich gekleidet, und wartete auf die letzten Ankömmlinge.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Brebolde ein sehr einfaches System haben, ihren Herrscher zu bestimmen. Ist der älteste, weil er auch der weiseste ist, und stirbt er, wird es der nach ihm älteste. So beugen sie Machtkämpfen vor, wenn auch dieses System wenig demokratisch- und der älteste nicht zwingend auch immer der weiseste ist, doch ehrlich gesagt, weisen sich menschliche Herrscher ja auch nicht eben durch übermäßige Weisheit aus, aber das ist eine andere Sache...

Nun, da alle da waren, konnte die Zeremonie beginnen. Gunnlaug ließ den Platz in Gespenstisches Licht tauchen, und trat zurück, dann rief er:
„Freunde, Volk der Brebolde! Vor  tausend Jahren wurde diese Scheibe, die Sonnenscheibe errichtet. Seit tausend Jahren hüten wir sie, und nun, nach tausend Jahren, wird sie ihr Geheimnis offenbaren!“

Im nächsten Moment senkte sich der Altar in die Erde, und an seiner statt erschien ein riesiges, waberndes Gesicht, das Breboldähnlich war. Mit dumpfer Stimme begann es zu sprechen:
„Tausend Jahre lag die Scheibe da, doch sie war nicht immer unbesetzt. Einst war sie mit Zwölf Steinen besetzt, welche den Tierkreis bildeten. Doch sie verstanden durch das wirken dunkler Magie. Verborgen wurden sie  in der Stadt der Menschen, über euch. Nun  müssen sie gefunden werden, denn in einem Jahr von Heute an, bilden Sonne und Mond eine Verbindung und  die Scheibe steigt nach Oben .Ist sie dann mit den Tierkreissteinen besetzt, bedeutet das für euer Reich ewiges Licht. Fehlt nur ein Stein, bedeutet es den  Untergang für euch, und die Menschen über euch.

Soviel  von Euch wie ihre Anzahl müssen gehen, und die Tierkreis- Steine suchen, und sie nach unten bringen. Der eine Mensch, der euch sehen kann, wird euch Hilfe sein.
Jeder kehrt mit einem  Stein Zurück. Der Anführer wird den letzten bringen.
Nur einen Hinweis auf den ersten Stein des Widders kann ich geben .Ein musizierender Engel hütet ihn, am Gürtel eines Helden.“

Das Gesicht senkte sich wieder in die Erde, und der Altar stieg hinauf.

Die Zwölf Auserwählten

Ein Aufruhr brach los, auf dem Gemeinschaftsplatz.
„Unser Untergang?“ „wir werden zerstört?“ „Der Älteste soll etwas tun!“ „Zwölf von uns, wer soll das sein?“

„Ruhe!“, rief da Gunnlaug „Hört mir zu! Dies ist unsere schwerste Stunde. Unser Schicksal wird von Zwölf der unseren abhängen. Zwölf, die in die Welt der Menschen gehen, und die erst alle zurück sein werden, wenn alle Steine gefunden sind. Doch wer soll sie auswählen?

Nun, das Schicksal wird sie bestimmen. Jeder erhält nun einen Zettel, und wird seinen Namen darauf schreiben.Ist er damit fertig, so wirft er ihn in diesen Kessel!“

Gunnlaug wies auf einen riesigen Messingkessel, der nun neben ihm aufgestellt wurde.
„Also los!“

Nun hörte man ein Murmeln und Papierrauschen. Schließlich standen viele Brebolde Schlange, und warfen Zettel mit ihren Namen in den Kessel.

Als dies abgeschlossen war, vollführte Gunnlaug eine kreisende Handbewegung, und im Kessel raschelte es. Dann schnippte er mit dem Finger, und ein erster Zettel flog heraus.Der Älteste fing ihn, und entfaltete ihn.
„Bjarki“, rief er feierlich „Bjarki, komm hier her zu mir. Und ein dicklicher, mittelalter Brebold kam zu ihm.
So setzte sich die Prozedere fort.
„Kark!“
„Edele!“ein junger weiblicher Brebold kam.
„Rungo!“
„Tjork!“
„Welbo!“
„Grisa!“
„Luki!“
„Gabbo!“
“Bumba!”
”Pekko!”
Und schließlich erklang es:”Umbo!”

Umbo zuckte zusammen, als sein Name genannt wurde.mit weichen Knien torkelte er zu Gunnlaug, als er ging.
„d..d..das muss ein Irrtum sein.“ Sagte er zu Gunnlaug, der den kopf schüttelte.
„Nein, es ist dein Schicksal, und ist dein Schicksal, das du, der du zuletzt erwählt wurdest, auch der Anführer der Zwölf sein sollst.“

Und er wandte sich an die anderen.
„Begrüßt diejenigen, in deren Hand nun unser aller Schicksal liegt, und er wies auf 9 Brebolde  und 3 Breboldinnen, die unsicher und zitternd in einer Reihe standen.
„Die Zwölf auserwählten! Geht, und macht euch auf die Suche!“

Jo

Das Mädchen saß auf der Treppe der Bürgerschaft, und blickte versonnen über den Marktplatz, auf dem sich reges Leben abspielte. Die Frühlingssonne lockte die Menschen hinaus, und die Gaststättenbesitzer hatten Tische und Stühle ins Freie gestellt, die gut besucht waren.

Jo, eigentlich Joanna, aber diesen Namen mochte sie nicht so sehr, jo war ihr lieber, Jo  war Zwölf Jahre alt, hatte rotes, lockiges Haar, grüne Augen, und eine Stupsnase in einem fein gezeichneten, sommersprossigen Gesicht. Ihr Vater war Historiker und Archäologe. Sie hatte durchaus Interesse an seiner Arbeit, und hatte sich einige Kenntnisse in Bremer Heimatgeschichte angeeignet.

Nun war Paps auf einer seiner Forschungsreisen, und in dieser Zeit lebte Jo bei Onkel und Tante nahe der Innenstadt in Bremen. Sie war gerne hier unterwegs auf dem Marktplatz, der Böttcherstrasse oder dem Domshof. Für den, der genau hinsah, gab es hier viel zu entdecken.

Nein, Jo war kein normales Mädchen, wie man es sich vorstellt. Das mochte an der arbeit ihres Vaters liegen. durch die sie sich früh mehr für Geschichte als für Puppen, oder wie Mädchen in ihrem alter für gewisse Pop und Internet-Stars  interessierte. Das lies sie für einige absonderlich erscheinen, und so war auch ihr Freundeskreis nicht übermäßig groß, was sie allerdings auch nicht störte. Sie kam auch ganz gut allein zurecht.

So wie jetzt zum Beispiel, als sie über den Marktplatz sah. Doch nun stand sie auf, und schlenderte hinüber zum Dom. Sie kam am Bismarck-Denkmal vorbei, als sie stutzte. Da, direkt an der Statue, standen Zwölf kleine Gestalten, wie Jo sie noch nie gesehen hatte.
Einen Moment blinzelte sie .Doch-sie waren noch da. vorsichtig trat sie näher.

Der erste Stein

Es hatte Umbo nicht geholfen, darauf hin zu weisen, das er ein niemand war, und nicht zum Anführer taugte, geschweige denn, um so eine Aufgabe zu vollbringen. Die Zwölf wurden ausgerüstet, und schließlich zum Aufstieg gebracht. Dabei handelte es sich um eine riesige Röhre, in der sie der Erdoberfläche zuschwebten, wobei sie an verschiedenen Stellen Bremens die Erde verlassen konnten.

Während sie nach Oben stiegen, wurden sie  von den übrigen Brebolden verabschiedet, und Umbo, der als letzter auf stieg, wurde es schwer ums Herz, denn er würde als letzte zurück kehren.

Oben angekommen, berieten sie, was sie nun tun sollten.
„Also, ein musizierender Engel am Gürtel eines Helden“, meinte Umbo Kann jemand damit was anfangen?“
„Vielleicht sollten wir erstmal nach dem Menschen suchen, der uns helfen soll“, meinten Edele, die neben Umbo stand.
„Keine schlechte Idee“, antwortete Umbo
„Aber wie sollen wir den finden?", wandte  Kark, ein bullig wirkender Brebold mit blauem Haar ein.

„Wer weiß, vielleicht findet er uns, wenn...“
„Hallo, was seid ihr denn?“, fragte eine Stimme. hinter ihnen
Die Brebolde zuckten zusammen, und fuhren herum
Da stand ein Mädchen mit lockigem roten Haar, das Jeans und Jeans-Jacke, sowie ein creme-farbenes T-Shirt, und weiße Turnschuhe trug.

„K..k... kannst du uns sehen?“, fragte Umbo, der als erster die Sprache wieder fand.
Das Mädchen lächelte
„Jaa, doch. Ihr keine Menschen, aber auch keine Tiere.Doch was seid ihr?“
„Du hast keine angst vor Uns?“
„Sollte ich denn?“, kam es belustigt zurück
„Nein ,eigentlich nicht. Wir ..wir werden Brebolde genannt. Wir leben eigentlich tief unterhalb Bremens, doch nun haben wir eine Mission zu erfüllen, und die Prophezeiung sagt, das uns ein-oder vielmehr DER Mensch hilft, der uns sehen kann.Normaler Weise können uns die Menschen nämlich nicht sehen.“

„Und dieser Mensch wäre dann also ich?“, fragte das Mädchen, und wirkte gespannt.
„Es sieht so aus“, meinte Umbo
„Gut“, sagte sie, und kniete sich neben sie hin. “Ich heiße Jo, eigentlich Joanna, aber  ihr könnt mir einen Gefallen tun, wenn ihr Jo sagt.“

Umbo stellte sich, und die anderen vor. .Jo reichte jedem die Hand, und fragte dann:
„Und wie kann ich euch nun helfen?“
„Nun, vielleicht kannst du uns für´s erste erklären, ob es hier irgendwo einen musizierenden Engel gibt, der etwas mit einem Helden zu tun hat, oder seinem Gürtel.“

„Musizierender Engel? Gürtel eines...Roland, es könnte der Roland sein!“
„Roland?“
„Na, die große Staue auf dem Marktplatz. Roland war ein Paladin Kaiser Karls des Großen. Er wurde 778 nach einem Kreuzzug gegen die Sarrazenen in Spanien getötet. In der schnalle seines Gürtels befindet sich ein musizierender Engel, der von Rosen umgeben ist. Das ist ein Märtyrerzeichen. Möglicher weise ist dieser Engel gemeint. „

„Du kennst dich ja sehr gut aus.“
„Mein Papa ist Historiker. Von ihm hab´ ich viel über Bremer Geschichte gelernt.“
2Dann sollten wir am besten zu dieser Statue gehen“, meinte Edele
Alle stimmten zu, und sie gingen herüber „

Da Brebolde nun mal kürzere Beine haben, sind sie nicht so schnell wie ein Menschenmädchen. so brauchten sie denn etwas, bis sie da waren.

Sie warteten, bis mal keine Touristen sich vor dem Bremer  Wahrzeichen fotografieren wollten, dann hob Jo Umbo auf ihrer Hand an die Gürtelschnalle des Roland. Dabei musste auch sie ihren Arm weit strecken.

Umbo betastete die Gürtelschnalle, führ mit dem Finger darum, doch es tat sich nichts.Kein Hinweis darauf, wo sich der Stein befand .Er fuhr noch einmal herum, dann verlor er kurz das Gleichgewicht. Gerade noch konnte er sich abfangen. Dabei drückte seine Hand auf eine der Rosen, und da geschah es: Die Gürtelschnalle klappte auf, und gab ein kleines Fach frei.

Umbo bekam große Augen. Vorsichtig griff er hinein, und holte ein kleines Paket heraus, das in Pergament gewickelt war. Er wickelte es aus, und zum Vorschein kam ein länglicher Stein mit der Zeichnung eines Widders.

„Der erste Stein. Wir haben ihn“
.Er reichte ihn Bjarki.
„Du warst der Erste, der ausgewählt wurde. Du bringst den ersten Stein nach Unten.“
„Sollten wir ihn nicht wieder einwickeln?“
„Ah ja, besser ist es vielleicht“
„Umbo wollte ihm das Pergament reichen, da stutze er.
„Moment, da steht was drauf“ und er zitierte:
Wo Kühe einst gehütet wurden, und ihr Angesicht in Stein, wird auch der stier nicht weit sein.“

„Der Hinweis auf den zweiten Stein!“, rief Edele
„Ja, so muss es sein“,
„Wie viele Steine braucht ihr denn?“, fragte Jo
„Zwölf“, antwortete Umbo, und erklärte  ihr alles in kurzen Worten.
„Gut, dann machen wir uns auf die Suche.Ich gehe mit euch“

Kark wurde herzlich verabschiedet, und trat dann den Weg nach Unten, während die anderen sich auf die Suche nach den restlichen Steinen gingen.

In einer kleinen Kammer, weit davon entfernt, machte sich auch jemand auf den Weg. Es war eine große, hagere Gestalt in einem dunklen Mantel.
„nun, sie haben den ersten gefunden. doch das soll ihnen nichts nützen. Die anderen bekomme ich, und werde mir ihre Macht sichern...


Ende des ersten Teils