Donnerstag, 20. August 2026

Die Brebolde -Teil 10

 http://schumt5.blogspot.com/2018/04/die-breboldeteil1.html     http://schumt5.blogspot.com/2018/04/die-brebolde-teil-2.html


Lange Zeit war hier nichts mehr neues. Das hatte Gründe .hier nun die Fortsetzung der Brebolde-Geschichte(möchte ja auch wissen, wie es weiter geht).

Für alle ,die sie noch nicht kennen, und weil es auch länger her ist ,habe ich noch einmal die anderen Teile als "was bisher geschah" verlinkt.

das Ultimatum des Zauberers


Sie fuhren hinab,dem Freund und dem Fremden hinterher.Als sie unten waren,liefen sie sofort zum Hause Gunnlaugs,doch es war zu spät.Astralus hatte ihn bereits in der Gewalt.

„Willkommen“,rief er höhnisch“gebt mr den Stein“

Umbo zögerte,doch dann reichte er ihn Astralus.das Pergament,in das er eingewickelt war behielt er.

„Sehr vernünftig.Gunnlaugs Haus ist nun meins,und ihr werdet mir die restlichen Steine bringen oder es wird sein Ende sein.Eure und seine Zeit läuft ab, wenn Sonne und Mond eine Verbindung bilden,und nun wieder hoch mit euch!“


„Wenn du ihm etwas tust,wirst du keine Steine bekommen!“,rief Umbo zurück.

„Keine Sorge“solange ihr nichts gegen mich unternehmt und mir die Steine liefert,ist er sicher!“

„Du glaubst ihm doch nicht“,sagte Bumba flüsternd

„Natürlich nicht“,entgegnete Umbo „aber im Moment haben wir keine andere Wahl wir müssen uns später überlegen,wie wir Gunnlaug befreien.“


*

Neunter Teil:Schütze



Im Schatten der Dommaus



Sie verließen Gunnlaugs Haus.Umbo wickelte das Pergament auseinander und las:

wo die Maus im Dom hochklettert,lächelt der Löwe dem Schützen“

Er reichte es Jo.sie las es ,dachte kurz nach und meinte dann:

„Es muss der lächelne Löwe im Dom sein.Er befindet sich in der Westkrypta,die m elften Jahrhundert erbaut wurde.

„Aber was mit der Maus?“,fragte Bumba

„Eine steinerne Maus, die die Wand hochklettert,im Westportal“,sagte Jo


„Dann los“,meinte Umbo ,und sie fuhren Hinauf

Sie kamen am Westportal des Domes an,und gingen hinein,die Brebolde unsichtbar jo wie eine normale Touristin.Sie hatten das Relief der ,an der Wand empor kletternden Maus gleich gesehen und suchten den Weg zur Westkrypta.


Ihr Blick wanderte am Taufbecken vorbei,verweilte am Christusrelief an der Altarwand aus dem jahr 1050 blieb kurz an den Säulen hängen und wanderte schließlich linken Fenster sahen dort,etwas versteckt einen ganz außergewöhnlich dargestellten Löwen.


Das Tier lächelte und hatte im Gegensatz zu anderen Löwendarstellungen einen heiteren Ausdruck.

Nun gut,den Löwen hatten sie gefunden,aber wo war jetzt der Stein ?


Sie tasteten das Relief ab,und fuhren hinab ,bis vor die Pfoten des Löwen.Dort schien sich eine Vertiefung zu befinden,die mit bloßem Auge nicht zu sehen war.

Umbo fuhr mit dem Finger hinein und und fühlte einen winzigen hebel,der leise klickend zur Seite fuhr.

Unterhalb des Reliefs öffnete sich eine Klappe und ein Fach kam zum Vorschein,indem sich ein ,in Pergament gewickeltes ,Päckchen befand.

Umbo nahm es heraus und wickelte es aus Er reichte Bomba den Stein,strich das Pergament auseinander,und las laut vor:

Der Schatten der älteren Sonnenuhr, weist zur Mittagszeit den weg zum Steinbock“

„Es gibt zwei bekannte Sonnenuhren in Bremen“,meinte Jo „und die ältere ist die im Bibelgarten“

„Das ist ja hier beim Dom“sagte Pekka

„Bumba hielt den Stein hoch „Sollen wir den jetzt runter bringen zu Astralus?“

„Nein“,sagte Umbo „Die Steine sind unser Unterpfand für Gunnlaug .Wir werden erst alles restlichen Steine holen und zusammenbleiben,dann werden wir sehen,wie wir mit Astralus fertig werden.“



*



Samstag, 30. Dezember 2023

Frohes neues Jahr

 Nächstes Jahr gibt´s hier wieder mehr

Ein frohes und erfolgreiches 2024!

Montag, 31. Oktober 2022

Gruseliges von der Küste

Nachdem ich mich lange rar gemacht habe ,mal wieder ein Post zu Halloween. Da ich nicht zum Schreiben einer neuen Geschichte gekommen bin ,etwas Nostalgie von 2014:Mein norddeutschhs Gruselstück:

Das Ding aus dem Watt 

Gruselige Unterhaltung und 

Happy Halloween!


Samstag, 11. Dezember 2021

Der bremer Stadtkaater:Timmy und das Krippenspiel

Hallo,

Nach langer Zeit mal wiedre ein neuer Beitrag.Diesmal eine weihnachtliche ,und etwas andere Stadtkater-Geschichte

Viel Spaß!


 Über die engen und verwinkelten Gassen des Schnoors hatte sich weißer Puder gelegt.Ein sicheres Zeichen des Winters , und im Dezember nichts besonderes. Auf dem kleinen Platz war eine Krippe aufgebaut wurden mit dem Stall, den Eheleuten Maria und Joseph, dem Jesuskind in seinem Bett aus Stroh, sowie den Hirten, Engeln, und den heiligen drei Königen,welche dem Sohn Gottes huldigten, und über allen der helle Stern, der sie zur Krippe geführt hatte.

Für Timmy war es gewöhnungsbedürftig gewesen, sich auf dem kalten Zeug zu bewegen, doch nun tapste er durch weiß überzogenen Gassen zu dem kleinen Kunstwerk.Er war ein Halbperserkater,war klein, gedrungen, und schwarz. Wie Scheinwerfer leuchteten die grünlich gelben Augen in dem runden Köpfchen.

Aus Holz war der Stall, und aus Holz waren auch die Figuren geschnitzt.Fast lebensgroß waren sie, und bildeten die berühmte Szene .

Timmy kannte die Weihnachtsgeschichte.Er hatte das Fest ja ,mit seinem Dosenöffner-Ehepaar schon oft gefeiert.So saß er mit seiner Ziehmutter Emma, einer großen, rot getigerten Katze mit blauen Augen, und Toby dem Streuner vor dem Krippenspiel. Toby war ein Kater,weiß,mit graugetigertem Rücken,der allerdings die besten Zeiten schon hinter sich hatte.Er wirkte sehr abgemagert und ein wenig klapprig und die linke Ohrspitze war nach vorn hin abgeknickt.Seine gelben Augen besaßen hingegen jugendliche Frische und einen forschen,listigen Blick.

Hübsch geworden.Die Zweibeiner haben sich Mühe gegeben“, meinte Emma

Ja“ entgegnete Toby“ist ihnen gut gelungen“

Ja, es war gut gelungen, und es passte sehr gut in die,dieser Tage festlich geschmückten Gassen des Schnoor.

Die drei Katzen machten noch einen kleinen Winterspaziergang am Osterdeich und durch das Revier, und verbrachten des Rest des tages mit dem was Katzen mit am liebsten taten,nämlich im Haus von Günther und Helena behaglich schlafen.Im Keller des alten Hauses im Schnoor, welches auch jenen kleinen Laden enthielt, von dem das Paar lebte, war dafür extra ein Platz geschaffen worden.

Am Abend beschloss Thimmy kurz seinen Lieblingsplatz auf dem Dach des Hauses aufzusuchen.Doch es war kalt hier Oben ,und das Dach etwas rutschig.Dennoch blieb er kurz hier,und lies den Blick über die bereits im Dunkeln liegende, festlich geschmückte Stadt schweifen.

Als er auf den nächtlichen Schnoor herab sah, der nun zur ruhe kam, konnte er die Krippe nicht sehen.Nur das Leuchten des Sternes konnte er erahnen.

Und dann fiel ihm etwas auf.Es wirkte, als würde etwas kurz hell aufleuchten.Vielleicht war es der Stern unten.

Thimmy maß dem keine große Bedeutung bei ,und ging wieder runter.


Am nächsten Morgen herrschte großer Aufruhr.Menschen liefen laut rufend durch den Schnoor, und zwischen ihnen ,auf dem Platz waren jene uniformierten,die Timmy als Polizisten kannte.

Was war denn da los? Beschloss dem Aufruhr zur Ursprungsstelle zu folgen, und kam schließlich auf dem Platz beim Krippenspiel an.


Tja“,sagte eine wohl bekannte Stimme neben ihm, und es war Emma, die meinte:“Das ist ja eine schöne Bescherung!“

Timmy sah zur Krippe und verstand , was sie meinte.Dort , wo eigentlich die Jungfrau Maria stehen sollte , und dort wo einer der Engel über ihr sein sollte war..Nichts!

Sie waren einfach weg.

Einige Schneeflocken rieselten auf die Erde nieder.Menschen wuselten geschäftig durch die Stadt und zwischen den Geschäften, dem Weihnachtsmarkt und der schlachte.

Die junge Frau schritt langsam die .Straße entlang.Sie blickte verständnislos auf die hastenden ,eilenden Menschen um sich herum.Auf die rumpelnden Straßenbahnen, die erleuchteten Geschäfte und den festlichen Schmuck in den Straßen.

Sie hatte dunkles Haar , große ,braune Augen und war in ein grobes Leinentuch gekleidet, dessen Ränder rot waren, und das um sie herum geschlungen war.Den oberen Teil hatte sie wie eine Kapuze um ihren Kopf gelegt.

Warum war sie hier? Was hatte sie her befohlen?

Geh´ruhig weiter“, sagte die Stimme über ihr „hinter diesem großen Kaufhaus gehst du nach rechts“

Sie sah nach Oben, sah neben sich, und da, leicht über ihrer rechten Schulter , hing ein Licht, aus dem die stimme kam.

Geh ruhig, vertraue mir“,sagte sie, und klang so mild und warm, das sie ihr vertraute, und ihren weg fortsetzte.

Über einem Durchgang stand Lloyd-Passage.Worte ,die ihr nichts sagten.

In die andere Richtung,dort hinter C&A“

Sie ging den angegeben Weg an dem Geschäft vorbei ,zu einem Durchgang.“Lloydhof“, hiess es da.Sie durchschritt den Gang ,und kam in einen kleinen Hof mit leer stehenden Geschäften.

Dort, aus einer Ecke heraus, hörte sie ein Wimmern.Sie folgte dem Ton, und fand dort ein Mädchen im Teenageralter, vielleicht Sechzehn Jahre alt.

Sie in Pullower und Jeans gekleidet, und saß dort dort stöhnend und mit gesenktem Kopf in einer Ecke.Das lockige, blonde Haar fiel ihr dabei ins Gesicht.

Die junge Frau betrachte das Mädchen, bemerkte die offenkundig anderen Umstände, und wusste , was zu tun war. Vorsichtig trat sie an sie heran, und griff ihre Hände.

Komm“, sagte sie „du brauchst Hlfe“

Das Mädchen sah zu ihr auf.Sie hatte ein fein gezeichnetes Gesicht und helle blaue Augen.Sie wolte sich zuerst widersetzen, doch dann fasste sie Vertrauen zu der fremden Frau , di e sie an der Hand nahm, und sie mit sich führte.

Sie kannte sich in dieser Welt nicht aus , und trotzdem wusste sie , was sie zu tun hatte .Im Schaufenster des Karstadt-Kaufhauses , befand sich eine Polizei-Kontaktstelle.Hier würde sie Hilfe bekommen.Dorthin brachte sie das Mädchen.

Man rief den Krankenwagen. Sie wollte es eigentlich nicht nicht.Sie wusste nicht, wie sie ein Kind versorgen sollte.Ihr wurde jedoch klar gemacht, das es viele Möglichkeiten gab, Hilfe zu bekommen.

Mit den Sanitätern kam auch die Mutter des schwangeren Mädchen.Die Junge Frau ging, nachdem man ihr für ihre Hilfe gedankt hatte wieder ihres Weges, die Obernstraße entlang ,in Richtung des Marktplatzes und des Weihnachtsmarktes.Ein müsse ein Wunder gewesen sein, das sie zu diesem Zeitpunkt dort lang kam, und das Mädchen fand.

Nun“, sagte die Stimme „Dein Werk ist getan,lass uns zurück gehen.“

Und sie gingen am Weihnachtsmarkt vorbei, in Richtung Schnoor.

*Was war das für eine Aufregung! Den ganzen Tag wuselten Zweibeiner durch den Schnoor,zwischen ihnen immer wieder Polizisten, die an jede Tür klopften , und die Leute fragten, ob sie etwas gesehen hatten.Es konnte doch nicht sein, das die Figuren so mir nichts ,dir nichts gestohlen worden waren.

Doch niemanden gelang es eine Spur zu finden.Timmy juckte es , selbst Untersuchungen anzustellen, doch letzten Endes beschloss er es den Zweibeinern zu überlassen. Statt dessen machte er sich gegen Abend auf einen Rundgang mit Toby durch´s Innenstadtrevier.

Als sie so von der Violenstraße über den Domshof in Richtung Marktplatz liefen, sahen sie im Bereich des Weihnachtsmarktes eine Junge Frau, die langsam und verstörten Blickes dort entlang lief , und der verschwundenen Marienfigur erstaunlich ähnlich war...aber nein Blödsinn!

Und sie liefen weiter.

Es war schon dunkel ,als Timmy sich wieder auf seinen Lieblingsplatz auf dem Dach gelegt hatte.Er war trotz Kälte grade ein wenig eingedöst , als er unten Geräusche vernahm. Lief da jemand durch die stillen Gassen?Timmy ging soweit an den Rand des Daches , wie es ihm möglich war, und sah hinunter, doch er konnte nicht erkennen , wer oder was sich dort bewegte.

Plötzlich leuchtete grell ein Licht auf, dann war es wieder dunkel.Timmy stutzte.War es nicht , bevor die Figuren verschwanden auch?...

Mit diesen Gedanken ging Timmy nach Unten.

Am nächsten Morgen herrschte wieder großer Aufruhr und wieder standen alle vor Krippe.War etwa noch eine Figur daraus verschwunden?Timmy, Emma und Toby liefen mit Günther und Helena dort hin.

Doch nein, es fehlte nichts, im Gegenteil, die verschwundenen Figuren waren wieder da!Timmy trat näher an das Krippenspiel heran, und kurz war es ihm, als ob die Marienstatue ihn ansah und leicht zwinkerte.

Wie durch ein Wunder waren die Figuren verschwunden, und wie durch ein wunder waren sie wieder da, als wären sie nie weg gewesen.

Nun ja“, meinte Timmy bei sich“Es ist Weihnachten.Genau die richtige Zeit für Wunder!“


Ende

Sonntag, 8. März 2020

Die Brebolde-Teil 9

Ist lange her, viel zu lange ,aber nun geht es weiter ,und soll auch öfter weiter gehen. Hier zunächst der letzte Teil und was bisher geschah, und dann die aktuelle Fortsetzung der Brebolde

(Im Link auch die anderen Teile)



Achter Teil:Skorpion

Das Geheimnis des Heiligen

Entsetzt blickte Umbo auf die heran donnernde Steinkugel und den triumphierend grinsenden Zauberer auf der anderen Seite.

Dann bemerkte er die Nische im Mauerwerk. Schmal , aber ausreichend.

„Hier lang, und da hinein!“, brüllte er seinen Gefährten zu, und lief zu der Nische, die zur Violenstrasse hin lag.

Die Freunde folgten ihm, und quetschten sich hinein. Keine Sekunde zu spät, wie sich heraus stellte, denn im nächsten Moment rauschte die Kugel an ihnen vorbei, wobei sie das Mauerwerk oberhalb touchierte, und Putz rieseln ließ. Dann rollte sie auf den nun erschrockenen Astralus zu, der sich nicht anders zu helfen wusste, als mit einem Blitz aus seinen Händen die Kugel zerplatzen zu lassen.

In dem Gewirr, und der dichten Wolke aus Staub, nutzten die Gefährten die Gelegenheit zur Flucht.

Sie liefen die Violenstrasse entlang, und bogen in die Randstrasse ein, durch die sie schließlich hinter der Glocke und dem Dom ankamen.
Jo faltete das Pergament auseinander, das sie immer noch in der Hand gehalten hatte, und las, was dort stand:
„Der Stein des Skorpions kommt hervor, unter der Obhut des Juxmajor“
„Oh, da sind wir ja fast da!“, entfuhr es dem Mädchen „Da müssen wir zum Bibelgarten des Doms.“

„Wer ist denn der Juxmajor?“, fragte Umbo, der ebenfalls einen Blick auf das Pergament getan hatte.“
„Das ist die staue von Jakobus dem Älteren oder Jakobus Major. Im Volksmund wurde Jux-Major daraus. Die Figur erinnert an den biblischen Jakobus, der den Spaniern die Lehren Jesus gebracht haben und in Santiago de Compostela begraben sein soll.Daraus entwickelte sich die Pilgerbewegung des Kreuzweges.“

Sie  brachen also auf zum Bibelgarten und brauchten auch nicht lange  nach der Figur zu suchen. mehrfach umrundeten sie sie.
„Wo könnte er sein?“, sinnierte Jo „in seiner Obhut“...
Ihr blick blieb unwillkürlich an der Amphore haften, die der Heilige in der rechten Hand hielt, und dann starrte sie an den unteren Teil des Gefäßes.
„Ist da etwa...?“
Sie drehte vorsichtig das Standbein der Amphore, und Staub rieselnd bewegte es sich. sie drehte weiter, und schließlich lag es auf ihrer Hand, zusammen mit einem Päckchen.
„Der Stein“, sagte Umbo
Jo wickelte das Päckchen aus, und reichte Umbo den Stein. Der reichte ihn Gabbo
„bring ihn nach unten!“
Der Angesprochene nickte, und begann hinab zu sinken. doch es  klammerte sich etwas an ihn, und kam mit ihm. die Freunde sahen sich an.

Umbo fasste sich als erster.
„Etwas fährt mit nach unten und dringt in unser Reich ein. Wir müssen runter und Gunnlaug warnen,...




Sonntag, 22. Dezember 2019

Zum vierten Advent:Zwei Geschichten zum Thema Weihnachtsmarkt.

Zunächst denke ich da an einen gewissen Kater, und sein Abenteuer auf dem Bremer Weihnachtsmarkt:

http://schumt5.blogspot.com/2018/12/storyboard-weihnachtsclassic-ein-kater.html

Und dann war da noch jener junge Mann,dem von einem Fremden der Geist von Weihnachten gezeigt wurde:

https://schumt5.blogspot.com/2015/12/der-geist-der-weihnacht.html

Und vielleicht noch eine kleine Weisheit zum Fest:
An Weihnachten kommt es nicht darauf an, was man bekommt, sondern, was man von sich selber gibt,(aus ALF)
In diesem Sinne ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest ,und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Sonntag, 15. Dezember 2019

Zum 3.Advent:wie ein Einhorn zum Rentier wird-oder Weihnacht auf den traumwiesen

Liebe Leser ,kennt ihr die Traumwiesen?Jenen magischen Ort ,an dem Elfen ,Zwerge, Kobolde, Trolle und Einhörner wohnen-und die Hüterin letzterer,die Dragqueen Tamora. Lasst euch zu Weihnachten noch einmal dorthin entführen... 


Weihnacht auf den Traumwiesen

Es war der 23.Dezember.die Traumwiesen und der dazu gehörige Wald lagen unter einer weißen Decke. Ein Paar Flocken torkelten vom Himmel, dessen strahlendes Blau von großen fluffigen weißen Wolken unterbrochen wurde.

Durch den Traumwiesenwald stapfte eine große, schlanke Gestalt mit grünen Haaren, einem gelben Fellmantel über einem violetten Wollkleid, und Beinen, die in roten Strumpfhosen, und lila Boots steckten. Sie trug eine große, prächtige Nordmanntanne über die Schulter.

Tamora lieferte den Tannenbaum für alljährliche Traumwiesen-Weihnachtsfeier zur großen Lichtung, wo sie schon von den elfen erwartet wurde.

„Hier ist er. Ist er nicht prächtig?“, rief sie den kleinen Freunden fröhlich zu. „Wo soll er hin?
„Hier in die Mitte“, sagte Taukind, der die Leitung der Vorbereitung übernommen hatte, und die emsig hin und her wuselnden elfen und Kobolde so es ging koordinierte.
Tamora stellte den Baum an der bezeichneten stelle ab, und in einen reich verzierten Baumständer, der sich danach automatisch schloss.

Die Elfen kamen herbei, und stellten mehrere schwere Kisten um den Baum herum. Sie öffneten sie und wiesen mit den kleinen Fingern nach Oben. Schon entschwebten ihnen Kugeln, Lametta und kleine  Figuren, schmückten im nu den Baum. Ein Elf schwebte ganz nach Oben, und setzte eine goldene Spitze auf die Tanne Dann öffneten die Elfen die Handflächen, und bunte Lichter schossen aus ihnen heraus, die sich wie Kerzen auf den Baum setzten.

„Wunderschön!“  rief Tamora begeistert, und klatschte in die Hände.
„Da steht einer schönen Weihnachtsfeier ja nichts mehr im Wege!“
Beschwingt ging sie nach Hause, versorgte die Einhörner, und gönnte sich vor dem Zubett-  gehen noch einen Glühwein.

Am nächsten Morgen stand sie gut gelaunt auf, wusch sich, und ging hinaus, um die Einhörner zu versorgen
Ein Krachen und ein verzweifeltes Fluchen unterbrachen sie dabei.“

„Oh je Rudolph“, sagte eine tiefe Stimme „Doch nicht gerade jetzt!“

Tamora folgte ihr, und stand plötzlich vor einem großen Schlitten, der von Rentieren gezogen wurde, und davor- aber nein, das konnte doch gar nicht…doch er war es!
„Der Weihnachtsmann?“ rief sie erstaunt.
Der dicke Mann im roten Mantel mit weißem Rauschebart drehte sich um.

„Oh, Ähem tut mir Leid, aber mein Rentier lahmt.“
Und er zeigte auf ein Tier mit leuchtend roter Nase, das er ausgeschirrt hatte, und das nun auf die beiden zuhumpelte.
„Und ausgerechnet das Leittier, wo ich doch jetzt Geschenke  verteilen muss.“
„Tja, da hast du wirklich ein Problem- aber wart mal, ich hab´ da eine Idee!“
Und Tamora stieß einen melodischen Pfiff aus, worauf ein Einhorn herbei kam.
„nimm erstmal dieses Einhorn“
„aber kann denn ein Einhorn einen Schlitten ziehen?“
„Warum denn nicht? Mit den ‚Rentieren wird es schon klar kommen, und ich kümmere mich derweil, um dein verletztes Tier. Heute Abend, wenn du wieder kommst, wird es wie neu sein.“

Tamora nahm das Einhorn in den arm, und flüsterte ihm etwas ins Ohr .Es schnaubte verstehend, und sie führte es zum Schlitten. Der Weihnachtsmann hatte nun keine Wahl mehr und stimmte zu.

Anfänglich waren die Rentiere argwöhnisch, doch das legte sich schnell, und schließlich hob der Schlitten ab. Tamora nahm das Rentier, und winkte dem davon fliegenden Weihnachtsmann.

Am Abend schließlich begann die Weihnachtsfeier. Es duftete nach Lebkuchen, Glühwein und Plätzchen, und der Weihnachtsbaum strahlte weithin prächtig, so das er auch vom Weihnachtsmann gesehen wurde, der direkt darauf zu flog. Er kreiste einmal um den Baum, und landete schließlich auf der Lichtung, auf der sich elfen, Zwerge, Kobolde, Feen und die Tiere des Waldes versammelt hatten.

Der Weihnachtsmann sprang kam, und lief auf Tamora zu, die mit dem Rentier kam.
„Danke“, sagte er „ du hast mich gerettet „Dein Einhorn hat wirklich einen prima Job gemacht „
„Freut mich.Und hier, wie versprochen dein Rentier ganz gesundes hat schon sehnsüchtig auf euch gewartet.“

Die Tiere wurden getauscht. Tamora nahm das Einhorn in den Arm, und flüsterte ihm “Gut gemacht“ ins Ohr.

„Nun, ich hab noch viel zu tun Heut Nacht“, sagte der Weihnachtsmann
„Aber auf einen Glühwein kannst du doch wohl noch hier bleiben“
„Ich denke schon“

Und der Weihnachtsmann setzte sich zu ihnen, und so wurde es  eine  schöne Weihnachtsfeier auf den Traumwiesen.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Zum ersten Advent: Thommy rettet 'Weihnachten

Eine kleine Wiederholung zum einstieg in die Vorweihnachtszeit:die Geschichte vom jungen, dem der Weihnachtsmann durchs Dach fällt.Viel Spaß und schönen ersten Advent!


Es ist der Tag vor Heiligabend. Thommy ist allein zu Haus. Die Eltern sind ausgegangen. Nach dem Einkaufs -und Vorbereitungsstress der vergangenen Tage, wollen sie sich einen Abend miteinander gönnen, und werden spät zurück sein. Für Thommy ist das kein Problem. Er ist Zwölf Jahre alt, aber für sein Alter sehr selbstständig, und ,da beide Elternteile arbeiten, es auch gewohnt mal allein Zuhause zu sein. Er hat die Aufgabe übernommen, noch für etwas Schmuck in der Wohnung zu sorgen. 

Er ist klein, untersetzt, hat braunes Haar, blaue Augen, und trägt eine Brille.
Nun sitzt er im Wohnzimmer, und ist mit Bastelarbeit beschäftigt. Prächtig leuchtet schon der Weihnachtsbaum, der Fernseher läuft nebenher, und Kakao und Kekse stehen neben ihm auf dem Tisch. Draußen beginnt der Abend zu dämmern.

Grade hat er die Arbeit an einem großen Strohstern beendet, und betrachtet zufrieden sein Werk, da rummst es plötzlich Oben.
„Das kam vom Dachboden. “, sagt er zu sich selbst, steht auf, und läuft die Treppe nach Oben hoch.

Schon ist er an der Bodentür angekommen. Er schließt auf, öffnet die Tür, und tritt ein, doch schon nach einem Meter bleibt er abrupt stehen. Ungläubig starrt er auf das Bild, welches sich ihm bietet.

Im Dach befindet sich ein großes Loch, und darunter, vor ihm, zwischen den hier gelagerten Kartons, liegt eine massige Gestalt im roten Mantel und Hose, sowie schwarzen Stiefeln. Die rote Zipfelmütze liegt neben ihm. Offensichtlich ist die Person bewusstlos.

Mit großen Augen tritt er langsam näher, dreht den, durchs Dach gefallenen, mit etwas Mühe auf den Rücken, und bekommt nun ein volles, rundes gutmütiges Gesicht mit weißem Rauschebart, und roter Knollennase zu sehen.

„Aber das ist doch…“, entfährt es ihm …„das gibt`s doch gar nicht!“
Vor ihm liegt der Weihnachtsmann!
Mit vor Staunen offenen Mund sieht er auf den bewusstlosen Fremden, und dann hoch zu dem Loch im Dach, durch das Schneeflocken herein fallen.

Vorsichtig rüttelt er den Ohnmächtigen an der Schulter, dann ein bisschen stärker. Schließlich regt der sich, stöhnt mit tiefer Bass-Stimme, und beginnt sich langsam zu erheben. Behutsam betastet er seinen Kopf.

„Ooh“, stöhnt er „Wie komm´ ich denn hier her?“ Er sieht an sich herab. „Und was soll der Aufzug?“
Thommy weist nach Oben
„Sie sind da durch gefallen, Herr…ääh…Weihnachtsmann.“
„Weihnachts…was? Was…was soll das, Wie komm´ ich in dieses Kostüm?“
„Aber das tragen sie doch immer. Offen gesagt hätte ich nicht gedacht, dass es sie wirklich gibt. Na ja, sie wissen schon den Weihnachtsmann. “
„Ich bin nicht der Weihnachtsmann. Ich heiße…“, Er überlegt kurz, dann sieht er eine Karte, welche sich unter den Dingen befindet, auf die er gefallen ist. Er hebt sie auf und liest sie.

„Siehste, muss mir aus der Tasche gefallen sein. Also, ich heiße Heinz Brunner, und bin Händler für exquisite Weine. Wo bin ich hier eigentlich?“

„In unserer Wohnung in der Karlsbader Strasse“
„Aber was mach´ ich denn hier? Habe ich dir was verkauft?“
„Bestimmt nicht, sehe ich alt genug aus, um Wein zu kaufen? Noch mal:Sie sind hier durchs Dach gefallen“
„Papperlapapp. Na, erst mal muss ich aus diesem albernen Kostüm raus, und was vernünftiges Anziehen.“

Und er steht auf, um an dem völlig verdutzt schauenden Jungen vorbei durch die Tür, und nach unten zu gehen.

Thommy steht noch wie vom Donner gerührt, als plötzlich goldene Funken durch das Loch in den Dachboden sprühen, und eine quäkende Stimme „Banzaii!“ ruft, worauf etwas in einem eleganten Sprung vor ihm landet, und sich erhebt.

Wenn er gedacht hatte, der Weihnachtsmann, der durchs Dach herein fällt, wäre das ungewöhnlichste, das er in seinem Leben bisher erlebt hat, dann wird Thommy nun sofort eines besseren belehrt. Was vor ihm steht, toppt den Weihnachtsmann noch einmal.

Der Neuankömmling ist etwa so groß wie er selbst, hat ein rundes Gesicht mit großen blauen Augen, spitzer Nase, einem breiten Mund, und großen, spitz zulaufenden Ohren. Er trägt eine rot-weiß geringelte Zipfelmütze mit grünem Saum, ein Rot-Weiß geringeltes Hemd mit grünen Manschetten und Kragen, eine grüne Hose und schwarze Stiefelchen.

Während er sich vollständig erhebt, und den Staub abklopft, sagt er zu sich selbst:
„Und ich hab ihn noch gewarnt. Nicht soweit rauslehnen, hab` ich gesagt, aber man hat es ja nicht nötig auf mich zu hören, und jetzt…“

Sein Blick fällt auf den Jungen, der ihn mit großen Augen, und offenem Mund anstarrt.
„Oh Oh“, meint er „Das sollte eigentlich nicht passieren.“
„Was sollte nicht passieren?“
„Das du mich gesehen hast, wir sollen nämlich möglichst inkognito arbeiten. Aber gut, da es jetzt nicht mehr zu ändern ist, hier ist doch jemand durchs Dach gekracht .Groß, füllig, roter Mantel, rote Mütze, weißer Bart?“

„Äh, sie meinen sicher den Weihnachtsmann. Ja, der  ist hier durchgefallen, aber ich glaub´ er hat sein Gedächtnis verloren. Er glaubt jetzt, er wäre ein Weinhändler. Ist auf einen Karton gefallen, in dem Papiere waren, darunter diese Karte von dem Brunner. Mein Vater hat da schon mal gekauft, glaub ich.“

„Oh nein“, ächzt der Besucher „Das hat noch gefehlt. Was für´n Schlamassel. Waren grade auf Probefahrt, haben den neuen Schlitten eingefahren, und dann wurde er übermütig.“
„Es steht wohl sehr schlimm?“, fragt Thommy vorsichtig.
„Sehr schlimm? Da ist eine Katastrophe. Weihnachten steht auf dem Spiel. Weißt du, wo er  jetzt ist?“

„Er wollte sich etwas anderes anziehen. Dann ist er wahrscheinlich an Vaters Kleiderschrank.“
„Klingt logisch. Dann los, ich heiße übrigens Blix, Vorarbeiter der Weihnachtselfen.“
„Ich heiße Thommy, und wohne hier. aber wenn du ein Elf bist, hast du dann nicht so was, wie magische Kräfte, mit denen du sein Gedächtnis wieder zurück zaubern kannst?“
„Nein, da werden wir Weihnachtselfen überschätzt. Ich kann Dinge versetzen und reparieren, und mich selbst transportieren, aber ein ramponiertes Gedächtnis zurecht rücken kann ich auch nicht. Komm, gehen wir!“

Sie laufen die Treppe hinunter, und ins Elternschlafzimmer, in dem sich tatsächlich der Weihnachtsmann befindet, der sich nun Heinz Brunner nennt, und Anzüge von Thommys Vater anprobiert.

„Ah, hallo Chef!“, ruft Blix „Gut das ich sie gefunden hab´. Kommen sie, wir müssen zurück zum Schlitten, sie wissen schon Weihnachten…Wie sehen sie denn aus?“
„Was heißt hier, wie sehen sie denn aus?“, gibt der angesprochene zurück. „Das müssen sie nun grad sagen, in ihrem merkwürdigen Aufzug. Vielleicht sollten sie auch mal zum Schönheitschirurgen, wegen ihre merkwürdigen Ohren.“
„Merkwürdige… was? Hallo, ich bin ein Weihnachtself?“

„Ein Weihnachtself was? Für dumm verkaufen wollen sie mich auch noch, und nennen sie mich nicht Chef!,Ich kenne sie ja nicht mal!“
„Aber ich bin´s  doch, Blix!“
„Ich kenne keinen Blix!“
„Aber doch natürlich. Ich bin Blix der erste Weihnachtself, und sie sind der Weihnachtsmann .Und morgen ist Weihnachten!“

„Ich habe diesem Jungen schon gesagt, der mich ebenfalls dafür hielt, dass ich nicht der Weihnachtsmann bin.“
„Doch, das sind sie, und sie müssen jetzt mitkommen, denn ohne Weihnachtsmann gibt es kein Weihnachten!“
„Dann besorgen sich einen, aber woanders, und lassen sie mich in Ruhe. Ich muss jetzt in mein Geschäft. Hab ´eh schon zuviel Zeit verplempert. Wenn ich nur wüsste, wie ich überhaupt hierher  gekommen bin.“
Spricht`s, schreitet im neuen Anzug von Thommys Vater an ihnen vorbei, und geht nach Unten zur Haustür hinaus.

Blix schlägt sich mit der Hand vor die Stirn, lässt sich aufs Bett fallen, und stöhnt:
„Au Mann, jetzt haben wir wirklich ein Problem.“
„Und was tun wir jetzt?“, fragt Thommy
„Wir? Aber gut, du steckst eh schon drin, und ich kann Hilfe gebrauchen. Na ja, wir müssen ihm nach. Was hat er gesagt? Er muss in sein Geschäft.“

„Die Adresse müsste auf der Karte stehen, die er gefunden hat, aber die kann man noch auf andere Weise rauskriegen, komm“
Und er führt den Elf in sein Zimmer, und vor seinen PC. Die Suchmaschine anwerfen, und die Adresse finden, ist eine Sache von Minuten.
„Ah, Obernstrasse 45, das ist in der Innenstadt. Aber wie kommt er wohl dahin?Obwohl Paps hat immer Kleingeld in seinen Anzügen, da wird er wohl die Straßenbahn nehmen. Die bessere Frage ist. Wie kommen wir dahin?“

„Oh, kein Problem“, meint Blix. „Wir nehmen den Schlitten. Geh schon mal vor die Tür. Ich bin gleich da.“
Damit löst sich der Weihnachtself in einem goldenen Funkenregen auf. Thommy zögert nicht, zieht sich an, und geht nach draußen. Kaum hat er die Tür hinter sich geschlossen, da erscheint schon Blix mit dem Schlitten.
„Einsteigen, und dann geht´s sofort los!“ Thommy tut wie ihm geheißen, und gleich danach hebt der Schlitten ab.

Es ist schon einmerkwürdiges Gefühl im Schlitten des Weihnachtsmannes zu sitzen, aber Thommy geniest es. Bald sind sie über der Innenstadt, wo die Buden des Weihnachtsmarktes in festlichen Farben leuchten. Sie drehen eine Runde um den prächtig geschmückten Tannenbaum, und fliegen dann zur Obernstrasse.

„Da“, ruft Thommy, und zeigt auf ein einzeln stehendes, altes Gebäude. „Das muss es sein!“
Tatsächlich. “Weinhandel Brunner“ ,steht auf einem Schild, das an einer geschmiedeten Angel an zwei Ketten hängt.

Sie gehen auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude nieder, und stellen den Schlitten neben einem Mercedes ab. Als sie aussteigen, kommen ein Paar Passanten vorbei, die das Vehikel staunend ansehen.

„Äh, Werbeeinlage“, ruft Thommy den Leuten zu, und  ihren befremdeten Blicken auf Blix begegnend: „Kleinwüchsige Schauspieler als Weihnachtselfen.“
„Kleinwüchsi…“, will der Elf beleidigt einwenden
„Ich will mir mein Kostüm grad besorgen“, unterbricht Thommy, und zerrt den murrenden Blix mit sich in Richtung Laden.

„Du möchtest doch unerkannt bleiben“, raunt er ihm zu.
„Ja, aber ich bin immerhin der größte aller Weihnachtselfen“, mault der Elf.
„Und doch nicht größer als ich…oha, das ging ja noch mal gut.“
Er wäre beinahe auf einer gefrorenen Pfütze ausgerutscht.

Als sie den Laden betreten, sehen sie Heinz Brunner, alias der Weihnachtsmann in Diskussion mit dem Ladenpersonal.
„Was soll das heißen, ich kann nicht ihr Chef sein?“
„Das heißt, sie sind nicht Heinz Brunner“, sagt ein Mann, Mitte Vierzig, der ihm zunächst steht. „Wir kennen schließlich unseren Chef, und der ist im Urlaub in der Schweiz.“
„Das ist Unfug, ich bin Heinz Brunner. Ich habe schließlich auch diese Karte“
„Die besagt gar nichts.“
„Jetzt reicht´ s aber, sie sind entl…“

„Äh, Auszeit“, meldet sich Blix, und packt den vermeintlichen Weinhändler am Arm.
„Kommen sie doch mal kurz raus.“
„Sie schon wieder !“
„Ja, ich schon wieder, kommen sie“
„Aber ich habe ihnen doch schon gesagt, das ich nicht der…“
„Schon gut, wissen wir“, sagt Thommy, „Aber wir können ihnen helfen zu beweisen, das sie Brunner sind“ und er nickt dem verdutzt dreinblickenden Verkäufer unauffällig zu.
„Aber das können sie doch auch hier tun“
„Äh, Nein“, meint Blix, der verstanden hat „Draußen ist jemand der bezeugen kann, dass sie der Weinhändler sind, aber er möchte sie persönlich sprechen, unter vier Augen.“

Noch zweifelnd kommt Brunner /Weihnachtsmann mit heraus. Beim Verlassen des Geschäfts, lässt er versehentlich die Tür einem eintretenden Kunden an den Kopf fallen.
„Oh, Verzeihung“, ruft er zurück, aber zu Thommy gewandt: „Andererseits erhöhen kleine Schläge auf den Hinterkopf ja das Denkvermögen.“

„Kleine Schläge auf den Hinterkopf“, sinniert der Junge "Ein Schlag auf den Kopf, ein Schlag auf den…“
Er zuckt zusammen, und sagt dann laut:
„Oh, ich hab´s“

In diesem Moment fragt Brunner /Weihnachtsmann ärgerlich;
„Wo ist denn nun der Zeuge?“
„Kommen sie hier lang“, meint Thommy, und drängt ihn in Richtung jener Pfütze, auf der er beinahe ausgerutscht wäre, und auch: der angesprochene kommt ins Rutschen. Thommy gibt noch einen kleinen Schubs, und er  fällt der Länge nach hin, mit dem Kopf auf den Schneebedeckten Asphalt.Blix kann grade noch ausweichen.

„Was sollte das?“, quengelt er
Ich glaube, das sollte reichen“, meint Thommy zufrieden
„Sag mal…“
„Hey Blix, kannst du mir mal aufhelfen, und was mache ich hier auf einem Parkplatz  in diesem Anzug?“
Der Elf wirbelt herum
„Chef“, ruft er erfreut, „sind sie wieder bei sich?“
„Was heißt wieder bei mir, war ich denn weg?“

„Erkläre ich später, jetzt müssen wir erstmal los. Das ist übrigens Thommy. Sind sie sonst wohlauf?“
„Ja, ich habe nur schreckliche Kopfschmerzen.“
„Das gibt sich,wenn wir unterwegs sind.“
Sie besteigen schließlich den Schlitten, und fliegen los.

„Wir müssen erst den Jungen bei sich Zuhause abliefern. Ihre richtigen Sachen sind übrigens auch dort. Sie sind dort durchs Dach gefallen. erinnern sie sich?“
„Dunkel. N´ bisschen zu weit rausgelehnt, und etwas zu rasant geflogen.
Junger Mann, kann es sein, das du mich absichtlich hast ausrutschen lassen?“
„Ähm ja. Ich dachte, bei dem Sturz durch unser Dach sind sie auf den Kopf gefallen, und verloren danach das Gedächtnis, da müsste ein weiterer Schlag auf den Kopf es wieder zurückbringen.“

„Ein prächtiger Einfall“, lacht Blix
 „Ja, in der Tat“, sagt der Weihnachtsmann schmunzelnd.
Schließlich kommen sie wieder vor Thommys Haus an.
„Ich glaube, wir müssen das noch reparieren“, sagt der Weihnachtsmann, als sie über dem Haus sind, und weist auf das Loch im Dach. Zusammen sollten wir das schaffen.“
Blix nickt. Er hält den Schlitten über dem Haus an. Er und der Weihnachtsmann strecken die Hände aus.

Goldener Regen prasselt auf das Dach nieder, und nach und nach repariert sich der Schaden von selbst. Schließlich wirkt es, als wäre das Loch nie da gewesen.
Blix landet den Schlitten. Sie steigen aus, und betreten das Haus. Kurze Zeit später kommen sie wieder heraus. Der Weihnachtsmann trägt nun wieder seinen roten Mantel, Hose und die Mütze, wie man es kennt.

„Nun“, meint der Weihnachtsmann, nach einem Blick auf eine goldene Taschenuhr. „Mitternacht ist nicht mehr weit hin. Bald Heiligabend.“
Dann reicht er dem Jungen die Hand.
„Ich glaube, ich muss mich bei dir bedanken“
„Ja“, sagt Blix, und reicht ihm ebenfalls die Hand „Man kann es nicht anders sagen, aber du hast Weihnachten gerettet.“
„Oh, äh, keine Ursache“, meint Thommy
„Nein junger Mann, du hast da etwas ganz besonderes geleistet, und nebenbei, dem, Weihnachtsmann eine ordentliche Beule verpasst.“
Er greift in seine Manteltasche, und holt eine Karte hervor.
„Das mit der Karte hat mir gefallen.“
Er fährt mit der Hand über die Karte, und reicht sie ihm. Sie ist jetzt aus Gold.  Blix und der Weihnachtsmann sind nun darauf zu sehen, von Tannenzweigen umgeben.

„Das wird dich immer an diesen Abend  erinnern. Fröhliche Weihnachten“
Dann nimmt er in seinem Schlitten Platz, den er nun selber fliegt, den vergnügten Blix neben sich. Sie fliegen einmal  um ihn herum, und winken ihm zu. Thommy winkt zurück
„Frohe Weihnachten“, ruft er nach Oben, und dann entschwindet der Schlitten schließlich am Horizont.

Das wird mir keiner glauben, denkt Thommy, und  lässt sein Abenteuer geistig noch einmal Revue passieren. Schließlich geht er ins Haus, in dem Gefühl, das das Morgen ein besonders schönes Weihnachtsfest wird.

ENDE



Dienstag, 29. Oktober 2019

Zur Einstimmung auf Halloween:Die Geisterkogge

Eine hanseatische Gespenstergeschichte,die hier vor fünf Jahren schon einmal veröffentlicht wurde

Habe ich euch schon einmal von der Geisterkogge erzählt? Nun gut, dann tue ich es jetzt. Es muss voraus geschickt werden, das Bremen ja eine Hansestadt ist, und sich die Kaufleute im 14.Jahrhundert zum Transport von Waren der Koggen bediente. Jener bauchigen Schiffe mit einem Segel und 20-25 Metern Länge, von denen es Heute Nachbauten gibt, wie die „Roland von Bremen“.

Um eine solche Kogge geht es auch in dieser Geschichte. Allabendlich kann man sie beobachten, wie sie die Weser hinauf fährt .Scheinbar von unsichtbarer Hand gelenkt, weil kein Mensch an Bord zu sehen ist, und weil auch ,wenn kein Wind oder nur ein laues Lüftchen weht, das Segel stets gebläht ist.

„Trutz Blanke Hans“, steht an ihrer Seite , in, mit Blattgold verzierten, verschnörkelten Lettern. So gleitet sie in der Dunkelheit durch das Wasser der Weser.Staunend beobachtet von jenen, die Beruf oder Gewohnheit noch draußen sein lässt.

Schließlich legt sie an der Schlachte an, und wer sie dort liegen sieht, fragt sich, wie sie es mit ihrem Mast geschafft hat, unter der Brücke hindurch zu kommen.

Und nun? Da regt sich  etwas an Bord. Gestalten beginnen das Schiff zu entladen, und Ballen und Felle an Land zu schaffen, wo sie verschwinden.

Und immer, wenn die Kogge vor Anker liegt, geht durch die engen Gassen des Schnoor, der bekanntlich in früheren Zeiten das Kapitänsviertel war, ein Mann in altertümlicher Gewandung. Groß, massig und kräftig, mit einem grobschlächtigen, wettergegerbten Gesicht, dessen untere Hälfte ein wilder, struppiger Bart bedeckt.

Vor einer Schänke bleibt er stehen, und kehrt dann ein, auch wenn geschlossen ist. Der Wirt kennt schon den unheimlichen Gast, der stets einen Humpen Wein bestellt ,und eine Goldmünze auf den Tisch wirft.

Dann sitzt  er dort, eine halbe Stunde vielleicht, und ist, wenn der Wirt mal wieder nach ihm sieht, verschwunden. Der Humpen aber, steht noch wohl gefüllt auf dem Tisch.

Nun, eines Tages blätterte unser Wirt im Schnoor in alten Archiven der Schänke. Dabei fand er ein Bild, das aufs Haar seinen seltsamen, regelmäßigen Gast zeigte, und er erschauerte. „Hauke Stehnsen, der fluchende Kapitän, 1374“, stand darunter zu lesen. Ein roher Geselle war er, wusste die Chronik zu berichten, wie auch seine Mannschaft der „Trutz blanke Hans“ ,die gerade zu berüchtigt war. Bedenkt man, das in jenen Zeiten sowieso auf See raue Sitten herrschten, so mochte dies und die Bezeichnung „fluchender Kapitän" schon etwas heißen, und so war es auch.

Er und seine Mannschaft waren Trunk, Spiel und Vielweiberei über Gebühr zugetan, ebenso allem, was schnelles Geld versprach, z.B. das einbehalten von Fracht und Verkauf auf eigene Rechnung .Klar ,das da auch ein entsprechender Umgangston unter ihnen herrschte, aber wenn Stehnsen zu fluchen begann, und das war oft der Fall, sollen sogar die Wände rot geworden sein. Daher sein Beiname.

Eines Nachts nun, waren sie auf dem Rückweg von Nowgorod nach Bremen bereits in der Wesermündung .Es herrschte gerade ein Gewitter, und entsprechend schwer war die See. Da trat der Kapitän, vom Weine reichlich berauscht, an die Reeling des schaukelnden Schiffes ,sah nach oben in den dunklen, wolkenverhangenen Himmel, und schrie mit donnernder Stimme in die ,Regen und Wind gepeitschte ,Nacht:

“Gott, willst du mich hindern ,mein Ziel zu erreichen? Ich fürchte dich nicht ,Ich verlache dich! Willst du mir nicht helfen, so mag mich der Teufel nach Bremen bringen, ich bringe meine Fracht ans Ziel!“

Ob es die Strafe für seine gotteslästerliche Flucherei war oder Laune der Natur: Plötzlich blitzte es vom Himmel grell auf ,der Blitz fuhr in den Kapitän, und es brach ein Unwetter auf, wie man es vorher nie gesehen hatte.

 Stehnsens Schiff kenterte und Versank mit Mann und Maus, und nachdem das geschehen war, beruhigte sich das Wetter plötzlich.

Seit dieser Zeit ,berichten die Chroniken von der unheimlichen Kogge, die beständig die Weser herauf fährt, um zu halten, was ihr Kapitän einst versprach, und ihre Ladung abzuliefern.

Und so kann man sie auch heute noch sehen, Kapitän Stehnsens Geisterkogge.

Sonntag, 2. Juni 2019

Der Bremer Stadtkater: Der Mops ,der zuviel wusste

Lang hat´s gedauert, aber hier ist es nun: Timmys vierzehntes Abenteuer.Viel Spaß!


Die Sonne ging auf. Das erste Sonnenlicht des Tages tauchte den Schnoor in gleißendes Rotgold. In den engen Gassen begann das rege Treiben der Händler, die ihre Geschäfte öffneten.

Von der Bäckerei zog der duft frisch gebackener Brötchen durch die Strassen, und vermischte sich mit dem des Kaffees, der allenthalben gebraut wurde, zog nach oben , über die Dächer, von denen eines besetzt war, und zwar von einem schwarzen Kater, der gemächlich dort Oben lag, die erste Fütterung verdaute, und den Blick von dem treiben unten über das blaue Band der Weser schweifen ließ.

Hier Oben war Timmys Lieblingsplatz, und er verbrachte viel Zeit hier Oben. Er konnte hier gut abschalten, in den Tag hinein träumen,  oder die Zeibeiner unten beobachten, und ihre seltsamen Rituale. Das mit den kleinen Kästen,, die sie vor ihre Augen hielten, und danach lachend hinein sahen, hatte er immer noch nicht ganz verstanden, obwohl ihm zumindest schon einmal klar war, das, auf welche Weise auch immer, Bilder von ihnen dort hinein kamen. Ulkig war allerdings, dass sie auch in diese Kästen  hinein sprachen. 

So lag er dort dösend und in Gedanken versunken, als plötzlich hinter ihm eine stimme ertönte:
„Morgen Timmy, Es gibt ein Problem“
Der Kater stand auf, und fuhr herum. Vor ihm stand Gesche, eine Siam-Katze, die ihm Revier sehr bekannt war. Sie erschien plötzlich und genauso schnell pflegte sie auch wieder zu verschwinden. Sie war geheimnisvoll. Niemand wusste, wo  sie her kam. Sie irgendwann halt einfach  da. Doch geheimnisvolles Getue oder nicht, sie hatte Timmy bei manchem Abenteuer bei gestanden und ihn mehrfach aus schwierigen Situationen gerettet.

„Gesche, was gibt´s?“
„ Hast du´s noch nicht gehört? Kaisen ist verschwunden.“
Kaisen war ein Hund, genauer gesagt ein Mops, und gehörte dem Pförtner des Rathauses. Stolzes Mitglied einer ganzen Linie von Rathauspförtner-Hunden, und entsprechend blasiert, im Grunde aber ein guter Kerl, und die wohl beste Informationsquelle im Revier.

„Verschwunden?“, fragte Timmy
„Ja, wohl seit gestern Morgen schon, sein Dosenöffner sucht ihn schon verzweifelt, die Smidts ebenso. Deshalb haben sie mich geschickt, dich zu holen. Sie haben sich daran erinnert, wie erfolgreich du bei Ansgar warst.

Smidt 1 und Smidt 2 lebten als Nachbarn von Kaisen im Rathaus. Sie waren Mäuse, welche in einer art Hassliebe mit dem Mops zusammen lebten, und hatten Timmy mit wertvollen Informationen über eine Mäusesekte im Bremer Dom helfen können, deren Anführer entführt worden war.

Timmy stand bereits auf allen Vieren.
„Dann los!“
Um das Rathaus zu erreichen, mussten sie  vom Schnoor aus zunächst schräg über die Straße, am alten Polizeihaus vorbei, die Domsheide entlang ,und am Dom vorbei.
Sie betraten das Rathaus, unbemerkt vom Pförtner, der gerade einen Steckbrief von Kaisen aufhängte. Gegenüber dem Pförtnerbüro lag das Mäuseloch der Smidts.

„Hallo Smidts, wir sind da!“, rief Timmy ins Loch
Zwei kleine Näschen reckten sich zuckend aus dem loch heraus, und ihre Besitzer kamen nach.

„Ah, Timmy, Gesche, gut, das ihr da seit. Wir sind schon ganz verzweifelt. Wir haben im ganzen Revier nach gefragt, aber keiner hat ihn gesehen.“
„Wann habt ihr ihn denn zuletzt gesehen?“
„Gestern Morgen, ganz kurz. Er wirkte so verstört, das wir darauf verzichteten, ihn, wie immer, zu beleidigen, und dann ging er einfach hinaus, und kam nicht wieder.“

 „Hattet ihr eine Ahnung, warum er so verstört wirkte?“
„Nein. Er sagte ja nichts“
„Also“, meinte Gesche „Wenn er nicht im Revier ist, wo kann er sonst sein?“
„Vielleicht können wir euch daf fagen“, sagte eine Stimme hinter ihnen, die Timmy bekannt vor kamen.

Sie fuhren herum, und standen zwei Katzen gegenüber, die einen ziemlich traurigen Eindruck machten.

Die Erste war grau getigert oder war es mal gewesen, bei dem Schmutz war es nicht mehr
richtig zu erkennen .Sein Fell war zerzaust und stellenweise räudig. Von einem Ohr fehlte die Spitze und er hatte nur ein Auge. Auch zwei Schnurrhaare fehlten.

Die andere in schwarzweiß sah nicht viel besser aus. Auch sein Pelz schien schon bessere Tage erlebt zu haben und er hinkte, da offenkundig das rechte Hinterbein wohl einmal gebrochen, nicht richtig behandelt geworden, und so in unnatürlicher Haltung zusammengewachsen war.

„Max und Moritz!“, rief Timmy
Es waren tatsächlich jene beiden Kater, die Timmy bei seinem Abenteuer Draußen auf der Mülldeponie kennen gelernt hatte. Sie hatten ihm damals geholfen wieder nach Hause zu kommen. Timmy hatte oft an die wilden Katzen vom Berg gedacht.

„Wie kommt ihr denn hierher, und wie geht´s den anderen von euch.“
„Den Umftänden entfprechend bftenf“, erwiderte  Moritz, der Schwarz-weiße
„Wir haben eine von den Handwerker- Stink-Kisten genommen, mit denen sie Schutt zu uns bringen. Wir haben ihre Gespräche belauscht, und wussten so, das sie in die Stadt fahren.“

„Was sind denn das für Dreckbeutel?“, quiekte es von unten
„Ah, ein kleiner fnack ist nicht fu verachten“, knurrte Moritz grimmig, und wollte nach den Smidts greifen, wurde jedoch von ‚Timmy  mit ausgestrecktem Vorderlauf gehindert.
„Äh, die werden nicht gefressen, das sind Freunde“
„Fo, komiffe fitten habt ihr ftadtkatfen, aber na gut“

„Und ihr wist, wo Kaisen ist?“ lenkte Gesche die Diskussion wieder in die Sachrichtung
„Denke schon“, meinte Max, „Ihr sucht einen Mops, der sich Kaisen nennt, und dem Rathauspförtner gehört? Nun, so einer ist bei uns, und hat uns eine abenteuerliche Story erzählt. Er wollte sich nicht bewegen lassen, mit uns zu kommen, darum hat Kuder uns geschickt, Timmy zu holen, damit er mit ihm redet.Er hat vor irgendwas Angst.“

Kuder, eine männliche Wildkatze, war der Anführer der wilden Katzen vom Berg
„Nun gut, aber wie soll ich denn dorthin kommen?“, fragte Timmy
„Auf dem selben Weg wie wir“, sagte Max „diese Handwerker fahren noch öfter zur Deponie und zurück.“
„Gut, dann sollten wir keine Zeit verlieren, und aufbrechen.“
Und ich, meinte Gesche, trommle schon mal die übrigen Mitglieder des Schnoor-Hilfskorps zusammen. Wenn er vor etwas Angst hatte, könnte es haarig werden.“
Und sie war verschwunden.

Timmy, Max und Moritz liefen mit den besten Glückwünschen der beiden Mäuse zu dem Handwerker-Fahrzeug, um die Fahrt zur Deponie anzutreten.
*
Nur ein paar Minuten, nachdem sie auf die Ladefläche des Lieferwagens aufgesprungen waren, und sich zwischen den Bauabfällen versteckt hatten, stiegen die Zweibeiner ein, und die Fahrt ging los. Sie verlief ohne besondere Vorkommnisse, und Zehn Minuten später waren sie da.

Nachdem das Fahrzeug abgefertigt war, ging es zum Abladeort. Die beiden Handwerker stiegen aus, und öffneten das Fahrzeug. Zusätzlich schoben sie auch die Schiebetür an der Seite auf. 

„Wenn sie von Hinten abladen, gehen durch die Seite raus“, flüsterte Max. die anderen Beiden nickten, und im nächsten Moment setzten sie diesen Plan in die Tat um.Timmy staunten nicht schlecht, als er ausgestiegen war.

Da hatte sich doch einiges geändert. Auf den Schildern war nun eine orange farbene Sprechblase, und unten stand nun: D-i-e B-r-e-m-e-r  S-t-a-d-t-r-e-i-n-i-g-u-n-g.Der Platz war umgebaut, und entlang des Hanges stand nun eine große Mauer.

„Wir müffen da umfu,und beim Gafhäufchen hoch“, sagte Moritz, und sie liefen los,wichen fahrenden Autos ,und abladenden Zweibeinern aus, flitzten am Gashäuschen vorbei, und erklommen den Berg.

Oben blieb Timmy kurz stehen, und sah nach unten, auf das rege Treiben und den verkehr auf der Recycling-Station, und die vielen Zweibeiner, die in die großen Kisten warfen, was sie nicht mehr brauchten, und jene ,in Orange, die sie dabei beaufsichtigten und berieten.
„Junge junge, unglaublich, was die Zweibeiner alles weg werfen“, entfuhr es ihm
„Das kannst du ruhig laut sagen“, antwortete Max.

Sie überquerten nun den Berg. Zu dieser Seite hatte man einen blick auf Felder und Wiesen, die hinter Gärten lagen.
Sie strebten nun jenem Ort hinter mächtigen Brombeer-Büschen zu, den Timmy schon kannte, an dem die Katzen vom Berg hausten, und hier hatte sich nicht viel verändert.

Ein freier, staubiger von etwas Gras bewachsener Platz, auf dem allerlei Gerümpel, wie Holzkisten, Reifen und ähnlichem lag. Dazwischen saßen oder lagen etwa 10-15 Katzen unterschiedlicher Farbe und Größe, die bei ihrer Ankunft neugierig aufsahen. Die eine oder andere dazwischen, die vorher nicht dort war. Viele von ihnen sahen ähnlich mitgenommen aus, wie Max und Moritz.

An der Stirnseite, lag ein Haufen alter Steinblöcke und Säulen, und bildete eine Art Höhle, vor der Kuder lag, der Anführer, ein Wildkater, der einst aus dem Bürgerpark hierher entwichen war, und tatsächlich, da neben ihm, saß- Kaisen!

„Aha, unser kleiner Freund, dem wir damals nach Hause geholfen haben.Schön, dich wieder zu sehen.“, brummte Kuder
„Ich freu´mich auch, euch wieder zu sehen“, meinte Timmy "ich wollte meinen Freund zurück holen.“
„Natürlich, der kleine Hund, der uns zu gelaufen ist“, und er sah zu seiner Seite, wo der Mops saß.
„Er sagte so was, das er dein Freund wäre, darum habe ich Max und Moritz geschickt.“

Timmy wandte sich dem Hund zu:
„Hey Kaisen, was ist los, warum hast du dich hier versteckt?“
Kaisen sah ihn an
„Ich kann nicht zurück, obwohl ich hier auch nicht gern leben möchte. Ich vermisse das Rathaus, ich vermisse die Smidts, das wirst du ihnen aber nicht sagen, aber es geht nicht.“
„Warum?“
„weil ich etwas beobachtet, oder vielmehr gehört habe, was ich nicht hätte hören dürfen. Ich weiß zuviel, und das könnte mein Herrchen in Gefahr bringen.“

„Moment, erzähl doch mal von Anfang an. Was hast du gehört?“
„Also, mein Herrchen ging Gestern Abend mit mir im Bürgerpark spazieren. Ich hob grade mein Bein an einem Gebüsch, um es zu markieren, da hörte ich Stimmengemurmel. Da war jemand auf der anderen Seite, und unterhielt sich. Ich ging näher ran, während Herrchen schon etwas weiter war, und da hörte ich eine Stimme sagen:
>Morgen Abend kurz nach Acht geht es über die Bühne. Wenn das Konzert läuft, wird die Abendkasse wenig beachtet, da ist der richtige Zeitpunkt für den Überfall. <
>aber ist da an der Bürgerweide nicht noch viel los<
>Nein, das geht schon. wie gesagt, die meiste Aufmerksamkeit wird das Konzert haben<

Dann bin ich auf ein Stöckchen getreten. Es knackte die beiden horchten auf. Ich floh zu Herrchen, aber  ich glaube, sie wissen, das sie verraten sind, und weil ich Herrchen aus der Sache raus halten wollte, bin ich Heute morgen abgehauen, und hierher geflohen.“ 

„Aber  das ist auch keine Dauerlösung. Außerdem glaube ich, du möchtest lieber zurück ins Rathaus. Wenn es  stimmt, was du sagst, findet der Überfall Heute Abend statt. Ich schlage vor, du kommst mit mir zurück, und wir verhindern den Überfall, und sorgen dafür, das die Kerle eingesperrt werden, wie man das bei den Zweibeinern macht.Dann kannst du dich wieder sicher fühlen.“

„Ich gehe auf Beobachtungsposten, und sage euch Bescheid, wenn die Handwerker wieder da sind, dann schmuggeln wir euch raus.“, sagte Max, und machte sich auf den Weg
Es dauerte eine gute Halbe Stunde, bis er zurück kam, und meldete.
„sie sind wieder da, es kann los gehen!“

Timmy verabschiedete sich herzlich von Kuder und den anderen Katzen, dann kletterte Er, Kaisen an seiner Seite, und von Max und Moritz begleitet, über den Berg.
Beim Bauschutt stand das Handwerkerfahrzeug, und die beiden Männer waren beim Abladen.
„Fätfe, wir beide lenken fie ab, und ihr steigt dann an der Seite ein.“

Gesagt, getan, nach einem herzlichen Abschied liefen die beiden Kater den Handwerkern in die Beine, so das sie fast stolperten, und sich fluchend auf Max und Moritz stürzten, die sich flink verzogen, und in einiger Entfernung stehen blieben.
Während  dessen schlüpften Timmy und Kaisen ins Auto, und versteckten sich zwischen dem Werkzeug.
Ahnungslos schlossen die Handwerker ihre Arbeit ab, und fuhren los. Als Timmy zum Heckfenster hinaus schaute, sah er neben dem Glashäuschen die beiden Kater stehen, die die Vorderpfoten zum Gruß hoben.
Timmy tat es ihnen nach, und nun ging es der Stadt und der Entscheidung entgegen.
*
Der Abend senkte sich über Bremen, die Sonne ging unter, und tauchte die Stadt in rot-violettes Licht. Auf der Bürgerweide stand eine riesige Bühne, auf der besagtes Konzert statt fand. Abseits davon, durch den Park an der Gustav- Deetjen Allee , liefen einige Tiere entlang, nämlich zwei Hunde und fünf Katzen, über denen eine Lachmöwe schwebte, und liefen nun über die Straße, wo Polizeiwagen standen, und wo es zur Abendkasse ging.

Timmy und Kaisen hatten es mit ihrem unfreiwilligen Taxi geschafft in die Stadt zurück zu kommen. Dort trafen sie sich in Timmys und Emmas Garten im Schnoor mit den Freunden, die Gesche zusammen getrommelt hatte.
Kaisen erzählte den anderen noch einmal, was er Timmy erzählt hatte, und gemeinsam schmiedeten sie einen Plan, um den Überfall zu vereiteln.

Das Schnoor-Hilfskorps, dem sich ausnahmsweise auch Kaisen angeschlossen hatte, kam bei den Polizisten an, sprang auf die Autos, und ging die Beamten an, die sich gleich anschickten, die wild gewordenen Tiere einzusammeln. Einer bestellte über funk einen Veterinär.

Die Hunde und Katzen steuerten nun, verfolgt von den Polizisten die Abendkasse an, bei der just in diesem Moment die Tür aufgeworfen wurde, und zwei Maskierte Männer heraus gestürmt kamen , und angesichts der seltsamen Prozession kurz wie erstarrt stehen blieben, ebenso wie die Polizisten.

Es hatte schon ein wenig high Noon-  Charakter als sich so Ordnungshüter und Räuber gegenüber standen.
Dann kam Bewegung in die Sache. Die Räuber wollten den Weg in Richtung Bürgerpark einschlagen, doch da liefen ihnen die Tiere zwischen die Beine und brachten sie zu Fall.

Einer fluchte wütend. Kaisen, der die Stimme erkannt hatte sprang triumphierend auf seinen Bauch, und bellte und knurrte ihn an, bis im nächsten Moment zwei Polizisten sich über ihn beugten, um ihn fest zu nehmen.
Mit stolz erhobenem Haupt stolzierte der Mops zu seinen Freunden.
Einer der Beamten sah auf die Tiere und stutzte.
„Wollten die Viecher uns etwa...“ begann er, winkte dann aber ab, und folgte den Kollegen, die die Räuber abführten.

„Na toll“, meinte Kaisen beleidigt „Da hilft man ihnen, und liefert ihnen die Strolche, und dann...na ja, Zweibeiner!“
„Lass mal“, meinte Timmy lachend „Immerhin haben du und dein Herrchen jetzt wieder Ruhe.“
„Richtig“, meinte Kaisen besänftigt, und ich habe mein Rathaus wieder.“
Und sie gingen heim.

Nach her lag Timmy wieder auf dem Dach, genoss die abendliche Brise ,und sah auf die Lichter der Stadt, und wandte den Blick von der Weser nach Westen, wo in der Ferne blinkende Lichter einen berg bezeichneten, auf der eine ganz besondere Art von Katzen wohnte, die ihm nun zum zweiten Mal geholfen hatten.


Ende

Sonntag, 17. März 2019

Die Brebolde-Teil 8

Nach längerer Zeit wieder da.widrige Umstände und gesundheitliche Probleme haben für die längere Pause gesorgt.Und geht es weiter mit den Brebolden ,und einem kurzen Zwischenspiel. Da es aber länger her ist, und für Einsteiger, hier noch einmal die vorigen Teile.


Zwischenspiel: Gunnlaug

Er saß in seinem Arbeitszimmer, und dachte, die Stirn in Sorgenfalten, über die Lage nach. Fünf der Abgesandten waren zurück, Sieben Steine in der Sonnenscheibe an ihrem Platz. Doch die Zeit war knapp, und die anderen Fünf in schrecklicher Gefahr, verfolgt von einem mächtigen Feind, in der Menschenwelt.

Gunnlaug war alt und erfahren. Hatte viel erlebt, und die Brebolde durch viele Krisen geführt, doch all das war nicht vergleichbar mit der jetzigen Situation. Wenn die Menschen wüssten, das sich in diesem Moment auch ihr Schicksal entschied! Doch außer dem Menschenmädchen, das bei den fünfen war, wussten sie nicht mal, das es die Brebolde gab.

Gunnlaug ging ins Observatorium, und blickte durchs Teleskop. Die Sterne näherten sich der Konstellation .Lange würde es nicht mehr dauern. Sonne oder ewige Dunkelheit, das war die Entscheidung, die bald getroffen wurde.


Doch gegenwärtig befanden sich diejenigen, in deren Hand diese Entscheidung lag im Kampf um ihr Leben...

Fortsetzung folgt

Sonntag, 23. Dezember 2018

Der Porzellanengel

Die Familie war über Weihnachten in Urlaub gefahren, das wusste er. Er hatte es ausbaldowert, bevor er den Einbruch machte.

Das Weihnachtsmannkostüm war zu dieser Zeit eine hervorragende Tarnung, wer schaute da schon in den Sack, aber Emil hatte auch für diesen Fall vorgesorgt, mit ein Paar leeren Päckchen.

Das Einsteigen war kein Problem. Die Alarmanlage war nicht sonderlich anspruchsvoll Die Beute war nicht schlecht: Tafelsilber, Schmuck, Bargeld, zwei Handys, und ein wunderbarer Weihnachtsengel aus Porzellan.
„Meißen, etwa Achtzehntes Jahrhundert“, meinte er zufrieden nach einem Pfiff durch die Zähne .Das hatte sich gelohnt!

Zufrieden wickelte er die, etwa dreißig Zentimeter hohe, Figur in eine Zeitung, und steckte sie zu den anderen Dingen in den Sack, dann trat er den Rückzug an, und verlies das Haus. Draußen sah er sich kurz um, dann stapfte durch den Schnee die verlassene Strasse entlang, als eine leise Stimme an sein Ohr drang:
„Weißt du nicht, das stehlen eine Sünde ist? Es ist besser, du bringst mich zurück.“
Er stoppte kurz, dann schüttelte er den Kopf
„Du magst ja kurzzeitigen Gewinn machen, doch die böse Tat kann das nicht aufwiegen.“
„Es trifft keine armen. Außerdem ist Weihnachten doch die Zeit des Gebens“, spottete er, um sich gleichzeitig zu fragen:
“Mit wem rede ich da eigentlich?“
„Nenne mich dein Gewissen“

Nun bog er auf eine größere Strasse ein, und schritt sie entlang, bis an ihrem Ende ein Waisenhaus auftauchte. Wie viele andere Häuser in der Strasse war es prächtig weihnachtlich geschmückt und beleuchtet.
„An Weihnachten kommt es nicht darauf an, was man bekommt, sondern, was man von sich selber gibt.“
Er sah sich um. Irgendwo musste die Person doch sein, die mit ihm sprach, doch da war Niemand.

Schließlich begann er die Stimme zu ignorieren
„Da sind sie ja endlich“, klang es von der anderen Seite
Er sah sich erschrocken um, und realisierte, dass er ja noch das Weihnachtsmann-Kostüm trug.
„Kommen sie schon“, sagte eine mittelaltrige blonde Frau mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf „die Kinder warten schon.“
„Siehst du“, meldete sich die Stimme wieder „Nun kannst du tun, was eigentlich die Aufgabe des Weihnachtsmannes ist, nämlich geben und nicht nehmen.“

Sie führte ihn in einen großen Raum, wo, vor einer kleinen Bühne, an die Dreißig Kinder saßen, welche ihm zu jubelten. Verdattert stand er nun da. Was sollte er nur tun. Er hatte ja gar keine Geschenke in seinem Sack. Im Gegenteil. Aber sie erwarteten  offenbar einen Weihnachtsmann, und der war sicher nicht fern, also musste er Zeit gewinnen.

„Ahm, also, zunächst möchte ich zum Schmuck eures Raumes beitragen.“ Er hatte einen Sockel neben der Bühne gesehen, der ihn auf eine Idee gebracht hatte. eine völlig verrückte Idee ,aber eine, die ihn retten konnte.

Er griff in seinen sack, und nahm den eingewickelten Engel heraus, wickelte ihn aus, und stellte ihn auf den Sockel, trat zurück, sah die Figur an, und erschrak.
Die Augen des Engels schienen ihn direkt an zu sehen, und ihr Blick schien ihn zu durchbohren. Hatte der mund schon vorher dieses wohlwollene Lächeln?
 „Ich glaube, du hast verstanden“, lies sich die Stimme freundlich vernehmen.

Im selben Moment ertönte von der Tür ein lautes „Ho, Ho Ho!“, und ein großer dicker Mann im Weihnachtsmannkostüm trat unter dem Jubel der Kinder ein.
„Äh ja“, sagte Emil „Das ist mein Kollege. Ich war nur die Vorhut.“
Da allerdings nahm keiner mehr wahr, denn der andere hatte bereits mit dem Verteilen von Geschenken begonnen. so nahm er seinen Sack, und stahl sich hinaus auf die Strasse, und wollte nur noch nach Hause. Doch ein innerer Trieb lies ihn zu jenem Haus zurück gehen, aus dem er die Dinge gestohlen hatte, und legte den Sack davor ab, dann ging er, und irgendwie fühlte er sich wirklich gut.

Unmittelbar nach den Feiertagen las er in der Zeitung, das  Waisenhaus eine fürstliche Belohnung für die Rückgabe der wertvollen Figur bekam, welche die Einrichtung vor der Pleite rettete .Da hatte er tatsächlich ein sehr gutes Werk getan,
als er den Porzellanengel dort gelassen hatte!


ENDE

Meinen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest,und eine guten Rutsch ins neue Jahr!

Sonntag, 16. Dezember 2018

Storyboard Weihnachtsclassics-Ein Strauß Weihnachtswunder

Auch Weihnachtsmänner haben Stress,Eine Gruppe Seenotretter und Schiffbrüchiger werden am Weihnachtsabend durch ein wunder aus größter Gefahr gerettet,Einem Jungen fällt der Weihnachtsmann durchs dach und verliert dabei das Gedächtnis,Mit ein bisschen göttlicher Hilfe löst ein Pastor ein Flüchtlingsproblem,Der Geist der Weihnacht wird einem jungen Zweifler von einem fremden Freund bei gebracht, und auch auf den Traumwiesen wird Weihnachten gefeiert, und notfalls ersetzt ein Einhorn ein lahmendes Rentier am Schlitten des Weihnachtsmanns und ein magischer Weihnachtsbaum bringt die Liebe zurück.Ein bunter Strauß kleiner und großer Weihnachtswunder.

Schönen dritten Advent!

http://schumt5.blogspot.com/2014/12/herr-nikolaus-hat-stress-oder-aus-dem.html

https://schumt5.blogspot.com/2015/11/das-wunder-von-deesum.html

https://schumt5.blogspot.com/2015/12/der-geist-der-weihnacht.html

https://schumt5.blogspot.com/2015/12/mit-ein-bisschen-hilfe-von-oben.html

https://schumt5.blogspot.com/2015/12/thommy-rettet-weihnachten.html

https://schumt5.blogspot.com/2017/12/weihnacht-auf-den-traumwiesen.html

https://schumt5.blogspot.com/2017/12/der-magische-weihnachtsbaum.html

Sonntag, 9. Dezember 2018

Storyboard-Weihnachtsclassic-Ein Kater auf dem Weihnachtsmarkt

Heute mein zweiter Advents-Klassiker.Diesmal für Kater Timmy-Fans.Timmys Abenteuer auf dem Bremer Weihnachtsmarkt in leicht überarbeiteter Form, also doch irgendwie neu.Viel Spaß und schönen zweiten Advent


Der Bremer Stadtkater-Oh je,du fröhliche


Langsam taumelten Schneeflocken vom Himmel und bedeckten die Bremer Innenstadt mit einer weißen  Puderschicht. Es herrschte viel Betrieb ,denn es war Adventszeit und der Weihnachtsmarkt war eröffnet.

Viele Menschen wuselten da durch die Straßen, die es eilig hatten ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen, oder mit ihnen zu Auto oder Straßenhahn zu kommen. Und weil sie so im Stress waren, nahmen sie kaum von den drei Vierbeinern Notiz ,die sich zwischen ihnen durchschlängelten .Es handelte sich um drei Katzen. Eine große rotbraun getigerte ,eine große, magere weiße mit grau getigertem Rücken ,bei der eine Ohrspitze nach vorn abgeknickt war und schließlich noch eine kleine schwarze mit grünlich gelben Augen. Der geneigte Leser wird natürlich schon erraten haben,das sich um Emma, Toby und -Timmy handelte.

Timmy hatte schon von dem Fest gehört, das die Zeibeiner Weihnachten nannten, und als Toby nun vorbeikam und fragte ,ob er diesen Weihnachtsmarkt mal sehen wollte ,stimmte er begeistert zu und auch Emma beschloss mit zu gehen. So waren sie jetzt also unterwegs ,liefen die Violenstrasse entlang , auf den Domshof, auf  dem viele bunte Buden standen, die mit bunten Buchstaben und Lichtern ihre Waren oder Attraktion beworben. Neugierig sah Timmy sich um, sah diese Häuschen ,von denen einige Räder hatten ,auf denen Engel, Rentiere und Weihnachtsmänner gemalt waren ,Karussells, die sich drehten mit Zweibeinerjungen darin, die vor Vergnügen quietschten. Von unterschiedlichen Buden stiegen ihm die unterschiedlichsten Düfte in die Nase. Sie liefen weiter über den Domshof, schlängelten sich zwischen Zweibeinern hindurch in Richtung der Obernstraße.

Gerade waren sie dort angekommen, zwischen Dom und Rathaus, da rumpelte eine Straßenbahn vorbei. Als sie vorbeifuhr lief Timmy los, umkurvte eine Zweibeinerfrau mit ihrem Jungen an der Hand und drehte sich nach seinen Begleitern um “kommt ihr?“ Aber wo waren sie denn? Sie waren nicht zu sehen .Er sah durch die Menschenmenge auf der andern Seite, wollte schon wieder rüber laufen, doch kam die nächste Straßenbahn  angerumpelt, so das er auf die andere Seite. und am, Roland stehen blieb, wo gerade die gelben Zweibeiner mit den schmalen Augen davorstanden und von ihresgleichen in einiger Entfernung mit kleinen Kisten ,in die sie reinschauten. Timmy hatte inzwischen gelernt, das sie Bilder voneinander machten, wie auch immer das funktionierte.

Er sah sich um,wo waren Toby und Emma?Vor ihm waren bunte Buden und ein Karussel. Vielleicht waren sie dort hinten irgendwo. er lief also um den Roland herum und zwischen einer Bude, an der „K-a-r--t-o-f-f-e-l-p-u-f-f-e-r, stand und die einen angenehmen Duft verströmte, der ihn daran erinnerte ,das er mittlerer Weile sehr hungrig war.

 So lief er weiter, immer Ausschau nach Emma und Toby haltend. Er blieb stehen, schräg hinter ihm war jetzt die Bude mit den Kartoffelpuffern ,auf der anderen Seite das Karussell, daneben eine Bude mit süßen Dingen. “G-e-b-r-a-n-n-t-e- M-a-n-d-e-l-n“ ,stand daran zu lesen. Vor ihm stand ein Imbiss .Daneben hatte jemand eine Pappe mit einer halben Bratwurst fallen lassen. Er lief hin, unbemerkt- und beachtet von den vielen Zweibeinern. Er schnupperte an der Wurst.
“Riecht nicht schlecht“ kurzer Hand schnappte er zu und verspeiste sie und sie schmeckte genauso gut, wie sie roch.

So gestärkt, setzte er seine Suche fort und kam an eine Art großes Haus an dem in verschnörkelten Buchstaben “G-l-ü-h-w-e-i-n“ stand. Es roch hier nach Wein, den Timmy aus dem Laden kannte und Gewürzen. Am Schanktisch stand jetzt ein dicker Zweibeiner mit schwarzen Stiefeln ,einem roten Kostüm und einer roten Zipfelmütze, der einen langen weißen Bart trug ,aus dem eine sehr rote Nase herauslugte.

Timmy hatte von ihm gehört, die Zweibeinigen nannten ihn Weihnachtsmann ,aber ihn nun hier zu treffen? Jetzt drehte sich der Dicke um und sah ihn an. Er beugte sich zu ihm runter ,dabei hielt er einen Becher mit der duftenden ,heißen Flüssigkeit und sagte:
 „A-Auf dein Wohl“, dann nahm er einen tiefen Zug und seufzte behaglich.
“aaah,dass tsut gut „
Ich glaub,der redet mit mir, dachte Timmy .
Der Weihnachtsmann  hatte den Krug geleert und bestellte einen Zweiten .
“Auff einem Bein k-ann man nicht stehen“, sagte er zu Timmy gewandt und zwinkerte ihm zu. Du kannst auch auf beiden nicht mehr ganz stehen ,dachte Timmy, als er sah ,das der Dicke leicht schwankte. Nachdenklich ging er weiter.

Er lies den Blick schweifen. Irgendwo zwischen diesen vielen Zweibeinern mussten seine beiden Artgenossen doch sein und sie würden ihn doch bestimmt auch suchen. Hinten ,hinter den Buden, stand ein großer ,festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Er ging in diese Richtung und dort vor einer Holzbude ,an der Treppe der Bürgerschaft, sah er etwas ,das seine Neugier weckte. Da stand ein Mann mit einem Kasten,a n dem eine Kurbel war .An dieser Kurbel drehte er und entlockte dem Kasten damit Töne, die wohl Musik waren, und die viele Zweibeiner anlockte .Ein kleiner Affe an einer langen Leine lief  vor den Zuschauern herum. Er trug ein rotes Jäckchen und eine kleine grüne Melone, die er jetzt abnahm und herumreichte und viele Zweibeiner warfen Geldstücke hinein.

Neugierig ging Timmy zu ihm und wäre fast mit ihm zusammengestoßen.
 “ola  Gato,pase auf,sonste die Geld fällt runter.“
“Tschuldigung“,meinte Timmy,“Sammelst du das für den Zweibeiner ein,der dort am Kasten dreht?“
 „Natürlicke, ische kann docke nixe anfangen damit ,aber Herrchen gibt mirr zu esse und eine eim,obwohle,isch habe mir was anderes vorgestellt ,als ich kam ierr her ,als rum zulaufen in ässliche Jacke und Hut und sammeln Gelde ein.Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas.“
“Wieso bist du da weg, wo immer das ist“
„Ich wurde gelockt .Sweibeiner nahm mich mit Aus mit Boot.ätte wieder weglaufe könne in Dschungel,aber gebliebe  bei ihm und nun ier.Naja bin irgendwann gelaufe durch offene Türr in Garrte.wurde gefunde von anderre Mann und nun bei Drehorgel.“
 „Pepe“,rief der Zweibeiner an der nun kurzzeitig verstummten Drehorgel
.“Musse zurücke,Vielleickte,wir sehe uns wieder“
Und das Äffchen lief zurück zu seinem Herrchen,um die volle Melone zu leeren..

Timmy lief weiter an Buden und Zweibeinern vorbei. Immer mal wieder blieb er stehen und lies den blick schweifen, um irgendwo etwas katzenmäßiges zu suchen ohne Erfolg. So lief er noch eine Weile lief auch noch einmal auf den Domshof rüber und allmählich taten ihm die Pfoten weh. Also irgendwo hier mussten sie doch sein. Traurig und erschöpft stand er nun zwischen Dom und Rathaus im Schneegestöber  und zwischen vielen ,wuselnden Zweibeinern.

Sollte er zurück in den Schnoor gehen und auf sie warten?Vielleicht war es das Beste. Er drehte sich um ,um über den Domshof zu laufen, prallte aber sofort zurück. Direkt vor ihm, praktisch Nase an Nase, stand ein riesiger Kläffer, ein Schäferhund, dessen gefletschte Zähne, ihn nicht unbedingt als Katzenfreund auswiesen, was er sogleich bestätigte. 
“Na sieh mal an, knurrte er, da bekomm´ ich ja heut Abend noch was richtig schönes zwischen die Zähne“ Timmy nahm sich gar nicht erst die Zeit zu antworten, wandte sich um, und schoß in Richtung Marktplatz davon.

Der Hund, dessen Herrchen durch ein Gespräch abgelenkt war,  riss sich los und rannte mit schleifender Leine hinter dem Kater her.“Harro hierher, komm zurück“, schrie das erschrockene Herrchen und lief ebenfalls hinterher. Timmy lief über den Markt, schlängelte sich zwischen Zweibeinern hindurch, gefolgt von dem wütenden kläffenden Hund. Hier geriet ein Zweibeiner aus dem Gleichgewicht, da lies einer bald sein Essen fallen und wütend sahen sie hinter den Tieren her, nur um fast mit dem hinterher laufenden und laut „Harro hierher, aus!“, rufenden Herrchen zusammen zu stoßen. Ein, in der Nähe stehender Schutzmann hatte die wilde Jagd bemerkt und lief nun ebenfalls hinterdrein,um zu helfen.

Timmy lief über das sich drehende Karussell ,Hund, Herrchen und Schutzmann liefen umzu, waren dann aber wieder auf seinen Fersen. Jetzt ging es durch eine Menschenmenge nahe der Bürgerschaft und als Timmy hindurchflitze ,sah er die Drehorgel und den Affen. Gleich hinter ihm kam der Hund ,sein Herrchen  und der Polizist prallten in die Menschenmenge und rissen sie um  ,sodass sie ein wild um sich schlagendes Knäuel bildeten.

Durch Timmy und den riesigen Hund und die gleichzeitig wild durcheinander fallende Menschenmenge erschrak auch der Affe. Ein „iiek" ausstoßend. riss auch er sich los und schoß hinter Timmy her der jetzt auf den riesigen Tannenbaum zu rannte.
 „Ich hab dich gleich“, hörte den Hund hinter sich,“Aber vielleicht hol´ich mir vorher diesen Affen.“
Pepe stieß ein noch lauteres „iieek“aus .

Ohne zu überlegen kletterte Timmy den Baum hoch, gefolgt von dem Affen. So entstand jetzt ein groteskes Bild: unten der laut kläffende Hund ,oben auf der Spitze des Baums der Kater und auf seinem Rücken der Affe. 
“Wäre ich bloß geblieben an die Amazonas!“ ,schimpfte er. 
“Kannst du nicht aufhören auf meinem Rücken rumzuhampeln?“ ,fragte Timmy unwirsch. 
“Dann höre du auf zu schwanken, ich werde schwindlig“ 
„Du als Affe?“ 
„Seit hier bin,ich bin nicht wieder auf Bäume geklettert. Wäre ich bloß gebliebe an Amazonas“

„Schön und gut,nur das hilft uns jetzt nicht weiter, solange der da unten ist, außerdem ist es der Baum, der schwankt “
Timmy ließ den Blick schweifen. Von hier oben war der Weihnachtsmarkt wunderschön anzusehen, wenn die Lage nur nicht so ernst gewesen wäre. Während die Menschenmenge bei der Orgel sich langsam wieder aufrappelte, hatte sich unten ,um den Baum schon eine größere Menschenmenge angesammelt die nach oben schaute.

Es waren Zweibeinerjungen dazwischen, die begeistert nach oben zeigten. Merkwürdig, über was die sich freuen konnten. Verängstigt sah Timmy nach unten, er konnte doch nicht die Nacht hier oben verbringen. Und da plötzlich, bewegte sich etwas zwischen den Zweibeinern hindurch. Es war ein Hund, aber einer den Timmy gut kannte .Es war nämlich der Käpt´n. Seelenruhig und von den umstehenden Zweibeinern bestaunt, ging er auf Schäferhund zu, und baute sich direkt vor ihm auf. Redete er mit ihm? Einige Augenblicke später wandte sich der Schäferhund ab und ging der der Menschenwand zu, die sich im selben Moment teilte und das erregte Herrchen durchließ, das ihn sofort fest an der Leine packte und mit fort nahm.

„At dieser  Hund gemacht ,eine Exorzismus mit die andere Hund?“,fagte Pepe 
“Er muss jedenfalls sehr überzeugend gewesen sein “, meinte Timmy. 
Im gleichen Moment tönte von unten die Stimme des Käpt´ns“Was los,wollt iähr da oben anwächsen?“
“Oh ja,“ meinte Timmy,  "machen wir uns mal auf den Weg nach unten“ 
„Nach unte klettern oh je ,oh je“, zeterte Pepe 
“Komm schon, du bist ein Affe“, ermunterte ihn Timmy, “da hast du das Klettern doch im Blut. Diesen Tannenbaum wirst du doch schaffen, auf meinem Rücken kann dich jedenfalls nicht mitnehmen“ 
„Wäre ich bloß gebliebe…“ 
„ich weiß“, unterbrach Timmy und langsam und vorsichtig klettern sie den Baum wieder hinunter.

Unten angekommen lief er gleich zu seinem Helfer hin
 „Hallo Käpt´n. vielen Dank für deine Hilfe, aber was hast du ihm denn gesagt ,wie hast du das geschafft, das er weg gegangen ist?“
 „Och nur das du untär moinem Schutz stehst und das er dich nicht kriegen wird, nor  jor und denn hoben wiär das übliche Spiel des in die Augen Sehens gespielt, woboi verliert, wer als erstes die Augen äbwendet und dobei bin ich unschlogbar .“
„Aber woher hast du überhaupt davon gewusst?“ „Joa,von Gesche doch, die kom zu miär“ Timmy sah sich sofort nach ihr um, aber nirgends war eine Siam-Katze zu sehen.

Aber sie musste doch hier gewesen sein, wenn sie dem Käpt´n von Timmys Notlage erzählt hatte. Geheimnistuerisches Frauenzimmer! “Tja,schoinst ja n´ Schutzengel zu hoben“
 “Timmy!“, klang es da von der anderen Seite .Er drehte sich um und da waren Emma und Toby
 „Wo warst du  ,wir suchen dich die ganze Zeit“ ,tadelte Emma „Ich hab´ euch auch gesucht, na ja,und dann Probleme mit einem Kläffer bekommen“ „Ja,scheinst ja wirklich n´Talent zu haben, Schwierigkeiten anzuziehen“, lachte Toby
 „Noa joar,is jo älles gut ausgegängen“, meinte der Käpt´n
“Ja ,Danke“,sagte Emma „ich glaube, dann sollten wir nach Hause gehen“

Sie verabschiedeten sich vom Käpt´n und machten sich auf den Nachhauseweg, wobei Timmy eng in die Mitte genommen wurde, damit er nicht wieder verloren ging. Der Affe war wieder zu seinem Herrchen mit der Drehorgel zurück gekehrt, der ihn erleichter herzte.

An der Obernstrasse, neben einem großen, hölzernen Nussknacker stand wieder der dicke weißbärtige Mann im im roten Mantel und der roten Mütze. Oder war es ein anderer?Jedenfalls wirkte er ein wenig dicker, hatte aber nicht so eine große Nase ,auch schwankte er nicht und sein Gesichtsausdruck war sehr gütig.

 Normalerweise nahmen die Zweibeiner nicht allzu viel Notiz von ihrer Spezies ,doch der rot gekleidete ging auf sie zu und sagte:“Na,meine kleinen?“
Er bückte sich und nahm Timmy aus ihrer Mitte
 „Bist du ein braver Kater gewesen?“
„Äh,ich denke schon“,sagte Timmy instinktiv
„Gut“, sagte der Dicke und zwinkerte ihm zu“Ich wünsche euch frohe Weihnachten“.
 Timmy sah sich zu den anderen beiden um,denen ,wie ihm die Mäuler offen standen. Dann drehte er sich um, doch der Weihnachtsmann, war er es wirklich?, war verschwunden.

sie beschlossen den Heimweg fortzusetzen und gingen los,da erklang das Geräusch. Unwillkürlich hob Timmy den Kopf nach oben zum dunklen, abendlichen Himmel, von wo das Gräusch erklungen war ,das wie klingende Glöckchen klang und sich entfernte. Spielten ihm seine Sinne einen Streich? Und waren die Glöckchen wirklich da .Sie gingen weiter und Timmy fand ,das der Weihnachtsmarkt plötzlich wunderschön wirkte.

Vom Abendhimmel rieselten langsam große Flocken nieder und das warme Licht der Laternen beleuchtete die vielen schön geschmückten Buden und en prächtigen, strahlenden Weihnachtsbaum, auf dem er vorhin noch gewesen war. Alles wirkte wunderbar festlich. Sie  nahmen sich Zeit für den Heimweg, um die Eindrücke zu genießen. Beim Gerichtsgebäude verabschiedeten sie sich von Toby ,der noch eigene Pläne für diesen Abend hatte.

Später lagen Timmy und Emma behaglich auf ihren Kissen in der warmen, festlich geschmückten Stube. Am Adventskranz brannte das zweite Licht, es roch nach frisch gebackenen Plätzchen und draußen ,hinter dem Fenster rieselte der Schnee.

Vielleicht bekamen sie es hin, am heiligen Abend Toby und den Käpt´n dabei zu haben.Das wären wirklich fröhliche Weihnachten!