Sonntag, 4. Dezember 2016

Die Vier Weihnachtskinder-Teil 2

Durch Flockengestöber ging der Flug im Schlitten durch die Nacht. Unter ihnen zogen die Lichter von Dörfern und Städten vorbei, deren Gebäude vielfach festlich geschmückt waren, und in deren Mitte oft große ,festliche Weihnachtsbäume standen, und Weihnachtsmärkte abgehalten wurden.

Zunehmend wurde es kälter, und Brax legte ihnen eine Decke über die Beine. Auch Brix, vorne auf dem Bock, hatte eine. Schließlich wurden die Flocken weniger, so dass man am Himmel die Sterne sehen konnte.
Plötzlich jedoch, entstand aus dem Nichts ein Wirbel aus Eiskristallen, der den Schlitten, der den Schlitten herum zuschleudern begann.

„Fest halten!“, schrie Brix durch den Lärm, und straffte die Zügel.
„Er versucht uns aufzuhalten!“
„Wer?“, wollte Lisa wissen
„Der Dämon.Er will nicht, dass der Fluch gebrochen wird!“
Der Schlitten schleuderte und wirbelte herum. Eiskristalle wurden ihnen ins Gesicht geweht, so dass es brannte. Lisa hielt sich krampfhaft fest.
Brix zog die Zügel fest an, und die Rentiere senkten die Köpfe mit den Geweihen.
„Los jetzt!“, schrie er.

Mit ihren gesenkten Köpfen rasten die Tiere los, durchbrachen mit einem bläulich weißen Blitz den Wirbel, und jagten davon.
„Ha, damit hat er nicht gerechnet!“, rief Brief zufrieden aus.
Schnell entfernte sich der Schlitten .Der Wirbel folgte ihm, doch das Gefährt ging schnell tiefer, und landete mitten in einem Wald von riesigen Tannen. Die Eiskristalle blieben in den Wipfel hängen, der Wirbel löste sich auf.

Der Schlitten fuhr unterdessen durch einen verschneiten Wald. Die Bäume trugen ein weißes Kleid, ebenso wie die Hügel, die sie passierten.
„Ah, dem Ziel nahe. Keine schlechte Landung“, meinte Brix
„Wo sind wir?“, fragte Lisa
„In Russland, und bald beim zweiten Kind.“
Der Schlitten folgte weiter dem Weg durch den Wald, bis dieser sich schließlich teilte, und sie sich einer kleinen Stadt näherten.

Die Dächer der Häuser waren mit Schnee bedeckt. Lichter waren in den Fenstern, und die Gärten weihnachtlich geschmückt. Bei einem großen Gebäude neben der Kirche machten sie schließlich Halt.
Dort stand im ‚Garten, ein Junge und hackte Holz.

Er war etwa in Lisas Alter, aber etwas größer, trug Jacke, Hemd und Stiefel, und auf dem Kopf eine Fellmütze, die sein pechschwarzes Haar bedeckte. Sein Gesicht, man konnte es nicht anders sagen, ähnelte dem Lisas entfernt.

Neugierig beäugte er die Ankömmlinge.
„Das ist er“, sagte Brix leise „Alexander Orodin, Das zweite Kind. Wundere dich nicht, wenn du seine Sprache verstehst .Da du mit uns zusammen bist, verstehst du, wie wir, jede Sprache.“
Es war nicht schwer, Alexander zu Überzeugen, mit ihnen zu fahren. Auch er trug eine Kette mit einem Anhänger um den Hals, welcher dem von Lisa, glich. Nur das in seiner Mitte der Name Alexander stand. Und auch er kannte seine Herkunft nicht.

Er kletterte mit auf den Schlitten, und sie verließen den Ort, und fuhren wieder durch den Wald .Brax wollte erst hinter dem Wald wieder in die Luft starten.

Eine Weile fuhren sie zwischen verschneiten Bäume und Sträuchern hindurch, als es plötzlich geschah:
Eine Art Baumwurzel schoss aus dem Bode, und hob das Gefährt an, sie dass sie hinaus fielen. Von den Erschrockenen Rentieren gezogen, entfernte sich der Schlitten, und entfernte sich schließlich in den Himmel.

„Die sehen wir so schnell nicht wieder“, kommentierte Brix “Er hat uns doch schneller wieder gefunden, als ich dachte. Aber wie geht´s nun weiter?“

Da krächzte es neben ihnen:
„Bajaga erwartet euch. Folgt den Tieren!“
Sie wandten sich um, und gewahrten auf einem Tannenzweig einen großen Raben. Er zeigte mit einem Flügel in die Richtung vor ihnen.
„Wer ist Bajaga?“, fragte Lisa
„Ich habe von ihr gehört. Sie ist eine Legende, von der man sich hier erzählt. Sie soll eine Art Zauberin oder Fee sein. ‚sie ist die Herrin dieses Waldes.“
„Ich habe auch von ihr gehört, sagte Brix. Nun denn, gehen wir zu ihr. Sie kann uns vielleicht helfen“
„Und ob sie das kann“, sagte der Rabe „kommt ruhig mit“
Und so machten sie sich auf den Weg…

Ende des zweiten Teils



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