Sonntag, 19. November 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 15

Ronny stand am Bug des fliegenden Einhorns, das langsam am Nachthimmel, dem Tempelhügel zu schwebte .Sie waren dem schein der Fackeln gefolgt, welche die Kreaturen trugen, die die Kinder dort hin trieben.

Er dachte an seine Eltern Zu Hause, an die anderen, die ihre Kinder vermissten, die jetzt dort unten einem schrecklichen Schicksal entgegen gingen, und umklammerte fester sein Medaillon.
„Wir sind fast da. Käpt´n gehen sie runter“, rief Lucina, und riss ihn aus seinen Gedanken.Es ging los.
*
 Als sie Oben waren, öffneten die Kreaturen Öffnungen, die sich jeweils hinter den großen Steinen befanden, welche einen Kreis auf dem Hügel um einen verwitterten, großen steinernen Altar bildeten.
„Rein!“, brüllten sie die Kinder an, trieben sie in die dunklen Öffnungen, und reichten Fackeln hinterher.
„Suchen große, funkelnde Steine, die gehören an Altar.
Der Altar war Achteckig, und besaß an jeder Seite eine Öffnung, in die Offenbar etwas gehörte.
Der Unheimliche in der schwarzen Robe ging nahm das große Buch aus seiner Tasche, legte es auf den Altar, und schlug es auf.

„Alle dachten, es wäre vernichtet worden“, sagte  dunkle „doch es war immer da, im Verborgenen, und nun ist die Zeit, dass es aus der Versenkung kommt, und seine Bestimmung erfüllt“

„Kinder haben Steine gefunden!“, rief der Anführer seiner Diener
„Gut“, nickte er „Sie sollen sie Hoch bringen, und  auf die Opferschale.“
Und er wies auf eine  kreisrunde, steinerne Mulde, die sich an der, ihm gegenüberliegenden Seite des Altars, zwischen zwei Monolithen befand.“Bewacht sie dort“

Der Diener gehorchte. die Kreaturen trieben die Kinder, die aus der Höhle zurück gekommen waren auf die Mulde, nachdem sie ihnen die Steine, große Kristalle, abgenommen hatten, die sie ihrem Herren überreichten.

Er setzte die Kristalle rings herum in die  Öffnungen des Altars an, dann trat er davor, beugte sich über das buch, holte tief Luft, und begann die Beschwörungsformel zu sprechen. Der Altar begann zu leuchten, und der Berg zu beben.
*
Savinius und Lllith setzten auf dem Hügel auf. Es leuchtete, und die Erde bebte.
„Es beginnt bereits“, stieß Savinius hervor
„Dann dürfen wir keine Zeit verlieren“, meinte Lllith
Sie liefen zur Kultstätte, und Savinius holte sein Buch heraus.
„Es ist zu spät!“, scholl ihnen eine triumphierende Stimme entgegen, die Savinius kannte.
„Das Ritual ist bereits im Gang.Er wird kommen!“
*
Das fliegende Einhorn war am fuße des Hügels auf der anderen Seite gelandet, und seine Insassen erklommen jetzt den Höhenzug, der jetzt in flirrendes Leuchten getaucht war. Oben an der Kultstätte sahen sie einen Mann in einer schwarzen Robe vor einem Altar.

In einer steinern Mulde gegenüber kauerten, von Trollartigen Kreaturen bewacht, die Kinder, die sie suchten. “Simon!“, hörten sie die vertraute stimme von Savinius rufen. Der Unheimliche nahm die Kutte ab, und sie erkannten jenen jungen Mönch, der ihnen im Kloster Speisen und Getränke serviert hatte!

Doch es war keine Zeit zum Staunen, denn nun nahm Simon das Buch vom Altar, und trat zurück. Im nächsten Moment zerbarst der Altar, und gab eine Öffnung frei, die sich stetig vergrößerte, und aus der sich nun etwas erhob, das einem Alptraum entsprungen sein konnte. Ein riesiges Monster ,mit bläulich weißer Haut, rot glühenden, rollenden Augen, gewundenen ,schwarzen hörnern, und einem schorfigen Mund voll schrecklicher Zähne.

.Immer größer wurde es .Mit klauenartigen Händen stemmte es sich aus der Öffnung, und war schon höher als der Hügel, als es endgültig der erde entstiegen war, war es höher als die höchsten Bäume, und man konnte sehen, das seien Füße Hufe waren.

Simon stieß ein irres Lachen aus.
„Endlich bist du gekommen!“, schrie er “Dort sind deine ersten Opfer.Jungfräulich, wie es im Buch geschrieben steht.“
Und er wies auf die  Kinder.

„Nimm sie dir, und dann bringe ewige Dunkelheit in die Welt!“…

Dienstag, 31. Oktober 2017

Der Mitternachtszug


Wie angekündigt , die diesjährige Halloween-Geschichte.wie immer gilt:Nichts für Kinder!
Und nun, angenehm schaurige Fahrt im Mitternachtszug, und


Happy Halloween!


„Dies ist ihr persönliches Ticket für den Mitternachtszug. Wenn sie interessiert sind, sich einhunderttausend Pfund zu verdienen, dann sein sie in der Nacht vom  Dreißigsten auf den Einunddreißigsten um kurz vor Null Uhr auf dem Bahnhof von Langardon.
Dr.Asmodin“

Darren McCoy warf einen Blick auf das schreiben in seiner Hand. Der untersetzte rothaarige, 31-Jährige Mann mit dem runden, gutmütigen Gesicht, stand an dem bezeichneten Bahnhof des Ortes, der etwa eine Autostunde von seinem Heimatort Aberdeen entfernt lag.

Er betrieb dort eine Privatdetektei, doch im Moment herrschte eine auftragsmäßige Flaute, und wenn man schon die Möglichkeit hatte, sich Hunderttausend zu verdienen, dann konnte man auch zugreifen, wenngleich er sich fragte, womit. Auch von einem Mitternachtszug hatte er noch nie etwas gehört, und an diesem Bahnhof, in diesem Drecksnest schien auch schon lange kein Zug mehr gehalten zu haben.

Etwas unheimlich war die Geschichte ja schon. Der Brief, den er nun in Händen hielt, war auf feinem Büttenpapier geschrieben. Offenkundig mit einer alten Schreibmaschine. Oben rechts befand sich ein Briefkopf, indem nur stand:
Dr.Asmodin,
Advokatus

Ein Anwalt also. Nun ja, das war schon mal ein Anhaltspunkt, doch mehr herausfinden konnte er über den unbekannten Schreiber auch nicht. Die nächste Überraschung für ihn war, dass er anscheinend nicht der einzige war, der diese Einladung bekommen hatte. Außer ihm  waren noch vier andere Menschen dort: Zunächst eine hoch gewachsene schlanke, elegante Blondine, Mitte Vierzig namens Ingrid Hansen, ein hagerer, dunkelhaariger, etwa gleichaltriger Mann, Namens Harlan Green, Unternehmensberater aus London, ein grauhaariger Mittfünfziger namens Winston McGready , Arzt aus Edinburgh, und schließlich eine zierliche , hübsche schwarzhaarige Frau in Darrens Alter, die Joanna Bartok hieß, und Waliserin mit ungarischen Wurzeln war.

Diese Gemeinschaft stand also am Bahnhof in Langardon, und wartete auf den Mitternachtszug. Es war 233:55 Uhr. Darren fröstelte und zog den Kragen seines Anoraks hoch. Plötzlich ertönte von fern her ein Zischen. Da, von der nördlichen Seite, kam nun ein Licht näher. Das zischen wurde lauter, und ertönte ein schriller Pfiff. Ein Zug fuhr ein. Ein altertümlicher Zug, mit einer Dampflok. Er wirkte wie einer jener mondänen Luxuszüge, die in den Dreißiger Jahren Unterwegs waren, und war von Nebel umgeben.

Mit lautem Kreischen der Bremse kam das Gefährt zum Stehen. Die Türen öffneten sich selbsttätig, und alles war still. Kein Schaffner stieg aus, und auch kein Fahrgast. Langsam traten die Fünf wartenden zu der offnen Abteiltür. Es war jetzt fast Mitternacht.

Darren, der am nächsten stand, zögerten kurz, dann stieg er ein, und die anderen vier folgten ihm. Durch die Abteiltür kamen sie in eine art Salon. Darren riss die Augen auf. Auf dem Tisch standen Schilder, mit ihren Namen darauf. Sie wurden erwartet. Unsicher nahmen sie Platz. , und im selben Moment schloss sich die Tür. es gab einen Ruck, der Zug setze sich in Bewegung, und sie wussten nicht einmal wohin.


Kaum hatte sich der Zug in Bewegung gesetzt, da ertönte eine hohe Männerstimme:
„Herzlich willkommen an Bord des Mitternachtszuges, Darren McCoy,Ingrid Hansen,Harlan Green,Winston McGready und Joanna Bartok. Ich freue mich, dass sie meiner Einladung gefolgt sind, und sich die Hunderttausend Pfund verdienen wollen, und natürlich werden sie sich fragen, womit sie es sich verdienen sollen. Nun, ganz einfach, Indem sie diese Fahrt bis zum Morgengrauen überleben!....
*
Die fünf Passagiere starrten wie vom Donner gerührt, dann begannen sie durcheinander zu schreien: “Überleben?“, “Man will uns umbringen!“ „sind wir in den Händen eines wahnsinnigen?“

Nur Darren bewahrte Ruhe
2Einen Moment „ rief er „Wir müssen  kühlen Kopf bewahren. Wir sind offenkundig nicht zufällig hier, sondern wir wurden gezielt eingeladen. Wer immer uns hierher eingeladen hat, hat es also gezielt auf uns abgesehen.“
„Ich wüsste nicht warum“, brummte Harlan Green
„Ich auch nicht, aber trotzdem muss es so sein“

„Wer hat sie eigentlich zu unserem Kommandanten ernannt?“, fragte Ingrid Hansen
„Niemand“, entgegnete Darren „Ich erhebe auch nicht den Anspruch es zu sein. Ich gebe lediglich ein paar Denkanstösse. Wir können das nur zusammen durchstehen.“
„Im Gegenteil, wir beenden das sofort“, rief Green, ging zur Tür, und zog die Notbremse-Doch der Zug raste weiter durch die Nacht.

„Verdammt“, stieß Green hervor „Sie funktioniert nicht“
„Wir sind hier also gefangen, in einem fahrenden Zug zu einem unbekannten Ziel. Am besten sehen wir mal, ob sich außer uns noch jemand hier drin befindet. Harlan, wollen sie mich begleiten, und den vorderen Teil des Zuges durchsuchen, und ihr den hinteren. Wichtig ist, das wir nicht allein sind“

Der Vorschlag wurde angenommen. Darren und Harlan gingen von Waggon zu Waggon.doch keine Menschenseele war zu finden.
„Das gibt’s doch gar nicht“, meinte Green, „Es kann doch nicht sein, das wir die einzigen in diesem Zug sind.“
„Und doch ist es wohl so“, sagten Darren. Die Abteile wirkten, als wäre lange Zeit niemand darin gefahren. Es war, als wäre man in die Vergangenheit zurück versetzt.

Schließlich ,nachdem sie auch den letzten Waggon durchsucht hatten. Beschlossen sie zurück zu gehen. Als sie wieder im Salon ankamen, trafen sie die beiden Frauen an, die ebenfalls zurück gekehrt waren

„Und wie war´s bei euch?“
.“Nichts“, meinte Ingrid
„Genau wie bei uns.Das heißt, wir sind tatsächlich die einzigen in diesem Zug, übrigens wo ist McGready?“

„Musste mal, und wollte die Toilette suchen“, antwortete Joanna
„Gibt es denn hier im Zug eine“
„Keine Ahnung“

Plötzlich ertönte ein schriller Schrei von der hinteren Seite des Waggons .sie liefen nach hinten, verließen den Waggon, und kamen zu einer kleinen Kabine, die wohl die Toilette darstellte. Die Tür stand einen Spalt weit offen. Sie schoben sie ganz auf, und die Frauen schrien auf.

McGready war mit einem großen Fleischermesser buchstäblich an die Holzwand genagelt worden. Blut tropfte von der Leiche hinunter, und färbte die Wand rot. Unter dem Toten bildete sich bereits eine Lache.

„Raus hier“, stießen Darren hervor. „Zurück in den Salon“
Als sie dort angekommen waren, gingen Darren zur Bar, und nahm sich die Whisky-Flasche, und schenkte vier Gläser ein, während die anderen sich setzten.

Er brachte die Gläser an den Tisch, und setzte sich zu den anderen.
„Okay, das ist jetzt kein Spaß mehr“, sagte Ingrid „Wir sind in einem fahrenden Zug mit einem Killer an Bord“
„Ja“, meinte Harlan Green „aber da wir in diesem Zug offenbar die einzigen Menschen sind, muss der Mörder einer von uns sein.“
„Sie vergessen allerdings die Stimme, die uns begrüßt hat.“, meinte Joanna

„Ja, sie haben Recht“, sagte Darren. „Diese Stimme gehörte Niemand von uns.
Es muss doch noch jemand hier sein, der sich vor uns versteckt.“
„Vielleicht dieser Dr.Asmodin“
„Gut möglich, aber warum will er uns umbringen, und was ist das für einen merkwürdigen Zug, und wohin fährt er?“
Darren erhob sich, und begann den Salon zu durchsuchen. Die Wände waren mit edlem holz vertäfelt, aus dem auch die Möbel bestanden. Gepolsterte Stühle, Tische, hinten die kleine Bar, rote Teppiche auf dem Boden, und Vorhänge aus edlen Stoffen an den Wänden.

Vielleicht suchen wir noch mal  und bilden Zweierteams. Sie, McCoy, nehmen Miss Bartok mit in den hinteren-, ich gehe mit Mrs. Hansen in den vorderen Teil. Sie beschlossen es so zu machen. So gingen Darren und Joanna den Zug in Richtung Lokomotive durch. Harlan und Ingrid gingen entgegen gesetzt.

Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis sie fertig waren, und zum Salon zurück kehrten. Als sie die Tür öffneten erstarrten sie. Harlan lag Blut überströmt am Boden, und ein Mann in Schaffner-Uniform hatte Ingrid am Hals gepackt, hielt sie mit unmenschlicher Kraft an die Wand gedrückt, und stieß ihr im nächsten Moment ein großes Küchenmesser in den Leib. Ihr Schrei wurde zu einem Gurgeln, während sie an der Wand hängend noch zuckte. 

Joanna stieß im selben Moment einen Schrei aus. Der Schaffner drehte ihnen den Kopf zu, und das Blut gefror sie in den Adern. Sie blickten in leere Augenhöhlen die zu einem Totenschädel gehörten. Ein rotes Höllenfeuer glühte aus ihnen. Jetzt hob er einen arm, und zeigte mit weißen, klauenartigen Knochenfingern auf sie.

*
Ein Lichtblitz flammte auf, und ein Pergament erschien, in der Luft hängend, auf dem eine Liste mit Namen stand:

Angus McCoy
Olof Hansen
Henry Green
Helena Bartok
Charles McGready

“Helena Bartok war meine Großmutter.“
Darren nickten nur, dann erklang wieder die hohe, unheimliche hohe Stimme:
„Ja, einst, bei der letzten Fahrt des Mitternachtszuges, verkauften sie mir eure Seele, und nun hole ich mir, was mir zusteht“
Ein schauriges Gelächter ertönte, und der knöcherne Schaffner setzte sich in ihre Richtung in Bewegung.

Darren riss Joanna mit sich, und stürmte mit ihr durch die abteile dem Ende  des Zuges zu, den unheimlichen hinter sich. Stets konnten sein die schritte des Verfolgers hören. Die Stimme ertönte wieder:
„Es nützt euch nichts zu fliehen. Ihr werdet nicht entkommen!“

Sie rannten weiter durch den rasenden Zug, das Ungeheuer hinter sich. Das Ende des Zuges kam immer näher .Noch ein Großraumabteil, an geschlossenen abteilen vorbei, der letzte Wagen war erreicht. Wieder ein Großraumabteil .sie waren knapp zur Mitte gekommen, als sich hinter ihnen die Abteiltür öffnete, und ihr Verfolger eintrat.
„Nun seid ihr am Ende“, ertönte wieder die Stimme „Ihr könnt nicht entrinnen.“
Sie waren am Ende angekommen. Darren öffneten die Abteiltür. Kalter Fahrtwind wehte ihnen entgegen.

Sie sahen sich um. Der Unheimliche kam immer näher, konnte schon deutlich den grinsenden Totenschädel unter der Schaffnermütze erkennen. Die arme erhoben sich die Knochenfinger krümmten sich zu klauen. Sie wirbelten wieder herum, traten durch die Abteiltür hinaus aufs Podest in die kalte Nacht. Bei der Geschwindigkeit, in der der Zug raste , war ein Absprung kaum zu überleben ,doch was sollten sie tun, denn auf der anderen Seite war der Knochenmann bereits an der Abteiltür angekommen. Darren fassten einen Entschluss. Er fasste Joanna bei der Hand, zog sie zu sich und sprang…
*
Zugabteile, eine Frau, ein Knochenmann. Das alles drehte sich um ihn.
nicht entkommen, nicht entkommen!“,
tönte es in seinen Ohren
Mister, Mister!", hörte er plötzlichen einen lauten ruf an seinem Ohr.
Er öffnete langsam die Augen, und stellte fest, dass er in einem Bett lag. Neben seinem Bett standen eine in weiß gekleidete Frau, die er nicht kannte, und ein schwarzhaariger Mann in einem weißen Kittel.

Er war in einem Krankenhaus. Mühsam versuchte er sich aufzurichten.
„Ruhig, ruhig, sagte der Mann. Sie sind noch schwach. Sie wurden auf  der Bahnstrecke zwischen Langardon und Roxton gefunden. Wissen Sie, was passiert ist?“
„Der Zug, ich bin aus einem Zug gesprungen“
„Das kann nicht sein. Die Strecke ist still gelegt, da fährt schon seit Jahrzehnten kein Zug mehr“
„Unsinn, ich war doch in dem Zug, und der ist von Langardon abgefahren.“
„Der Bahnhof  von Langardon ist ein Museum. Ist ja eine Merkwürdige Geschichte. Die Frau, die mit ihnen aufgefunden wurde, sagte etwas Ähnliches. Gut, wie dem auch sei, sie müssen noch etwas unterschreiben, eine Formalität. Er legte ihm ein Klemmbrett mit einem Fragebogen hin, der seine Daten abfragte, wie Name Geburtsdatum, Krankengeschichte, etc. abfragte.Er war auf eigentümlich alt wirkendem Papier gedruckt. Darren füllte ihn aus, unterschrieb ihn, und gab er dem Arzt zurück. Der blickte kurz darauf, und ein eigentümliches lächeln glitt über sein Gesicht.
„Gut, sehr gut“, sagte er, wandte sich um, und schickte sich an, das Krankenzimmer zu verlassen.
„Kommen sie Schwester, wir gehen“, rief er der Schwester zu.
„In Ordnung, Dr.Asmodin!“…
ENDE


Sonntag, 29. Oktober 2017

Schaurige Dinge werfen ihre Schatten voraus

Am Dienstag ist Halloween, und jedes Jahr zu Halloween gibt es die Horrorstory des Jahres.Zur Einstimmung darum Heute die vier bisher erschienen Schauerstücke.

Nosferatu
Das Ding aus dem Watt
Das Krematorium
Die Bestie von Bartowek

Ach ja:Nichts für Kinder 

Sonntag, 8. Oktober 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 14

11.Das Dämonengrab

Der unheimliche im langen, schwarzem Gewand, und einer Kapuze, die sein Gesicht verdeckte, trat an die vier Kreaturen heran.
„Sind die anderen Kinder auf dem Weg zum Tempelhügel?“
„Sind auf Weg Herr“, sagte der zunächst stehende ehrerbietig  „wussten nicht, das Herr sein hier“
Der Fremde vollführte eine wegwerfende Handbewegung.
„Ist ohne Belang. Wir können das Ritual auch mit den vorhandenen Kindern vollziehen. Lasst uns aufbrechen zum Tempel.“
*
Während das fliegende Einhorn mit den Kindern in Richtung Kloster flog, traten die Freunde unter Führung der Wölfe die Verfolgung der Entführer und der Kinder an. Die Spürfähigkeiten der Wölfe waren dabei von unschätzbarem Wert.

Bald waren sie an der Stelle, wo die drei entkommen waren, und fanden die restliche Spur wieder, der sie folgten. Die Dämmerung trat ein, als ein großer Hügel in Sicht kam, auf deren Spitze man Ruinen erkennen konnte.

„Der Tempelhügel“, stieß Grauwyn hervor
 „Was ist das für ein Ort?“, wollte Ronny wissen
„Eine ehemalige Kultstätte, auf der angeblich schwarze Messen abgehalten wurden .Es heißt, dieser Ort ist verflucht. Unter diesem Hügel soll ein Dämon aus grauer Vorzeit begraben sein.“
„Und dorthin bringen sie die Kinder?“
„Es sieht ganz so aus“
„Nun“, meinte Lucina „Dann sollten wir uns beeilen.“
*
Savinius und Lilith verließen die zerfallene Kirche.“
Du weißt, was sie vorhaben“, sagte sie
„Ja“
Sie brauchen die Kinder, weil nur sie dorthin kommen, und es holen können.“
„Ja, und als jungfräuliche Opfer. Wir dürfen keine Zeit verlieren.“
Er griff in seine Tasche, und holte einen Wegestein hervor
„Willst du mich begleiten?“
Die Wildkatze trat neben ihn, und er legte die Hand auf sie, während er in der anderen den  Stein hielt.
„Also dann“
*
Sie waren Oben angekommen.

„Bringt sie hinein!“, rief der Unheimliche in der schwarzen Robe „Sie sollen es holen, und dann wird es beginnen. Ein neues Zeitalter bricht an, das Zeitalter des Bösen!“…

Sonntag, 17. September 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 13

10.Das Geheimnis des Abtes

Savinius hatte einen Wegestein benutzt, um zu der Ruine jenes Klosters zu gelangen, welches einst alle drei Bände des Zyklus von Mohrar beherbergt hatte. Wenn das Feuer nicht alle drei Bände vernichtet hatte, konnte es möglich sein, das der dritte Band noch hier war, obwohl, wenn jemand den zweiten Band an sich gebracht hatte, warum hätte er den ersten und dritten hier lassen sollen, es sei denn, sie sollten verbrennen, um zu verhindern, das die Beschwörung rückgängig gemacht wurde.

Dies jedoch würde bedeuten, das mit Vorbedacht gehandelt, und von langer Hand geplant wurde. Savinius hatte den Abt des Klosters gekannt. Er hatte seine Novizenzeit, und Teile seines Mönch-Daseins hier verbracht. Doch der Abt war tot. Leo –Johannes war ein Charismatischer Mensch gewesen, aber auch ein unheimlicher, geheimnisvoller Mensch. Könnte er im Geheimen Studien über den Zyklus von Mohrar und des unter gegangenen Volkes betrieben haben? Doch wer hatte sie dann fort geführt.

Savinius schritt durch die zerstörte Eingangshalle, die größtenteils im Freien lag. Nach dem Brand hatte man hier nichts Neues gebaut. Es hieß, dieser platz wäre verflucht. so wurde das, was das Feuer vom Kloster übrig gelassen hatte, dem Verfall überlassen. Der Abt Schritt durch  einen modrigen, von Pflanzen behangenden Gang, an dessen Ende sich eine schwere, massive Holztür befand, die nun Ruß geschwärzt war.

Er schob die nun schwergängige Tür auf, deren rostige Scharniere laut quietschten und knarrten, und stand in einem Büro, dessen vorderen Teil ein wuchtiger Schreibtisch einnahm. Im hinteren standen große Regale mit Büchern und merkwürdigen Geräten darin, sowie einen Tisch mit Reagenzgläsern, einem Brenner, und einigen anderen dingen für Experimente. Alles verstaubt und vermodert.

Auf dem Schreibtisch stand ein Tinten fass, eine Feder daneben, ein Stapel vermodertes Papier und ein gelblich weiß schimmernder Schädel. Savinius sah sich um, um hinweise auf das buch zu finden. Er ging an den Regalen entlang. War es eventuell unter falschem Umschlag dort hinein gestellt worden? Doch er fand nichts.

Plötzlich ertönte vom Schreibtisch eine tiefe Stimme „Du suchst es?“
Savinius fuhr herum, und ging zurück, und ging zum Schreibtisch, doch dort war niemand.
„Du suchst es?“, sagte die Stimme noch einmal, und Savinius erkannte, das es der Schädel war, der sprach, und in dessen Augenhöhlen es rot glühte.

„Irgendwann musste jemand kommen, das Buch zu suchen. Es wurde von den anderen getrennt, denn sie dürften nicht zusammen in die falschen Hände fallen. Mein Geist wurde hier hinein gesteckt, es zu bewachen, bis der richtige kommt, es seiner wahren Bestimmung zuzuführen...“
„Wer bist du?“, fragte Savinius.
„Im Leben war ich Leo Johannes, Abt dieses Klosters. Dies ist meine Sühne.“
„Sühne wofür?“
„Ich war ein Nachkomme jenes Volkes, das den Zyklus von Mohrar schuf. Ich forschte in der Hoffnung , es wieder ins Leben zu rufen, doch ich rief dunkle Mächte hervor, die das Kloster zerstörten .Jetzt, da sie sch anschicken, entsetzlicher als zuvor zurück zu kehren, bist du hier, um das einzige zu holen, das ihnen  Einhalt  gebieten kann.So nimm es dir !“

Und der Schädel drehte und hob sich, und mit ihm die Platte darunter. Ein Fach wurde sichtbar, indem ein großes, in Leder gebundenes Buch war zu sehen.

Savinius nahm es an sich, blickte noch einmal auf en Schädel zurück, und verlies dann das Büro.
„Viel Erfolg!“, scholl es ihm nach.

Als er durch den Eingangsaals schritt, wurde er erneut angesprochen. Diesmal von einer höheren Stimme.
„Du hast es also. Gut, denn die Entscheidung naht heran.“
Es war Lilith. Die Wildkatze saß auf dem steinernen, von Moos und Flechten überwucherten Altar.

Savinius nickte, und zog einen weiteren Wegestein aus der Tasche.

„Gut, gehen wir.“…