Sonntag, 21. Dezember 2014

Herr Nikolaus hat Stress, oder aus dem Alltag eines Weihnachtsmanns


24. Dezember, Morgens am Nordpol. Schnee bedeckt die Landschaft. Große ,stattliche Tannen, Fichten und Lärchen wechseln sich ab mit Laubbäumen, dazwischen weite Ebenen ,die mit spärlichen Gräsern und flechten und Büschen Bewachsen sind. Und mitten darin, eine hell erleuchtete kleine Stadt. Darin wieder ein stattliches , festlich geschmücktes Gebäude ,das von prächtigen, von Schmuck glitzernden Tannen gesäumt ist.

Fleißige kleine Gestalten in gestreiften Gewändern ,mit spitzen Ohren und roten, grünen ,blauen und gelben Mützen ,sind geschäftig dabei unzählige bunte Pakete zu packen, und sie in einen großen Sack zu stecken, den sie anschließend zu einem großen ,prächtigen Schlitten bringen, vor dem bereits sechs Rentiere angespannt sind, von denen eines eine rote Nase hat.
In einem Raum im Obergeschoß besagten Gebäudes, steht eine große, massige Gestalt in einem roten Mantel vor dem Spiegel ,und betrachtet sich kritisch, zupft hier und da den Mantel und die rote Hose zurecht ,und betrachtet den breiten schwarzen Gürtel und die schwarzen Stiefel.

„Guten, das ich das Jahr über ein wenig abgenommen habe. Es wurde letztes Jahr doch ein wenig eng“, meint Herr Nikolaus ,betrachtet sich noch einmal ,und setzt dann die rote Mütze auf, sieht sich noch einmal an, nickt, und schickt sich an, die Treppe hinunter zu steigen, und zu seinem Schlitten zu gehen.

Während er herunter geht grummelt er vor sich hin, welch einen neumodischen Firlefanz sich die Kinder heutzutage wünschen. Was ist bloß aus den Zeiten der guten alten Holz-Eisenbahn geworden? Des Teddys, der Puppe? Aber so ändern sich eben die Zeiten.
Herr Nikolaus geht nach draußen zu seinem Schlitten, wo seine Weihnachtselfen auf ihn warten. Er wählt Zehn von ihnen aus ,ihn zu begleiten. Ja nun, auch der Weihnachtsmann kann Heute nicht mehr alles allein machen. Ein Bisschen was muss man schon delegieren. Streng genommen gibt´s auch nicht nur einen Weihnachtsmann. einer allein kann ja nicht alle Kinder der Welt versorgen.

Sie besteigen den Schlitten, und fliegen los. Über verschneite Landschaft, schneebedeckte Baumwipfel und Berge geht es dem Ziel, der großen Stadt, den Orten der Menschen entgegen.
Langsam kommen immer mehr Häuser in Sicht, deren Vorgärten festlich geschmückt sind. Man muss es diesen Menschen lassen ,sie lassen sich da wirklich was einfallen. Letztes Jahr  hat er erstaunt gezuckt, als er einen anderen Weihnachtsmann die Wand eines Hauses empor klettern sah .Schnell stellte er allerdings fest,das es sich dabei um eine leuchtende Nachbildung seiner selbst handelte.

Sie landen auf einem Dach ,und die Elfen verwandeln sich in Herr Nikolaus Ebenbild, nehmen sich Geschenke, und schwärmen zu den Häusern aus. Herr Nikolaus nimmt sich das  Haus, auf dessen Dach sie gelandet sind, und zwängt sich in den Schornstein.
„Wer hat eigentlich diese abartige Tradition erfunden, das der Weihnachtsmann durch den Schornstein steigen soll?“ ,brummt er. „wirklich gut, das ich ein wenig abgenommen habe“
Er verteilt die Geschenke und will gerade wieder nach Oben gleiten, als plötzlich die Tür klappt, und sich Taschenlampenlicht auf ihn richtet. Eine Stimme ruft barsch:  “Keine Bewegung, Polizei!“
Na Prima! Natürlich könnte er dank magischer Fähigkeiten einfach verschwinden, aber das würde zuviel aufsehen erregen. Also hebt er die Hände, und lässt sich fest nehmen.

Man nimmt ihn ins Polizei-Präsidium, wo er von jenem Beamten verhört wird, der ihn festgenommen hat. Kommissar Rahn steht nur wenige Monate vor der Pensionierung .Er ist ein Mann von ähnlich massiger Gestalt wie Herr Nikolaus, mit grauem Haarkranz und gutmütigem, runden Gesicht. Gutmütig wirkt er jetzt aber nicht.

„In Ordnung“, meint er kurz angebunden. „Name?“ ,und macht sich bereit zu schreiben.
„Nikolaus“, sagt Herr Nikolaus „Sie können auch Weihnachtsmann sagen“
Rahn schaut missmutig auf.
„Okaay“, sagt er gedehnt „Ich hab´ ja auch Humor, aber sehr begrenzt. Also noch mal, wie ist ihr Name?“
„Hab ich ihnen doch schon gesagt, Nikolaus oder Weihnachtsmann“
„Ihnen ist schon klar, das sie wegen Einbruchs hier sind. Sie wollten doch in dem Haus was klauen“
„Klauen? “,fragt Herr Nikolaus erstaunt. „Nein, ich habe Geschenke gebracht, wie der Weihnachtsmann das tut“
„Ja,Ja ,Geschenke gebracht, das hätte ich jetzt auch gesagt. Eine originellere Ausrede haben sie wohl nicht auf Lager“ ,sagt der Kommissar, und starrt Herrn Nikolaus böse an.
„Wieso Ausrede? Ich bin der Weihnachtsmann, und zu Weihnachten durch die Kamine in die Häuser zu steigen und Geschenke zu verteilen ist mein Job. Zu gegeben, ich würde ja auch gern auf etwas zivilisiertere Weise reinkommen, aber Tradition ist nun mal Tradition. Ich habe den Eindruck, sie haben ihren Glauben an den Geist der Weihnacht verloren “
Rahn sieht sein Gegenüber düster an.

„Meinen Glauben habe ich schon früh verloren. Als ich klein war ,war ich Fußball- begeistert ,und habe mir sehnlichst einen Leder-Fußball mit Autogrammen der 54´Weltmeister gewünscht.Ich habe vor dem Haus gestanden, und nach ihnen, ich meine dem Weihnachtsmann Ausschau gehalten, aber ich habe ihn nie bekommen. Statt dessen ist mein Großvater an Heiligabend gestorben. Da habe ich aufgehört zu glauben.“

„Oh, das tut mir sehr Leid“, sagt Herr Nikolaus mitfühlend, aber ich glaube , das mit dem Ball lässt sich grade biegen, wenn ich hier raus bin.“
„Reden sie keinen Unsinn! Und nun Schluss damit. Wie ist ihr Name, der richtige !“
Herr Nikolaus seufzt:“ Mein Name ist Nikolaus oder Weihnachtsmann“
„Grrmpf, dann werden sich ja freuen ein paar Bekannte zu treffen. Ich hab ´nämlich noch drei von ihrer Sorte in der Ausnüchterungszelle, plus zwei Jesusse. Und da bleiben sie erst mal über Nacht ,bis sie sich entschlossen haben ,vernünftig mit mir zu reden.“

In der Ausnüchterungszelle sitzen drei Ebenbilder von ihm, Na ja, die einen haben die Mützen abgenommen, bei einem hängt der Bart schief. Zwei langhaarige  ,bärtige Männer in langen Gewändern sitzen in der Nebenzelle .Einer schläft den Kopf gegen die Wand gelegt. Man riecht deutlich eine kräftige Alkohol-Fahne .
„Hey, hass nnoch was ssu trinken?“, lallt einer der Nikoläuse
„Ooh  ähm, leider nicht“ ,meint Herr Nikolaus ,und setzt sich. er führt einige ,nicht sehr gehaltvolle, Gespräche mit seinen Kopien ,und dem wachen Jesus. Irgendwann schlafen sie alle, und Herr Nikolaus erhebt sich.

„So, genug Zeit verschwendet, die Elfen werden schon bald fertig sein“, meint er zu sich. Er vollzieht eine Handbewegung und die Gefängnismauer teilt sich. Er tritt hinaus, auf die verschneite Strasse, lässt die Mauer sich wieder schließen, und schickt sich an zu gehen, aber er hält inne.
„Oh, da war noch was“, sagt er „Ich habe noch was nach zu holen.“ Er umrundet das Gebäude, bis er vor einem Fenster steht, in dem kleine Kerzen stehen. Durchs Fenster kann er den Kommissar sehen ,der am Schreibtisch sitzt und arbeitet.
Er zieht ein Papier aus seiner Manteltasche, und schreibt ein paar Zeilen darauf. Eine Handbewegung lässt das Fenster ein wenig kippen. Er schnippst das Papier durch den Spalt, und lässt das Fenster sich wieder schließen.

Rahn schaut verdutzt auf ,als ein Blatt vergilbtes Papier auf seinen Schreibtisch flattert. Er nimmt es auf und liest:
Tut mir Leid nicht länger hier bleiben zu können, aber ich habe noch zu tun Es ist ihr Recht wütend auf mich zu sein. Ich bin ihnen einiges schuldig .kommen sie doch zu dem Haus, in dem sie mich verhaftet haben.
Vielen Dank ,fröhliche Weihnachten,
herzlichst,
Herr Nikolaus

Rahn sieht auf, und sieht das Gesicht des Weihnachtsmannes ,der ihm freundlich zulächelt, und mit behandschuhter  Hand winkt.
Sofort springt er auf und rennt hinaus, doch als er am Fenster ankommt, ist Herr Nikolaus verschwunden.

Wütend schnaubt er, dann fällt ihm der Zettel in seiner Hand ein. Jetzt einen Wachtmeister zu holen ,würde zu lange dauern, er beschließt ,allein hin zu fahren, schwingt sich hinters Steuer seines Autos ,und fährt los.
Es ist bereits dunkel, als er ankommt. Einzelne Schneeflocken fallen vom ansonsten sternenklaren Himmel.

Das Haus ist festlich erleuchtet. Er will darauf zu gehen, da hört er über sich Glöckchen klingeln. Er schaut hinauf, und traut seinen Augen nicht. über ihm zieht ein Schlitten einen großen Kreis, in dem Herr Nikolaus sitzt.

Plötzlich fällt ein Paket  vor im in den Schnee .Bunt verpackt. Geschmückt mit Tannenzweigen. Er hebt es bebend auf. Es hängt ein Zettel daran, auf dem Steht:
Entschuldige bitte die Verspätung, aber besser spät  ,als nie. fröhliche Weihnachten
Er packt es aus ,und stockt. Es liegt ein brauner Lederfußball darin. Er kann Unterschriften sehen: Fritz Walter, Ottmar Walter, Toni Turek…

Ein Kloß schnürt seine Kehle zu. Tränen rinnen seine Wangen herunter. Er blickt hoch zu
dem kreisenden, sich langsam entfernenden Schlitten, und sagt leise, mit Tränen erstickter stimme: “Danke“

Oben lächelt Herr Nikolaus vergnügt, und sagt: “Gern geschehen“, die Elfen teilen sein Vergnügen. So verteilen sie jetzt mit großer Lust und Weihnachtsstimmung den Rest ihrer Geschenke. Und schließlich ziehen sie noch einmal ihre Kreise über der Stadt ,betrachten den Weihnachtsmarkt mit den bunten festlich beleuchteten Buden, von denen wunderbare Düfte nach Oben steigen. Sie überfliegen die Stadt mit den festlich geschmückten Häusern und Gärten ,und fliegen nun wieder nordwärts nach Hause.

„So“, meint Herr Nikolaus „Morgen noch mal eine Runde , und dann ist erstmal ein Jahr Urlaub“ Er fliegt noch einmal eine Runde über die Stadt, und ruft den Bewohnern zu, was ich euch nun auch zurufe:

Fröhliche Weihnacht euch allen, und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Samstag, 6. Dezember 2014

Ronny Riese vom Dusterwald, Teil 22

Tja, lange hat sie gedauert,die Geschichte von Ronny,hier ist nun das große Finale.für diejenigen,die erst jetzt hinzu gekommen sind, ein besonderer Service:Alle Teile hier verlinkt.Also,was bisher geschah:

Und nun,das Finale,viel Spaß!

Der König der Elfen
Bewusstlos blieb er am Boden liegen. Seine Eltern, die sich mühsam aufgerafft hatten, liefen zu ihm. Seine Mutter bette seinen kopf in ihrem Schoß, strich mit der Hand über sein Haar, und sprach auf ihn ein, doch er rührte sich nicht.
Lucina kam vorsichtig heran. Sie lächelte Ronnys Eltern freundlich an, dann beugte sie sich zu dem reglosen Jungen herunter, um ihn zu untersuchen.
„Er ist ganz kalt. Der Kampf hat alle Energie aus ihm gesogen“, stellte sie besorgt fest, und wandte sich um.
„Wir bringen ihn zu Lusagas Haus“, sie wandte sich an den Waldgeist „Hutzelmann, hole Mummine , wir brauchen sie hier.“ Der Waldgeist verschwand in grünem Licht.
Zu den angstvoll blickenden Eltern sagte sie sanft:
„Mummine ist die beste Heilerin, die es gibt. Wenn jemand ihm helfen kann, dann sie“
Lucina hob Ronny hoch, und trug ihn zum Haus ihrer Schwester, gefolgt von seinen Eltern, Baugin ,Lichtfang und Fenrick, Grauwyn, Rotpelz, und den anderen Wesen.
Beim Haus wartete bereits Hutzelmann mit Mummine.
*
Fünf Tage lang lag Ronny in tiefer Bewusstlosigkeit. Seine Eltern und Mummine wachten abwechselnd an seinem Bett. Thore  lag, wenn er nicht draußen war, an seinem Fußende.
Mümmine flöste ihm täglich einen Kräutertrank ein, fühlte seinen Puls und überwachte ihn.
Schließlich, am Nachmittag des fünften Tages kam er kurz wieder zu sich. Sein Gesicht war aschfahl, die Augen eingefallen ,aber er brachte ein schwaches Lächeln zustande, ehe er wieder einschlief.
Mummine klatschte begeistert in die Hände. „Sehr gut“, sagte sie „es stand lange auf der Kippe, aber jetzt ist sicher, das er wieder ganz gesund wird. Er schläft nun den Schlaf der Genesung. Wenn er wieder aufwacht, wird er schon viel kräftiger sein.“
Diese Nachricht wurde von allen mit Freude und Jubel aufgenommen.

Als er wieder aufwachte, waren waren auch Lucina, Lusaga , Baugin, Fenrick und Lichtfang an seinem Bett. Grauwyn und Rotpelz standen an der Tür, Thore lag am Fußende.
Er fühlte Kraft und Leben in sich, wenn er auch noch schwach war. Er blickte sich um. Auf seinem Stuhl vor dem Tisch hingen seine Sachen, und auf dem Tisch lag die Sternenscheibe. Das Medaillon trug er noch am Hals.
Lucina war seinem Blick auf den Tisch zur Sternenscheibe gefolgt.
„Sie gehört dir“, sagte sie. „Erinnerst du dich, was passiert ist?“
Ronny nickte. „Als ich vor ihm stand, in dieser Lage, erinnerte ich mich, das auf der Scheibe und meinem Medaillon die selben Zeichen sind. Das Medaillon öffnete den Berg und fand die Scheibe. Es musste also eine Verbindung zwischen ihnen bestehen, das war meine Chance. Ich schleuderte also die Scheibe nach ihm ,um ihn abzulenken, denn er hatte ja meine Eltern, und dann konzentrierte ich meine ganze Kraft darauf die Verbindung zu aktivierten.“
„Ausgezeichnet“, lobte Lucina „aber du konntest nicht wissen, das es soviel Energie aus dir saugt. Es war letzten Endes deine Kraft, die den Schattenfürsten vernichtet hat.“
Ronnys Genesung schritt schnell voran, und bald war er bereit für die letzte Reise, die ihn zurück nach Hause führte. Doch vorher gab es noch eine andere Station.
*
    Auf einer großen Lichtung im Wald herrschte an diesem Abend ausgelassene Stimmung. Zwerge, Elfen, Kobolde, lagen sich in den Armen ,tanzten , aßen und tranken, oder schmauchten behaglich ihre Pfeife. Zwischen ihnen saßen oder lagen Wölfe und Füchse, und die Äste der Bäume waren voll von Eulen und Raben.
Ein Feuer brannte in der Mitte, und in seiner Nähe, auf einem leicht erhobene Platz saßen Ronny und seine ungläubig staunenden  Eltern, mit  den Feen, Lichtfang, Baugin und Fenrick.
Immer wieder stoben Lichtblitze nach oben, und explodierten im Nachthimmel, wobei sie einen bunten funkenregen hernieder rieseln ließen.Thore versuchte ,sie zu fangen,und hatte seinen Spaß daran.
Nun erhob sich Lucina, schritt in die Mitte, bot mit erhobenen Armen Schweigen, und warf Lichtfang einen Blick zu, der ihr zunickte.
„Freunde, Wesen des Waldes!“, rief sie „Es ist an der Zeit , jenen Ehre zuteil werden zu lassen ,die sie verdient haben ,nämlich Ronny und seinen Freunden Baugin, Fenrick ,Lichtfang, Rotpelz der kluge und Grauwyn der tapfere, die durch große Gefahren gegangen sind, um die Finsternis aufzuhalten, und Ronny, der die Prophezeiung erfüllt ,und den Schattenfürsten vernichtet hat.
Alle Wesen ,die reinen Herzens sind ,verdanken euch viel. Ronny ,komm zu uns.“
Er erhob sich, und kam zu ihr.
„Ronny, Sohn Romualds, empfange deinen Lohn, und tritt dein Erbe an, Lichtfang!“

Der Elf kam heran, in seiner Hand die Sternenscheibe. Er blieb vor Ronny stehen, und hob die Hände mit der Scheibe über seinen Kopf in die Luft, und lies sie los. Sie schwebte über Ronnys Kopf, und begann gelbe funken ,wie einen Regen über ihn zu ergießen, die schließlich auf seinem Haupt eine Krone bildeten.
„Ronny, Sohn Romualds, du bist der Erbe deines Vaters, ich kröne dich hiermit zum König der Elfen von Dusterwald und des Harz. Lang mögest du leben, und weise regieren.“, sagte Lichtfang laut und feierlich.
 Ronny befiel bei allem Glück ein ungutes Gefühl .Er hatte ja schließlich noch ein Leben bei den Menschen.
Doch Lucina schien das bereits bemerkt zu haben. Sie trat zu ihm, und sagte: „Ich weiß, du gehörst in die Welt der Menschen, zu deinen Eltern, darum wirst du mit ihnen zurück gehen. Doch du bist , was du bist, und darum bist du auch ein teil des Waldes, einer von uns, auch in der Menschenwelt. Und darum werden wir über dich wachen.

Ein wenig nach der Krönungszeremonie kamen Grauwyn und Rotpelz zu ihm.
„Wir werden jetzt gehen“, sagte der Wolf, doch vorher schulde ich dir eine Entschuldigung, kleiner Mann, ich zweifelte an dir, und tat dir damit Unrecht.“
„Es gibt keinen Grund ,sich zu entschuldigen“, entgegnete Ronny „Ich hätte selber nicht gedacht, das ich das schaffe. Dank euch beiden für alles.“ Damit strich er Beiden über den Kopf.
„Wenn du uns brauchst, dann weißt du, wo du uns findest“, sagte Rotpelz.
Fuchs und Wolf wandten sich um, und verschwanden zwischen den Bäumen. Ihre Artgenossen folgten ihnen.

Am nächsten Morgen gab es einen ergreifenden Abschied von Baugin, Lichtfang, und Fenrick, die ihn am Liebsten gar nicht gehen lassen wollten.
„Ich vertraue dir die Sternenscheibe an ,zu Hause kann ich sie doch nicht gebrauchen, und in meiner Abwesenheit hast du das sagen „
Lichtfang nickte mit Tränen in den Augen
„Verlass dich nur auf mich“, sagte er mit erstickter Stimme.
„Wenn du uns brauchst, berühre dein Medaillon, und denk an uns“, sagte Lucina, die ihn umarmte. „Und denk daran ,die Wesen des Waldes werden über dich wachen“ 
Plötzlich flirrte es grün neben ihr auf, und Hutzelmann erschien.
„Hutzelmann bringt euch nach Hause“, sagte die Fee
„Doch nicht gedacht hast du, ich lasse dich einfach so gehen“ ,sagte der Waldgeist verschmitzt.
Ronny ,Thore ,und seine Eltern traten zu ihm. Berührt ihn, keine Angst, euch passiert nichts“, ermutigte er seine nur zögerlich heran tretenden Eltern. Sie berührten Hutzelmann, Ronny sah noch die winkenden Freunde, und hob den arm zur Erwiderung , da waren sie auch schon in flirrenden grünem licht verschwunden.

Im nächsten Moment erschienen sie am Waldrand ,unweit ihres Hauses, das grüne Flirren lies nach, und da standen sie.
„Die Stunde des Abschieds ist nun“, sagte Hutzelmann  „Lebt wohl ,und denkt an uns. Wisset zu schätzen den Wald.“
Und er löste sich in flirrendem ,grünen Licht auf.
Ronnys Vater trat auf ihn zu.
„Ist das alles wirklich passiert?“, fragte er
Ronny hielt das Medaillon hoch
„Ja, das ist es, und die Wesen des Waldes gibt es „
„Es würde uns trotzdem keiner glauben“, meinte seine Mutter
Sie nahmen Ronny zwischen sich ,und gingen, gefolgt von Thore, zu ihrem Haus.

Später, am Abend, als er zu Bett ging, sah er noch einmal aus dem offenen Fenster zum Waldrand. Die Luft war lau und voller Düfte, der Abendhimmel Sternenklar. Was war denn das .Waren da am Waldrand zwei gelbe Augen? Und war da ein kleiner Hut im hohen Gras zu sehen? Und nun sah er auf dem Zaun einen Waldkauz sitzen. als sich ihre Blicke trafen, drückte er ein Auge zu, und zwinkerte. Ronny lächelte  „Sie wachen  über mich“, sagte er leise zu sich. „Ob ich noch mal zu ihnen zurückkehre? Vielleicht, immerhin bin ich der König der Elfen. Doch , eines Tages werde ich zurück kehren“ Und mit diesen Gedanken, und dem an die Wesen des Waldes ging er ins Bett ,und schlief ein.

ENDE