Sonntag, 29. März 2015

Fenris und das Skelett auf dem Kutter-Teil 4

Hier wird der Fall aufgelöst.Wer jetzt einsteigt ,dem sei empfohlen erst zu lesen, was bisher geschah:


So, und nun viel Spaß mit dem Finale:

Während wir im Auto saßen, klingelte das Handy des Kommissars. Fenris zog eine Grimasse. Er hatte nicht allzu viel übrig für diesen „neumodischen Kram“. „Dein scharfer Verstand reicht in den meisten Fällen aus, den Täter zu finden“, sagte er oft. Doch hatte er durchaus die Möglichkeiten der modernen Kriminaltechnik schätzen gelernt.

Stieler betätigte die Freisprechanlage, und nahm den Anruf an. So konnten wir nun alle die Stimme des Kriminaltechnikers Martin Lenz aus Bremerhaven hören.
„Wir sollten doch die Waffe aus dem Haus von Biese mit dem Projektil aus Gramels Schulter vergleichen, und was soll ich sagen: Es war die Waffe, mit der auf Gramel geschossen wurde.“
„Sehr interessant, danke, Martin“, sagte Stieler, und kurze Zeit später, nach einem Belanglosen  Gespräch, hängte er ein.

„Ja, wirklich interessant“, kommentierte Fenris sinnierend. Er wandte sich an mich:
Sie haben doch sicher ein Paar Erkundigungen über Frau Gramel eingezogen.
„Sicher“, sagte ich „Lara Gramel, verwitwete Terjes, geborene Keil, 39 Jahre alt, geboren in Bremerhaven, Realschulabschluss, Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten ,arbeitet neben ihrer Firma ehrenamtlich für eine Wohltätige Organisation und spielt im hiesigen Theaterensemble des Stadttheaters. Aus der Lebensversicherung ihres Mannes bekam sie drei Millionen Euro, die der Grundstein ihres jetzigen Geschäftes waren.“
„Hochinteressant“, meinte mein Boss „Es wird sicherlich ein Erlebnis sein, die Dame kennen zu lernen.“
*
Gramels Haus lag Außerhalb von Frersum, am Ende eines schmalen Weges, der von der Landstraße abging. Es handelte sich um eine alte Villa im Jugend-Stil, mit dekorativ geschwungenen Linien und flächenhaften, floralen Ornamenten, erbaut etwa zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Hinter dem Haus begann besagter Park, in dem der Anschlag auf Gramel verübt wurde.
Die  Hausherrin begrüßte uns persönlich. Lara Gramel war eine bildhübsche, zierliche Frau mit kastanienfarbenem Haar, und blassem, herzförmigen Gesicht mit dunkelblauen Augen. Schlicht, aber elegant gekleidet, in creme- farbener Bluse und Jeans.

Sie gab jedem von uns die Hand, und führte uns in den Salon, in dem ihr Mann saß, mit dem Arm in der Schlinge, den oberen Teil bandagiert, und uns ebenfalls begrüßte.
„Was kann ich für sie tun?“, begann sie
„Nun, zunächst möchten wir wissen, wie das mit dem Attentat war“, begann Fenrissen, an Stelle des verdutzt wirkenden Kommissars.
Lara Gramel zögerte, dann sprach sie.
„Nun, ich war mit Hausarbeit beschäftigt…“,
„Mit welcher?“
Lara sah befremdet auf
„Staub wischen auf den Möbeln. In Häusern wie diesen stauben sie schnell voll.“
„Ah ja, sehr interessant, weiter“
„ Plötzlich hörte ich aus dem Garten einen Knall, ich lief zur Tür, und da kam mein Mann bereits herein, stark aus der Schulter blutend.“
„Und sie ergriffen sofort Maßnahmen zur ersten Hilfe“
„Ich legte ihn im Salon auf das Sofa, verbad ihn, flösste ihm etwas Cognac zur Beruhigung ein, und lies vom Mädchen den Notarzt rufen.“
„Gingen sie danach noch einmal in den Park, um Spuren zu suchen?“
„Nein, ich fuhr mit meinem Mann ins Krankenhaus“
„Natürlich“
„Ich verstehe nicht ganz, was diese Fragerei soll“

„Ahem“, meldete sich Stieler zu Wort. „Ein paar Routinefragen, von Herrn Fenrissen, nichts weiter. Aber wir haben auch ein Paar Neuigkeiten für sie. Vom Tod  Jens Bieses haben sie sicher schon erfahren, nun, es sieht so aus, als wenn er Terjes getötet hat, sowie den Zahnarzt Karl Bertold, und auch das Attentat auf sie hat er verübt."
Die Gramels wirkten sehr erleichtert.
Ach ja, Biese seinerseits, ist offensichtlich von einer gewissen Lena Schramm getötet worden, die eine Schwester von Hauke Terjes zu sein scheint, und nach der wir jetzt fahnden. haben sie von der schon einmal gehört?“
Lara schüttelte den Kopf, und auch Robert Gramel sagte: “Nein, nicht das wir wüssten. Sie muss eine Halbschwester gewesen sein. Jedenfalls hat er sie nie erwähnt.“
„Aber“, meinte Lara “Wenn sie das alles schon wissen, warum noch die Fragerei?“
„Wie gesagt, Routine, griff Fenris nun ein, „aber zur Entschädigung würde ich sie gern heute Abend bei mir zum Essen einladen. die Adresse steht hier auf der Karte.Sie sind übrigens auch herzlich eingeladen, Herr Kommissar."
„Nun, das ist zwar sehr überraschend, aber da wir Heute Abend nichts vor haben, warum nicht?“
*
Das Abendessen bei uns verlief in gemütlicher Atmosphäre, welche lediglich einmal getrübt wurde, durch ein gesprungenes Weinglas, das Fenris austauschen ließ. Nach dem Dessert verschwand Fenris kurz mit dem Kommissar. Dann nahmen sie wieder an der Tafel Platz, und Fenris fasste das Ehepaar Gramel scharf ins Auge.
„Es hoffe, es hat gemundet“, sagte er freundlich „Dann kann ich sie ja mit einer Neuigkeit konfrontieren: Ich glaube nicht, das Jens Biese unser Mörder ist, auch nicht Lena Schramm.“
Die Gramels wirkten ein wenig irritiert.
„Und wer sonst?“, wollte Lara wissen
„Nun, der Mörder von Karl Bertold heißt Hauke Terjes“
„Äh, Hauke Terjes ist tot“, warf Gramel ein
„Nein, keineswegs“, entgegnete Fenris. “Er ist höchst lebendig, und sitzt jetzt hier an der Tafel.“ Er sah Gramel scharf an.

„Um es kurz zu machen, sie sind Hauke Terjes, und jener Tote auf dem Kutter ist, beziehungsweise, war Robert Gramel. Das Motiv: Versicherungsbetrug. Drei Millionen sind viel Geld. Es gab keine dritte Person auf dem Kutter. Sie töteten Gramel, zündeten das Schiff an, und sprangen über Bord. Sie haben lediglich ihre schwimmerischen Fähigkeiten überschätzt, so das man sie heraus fischen musste.
Sie tauchen ein Jahr unter, verändern ein wenig ihr aussehen durch färben der Haare und entfernen des Bartes und kehren als Robert Gramel zurück. Da sie aber ein kluger Mensch sind, haben sie sich einen Plan B bereit gelegt.

Als der Kutter mit der  Leiche gefunden wird, brechen sie in der Praxis von Bertold ein, um die Zahnärztlichen Unterlagen zu vertauschen, damit der Tote auf dem Schiff als Hauke Terjes identifiziert wird. Unglücklicher Weise wurden sie dabei vom Hausherrn überrascht. Ich will ihnen zubilligen, das sie nicht von Anfang an vor hatten, ihn zu töten, doch nun waren sie dazu gezwungen. Damit waren sie eigentlich sicher, aber wie ein Künstler, dem der Erfolg zu Kopf steigt, mussten sie es übertreiben. Sie mussten unbedingt noch einen Sündenbock liefern. Dazu täuschten sie zunächst das Attentat vor. Das auf sie geschossen wurde, wissen wir ja nur durch ihre Aussage. Es gab keine Zeugen, doch in Wirklichkeit schossen sie sich die Kugel selbst in die Schulter. Das ist durchaus möglich, wenn man die Waffe weit genug von sich weg hält, und es ist eine äußerst raffinierte Art, jeden Verdacht von sich abzulenken. Und während ihre Frau zu Biese fährt, und ihn umbringt lenken sie im Krankenhaus mit Bedacht unsere Aufmerksamkeit auf ihn.

Nach dem Mord hinterlässt sie die Waffe, mit der sie vorher Bertold erschossen hatten ,sowie jenen Hammer, mit dem sie Gramel erschlugen, übrigens weiterer Beleg , wie sehr sie mit Bedacht vorgingen, damit wir Biese für den Mörder halten.
Und nun gibt die Theater-Schauspielerin Lara Gramel ihre Vorstellung als Lena Schramm im Nordsee-Palast. Auf dem Zimmer hinterlässt sie die Kleider, dann zieht sie sich um. Einen Raumpflegerin-Kittel, ein Kopftuch, das reicht als Tarnung, um das Hotel zu verlassen völlig aus, denn eine Raumpflegerin fällt nicht weiter auf.“
*
„Das klingt alles hoch interessant, aber ich glaube, das können sie nicht beweisen“,sagte Lara eisig
„Doch, einen Beweis hat ihr Mann freundlicher Weise Heute Abend selbst geliefert, nämlich seine Fingerabdrücke. Ich gebe zu, das das Glas mit dem Sprung ein Trick war.In Absprache mit Herrn Stieler geht dieses Glas nun in die Kriminaltechnik, zur Fingerabdruckanalyse und mit Fingerabdrücken hinterlässt man ja auch genetische Spuren. Manchmal ist der neumodische Kram doch nützlich.“
„Im Übrigen“, meinte Stieler, „dürfte es kein Problem sein, einen Schmauchspurentest bei ihnen, sowie an der Leiche Bieses vor zu nehmen, und als ich eben mit Herrn Fenrissen hinten war, habe ich einen Durchsuchungsbefehl für ihr Grundstück angefordert .Wahrscheinlich wird sich dann auch die Beute vom Zahnarzt finden.“
 „Darüber hinaus“, ergänzte ich „dürften sich auch an dem Hammer Blutspuren finden, die eine Gen- Analyse ermöglichen. Vergleichsmaterial wird sich finden.“
„Und nicht zuletzt“, meinte Fenris „dürfte sich problemlos eine Gegenüberstellung von ihnen im Hut, Kleid und Sonnenbrille der geheimnisvollen Frau Schramm mit dem Hotelmanager arrangieren.“
„Ich mache sie darauf aufmerksam“, sagte der Kommissar „das sie keine Aussage zu machen brauchen. Andererseits kann ein Geständnis nur in ihrem Interesse sein.“

Es entstand eine lange Pause. Die Gramels sahen sich an.
„Was können wir jetzt noch tun?“, sagte Robert Gramel zu seiner Frau.
Sie saß Kerzengerade, und sah uns fest an
„Gar nichts mehr. Das Spiel ist aus, und wir haben es verloren. Ja, sie haben alles richtig erkannt“, Herr Fenrissen. Aber eines können sie nicht wissen, nämlich, das Robert mit dem Plan vertraut war, und es selber wollte. Er war nämlich tot krank, hatte einen Gehirntumor, inoperabel.
> Ich habe keine Verwandten, ihr wart immer meine Familie, und wenn ich schon sterben muss, dann soll mein Tod  doch nicht ganz umsonst sein<, sagte er zu uns.
Verstehen sie, es begann mit einer fixen Idee, dem Gedanken, was wir anstellen konnten, wenn wir die drei Millionen sofort bekämen. Und so wurde der Plan geboren.“

„Es war komisch, unter anderem Namen zu leben“, warf Gramel ein „Aber es war die einzige Möglichkeit. Robert wollte, dass es unerwartet kam. Irgendwann, wenn wir auf See waren. Es kostete mich viel Überwindung, doch für ihn war es eine Erlösung. Ich schlug ihn also nieder, und zündete das Schiff ein, dann sprang ich über Bord. Der Rest  war so, wie sie sagten. Den Zahnarzt wollte eigentlich wirklich nicht töten, die Pistole hatte ich nur zur Sicherheit mit, aber er riss mir die Maske vom Gesicht, da hatte ich keine Wahl mehr. Es ist unheimlich, wie viel leichter ein Mord fällt, wenn man einen schon begangen hat, obwohl das mit Robert kein richtiger Mord war, sondern eher Sterbehilfe“

„Und der anonyme Brief war auch ihre Idee?“
„Nein, er war meine“, sagte Lara „er sollte zusätzliche Verwirrung stiften. Wir hatten erst überlegt, ihn an die Polizei zu schicken, fanden einen renommierten Privatdetektiv dann aber doch reizvoller als Adressaten.“
„Na ja, das Ziel, Verwirrung zu stiften, haben sie ja auch erreicht. Und Lena Schramm?“
„War auch meine Idee. Ich schrieb den Brief unter ihrem Namen an Biese, dann ging ich zum Termin dorthin. Biese staunte nicht schlecht. Bei der ersten Gelegenheit gab ich ihm die Kugel, dann ließ ich die Pistole und den Hammer bei ihm. die Kellerräume hat mir mein Mann beschrieben, der schon dort war. Und dann checkte ich, wie von ihnen beschrieben im Hotel ein, und ließ die Verkleidung dort, sowie das alte Bild, von meinem Mann, auf das er nachträglich die Widmung geschrieben hatte, sowie die Pistole, die ich in der Schublade versteckte.“

„Tja“, meinte Stieler „dann gibt es wohl keine Fragen mehr“
Er bestellte einen Streifenwagen, und das Ehepaar Gramel, beziehungsweise Terjes, wurde abgeführt.
„Eine reife Leistung, Herr Fenrissen“, lobte der Kommissar „aber wie sind sie darauf gekommen.“
„Ich sagte ja schon, sie haben es mit Biese übertrieben.“, antwortete der Gefragte „Es war einfach zu unglaubwürdig, das Biese den Zahnarzt getötet haben sollte, und als ich den Mord an Bertold mit der Tatsache kombinierte, das er auch Terjes und Gramel behandelte, sowie ,das der Tote anhand der Zahnärztlichen Unterlagen identifiziert wurde, da löste sich alles von selber auf. Natürlich war es schwierig, als dies e Lena Schramm dazwischen kam, aber ein Bluff lies auch dies passen.“
Nachdem wir uns noch einen Drink genehmigt hatten, verließ uns der Kommissar, und Fenris bat mich:
„Wenn demnächst ein anonymer Brief kommt, werfen sie ihn doch ungelesen in den Müll“




  

Sonntag, 22. März 2015

Neptun hat`s satt-Teil 5

Sie sehen sich im Bahnhofsgebäude um. Da, zur Strasse hin ,befindet sich ein kleines Restaurant. Dorthin gehen sie, und setzen sich an einen Tisch. Ein Kellner kommt dienstbeflissen herbei, und erkundigt sich nach ihren Wünschen.
Da sich Neptun und Bella mit menschlichen speisen nicht so auskennen, bestellen sie Wasser und einen Salat. Sie essen ruhig. Hin und wieder lässt der Meergott etwas Wasser in seiner Tasche beim Hummer verschwinden.
Am Nebentisch sitzt ein Junger Mann, vielleicht Mitte Dreißig, bekleidet mit Cordjeans, und einem Baumwollhemd ,das bis an die Ellbogen aufgekrempelt ist. An den Füßen trägt er ausgelatschte Schuhe ,neben sich ,auf dem Tisch hat er eine alte Mütze liegen. Auf der Stuhllehne hinter ihm hängt ein braunes Jackett mit Flicken auf den Ellbogen.
Er hat lockiges ,rotes Haar und grüne Augen. Da runde ,rosige Gesicht ist voll Sommersprossen.
Er beobachtet die beiden interessiert. Schließlich geht er zu ihnen rüber ,und fragt: “Entschuldigung, sie sind nicht von hier oder?“
„Nein, sind wir nicht“, antwortet Neptun lächelnd „Wir sind eben mit dem Zug gekommen.“
„Aber der ist ja jetzt wieder weg. Wollten sie denn hier bleiben?“
„eigentlich nicht. Wir wollen nach Berlin. Wir haben etwas wichtiges zu erledigen. Wenn wir gegessen haben, werden wir sehen, das wir uns ein Ticket für den nächsten Zug holen.“
„Oh, der kommt vielleicht erst in Drei Stunden, wenn heute noch einer kommt, dieses Nest ist nicht so bedeutend, wissen sie?“
Neptun nickt „Natürlich, das ist uns aufgefallen, das es bei ihnen Orte gibt, die bedeutender sind, und solche, die wenig bedeutend sind.“
„Äh, ja“, meint der der junge Mann „was meinen sie mit >bei ihnen<.“
„Na ja , bei den Menschen, und darf ich fragen …“
„Oh Jan ,äh…Jan Kolle .Ich bin Landwirt hier im Ort, hatte aber vor nach Bremen zu fahren, weil ich da geschäftlich zu tun hab´.“
„Sehr interessant“, findet Neptun
„Was ist ein Landwirt?“, fragt Bella interessiert.
„Nun ja“, meint Jan „Ich baue Getreide an, aus dem Brot gemacht wird ,und halte Kühe ,die Milch geben…“
„Sie erzeugen, das ,was die Menschen essen“, wirft Bella altklug ein.
„Genau“
„Sagen sie“, fragt Neptun „sie sagten, sie wollten nach Bremen. wie kommen sie denn dahin?“
„Mit dem Auto, das heißt, wollte ich, aber nun hat das Auto einen Schaden, und ich muss auf einen Mechaniker warten.“
„Was ist denn kaputt?“
„Ach irgendwas mit dem Anlasser“
„Hmm, wenn man es wieder in Ordnung kommt ,würden sie dann zwei Fahrgäste mitnehmen?“
„Drei“, zischt es aus seiner Tasche
„Natürlich drei“
„Drei?“ Jan sieht sich um
„Oh ,nur kleines Selbstgespräch“, sagt Neptun lächelnd.
„Na gut, wenn sie das schaffen, aber ich glaube es nicht.
„Sehen wir mal. Wo steht ihr ,äh, Auto?“
„Auf meinem Hof, 10 Minuten Fußweg von hier entfernt.“
„Dann lassen sie uns gehen.“
Sie erheben sich, zahlen, und verlassen das Restaurant durch den Eingang ,der zur Strasse hin geht. Gerade als sie heraus sind, kommt zur Bahnhofsgewandten Tür Kremer mit zwei Beamten gestürmt.
*
Sie gehen die Landstraße hinter dem Bahnhof entlang. Bald lassen sie die Häuser hinter sich .Es tauchen Felder und wiesen auf, deren Halme sich leicht im lauen Sommerwind wiegen.
Nach einiger Zeit taucht rechterseits eine Gruppe alter Gebäude auf, von denen das Hauptgebäude ein altes Fachwerkhaus ist, unter dessen Giebel in altdeutscher Schrift: “Anno 1663“ steht.
Auf dem Hof steht ein Auto, ein älterer Mercedes. Neptun und Bella betrachten ihn interessiert.
„Das ist er“, sagt Jan „Warten sie ,ich öffne mal die Haube.“
Er setzt sich auf den Fahrersitz., und zieht den Hebel, der die Haube öffnet, dann geht er herum, und stemmt die Motorhaube auf.
Neptun sieht eine Weile hinein.
„Hmm ja, versuchen sie mal anzulassen“
Jan geht wieder zum Fahrersitz
„Aber Paps, du verstehst doch nichts von diesen Dingern“, wirft Bella ein.
„Muss ich auch nicht unbedingt“, meint Neptun und zwinkert ihr zu. Dann streckt er einen Zeigefinger aus, aus dem ein dünner blauer Blitz in den Motor schießt ,und als Jan den Anlasser betätigt, springt das Fahrzeug sofort an.
„Wie haben sie das gemacht?“, fragt Jan staunend
„Es hat nur etwas geklemmt“, sagt  Neptun lächelnd . „Können wir jetzt los?“
„Oh äh, natürlich, ich muss nur noch ein paar Papiere holen.
Und fünf Minuten später geht die Fahrt los.
*
Im Bahnhofsrestaurant spricht Kommissar Kremer mit dem Kellner.
„Wir suchen einen älteren Mann und ein Mädchen, sind solche Leute hier gewiesen.“
„Ja“, meint der Bedienstete „Sie sind gerade raus auf die Landstrasse .Sie haben sie ganz knapp verpasst.“
Ohne sich zu bedanken, laufen der Kommissar und die beiden Polizisten zum anderen Eingang hinaus, doch draußen ist niemand zu sehen.
„Sie beiden gehen in Richtung Ortsmitte, ich in die andere“, entscheidet Kremer und wendet sich auf die Landstraße. Die beiden Beamten gehen in die entgegen gesetzte Richtung.
Nach etwa zehn Minuten taucht Rechts ein Bauernhof auf, aus dessen Einfahrt ein alter, blauer Mercedes gefahren kommt. Als das Fahrzeug an ihm vorbei kommt, sieht der Kommissar auf dem Beifahrersitz einen alten Mann, der ihm zulächelt, im Fond sitzt ein Mädchen. Die Gesuchten!
Wild gestikulierend rennt er hinter dem sich rasch entfernenden Fahrzeug her, doch er holt es nicht ein.

Japsend bleibt er stehen ,schüttelt die Faust hinterher und ruft keuchend: “Denkt nur nicht ,das ihr entkommen seid. Ich kriege euch doch!“…

Sonntag, 15. März 2015

Fenris und das Skelett auf dem Kutter-Teil 3


Er war erschossen worden, und wohl schon über eine Stunde tot. Stieler hatte schon sein Handy hervor gezogen, und die entsprechenden Kriminaltechniker nebst Gerichtsmediziner gerufen.
Ich lies meinen blick über das Büro schweifen. Der Schreibtisch war unaufgeräumt. Papiere lagen lose übereinander, ein paar Stifte lagen auf der Schreibtischunterlage, neben einem Locher. An die Lampe war ein Zettel geklebt. In enger Handschrift stand darauf: “Lena Schramm ,Nordsee-Palast ,Zimmer 231,0532.“,dahinter das Datum des heutigen Tages , und die Uhrzeit eine Stunde vorher.
Ich machte den Kommissar darauf aufmerksam. Er nahm den Zettel ab, und betrachtete ihn mit hoch gezogenen Augenbrauen.
 „Wenn das hier zutrifft, war sie die  letzte Person, die ihn lebend gesehen hat.“
„Genau genommen könnte sie auch seine Mörderin sein“, meinte ich. Stieler nickte
„Wir werden uns auf jeden Fall mit der Dame unterhalten müssen.“
*
Wir gingen, und ließen die nun eintreffende Spurensicherung ihre Arbeit machen. Wir beschlossen zum Nordsee-Palast zu fahren, und mit Lena Schramm zu sprechen, doch sie war nicht dort. Der Portier beschrieb sie als zierliche Frau, dunkelblond,elegant gekleidet,mit einem breitkrempigen hut und einer Sonnenbrille, die irgendwie deplaziert wirkte.
„Dann möchten wir uns ihr Zimmer ansehen.“, sagte Stieler.
Der Hotelmanager Hein Schriever weigerte sich zunächst.
„Ich kann sie nicht einfach in das Zimmer eines Gastes lassen. Wir haben hier Diskretion zu wahren. Wir sind schließlich ein renommiertes Hotel.“
„Guter Mann“, sagte der Kommissar liebenswürdig „Frau Schramm steht eventuell unter Mordverdacht, Es wäre insofern ein Leichtes ,innerhalb zwei Stunden einen Durchsuchungsbefehl zu erwirken, und dann würden hier Streifenwagen vor der Tür stehen. Das ist doch sicher auch nicht ihrem Interesse. Sie können selbstverständlich gern mit dabei sein.“
So überzeugt ging Schriever mit uns nach oben zu Lena Schramms Zimmer, und schloss es uns auf.
Das Zimmer war sauber aufgeräumt, das Bett gemacht. Ich lies meinen Blick schweifen, und blieb beim Tisch stehen. An der Wand lehnte ein Foto eines blonden Mannes , der mir sehr bekannt vorkam. Es war Hauke Terjes. Ich nahm das Foto, sah es an ,und drehte es in der Hand. Da stand eine Widmung: “Meinem kleinem Schwesterchen zum Geburtstag“   
Stieler war zu mir gekommen ,sah mir über die Schulter und pfiff leise.
„Interessant, wusste gar nicht, das er eine Schwester hatte.“
„Ja“, meinte ich „Er steckt voller Überraschungen.“
Wir suchten weiter. Stieler öffnete den Schrank, in dem säuberlich eine Reihe von Kleidern hing. Ich sah mir die Schubladen an. In der zweiten fiel mir zwischen der Wäsche ein harter Gegenstand in die Hand. Als ich ihn auswickelte, entfuhr mir ein Laut der Überraschung: Ich hielt eine kleinkalibrige Pistole in der Hand .Ich gab sie Stieler, der eine Plastiktüte aus dem Mantel zog, und sie darin verpackte.
„Ihre Fingerabdrücke zu Vergleichszwecken haben wir ja.“
Schriever, der uns zugesehen hatte ,war bleich im Gesicht.
Der Kommissar wandte sich an ihn: Dieses Zimmer wird versiegelt. Ich schicke die Spurensicherung vorbei. Wir werden das aber so diskret wie möglich machen. Falls Frau Schramm kommt, rufen sie mich sofort an.“ Er reichte Schriever seine Karte, und wir verließen das Hotel.
Draußen holte er sein Handy hervor. „Ich werde sie auf jeden Fall zur Fahndung ausschreiben lassen.
*
Danach brachte Stieler mich nach Hause, wo ich Fenris, der an seinem Schreibtisch bei einem Glas englischem Porter saß, Bericht erstattete. Er hörte mir aufmerksam zu, stellte hier und da ein Paar Fragen, und nickte dann nachdenklich.
 "Dieser Fall wird immer verwickelter , und irgendwie scheine ich mich ihm nicht entziehen zu können."
Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück ,gab es noch eine Überraschung für uns: Kommissar Stieler kam vorbei ,und hatte interessante Neuigkeiten .
„Zunächst: Die Waffe, die wir im Zimmer von Lena Schramm gefunden haben, ist eindeutig die Tatwaffe im Fall Biese. Und jetzt wird´s wirklich spannend: Mit der Pistole, die wir bei Biese fanden, wurde der Zahnarzt Dr. Karl Bertold erschossen.“
Fenris horchte auf, dann verengten sich seine Augen.
„Wäre es vermessen, anzunehmen, das Bertold auch Terjes und Robert Gramel behandelte?“
„Natürlich“ ,sagte Stieler amüsiert „Er hat alle hier im Ort behandelt. Er war schließlich der einzige Zahnarzt in der Gegend.“
„Und es ist unzweifelhaft, das er einen Einbrecher überraschte?“
„Das steht außer Zweifel, aber es erstaunt schon, das es Biese war.Er hatte solch einen Einbruch gar nicht nötig gehabt. Aber er muss es gewesen sein. Bei der Durchsuchung seines Hauses fanden wir im Keller einen Teil des bei Bertolds gestohlenen Schmucks .Seine Witwe hat ihn heute Morgen identifiziert. Und noch etwas fand die Spurensicherung. Hinter einem Regal versteckt, einen Hammer, der bräunliche Spuren enthielt. Wir wissen bereits , das es sich um Blut handelt. Es dürfte klar sein, das er die Mordwaffe im Fall Terjes ist.
Fenris lehnte sich zurück, legte die Handflächen aneinander, schloss die Augen, und versank in Gedanken. Das kannte ich von ihm. Ich nannte das „Denkflush“. So warteten wir, und es dauerte beinahe Zehn Minuten, bis er die Augen wieder öffnete. Frederike hatte Bier serviert. Er schenkte sich ein, nippte am Glas und lächelte zufrieden.
„Ja, wenn man´s richtig sieht, fügt sich alles ineinander“, sagte er geheimnisvoll. Dann fasste er den Kommissar ins Auge .
„Wollen sie uns zu den Gramels begleiten. Ich möchte speziell mit Frau Gramel noch einmal reden, und dann können wir den Fall abschliesen.“…  


  


Sonntag, 8. März 2015

Neptun hat´s satt-Teil 4


 In Oldenburg haben sie noch etwas Aufenthalt, bis der Anschlusszug nach Bremen fährt. Den nutzt Neptun, um die Herren-Toilette aufzusuchen, und Käpt´n Kidd etwas Wasser zu geben. „Für was man bei den Menschen alles bezahlen muss“, sagt er zu sich selber, als er die Zahlschranke passiert. Bella wartet derweil draußen.
*
Derweil kommt oben Kommissar Kremer mit einigen Polizisten an. Sie durchsuchen den Zug nach Bremen, der auf dem Bahnsteig bereits steht, sowie den Zug von Bensumersiel, doch ohne Erfolg.
„Vier von euch bleiben oben und überwachen den Bahnsteig ,wir suchen unten“, befiehlt der Kommissar, und so geschieht es.
*
„Vielleicht sollten wir uns doch etwas anders anziehen, damit wir nicht so auffallen“, schlägt Bella vor.
Neptun nickt. „Warum nicht? Es kann nicht schaden, wenn wir uns den Menschen etwas besser anpassen.
In einer Boutique in Bahnhofsnähe kleiden sie sich rasch ein. Die Krone und die Gewänder verschwinden in einer Tüte. Neptun trägt nun einen Anzug aus dunkelbraunem Stoff, Bella Jeans und T- Shirt .  Aus dem Dreizack macht der Meergott mit einer Handbewegung einen Knotenstock. Käpt´n Kidd verschwindet erst einmal in einer Jackentasche.So gehen sie zurück zum  Bahnhof.
Als sie den Bahnsteig betreten, kommen sie an zwei Polizisten vorbei, die einen Mann mit Algen behangenem Gewand ,Krone und Dreizack und weißem Vollbart, sowie einem Mädchen im Feengewand aufhalten.
„Verdammt noch mal,“ schreit der Mann „Meine Nichte und ich wollen nur zu einem Kostümfest, einen Kommissar Kremer kenne ich nicht, und von was für Dublonen reden sie?“
„Nette Ausrede“ ,sagt einer der Beamten streng„Geben sie sich keine Mühe. Ihre Reise ist hier zu Ende.“
Neptun und Bella gehen ruhig vorbei, und schauen unauffällig zurück.
„Dz.Dz, Sachen gibt´s“, kommentiert Neptun „Deine Idee mit dem Umkleiden war wirklich nicht schlecht.“
Sie besteigen den Zug nach Bremen, der im Begriff ist los zu fahren.
*
Im Büro der Bahn-Polizei in Oldenburg sitzt Kommissar Kremer missmutig den beiden „Verdächtigen“  gegenüber ,die auf dem Bahnhof verhaftet wurden, um sie zu entlassen.
„Es tut mir wirklich Leid , das sie fälschlicher Weise  festgenommen wurden.“
„Selbstverständlich werden wir ihnen den entstandenen Schaden ersetzen“, fügt der Beamte der Bahnpolizei hinzu.
Nachdem die Beiden entlassen worden sind berät man sich.
„Mit Sicherheit sitzen die Beiden jetzt im Zug nach Bremen“, konstatiert Kremer
„Ja“, meint der Bahnpolizist „Aber das ist ein Nahverkehrszug, der hält im Prinzip vor jeder Scheune.“
„Dann müsste man ihn noch einholen können“
„sicher ,wenn es einen außergewöhnlichen Grund gibt, könnte man ihn auch auf offener Strecke halten lassen.“
„Zum Beispiel wegen einer Bombendrohung?“
„Na ,das wäre doch arg übertrieben, aber eine Gefährdung wegen eines technischen Defektes wäre möglich“
„Dann machen wir es so“
*
Die Fahrt im Zug verläuft weitgehend ereignislos. Am Fenster ziehen Häuser, Bauernhöfe, Felder und Wiesen vorbei. Im Abteil sitzen Neptun und Bella eine ältere Frau, die mit Stickereien beschäftigt ist , sowie ein junger Mann gegenüber, der mit einem Tablet beschäftigt ist, gegenüber.
Plötzlich wird der Zug langsamer ,und stoppt schließlich vor einem kleinen Bahnhof. Eine Stimme erschallt aus dem Lautsprecher: „Verehrte Fahrgäste: Wegen eines technischen Defektes ,der behoben werden muss, muss der Zug hier leider anhalten. Wir hoffen, das Problem schnell beheben zu können.“
„Na typisch Bahn“, brummt der junge Mann „Das kommt davon, wenn man an der Instandhaltung spart.“
Doch Neptun hat draußen bereits uniformierte ausgemacht. „fürchte ,das technische Problem sind wir“, raunt er seiner Tochter zu, die zustimmend nickt.
Sie erheben sich, nicken ihren Reisegefährten lächelnd zu, und verlassen das Abteil. Bis zur Zugtür ist es nicht weit . Dort steht ein Polizist.
„Und nun?“, flüstert Bella ,doch ihr vater geht unbeirrt auf den Beamten zu, hebt die Hand ,und lässt ihn erstarren, wie schon den Beamten im Gefängnis. Lächelnd tätschelt er ihm die Schulter, Bella zwinkert ihm zu, und sie verlassen den Zug .
Sie betreten das kleine Bahnhofsgebäude, und beobachten aus einer Nische ,wie die Uniformierten schließlich den Zug wieder verlassen, der sich nun wieder in Bewegung setzt. Sie warten, in die Nische gedrängt, bis die Uniformierten abgezogen sind, dann treten sie wieder auf den Bahnsteig .
„Tja“, fragt Bella „Und wie geht es jetzt weiter?“  ...


Sonntag, 1. März 2015

Fenris und das Skelett auf dem Kutter-Teil 2


Fenris fasste den Kommissar ins Auge.
„Ein Anschlag?“
„Ja, es ist auf ihn geschossen worden. Glücklicher Weise war der Täter wohl kein guter Schütze. Er traf ihn nur in der Schulter.“
„Und wo geschah das?“
„Auf seinem Grundstück. Wie ich schon sagte, wohnen er und seine Frau außerhalb , und zwar in einem alten Landhaus, dem ein kleiner Park angeschlossen ist. Hier joggt er Morgens ,und dabei wurde der Anschlag verübt.“
„Gab es Zeugen?“
„Für Jemanden, der eigentlich nicht an diesem Fall interessiert ist, sind sie sehr neugierig“, meinte Stieler mit einem Augenzwinkern, „Aber nein, es gab keine Zeugen. Er war allein. Alles Andere können wir von ihm persönlich erfahren. Er ist im Krankenhaus. Wollen sie mit?“
Fenris schüttelte sich.
„also eigentlich wollte ich mit der Sache nichts mehr zu tun haben,aber jetzt habe ich das Gefühl, dieser Fall verfolgt mich so oder so. nun gut, es kann nicht schaden.
*
Das kleine Krankenhaus von Frersum lag am Ortsrand, und war in einem Bau aus den Siebziger Jahren unter gebracht .Wie fanden Robert Gramel auf seinem Zimmer , wo er für eine Nacht zur Beobachtung bleiben sollte. Er war ein hoch gewachsener Mann mit   zurück gekämmten dunkelblondem Haar, einem ebenmäßigem, grüblerischem Gesicht ,und blauen Augen.
Er begrüßte uns freundlich, und berichtete , was uns der Kommissar schon erzählt hatte: Er war ,wie jeden Morgen durch den Park gelaufen, als ein Knall ertönte ,und er einen schweren Schlag in der Schulter spürte. Unter entsetzlichen schmerzen hatte er sich zum Haus zurück geschleppt, wo ihn seine Frau versorgt hatte, bis der von einem Bediensteten gerufene Notarzt kam.
Nein, er hatte niemanden gesehen, es war auch Niemand bei ihm.
„Wäre es möglich, das der Anschlag etwas mit der Tragödie auf der Henrike zu tun hat?“, fragte Fenris
„Offen gesagt, das frage ich mich auch. Es gibt da nämlich etwas , das ich damals verschwiegen habe. Wir waren ursprünglich mal zu Dritt auf dem Kutter. Der dritte hieß Jens Biese. er war ein Jugendfreund von Hauke und Birte, und wohl auch mal an ihr interessiert, aber kurz vor dem Unglück hatte Hauke ihn gefeuert, weil er betrunken an Bord war, und einen Maschinenschaden verursacht hatte. Die Maschine musste ausgetauscht werde.
Jens hat das hart getroffen. Er bestritt die Vorwürfe ,und drohte Hauke , als er ging mit Rache.“
„Und sie glauben, er könnte sich irgendwie an Bord geschmuggelt , und den Brand verursacht haben?“
„Nun ja, er wusste , wo das Schiff lag, und kannte sich an Bord aus.“
„Haben sie eine Adresse von ihm?“, fragte der Kommissar
„Nur die Letzte, die mir bekannt  ist. Rickmersweg 15, in der nähe des Hafens am Deich“
„Vielen Dank.“
*
Fenrissen beschloss nach Hause zurück zu kehren, während ich mit dem Kommissar zu der Adresse fuhren, die uns  Gramel gegeben hatte. Es handelte sich dabei um ein Reet gedecktes Einfamilienhaus, mit kleinen Garten ,die am Deich lag.
Wir gingen zum Haus, und betätigten die Türklingel, doch auch nach mehrmaligem klingeln öffnete niemand ,und nichts regte sich.
Wir sahen zunächst ins vordere Fenster, konnten aber nichts ausmachen. So beschlossen wir, um das Haus herum und in den Garten zu gehen ,um ins Wohnzimmer zu sehen.
Als wir auf der Terrasse ankamen, fiel  sofort, die einen spalt aufstehende Tür auf .
Wir gingen vorsichtig hinein.
Das Wohnzimmer war mit altmodischen Eichenmöbeln eingerichtet, aber von Biese war nichts zu sehen. Stieler ging in den Flur ,während ich mich im Wohnzimmer umsah. dann hörte ich den Ruf des Kommissars.
„Herr Alldag, hierher ins Arbeitszimmer !“
Ich folgte dem Ruf, und ging ins Arbeitszimmer. Schon als ich ins Arbeitszimmer kam, sah ich Biese.
Er lag zusammen gekrümmt hinter seinem Schreibtisch in einer Blutlache, und das Loch in seiner Stirn zeigte deutlich, woran er gestorben war…
*