Sonntag, 8. Oktober 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 14

11.Das Dämonengrab

Der unheimliche im langen, schwarzem Gewand, und einer Kapuze, die sein Gesicht verdeckte, trat an die vier Kreaturen heran.
„Sind die anderen Kinder auf dem Weg zum Tempelhügel?“
„Sind auf Weg Herr“, sagte der zunächst stehende ehrerbietig  „wussten nicht, das Herr sein hier“
Der Fremde vollführte eine wegwerfende Handbewegung.
„Ist ohne Belang. Wir können das Ritual auch mit den vorhandenen Kindern vollziehen. Lasst uns aufbrechen zum Tempel.“
*
Während das fliegende Einhorn mit den Kindern in Richtung Kloster flog, traten die Freunde unter Führung der Wölfe die Verfolgung der Entführer und der Kinder an. Die Spürfähigkeiten der Wölfe waren dabei von unschätzbarem Wert.

Bald waren sie an der Stelle, wo die drei entkommen waren, und fanden die restliche Spur wieder, der sie folgten. Die Dämmerung trat ein, als ein großer Hügel in Sicht kam, auf deren Spitze man Ruinen erkennen konnte.

„Der Tempelhügel“, stieß Grauwyn hervor
 „Was ist das für ein Ort?“, wollte Ronny wissen
„Eine ehemalige Kultstätte, auf der angeblich schwarze Messen abgehalten wurden .Es heißt, dieser Ort ist verflucht. Unter diesem Hügel soll ein Dämon aus grauer Vorzeit begraben sein.“
„Und dorthin bringen sie die Kinder?“
„Es sieht ganz so aus“
„Nun“, meinte Lucina „Dann sollten wir uns beeilen.“
*
Savinius und Lilith verließen die zerfallene Kirche.“
Du weißt, was sie vorhaben“, sagte sie
„Ja“
Sie brauchen die Kinder, weil nur sie dorthin kommen, und es holen können.“
„Ja, und als jungfräuliche Opfer. Wir dürfen keine Zeit verlieren.“
Er griff in seine Tasche, und holte einen Wegestein hervor
„Willst du mich begleiten?“
Die Wildkatze trat neben ihn, und er legte die Hand auf sie, während er in der anderen den  Stein hielt.
„Also dann“
*
Sie waren Oben angekommen.

„Bringt sie hinein!“, rief der Unheimliche in der schwarzen Robe „Sie sollen es holen, und dann wird es beginnen. Ein neues Zeitalter bricht an, das Zeitalter des Bösen!“…

Sonntag, 17. September 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 13

10.Das Geheimnis des Abtes

Savinius hatte einen Wegestein benutzt, um zu der Ruine jenes Klosters zu gelangen, welches einst alle drei Bände des Zyklus von Mohrar beherbergt hatte. Wenn das Feuer nicht alle drei Bände vernichtet hatte, konnte es möglich sein, das der dritte Band noch hier war, obwohl, wenn jemand den zweiten Band an sich gebracht hatte, warum hätte er den ersten und dritten hier lassen sollen, es sei denn, sie sollten verbrennen, um zu verhindern, das die Beschwörung rückgängig gemacht wurde.

Dies jedoch würde bedeuten, das mit Vorbedacht gehandelt, und von langer Hand geplant wurde. Savinius hatte den Abt des Klosters gekannt. Er hatte seine Novizenzeit, und Teile seines Mönch-Daseins hier verbracht. Doch der Abt war tot. Leo –Johannes war ein Charismatischer Mensch gewesen, aber auch ein unheimlicher, geheimnisvoller Mensch. Könnte er im Geheimen Studien über den Zyklus von Mohrar und des unter gegangenen Volkes betrieben haben? Doch wer hatte sie dann fort geführt.

Savinius schritt durch die zerstörte Eingangshalle, die größtenteils im Freien lag. Nach dem Brand hatte man hier nichts Neues gebaut. Es hieß, dieser platz wäre verflucht. so wurde das, was das Feuer vom Kloster übrig gelassen hatte, dem Verfall überlassen. Der Abt Schritt durch  einen modrigen, von Pflanzen behangenden Gang, an dessen Ende sich eine schwere, massive Holztür befand, die nun Ruß geschwärzt war.

Er schob die nun schwergängige Tür auf, deren rostige Scharniere laut quietschten und knarrten, und stand in einem Büro, dessen vorderen Teil ein wuchtiger Schreibtisch einnahm. Im hinteren standen große Regale mit Büchern und merkwürdigen Geräten darin, sowie einen Tisch mit Reagenzgläsern, einem Brenner, und einigen anderen dingen für Experimente. Alles verstaubt und vermodert.

Auf dem Schreibtisch stand ein Tinten fass, eine Feder daneben, ein Stapel vermodertes Papier und ein gelblich weiß schimmernder Schädel. Savinius sah sich um, um hinweise auf das buch zu finden. Er ging an den Regalen entlang. War es eventuell unter falschem Umschlag dort hinein gestellt worden? Doch er fand nichts.

Plötzlich ertönte vom Schreibtisch eine tiefe Stimme „Du suchst es?“
Savinius fuhr herum, und ging zurück, und ging zum Schreibtisch, doch dort war niemand.
„Du suchst es?“, sagte die Stimme noch einmal, und Savinius erkannte, das es der Schädel war, der sprach, und in dessen Augenhöhlen es rot glühte.

„Irgendwann musste jemand kommen, das Buch zu suchen. Es wurde von den anderen getrennt, denn sie dürften nicht zusammen in die falschen Hände fallen. Mein Geist wurde hier hinein gesteckt, es zu bewachen, bis der richtige kommt, es seiner wahren Bestimmung zuzuführen...“
„Wer bist du?“, fragte Savinius.
„Im Leben war ich Leo Johannes, Abt dieses Klosters. Dies ist meine Sühne.“
„Sühne wofür?“
„Ich war ein Nachkomme jenes Volkes, das den Zyklus von Mohrar schuf. Ich forschte in der Hoffnung , es wieder ins Leben zu rufen, doch ich rief dunkle Mächte hervor, die das Kloster zerstörten .Jetzt, da sie sch anschicken, entsetzlicher als zuvor zurück zu kehren, bist du hier, um das einzige zu holen, das ihnen  Einhalt  gebieten kann.So nimm es dir !“

Und der Schädel drehte und hob sich, und mit ihm die Platte darunter. Ein Fach wurde sichtbar, indem ein großes, in Leder gebundenes Buch war zu sehen.

Savinius nahm es an sich, blickte noch einmal auf en Schädel zurück, und verlies dann das Büro.
„Viel Erfolg!“, scholl es ihm nach.

Als er durch den Eingangsaals schritt, wurde er erneut angesprochen. Diesmal von einer höheren Stimme.
„Du hast es also. Gut, denn die Entscheidung naht heran.“
Es war Lilith. Die Wildkatze saß auf dem steinernen, von Moos und Flechten überwucherten Altar.

Savinius nickte, und zog einen weiteren Wegestein aus der Tasche.

„Gut, gehen wir.“…

Sonntag, 20. August 2017

Fenris und die Frau des Staatsanwaltes

Nach langer Zeit mal wieder ein Fenris-Krimi,viel Spaß!

1
Es war schon eine erlesene Versammlung, die sich an diesem Vormittag in unserem  Büro eingefunden hatte, und nun meinem Boss Tjark Fenrissen, im Allgemeinen kurz „Fenris“ genannt, gegenüber saß.

Neben unserem Bekannten Hauptkommissar Stieler waren das Oberstaatsanwalt Hinnerk Bluhm, ein hochgewachsener dunkelblonder Mann,, mit kantigem, aber freundlichem Gesicht, und grauen Augen., der in dem Sessel in der Mitte Platz genommen hatte, Richter Hermann Holze, schmächtig, mit grauer Halbglatze, runder Brille, und braunen Augen, sowie der Bürgermeister von Frersum, Karl Dänke, persönlich. Außerdem war noch eine hübsche, rotblonde junge Frau dabei, die uns als Lena Günther, Hausmädchen der Bluhms, vorgestellt wurde.

„Tja“, meinte Dänke, ein vierschrötiger Mann mit schütterem roten Haar und einem geröteten Puttengesicht, “Sie haben sicher schon von dem Mord an Sylvia Bluhm,der Frau des Oberstaatsanwalts gehört. Darum sind wir her.“
„Selbstverständlich ist uns das schon zu Ohren gekommen“, nickte Fenris. Zu Bluhm gerichtet sagte er: “Mein aufrichtiges Beileid. “Bluhm nickte stumm.

„Nun“, fuhr der Bürgermeister fort, “Wir sind natürlich von den Fähigkeiten des Kommissars überzeugt, jedoch war es der Wunsch von Herrn Bluhm, und auch meiner, das noch jemand von Außerhalb der Polizei zu den Ermittlungen hinzu gezogen wird, und da sie ein gewisses Renommee besitzen, haben wir an sie gedacht.“

Fenris nickte bedächtig.
„Schön, schön. Wenn ich aus der Zeitung richtig informiert bin, dann ist sie von einem Einbrecher erschossen worden, der durch die Terassentür ins Wohnzimmer eingedrungen war. Für einen so simplen Fall scheint mir der Aufwand, den sie betreiben etwas groß zu sein.“

„Ahem ja, “, begann der Bürgermeister, der in einer Art stiller Absprache als Sprecher für die ganze Gruppe agierte. “Es ist schon ein bisschen komplizierter .Zunächst ist es so, das wir am Tatabend alle anwesend waren, dann ist es so, das möglicher weise Staatsanwalt Bluhm selbst getroffen werden sollte, und eventuell noch in Gefahr ist. Es könnte um Rache gehen“

„So, dann darf ich vermuten, das sie einen konkreten Verdacht haben? Aber vielleicht schildern sie mir erst, was sich an dem Abend, es war doch Vorgestern, ereignet hat.“

„Natürlich“, meinte Dänke „Der Herr Staatsanwalt, Richter Holze und ich haben einmal im Monat unseren Skatabend. Dazu gehen wir in unseren Club, ins „Seepferdchen“.
„Ah ja; diese Nobelgaststätte“
„Hmm ja. Nun, der verhängnisvolle Abend war so einer. Der Richter und ich holten Bluhm
Um ca. 19:30Uhr bei ihm zu Hause ab, äh Deichweg 7“

„Und ihre Frau blieb dann allein?“
„Ja“, griff der Staatsanwalt ein „ sonst trifft sie sich mit Freundinnen, doch an diesem Tag ging es ihr nicht gut, ne` Magen-Darm- Geschichte. Als wir gingen war sie grad in der Küche, um sich einen Salbei-Tee zu machen. Sie wollte nicht, dass ich deswegen meinen Skat-Abend sausen lasse. Sie rief uns aus der Küche noch viel Spaß zu, wie Dänke und Holze bestätigen können.“

Die beiden nickten zustimmend. Fenris wandte sich an die junge Frau
„Lena Günther nicht wahr? Verließen sie mit den drei Herren das Haus, oder blieben sie noch?“
Das Mädchen schüttelte den Kopf.
„Nein, ich verließ mit den Herren das Haus. die gnädige Frau gab mir für den Rest des Abends frei.“

„So tat sie das? Nun gut, fahren sie fort, Herr Bürgermeister“
„Ja, wir warteten noch auf Lena, verließen dann das Haus, fuhren also dort hin, spielten Skat, tranken, was man dann so macht, so ungefähr bis 23:00Uhr, dann traten wir mit einem Taxi den Heimweg an. Da Bluhm am nächsten zum Seepferdchen wohnt, fuhren wir zunächst zu ihm.Unterwegs lies er jedoch anhalten, weil er dringend telefonieren musste.“
„Mir fiel was ein, zu einem aktuellen Fall“, warf Bluhm ein Und ich hatte mein Handy nicht mit.“

„Gut, sie telefonierten also. wie lange dauerte das?“
„Etwa fünf Minuten“
„Gut , weiter“
„Wir fuhren weiter zu Bluhms Haus, und brachten ihn noch zur Tür.Als wir uns verabschiedeten, hörten wir von drinnen einen Schrei, und gleich darauf einen Schuss. Bluhm rief: <Das war meine Frau!> Wir stürmten rein, und fanden sie im Wohnzimmer liegen, mit einer Schusswunde im Herzen.

Die Terrassentür zum Garten stand auf.Über der Klinke war die Scheibe zerschlagen worden. Auf der Terrasse lagen Scherben. Es hatte auch niemand in der Nachbarschaft etwas Verdächtiges bemerkt“
„Gab es Fußspuren“
„Nein, der Täter musste allerdings mit großer Geschwindigkeit geflohen sein, denn wir kamen ja im selben Moment, als die Tat geschah“

„Richtig. Soweit also der Tathergang. Nun sagten sie, es gäbe einen verdächtigen?“
„Genau genommen zwei“, sagte der Staatsanwalt „Der erste heißt Jens Kersten, ich habe ihn wegen Raubes für fünf Jahre  ins Gefängnis gebracht. damals nach der Verhandlung hat er mir Rache geschworen. Wie ich erfahren habe, ist er seit einem halben Jahr auf Bewährung wieder draußen. Er wohnt jetzt am Hafen, Er arbeitet dort als Festmacher.“
„Und der andere?“

„Heiko Krien, der Exfreund meiner Frau. die Beziehung war schon vorüber als wir uns kennen lernten. Manche sagen aber, er hat die Trennung nicht verwunden.“
„Verstehe. Der Tathergang dürfe zu beiden passen. Gibt´s noch irgendwas Wissenswertes?“
„Das hier noch“, sagte der Kommissar, und reichte eine dicke Akte rüber „Ich habe hier Kopien der Ermittlungsakten, plus Obduktionsbericht und Dossiers der beiden Verdächtigen“
„Danke. Wir werden das erst mal durcharbeiten, und dann mit Herrn Kersten und Herrn Krien sprechen. Es sei denn, sie, Herr Kommissar, haben die Absicht dies jetzt zu tun. Dann könnte Herr Alldag mit kommen.“

„Wollte es grade vorschlagen. Wäre sowieso das Beste.“
„nun denn Jan, dann gehen sie mit, und berichten mir dann .Ich werde inzwischen die Akte studieren.“
Ich nickte, nahm meine Jacke, und folgte dem Kommissar, während sich die Versammlung auflöste.

2
Wir fanden Jens Kersten im Hafen, in dem es lebhaft zuging. Sein Vorarbeiter wies uns zum Pausenraum, wo er saß. Dieser bestand aus zwei zusammengeschweißten Seecontainern, und war innen mit einer kleinen Küche, Tischen, und einem Sanitärbereich ausgestattet.Kersten saß allein an einem Tisch. Er war blond, kräftig und hatte ein Bulldoggengesicht. Jemand , dem man nicht unbedingt nachts allein begegnen möchte, und dem ein Mord zugetraut werden konnte.

„Herr Kersten?“, sagte der Kommissar „Stieler, Kriminalpolizei, das ist Herr Alldag"
Wir setzten uns zu ihm.Er sah uns aus seinen tief liegenden Augen misstrauisch an.
„Was woll´n sie ? hab´ nichts gemacht. Bei mir gibt´s keine krummen Dinger mehr“, knurrte er.
„Mag sein. Sie haben sicher schon von dem Mord an der Frau von Staatsanwalt Bluhm gehört.“
„Sicher, ist ja Topthema im Moment.“

„Nun, uns ist bekannt, dass sie Bluhm bei ihrer Verurteilung damals bedroht haben“
„Hab ich wohl ja. aber ich hatte 4Jahre Zeit darüber nachzudenken. Sie wissen doch, man sagt soviel in seiner Wut, das einem hinterher Leid tut. Als ich raus gekommen bin, hatte ich keinen Groll mehr gegen ihn.“
„Gut, und wo waren sie Vorgestern Abend  zwischen 23:00 Uhr und 23:30 Uhr ?
"Zuhause im Bett .Hatte Fernsehen geguckt, und dann früh ins Bett. Musste früh raus.“
„Und sie waren allein, nehme ich an.“
„Leider“
„Schwaches Alibi, aber gut, besser als keins. Haben sie den Staatsanwalt mal getroffen, nachdem sie raus waren?“
„Nee, hatte ich auch kein Interesse dran.“
„Verstehe. Gut, das war dann alles, dann einen schönen Tag noch.“

Heiko Krien hatte ein Souvenir-Geschäft auf der anderen Seite des Hafens, welches vier in Zehn Minuten zu Fuß erreichen konnten. Um diese Zeit war noch nicht viel los, als wir den Laden betraten.

Krien erwies sich als ein schlanker Mann mit unruhigen, grauen Augen, und einer spitzen Nase. Er bat uns nach hinten in sein Büro. Der Raum machte einen aufgeräumten und gut organisierten  Eindruck.

„Was kann ich für die Polizei tun?“, fragte er mit leiser, bedächtiger Stimme.
„Wir sind hier wegen des Mordes an Sylvia Bluhm, der Frau des Staatsanwaltes“, sagte der Kommissar .Es ist doch richtig, das sie einmal liiert waren.“

Krien nickte „Wir kannten uns schon aus der Schule, und waren dann ein Paar, beinahe Fünfzehn Jahre lang.“
„Und dann?“
„Kriselte es. Kam schleichend. Irgendwie lebten wir uns auseinander, und hielten es dann für besser uns zu trennen. Offen gesagt hoffte ich, das wir, wenn wir ein bisschen Abstand hatten wieder zusammen finden würden.“
„Und dann lernte sie Staatsanwalt Blum kennen, und heiratete ihn.“
„Ja“
„Wie war das für sie. Es muss doch weh getan haben“, wollte ich wissen
„Hat es auch, gleichzeitig habe  ich mich aber auch für sie gefreut.“
„Haben sie seit dem wieder eine Beziehung?“
Er schüttelte den Kopf
„Nein.Irgenwie…Es ist keine wie sie“
"Wo waren sie Vorgestern zwischen 23 und 23:30Uhr?“, wollte jetzt der Kommissar wissen
„Bin herum gefahren, nachdem ich geschlossen hatte, so um Acht. War dann  draußen auf dem Deich, und bin da spazieren gegangen.“
„ Wie lange“
„Muss viertel vor Zwölf gewesen sein, als ich Zuhause war“
„Genau wissen sie es also nicht. Hat sie jemand gesehen oder war jemand bei ihnen“
„Nein, ich denke nicht.“
„Hmm gut, das War´s. Ich muss sie aber bitten, sich zur Verfügung zu halten.“
„Natürlich.“

Im Wagen besprachen wir, was wir gehört hatten.
„Sie haben beide ein schwaches Alibi, und beide durchaus ein Motiv“, meinte ich
„Richtig“, sagte Stieler, "aber auch ein schwaches Alibi muss erstmal widerlegt werden, wobei ich eher Kersten die Tat zutrauen würde.“
„Er ist mehr der Typ dafür richtig, aber auch Krien könnte nur nach außen so ruhig wirken. Er hat psychisch einiges durchgemacht, und scheint mit der Beziehung nie abgeschlossen zu haben.“

 Im Büro erstattete ich meinem Boss Bericht, und schilderte ihm detailliert die beiden Verhöre. Er nickte zufrieden.
„Gut,gut. Es ergibt sich doch ein klares Bild. Heute Nachmittag fahren sie noch zum Staatsanwalt, und sprechen mit seinen Nachbarn. Sie müssen ihnen nur eine Frage stellen, dann möchte ich die Herren für Morgen Abend noch einmal zum Essen einladen, aber das kann Frederike erledigen, und dann hab´ ich noch einen Spezialauftrag…ach sie haben doch ein eigenes Auto?“
„Natürlich“
„Gut, das werden sie brauchen.“…


3

Es war am Abend darauf. Das Abendessen war grade beendet, und Frederike räumten ab, um danach den Degestiv zu servieren. Fenris lehnte sich zurück und sagte:
„Ich bin erfreut, ihnen sagen zu können dass der Fall so gut wie gelöst ist.“
„Sie wissen also, wer es war?“
„Sicher. Es gibt aber noch ein Paar ‚Details  zu klären, die das Auto von Herrn Kersten betreffen.“
„Er hat ein Auto?“
„Einen alten weißen Citroen, einen DS, ja. Da das Fahrzeug sehr auffällig ist, sollte es nicht schwer sein, zu erfahren, ob es in der Nähe des Tatortes zu sehen war. Kommen sie doch Morgen um Zehn Uhr wieder hierher, und wir können dann sicher den Fall abschießen.“
„Ich werde noch Heute Abend einen Durchsuchungsbefehl für das Fahrzeug ausstellen.“, sagte der Richter. Die Anderen nickten zustimmend.

So saßen am nächsten Morgen alle beteiligten in Fenris Büro. Der letzte war der Kommissar, der mit ernster Mine eine Plastiktüte auf den Schreibtisch legte, die einen Gegenstand enthielt, der untrüglich wie eine Pistole aussah.

„Die haben wir Heute Morgen  in Kerstens Wagen gefunden. Sie war unter dem Sitz versteckt.“
Jens Kersten wurde rot
„D….Die muss mir jemand unter geschoben haben“
„Blödsinn!“, ereiferte sich Staatsanwalt Bluhm, und wollte auf Kersten losgehen. Ich trat zwischen die Beiden.
„Halt, halt!“, rief Fenris „bitte nehmen sie wieder Platz, und es wird sich alles klären. Wir haben jetzt also die Tatwaffe, das Kaliber stimmt mit dem, im Obduktionsbefund erwähnten überein. Die ballistische Untersuchung wird sicher den letzten Beweis bringen. Wir haben jetzt also alles, um den Fall zum Abschluss zu bringen, und den Mörder Sylvia Blums zu überführen.“

„Natürlich!“, blaffte der Staatsanwalt, und zeigte auf Kersten. “Da sitzt er“
„Nein“, sagte  Fenris kurz „er war es nicht“
„Und wer sonst?“
„Sie!“, sagte Fenris scharf, und fasste ihn in Auge
Alle starrten ihn entgeistert an. Bluhm lachte.
„Ich habe ein hieb- und stichfestes Alibi. Vielleicht ist es ihnen entgangen, aber ich habe selbst gehört, wie meine Frau erschossen wurde.“
„Sie hörten ,wie ein Schrei ausgestoßen ,und ein Schuss abgegeben wurde, und das ist genau der Punkt, denn Sylvia Bluhm war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, und sie lebte auch schon nicht mehr, als sie Sie abholten, denn sie töteten sie vorher“

„Aber wir haben doch mit ihr geredet“, widersprach der Richter
„Eben nicht“, entgegnete Fenris „Sie hörten aus der Küche  die Stimme seiner Komplizin und Geliebten, Lena Günther, und nachdem sie das gehört , und gemeinsam das Haus verlassen hatten, konnte Bluhms Plan, sie zu seinem falschen Alibi zu machen, ablaufen.“

Es folgte ein Moment der Stille

„Lena kehrte später zurück“, fuhr Fenris fort „um die Inszenierung vor zu bereiten, die für die Rückkehr der drei Herren geplant war. Sie bringt die Leiche ins Wohnzimmer, die in der Küche gelegen hatte, öffnet die Terassentür, und schlägt die Scheibe ein, um Einbruch vorzutäuschen, dann nimmt sie die Tatwaffe, die sehr Herr Bluhm nach dem Mord nachgeladen hatten, wartet “

„Einen Moment“, sagte Bluhm „Die Nachbarn haben ausgesagt, dass sie niemanden bei unserem Haus gesehen haben.“
Fenris lächelte „Ja, eine Eigenart der Menschen. Wenn man sie fragt, ob sie jemanden gesehen haben, dann beziehen sie diese Frage immer auf eine ungewöhnliche Person, die hier nicht hingehört. Gestern Nachmittag aber befragte Herr Alldag die Nachbarn noch einmal, und stellte die Frage, ob sie vielleicht  jemand bekanntes gesehen haben, und siehe da, Jemand erinnerte sich, das er Lena Günther etwa Viertel vor Elf das Haus hat betreten sehen.“

„“Also, sie wartet auf einen Anruf, und der kommt. wissen sie noch? Bluhm lies anhalten, um einen Anruf zu tätigen, und mit wem hat er wohl telefoniert? Natürlich mit Frau Günther, um ihr zu sagen,das sie bald da sind, und sie sich bereit halten soll. Anhand der Anrufliste ihres Handys, sollte sich das ohne Weiteres nachweisen lassen.“

„Und was passiert nun? Lena wartet, bis die Drei kommen. Sie hört, wie die Tür aufgeschlossen wird, und die Inszenierung startet. Sie stößt den Schrei aus, und feuert den Schuss ab, in den Garten, dann verlässt sie durch die Terassentür das Haus, und da sich jetzt alles im Wohnzimmer abspielt, kann sich auf die Strasse davon stehlen ,und verschwinden.“

„Wie ich darauf gekommen bin wollen sie wissen? Nun Lena ist ein kleiner, aber entscheidender Fehler unterlaufen. Sie sagten, und das sah man auch auf den Tatort-Fotos, dass der Großteil der Scheiben der Tür auf der Terrasse lag. Das aber passte nicht zu einem Einbruch, denn wenn Jemand von außen die Scheibe eingeschlagen hätte, müssten die Scherben innen, im Wohnzimmer liegen. Wenn sie außen lagen bedeutet das , die Scheibe wurde von innen eingeschlagen, und das wiederum bewies, das der Einbruch  vorgetäuscht war, woraus sich ergab, das der Mörder aus dem Haushalt kommen musste.

Aber wenn es Lena war, hätte sie diese Inszenierung mit dem Schrei und dem Schuss nicht gebraucht, sondern die machte nur Sinn, wenn der Hausherr ein Alibi brauchte, aber, da dafür zwei Personen benötigt wurden, war klar, sie waren es zusammen.“

„Gut ausgedacht“, meinte Bluhm spöttisch „Aber eins können sie damit trotzdem nicht erklären, nämlich wie die Tatwaffe in Kerstens Auto kommt.“

Über Fenris Gesicht legte sich nun ein breites Grinsen.
„Ich denke doch“, sagte er und beugte sich vor „Sie haben sie dort hinein gelegt. Doch zunächst muss ich ihnen gestehen, dass ich sie Gestern beschwindelt habe. Da betreffende Auto gehört nicht Herrn Kersten, sondern Herrn Alldag.Genau genommen hat Herr Kersten nicht einmal einen Führerschein.“
"Und wieso stand es dann vor Herrn Kerstens Haus?“

„Sehr einfach, weil Herr Alldag es dort hin gestellt hat,auf meine Anweisung hin, und wie geplant haben sie die Gelegenheit wahr genommen, Herrn Kersten die Mordwaffe unter zu schieben, um ihn zu belasten. Sie  können jetzt behaupten, sie haben sie nicht da rein gelegt, doch Herr Alldag hat in dem Wagen noch eine technische Spielerei installiert, nämlich eine kleine Kamera, die er mit einem Aufzeichnungsgerät im Handschuhfach verbunden hatte, und die hat aufgezeichnet, wer die Waffe im Auto versteckt hat. Gleich nachdem die Polizei Heute Morgen fertig war, holte er das Gerät heraus.“

Fenris griff nach unten, und stellte ein kleines Laptop auf den Schreibtisch, dann drehte er   Es so, das alle das Display sehen konnten.

„Wollen wir uns ansehen wer es war?“
Bluhm war in sich zusammen gesunken, und seufzte Lena drehte verzweifelt den Kopf weg.
„Nicht nötig“

„Sie hätten es fast geschafft. Ich wusste sie waren es, aber ich hatte keinen klaren Beweis. Ich musste sie dazu bringen, ihn mir zu liefern. Dafür diese kleine Finte. In ihrem Bemühen, einen Sündenbock zu liefern, schaufelten sie sich ihr eigenes Grab. Herr Kommissar, er gehört ihnen!“…


Ende

Sonntag, 30. Juli 2017

Der Bauer und das Einhorn


Der Hof und die Ländereien lagen am Rande des Waldes. Schon sein Großvater hatte ihn betrieben, sein Vater, und nun führte er ihn fort.Der Betrieb  war nicht sehr groß. Ein Paar Stück Milchvieh, eine Hand voll Hühner und Gänse ,und eine Art Gnadenpension für Pferde und Ponys.

Ferdinand war grade dabei am Weidezaun das Rickelholz zu flicken, als er vom Waldrand her ein Wiehern hörte. Er sah auf, und gewahrte unmittelbar zwischen den Wipfel ein strahlend weißes Pferd mit grauer Mähne. Langsam näherte  er sich dem Tier, das seinerseits langsam auf ihn zu humpelte. Nun war er  bei ihm angekommen. Es ließ sich zutraulich in den arm nehmen, und schnaubte leise. Bis zum hof war es nicht weit, und so führte er es langsam dort hin.

Auf dem hof angekommen, stellte er schnell fest, das an der Flanke verletzt war. Auch das Bein hatte etwas ab bekommen. Auch schien Knochen ausgerenkt zu sein Da er auch Tierheilpraktiker, legte ihm Verbände an, und renkte die Knochen wieder ein. Schnell machte die Genesung Fortschritte, doch ein Problem blieb: Es war nicht fest zu stellen, wem das Tier gehörte.

Es war nun fast eine Woche vergangen, und es war früher Abend, als es an der Tür klingelte. Ferdinand ging hin, und öffnete, um dann erstaunt die Äugen auf zu reißen. Vor ihm stand  eine hoch gewachsene Frau mit hoch stehendem grün gefärbtem  Haar, in einem leuchtend purpurnen Kleid, einer blauen Strumpfhose und goldenen Plateau-Schuhen. Die Veilchenblauen Augen in dem hageren Gesicht blickten neugierig, fast kindlich, der Mund mit violett gefärbten Lippen lächelte breit und freundlich.

„Hallo“, sagte sie mit einer tiefen, melodischen Stimme, und Ferdinand wurde schlagartig klar, dass er eine Dragqueen vor sich hatte, “Ich heiße Tamora, und du hast ihn gefunden?“
„Ihn?“, fragte der Bauer
„Na ja, Flo, meine Hengst“
„Ach dieses weiße Pferd, das ich am Waldrand gefunden habe. Es gehört ihnen?“
.“Ja, es gab einen Kampf mit k. na ja, es gab Schwierigkeiten, dabei wurde er letzt, und lief in blinder angst davon. vielen Dank auch, das sie sich seiner angenommen haben.“
Darf ich ihn jetzt mitnehmen?“
Ähm, selbstverständlich, ich bringe sie zum Stall.“

Und sie gingen hinaus  zu den Stallungen, als bei der Box ankamen, strahlte der weiße Hengst gerade zu, und scharte mit den Hufen
Als er Tamora sah, wieherte r laut vor Freude. und kam ans Gatter.
„Ah Flo, wie schön, das es dir wieder gut geht. Jetzt bring´ich dich nach Hause.“
Und noch ehe Ferdinand etwas sagen konnte, öffnete sie das Gatter, und holte das Tier heraus, das sofort seinen kopf an ihrer Brust rieb.

Tamora drückte dem verdatterten Bauern einen Kuss auf die Wange, und sagte:
„Noch mal .danke ,das du sein leben gerettet, und sich um ihn gekümmert hast.“
Damit nahm sie das Pferd, und ging zum Stall hinaus. Ferdinand folgte ihnen nach draussen.Seelenruhig führte die Dragqueen das Tier zum Hinaus und in Richtung des Waldes.doch was das? Im Licht der langsam untergehenden Sonne sah er deutlich, das sich das Tier verändert hatte. Seine Mähne hatte plötzlich die Farben des Regenbogens, und aus seiner Stirn wuchs ein langes, spitzes Horn.

Die beiden drehten sich noch einmal um. Tamora winkte ihm zu, dann schritten sie wieder dem Wald zu, und waren im nächsten Moment in einem schwirrenden Licht verschwunden.


Sonntag, 9. Juli 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 12

*
Die Kreaturen und ihre Gefangenen hetzten durch den Wald, einem noch unbekannten Ziel zu. Es war Zeit aufzubrechen Dann jedoch, ließ der Anführer den Zug plötzlich stoppen.
Offenbar hatte er einen Zuruf erhalten. Er blickte sich um.
„Was sein?“, schnautzte er seinen Untergebenen an.
„Kinder fehlen. müssen geflohen sein“
„Nehmen drei Mann, und gehen zurück. Suchen Kinder .werden gebraucht!“
Der andere nickte, nahm sich drei Helfer, und ging.
„Glauben nicht, das ihr könnt auch entkommen .Haben auch so noch genug wachen, zu halten euch.“
Und sie zogen weiter.
*
Es war Zeit aufzubrechen. Der Geheimnisvolle im schwarzen Kapuzenumhang machte sich auf den weg. Er hatte das Buch in einer Ledertasche verpackt, und schritt durch die Katakomben. Wenn seine Feinde wüssten, wie nahe er ihnen gewesen war. Nun ja, sie würden es ohnehin bald wissen, doch dann würde es für sie zu spät sein.
Plötzlich erschütterte ihn etwas .er musste sich an einer Felswand festhalten.
Mit verdrehten Augen erstarrte er, dann flüsterte er:
„Ja, sie werden wieder eingefangen. Nichts wird uns jetzt noch aufhalten .Ich mache mich jetzt auf den Weg“
Dann entspannte er sich, betätigte einen geheimen Mechanismus, und schritt durch eine, sich Öffnende Tür…
*
Savinius atmete tief durch. Eine schreckliche Ahnung hatte sich für ihn bestätigt. Es war nicht seine art oder die seines Ordens, sich ein zu mischen, doch nun musste es sein. Er musste heraus finden, ob seine Vermutung zutraf. Wenn der dritte Band des Zyklus von  Mohrar noch existierte, dann war er die einzige Möglichkeit, die Apokalypse aufzuhalten. So machte sich der Abt auf den Weg…
*
Langsam, und recht tief, segelte das fliegende Einhorn über den Wald, berührte öfter Baumkronen, und ratschte an Ästen entlang, immer dem Uhu folgend, bis schließlich eine Lichtung in sicht kam , auf der sie mehrer Wölfe sahen, und mitten zwischen ihnen drei kleine ,menschliche Gestalten.
„Da sind sie!“, rief Lucina „Käpt´n, landen!“
Doch Rotbart befand sich bereits im Landeanflug auf die kleine Lichtung, und bald setzte das fliegende Einhorn auf.

Die Begrüßung war herzlich, dann gingen die Freunde zu den Kindern.
Es war nicht viel von ihnen zu erfahren, über die Absicht der Feinde.
„Die Kinder haben uns, in die sie die anderen schaffen. Ich habe ihnen  Kundschafter nach geschickt.“, sagte Grauwyn
„Vortrefflich“, meinte Lucina „Kapitän Rotbart, bringen sie bitte die drei Kinder zum Kloster der blauen Mönche. Dort sind sie erst einmal sicher. Wir folgen mit den Wölfen der Spur der anderen Kinder, um sie zu befreien.“
*
Die vier Kreaturen schritten den Wald weg zurück, fanden die spur der Flüchtigen, und dann auch die der Wölfe.
„Kommen zu spät“, krächzte der Anführer „werden Chef nicht gefallen. Sie folgten den Spuren von Kindern und Wölfen bis zu einer Lichtung. dort sahen sie ein fliegendes Schiff, und wurden Zeugen, wie die Kinder, die sie suchten, es bestiegen.
„Kinder entkommen“, sagte  der Anführer „Wir zu wenig „

Kein Problem“, sagte eine Stimme hinter ihnen, „Es gibt auch noch andere Wege.“…

Sonntag, 2. Juli 2017

Stadtkater-Breminale-Special

Heute zur Abwechslung mal eine Verlinkung zu einer neuen Version meiner letzten Timmy-Geschichte:

Timmy hebt ab:Breminale-Version

Sonntag, 4. Juni 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 11

*
War das jetzt das Ende? Das Scheitern ihrer Mission? Würde Ronny seine Eltern, den Ort, in dem er lebte, die Freunde, nie wieder sehen? Gedanken,. die durch den kopf gehen, wenn man in einen gähnenden Abgrund fällt.

Mitten in diese Gedanken hinein, gellte ein Pfiff. Rotbart hatte ihn ausgestoßen, und plötzlich schlug Ronny auf. Jetzt mussten seine Knochen zerschmettern. Er erwartete einen jähen Schmerz und große Schwärze, doch nichts davon geschah. Als er vorsichtig die Augen öffnete, stellte er fest, dass er noch lebte, und auf Schiffsplanken lag, und seine Freunde um ihn herum.

„Was ist los?“, fragte er, nicht unbedingt eine antwort erwartend.
„Das fliegende Einhorn hat noch ein paar Überraschungen parat“, schmunzelte der Kapitän.

Tatsächlich, sie befanden sich auf dem fliegenden Schiff, welches sich nun in der Luft unterhalb des Wasserfalls befand, und nun von seinem Kapitän langsam zur Erde dirigiert wird.


9.Jagd in der Dunkelheit

Die Kreaturen hatten ihre flucht anscheinend noch nicht bemerkt. So schlugen sich Pia, Kevin und der kleine Jan durch die Büsche. Sie wussten nicht wo sie waren, noch wie sie nach Hause kommen sollten, die Dornen kratzten, es war kühl und dunkel, und immer wieder erklangen Geräusche, die sie in Angst versetzten.

Sie kannten nur eine Richtung: erst mal weg von diesen Kreaturen und Hilfe finden. Der Wald wirkte in der Dunkelheit bedrohlich, die Bäume wie bösartige, skurrile Kreaturen.
Sie waren eine Weile gegangen, als vor ihnen mehrere Paare gelber Augen auftauchten. Wie angewurzelt blieben sie stehen. die Kreaturen kamen näher, und sie erkannten, es waren Wölfe!

Jan weinte vor angst, Pia klammerte sich an Kevin, da sagte eine raue Stimme:
„Fürchtet euch nicht, ich bin Grauwyn, der König der Wölfe. Klettert auf unseren Rücken, wir bringen euch in Sicherheit.“…

*
Der Unheimliche befand sich in freudiger Erregung .Bald war es soweit. Bald  würde es verzogen. Die Kinder waren bereits auf dem Weg.
Bald, bald war die die Stunde der dunklen Mächte, und er würde sie kontrollieren…
*
„Aber wie finden wir jetzt die Kinder?“, fragte Ronny
Diese Frage ging allen durch den Kopf. Natürlich war klar, das ihre Entführer sie heraus geschafft hatten, und zu einem unbekannten Ort brachten, doch wo konnte das sein?

Sie begannen in der ganzen Gegend nach spuren zu suchen, doch vergeblich. Das konnte doch nicht sein. So konnte es doch nicht scheitern. Irgendwo musste doch ein Hinweis zu finden sein.

So saßen sie an Bord des Schiffes. Betrübt und enttäuscht, als sie plötzlich aus ihren Gedanken gerissen wurden, weil ein Uhu an Deck gelandet war.

„Nachtklug“, rief Lucina „Was tust du denn hier?“
„Ich wollte eigentlich zu Lusaga. Grauwyn schickt mich. Er und seine Wölfe haben im Wald, vielleicht einen Kilometer  ein paar Kinder gefunden, die entführt wurden waren, da sah ich dieses Schiff, und euch. Was für ein glücklicher Zufall.“


„In der Tat ein glücklicher Zufall. Wir suchen entführte Kinder. Käpt´n starten wir wieder, und du Nachtklug, flieg uns voraus!“…. 

Sonntag, 14. Mai 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 10

Die Dunkelheit war von fackeln beleuchtet, welche die unheimlichen Wesen trugen, die sie voran trieben. Über einen Waldpfad, ging es zwischen dichtem Gestrüpp und Bäumen entlang. Wenn eines der Kinder nicht schnell genug lief, bekam es von den ungeschlachten Wächtern einen Stoss, begleitet von üblen Beschimpfungen und Verwünschungen.

Kevin, der blonde junge, der zuletzt dazu gekommen war, war jetzt an der Seite von Pia, die sich mühte, den kleinen Jungen an ihrer Hand mit zu bekommen.
„Sie haben Schwierigkeiten die Kinder zu kontrollieren. Jetzt wäre eine Chance zu  fliehen.“, sagte er leise zu ihr, so das ihre Peiniger es nicht hörten. Sie nickte still.

Nun kamen sie an einem großen, dichten Gebüsch vorbei, und die
Wächter drehten ihnen die Rücken zu. Bewusst ließen sie sic h nach hinten fallen, und als das Wesen zunächst zu ihnen ein Kind vor ihnen antrieb, raunte Kevin:“Jetzt!“

Damit schlug er sich durchs dichte Gestrüpp, und augenblicklich folgte sie ihm, den kleinen Jungen an der Hand.
„Hinlegen und still!“, zischte er .sie taten wie geheißen, und kurze Zeit später war die gesamte Prozession an ihnen vorbei.
Eine Zeit blieben sie liegen und lauschten, dann richteten sie sich auf, und setzten sich.
„Nun“, meinte Kevin, „müssen wir uns überlegen, wie es weiter geht.“…
*
Gefangen in einem unterirdischen Stollen. Von Geröll lebendig begraben. Sollte es ihr Schicksal sein, hier zu verschmachten? Nach dem ersten Schock untersuchte Lucina den Gang. Sie gingen zurück in das Kerker-Gewölbe, in der Hoffnung, hier einen Ausweg zu finden. Möglicher Weise gab es hier ja einen zweiten Ausgang.

Ein Versuch das Geröll magisch zu bewegen, scheiterte. Es war zuviel. Aber dennoch wollten sie nicht aufgeben. Wer immer sie hier gefangen, hatte eine starke magische Barriere gelegt.

Sie folgten einem Gang, der auf der anderen Seite der Kerker lag, aus dem ihnen ein kühler Hauch entgegen kam. Am Ende des Ganges kamen sie zu einer Quelle. Das Wasser ergoss sich hier in einen unterirdischen Flusslauf.

„Das könnte unsere Rettung sein“, meinte Lucina „möglicher Weise fließt dieser Fluss aus dem Berg.“
„Den Versuch ist es Wert’“, meinte Baugin, und auch die anderen stimmten zu.
Vorsichtig stiegen sie ins Wasser, das erwartungsgemäß eiskalt war, und folgten dem unterirdischen Flusslauf. Nur aufgrund der Tiefe des Wassers, konnten sie in dem Gang stehen.

Mit der Zeit wurden das Bett abschüssiger, und die Geschwindigkeit des Flusses schneller, bis sie sich zu einer reißenden Stromschnelle entwickelte. Die Freunde verloren zunehmend den Halt, und wurden  vom Wasser den Lauf hinunter getrieben, prallten hier und da gegen Felsen, und konnten sich nur mühsam über Wasser halten.


Nach ein paar Minuten konnten sie deutlich einen hellen Punkt erkennen, der schnell näher kam, und sich tatsächlich als Öffnung nach draußen erwies, auf die sie nun zu trieben, Schon durchquerte das Wasser die Felsenöffnung, und stürzte sich einen Abhang hinunter- und die Freunde mit ihm…  

Sonntag, 30. April 2017

Ronny-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 9

8.Im dunklen Reich

Langsam setzte das Gefährt auf dem Gipfel auf. Es war ein flaches Plateau, das von zerklüfteten Felsen und einigen kleinen, verkrüppelten Kiefern bedeckt war. In seiner Mitte war eine Art Pyramide aus Felsen errichtet worden, auf der eine Wanne saß, in der das Feuer brannte. Die Freunde sahen sich um, doch es war niemand hier oben. Plötzlich rief der Kapitän:
„Seht euch mal um!“Sie ließen den Blick schweifen, über die Landschaft um sich herum, und im Nebel konnten sie auf den Nachbar-Gipfeln ebenfalls Feuer leuchten sehen.

„Signalfeuer, das müssen Signalfeuer sein“, meinte Lucina
„Aber vom wem?“, fragte Baugin
„Von jenen, die die Kinder entführt haben. Da ist was in Gang. Ich fürchte unsere Zeit wird knapp. Kommt, wir müssen den Eingang finden. Hier gibt es bestimmt einen!“

Sie traten zu dem Feuer, da sie folgerichtig einen Eingang in seiner Nähe vermuteten. Doch lange war nichts zu finden. Doch dann war es Ronny, der ihn, wenn auch zufällig fand. Er wollte kurz verschnaufen, und lehnte sich an den Fels, und fühlte plötzlich, wie ein stück unter seinem Ellbogen nachgab, und sich gleichzeitig neben ihm eine Luke öffnete. Er konnte gerade noch beiseite treten, um nicht hinein zu fallen.

Die Freunde traten hinzu, und sahen in das schwarze Loch hinein. Lucina beschwor ein paar Fackeln, und reichte sie den Freunden, dann begannen sie mit dem Einstieg

Als sie nach unten geklettert waren, standen sie in einem engen Gang. Sie folgten ihm, und stiegen nun eine längere Zeit stufen hinunter. Es war dunkel und feucht, und es roch nach Moder und Fäulnis. Häufig fanden sie an den Wänden ausgebrannte Fackeln. Manche rauchten noch ein wenig. Hier musste noch vor einiger Zeit jemand gewesen sein.

Die Gänge wurden jetzt breiter, und Schließlich kamen sie in einer Art großem Gewölbe an, das mehrere große, Käfig-artige Zellen enthielt deren Türen offen standen. Einige Kinder-Kleidungsstücke lagen hier und da auf dem Boden, und ein einer Zelle fanden sie ein Stofftier.

„sie waren hier“, stieß Ronny hervor 2Und jetzt sind sie weg. Wir sind zu spät!“…
*
Sie hatten sie aus den Zellen  geholt, und trieben sie nun im Dunklen durch die Wälder. Gestrüpp zerrte an ihnen, und immer wieder wurden sie von ihren Peinigern angetrieben.
„Los, Kinder bewegen, müssen schnell sein, laufen, laufen!“

Pia achtete auf den kleinen  Jungen, der weinend, und von den hässlichen Geschöpfen eingeschüchtert neben ihr lief, aber nur schwer mithalten konnte. Immer wieder fasste sie ihn am arm, und zerrte ihn mit sich. Einem unbekannten Ort zu. Was hatten sie bloß mit ihnen vor?

*
„Wie finden wir sie jetzt nur?“, fragte Ronny
„Lasst uns zurück an die Oberfläche“, meinte Lucina. dort weiß ich ein Mittel.“
Sie kehrten also um, folgten dem dunklen Gang, und stiegen die Stufen wieder hinan. Da, plötzlich, ertönte ein Donnergrollen, alles erzitterte, Geröll prasselte von Oben herunter.
„Zurück!“, rief Lucina, sie gingen die Treppe wieder hinunter, und im nächsten Moment füllte sich der Gang mit Geröll und Felsen. Sie waren lebendig begraben.

Laut und hallend, ertönte ein höhnisches Lachen, dann sagte die Stimme:

„Ihr wart gewarnt, ihr werdet die Kinder nicht retten. Dieser  Berg wird nun euer Grab!“… 

Sonntag, 9. April 2017

Das Frühlingsfest auf den Traumwiesen

Noch ein Ausflug auf die Traumwiesen,viel Spass


Auf den Traumwiesen herrschte großer Trubel, denn das große Frühlingsfest stand bevor, und in diesem Jahr war das Motto klar: Es ging um Einhörner, und um Tamoras Jubiläum, 25 Jahre als Einhornzüchterin. Die Dragqueen war mächtig stolz, so geehrt zu werden. Zum Höhepunkt des Festes, bei der Seifenblasenparty, sollte sie den goldenen Einhornkopf bekommen, eine große Auszeichnung, und ein edles Geschenk. Das Kleinod war von Gregor gefertigt wurden, einem Kobold. Goldschmied in der vierten Generation.

Die Kobolde galten als die geschicktesten Goldschmiede weit und breit, welche dieses Handwerk meisterhaft beherrschten, und so hatte der Elfenkönig zu ihnen geschickt, und ihrem besten den Auftrag erteilt. Natürlich war Gregor zu dem Fest mit eingeladen. Er würde den, von ihm geschaffenen Einhornkopf mitbringen.

Daneben wurden noch viele andere Gäste erwartet, darunter die Stadtkobolde Martin und Hans –Dittrich, der Zentaur Joschka, und der Satyr ein Ludwig, der mit seinem schwarz belocktem Kopf und Kinnbart, den Eselsohren, und den lockig behaarten Beinen mit Hufen eine besondere Erscheinung war. Er hatte griechische Vorfahren, und sollte für die Gäste auf der Pan-Flöte spielen.

Viel war noch zu tun für die  emsigen Helfer, um ein tolles Fest auf die Beine zu stellen.
Holz für Feuer wurde zusammen getragen, ein großes Festzelt gebaut, und Kübelweise Flüssigkeit für Regenbogenblasen zusammen gerührt. Bald konnte das Fest losgehen.

Das Festzelt in den Farben des Regenbogens stand. Auf seinem Dach wehten Wimpel.
Bunte Girlanden liefen von seiner Spitze zu den umstehenden Bäumen. Der Duft von Speisen lag in der Luft. Mehrere große Schüsseln mit grüner Waldmeisterbowle standen bereit, analog dazu noch Erdbeerbowle. Ein großer roter Ballon hing neben dem Zelt an einem Pfahl.

Zwergen -und Koboldkinder machten sich einen Spaß daraus, ein Zombieeinhorn zu schaffen, indem sie ein ausgestopftes Exemplar umschminkten.

Nun kamen die Gäste, unter ihnen auch der Zauberer Otto, der, nebenbei gesagt, ein Gay war, mit seiner Assistentin Biene. Sie waren per Postkarte eingeladen worden, und sollten, wenn es dunkel war, eine magische Light- Show vorführen.

 Und da kam auch Gregor. Der Kobold trug einen brauen Kasten mit sich, in dem sich das Schmuckstück befinden musste, welches Tamora bekommen sollte Er bekam zunächst ein Zimmer  im Palast des Elfenkönigs zugewiesen, wo er sich ausruhen, und frisch machen konnte. auch Kobolde hatten das durchaus nötig, besonders  wenn sie weit gereist waren, und das war bei Gregor der Fall.

Er legte den Kasten auf den Tisch am Fenster, öffnete ihn, und sah gerührt und stolz auf den wunderschönen Einhornkopf, der in der, herein scheinenden, Sonne glänzte.
„Wahrlich, ein kleines Meisterwerk ist mir da gelungen“, sagte er zu sich selbst, dann ging er sich waschen.

Als er zurück kam, und zu seinem Kasten ging, erstarrte er vor Schreck: Das Kleinod war verschwunden! Entsetzt lief er herunter zum Elfenkönig. Auroro war bestürzt, und rief sofort dazu auf, nach dem Einhornkopf zu suchen. Doch wo? Eine Durchsuchung des Zimmers hatte nichts ergeben, und durch das Fenster wäre es nicht möglich gewesen, es sei denn, man konnte fliegen. Glücklicher Weise hatte da Lichtfang einen Einfall. Er hatte sich draußen umgesehen, und sein blick blieb an einem der Bäume hängen, auf denen er ein Nest entdeckte.

„Natürlich“, meinte er „das muss es sein. Er ging zu dem Baum, schloss die Augen, streckte die Arme aus, und begann empor zu schweben. Schließlich blieb er auf Höhe des Nestes stehen.
„Ich hab´ es!“, rief er von Oben, griff hinein, und holte etwas aus Nest heraus: Es war der Einhornkopf!
Da stob laut krakeelend eine Elster auf ihn ein, und wollte das Kleinod aus seiner Hand beißen. Geschickt wich der Elf aus, und lies sich dann zum Boden herab.
„Es war die Elster“, erklärte er den anderen unten, nachdem Gregor das Schmuckstück wieder in der Schatulle versteckt hatte.
„sie muss durch Fenster geflogen, und den kopf gestohlen haben. Sicher wurde sie durch seinen Glanz angelockt.“

Es wurde ein glänzendes Fest. Nach der beeindruckenden Magic-Light-Show, kam der Höhepunkt, die Ehrung Tamoras, die gerührt und stolz, in mitten bunter Seifenblasen den Einhornkopf entgegen nahm, und eine rührende Dankesrede hielt.

Für Alle war es ein unvergessliches Fest, das  man auf den Traumwiesen nicht vergessen würde.

ENDE

Sonntag, 26. März 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 8

7.Das fliegende Einhorn

Das war ein schiff! Ja, ein richtiges Segelschiff, und es hing mitten in der Luft am Felsvorsprung, hinter sich die dichten Baumwipfel des Waldes.

Sein Körper war aus robustem Eichenholz, und glich einem Segler aus  dem Achtzehnten Jahrhundert. Hinten hatte es wuchtige Aufbauten, die mit geschnitzten Schnörkeln und Figuren verziert waren., davor drei Masten, an denen allerdings  keine Segel hingen, sondern riesige nachtblaue Ballons, die mit Halbmonden und Sternen verziert waren..

Den Bug bildete die kunstvoll geschnitzte Skulptur eines springenden Einhorns, dessen Horn, leicht nach Oben gewinkelt voraus zeigte. Dahinter, unterhalb der Reeling , stand in verschnörkelten, goldenen Lettern: Fliegendes Einhorn“

Savinius sah das Erstaunen der Freunde, und sagte lächelnd:
„Ja, das ist das fliegende Einhorn. Es gibt es wirklich.“
Ronny hatte ein eigenartiges Gefühl. Eine Mischung aus Unbehagen und Entdeckungsgeist. Offenbar kannte er nicht einmal die hälfte jener wunder, die Dusterwald und die angrenzenden Regionen zu bieten hatten. Doch schien er in dieser Hinsicht nicht der einzige zu sein, denn Baugin ,neben ihm, entfuhr es: “Ich habe es immer für eine Legende gehalten, aber es existiert wirklich.“

Savinius ging zu einer Planke, die vom schiff auf den Felsen auf den Felsen ausgelegt war, und , und so die Möglichkeit bot, an Bord zu kommen, betrat sie , und rief:
„Hey Käpt´n, bist du da?“
„Selbstverständlich“, tönte es aus der Kajüte, deren Tür sich im nächsten Moment öffnete, und den Blick  auf eine Erscheinung öffnete, die nicht weniger Skurril und erstaunlich war, als das Schiff.

Aus der Tür trat ein Mann von eher kleiner statur, keine 1,70m groß, dafür umso kräftiger gebaut.
Er trug  einen blauen Offiziersrock, wie er 200 Jahren getragen wurde .Er war hier dort durch flicken ausgebessert, und wirkte schon etwas schäbig, doch die Messingknöpfe waren blank geputzt, und auch die Epauletten auf den Schultern strahlten golden in der Morgensonne.

Darunter trug er ein weißes Baumwollhemd, außerdem eine rote Hose , und schwarze Stiefel.
Um den Kopf war ein rotes Tuch geschlungen, darauf saß ein schwarzer Dreispitz.

Sein Haar war Schulterlang und leuchtend rot, ebenso der Vollbart, der das gutmütige Puttengesicht einrahmte, dessen Mittelpunkt eine Knollennase bildete , über der zwei Lebhafte blaue Augen mit fast kindlicher Neugier in die Welt blickten. Der Mund , der in dem Bart nur zu erahnen war, schien ständig zu lächeln, und so blickte er jetzt auch mit heiterem Gesichtsausdruck auf die Ansammlung, die sein Schiff bestaunte.

„Master Savinius, schön euch wieder zu sehen!“, rief er „Habe eure Nachricht gestern Abend erhalten, und die Nacht durch. Is´ kaum ´ne Stunde her, das ich angekommen bin.“
„Vielen Dank dafür. Ich habe Passagiere für euch, wichtige Passagiere, in einer wichtigen Mission, die so schnell wie möglich zur Trollspitze müssen.

Meine Freunde“, und er wandte sich an Ronny und seine Begleiter „Das ist Erasmus Grind, Kapitän des fliegenden Einhorns, besser allen bekannt als Käpt´n Rotbart. Warum, könnt ihr ja sehen.“

„So“, brummte der Käpt´n „Zur Trollspitze meint ihr, einer der dunkelsten Orte. Ist nicht ganz unriskant und könnte holprig werden. Nun denn, wenn ihr es eilig habt, dann wollen wir keine Zeit verlieren. An Bord mit euch, und dann machen wir die Leinen los.“

Sie gingen an Bord des außergewöhnlichen Vehikels, Rotbart löste die Leinen, und die Fahrt begann. Savinius winkte noch zum Abschied ,und rief
„ Viel Glück, beizeiten werden ich euch hilfreich zur Seite stehen!“

Schnell stieg das Schiff empor, dann drehte es sich in der Luft, auf Kurs, und nahm rasch Fahrt auf. Dabei schleifte es an der Krone eines besonders hohen Baumes entlang, wa ein hässliches, ratschendes Geräusch erzeugte, jedoch keinen Schaden verursachte, mit Ausnahme einiger trockener Äste , die es abriss.
„Au Haarscharf zu dicht dran.“, kommentierte der Kapitän.
Das Fahrzeug stieg weiter über die Wipfel, und flog ,nun auf Kurs, seinem Ziel zu

Hier Oben war es wesentlich kälter als unten .Der wind fuhr durch ihr Haar, und die Luft wurde sehr feucht, als die durch die Wolken flogen.
Unten zogen Wälder ,unterbrochen von Heidelichtungen, Felsen , Wege ,und hier und da Schlösser und Häuser vorbei.

Ronny wusste bald nicht mehr, wie lange sie schon unterwegs waren, nahm nur das Schiff um sich herum wahr, welches aus einem Traum entsprungen schien, aus oder Stevensons  Schatzinsel, das zu seinen Lieblingsbüchern gehörte, und sah nach unten, auf die vorbei ziehende Landschaft.

„Nun ist es nicht mehr weit!“, rief Rotbart, der am Steuerrad stand.

Ronny sah auf, und blickte nach vorn, wo Thore an der spitze des Bugs saß.
Dort ,vor ihnen türmte sich ein gewaltiges, in Nebel getauchtes Bergmassiv auf. Rotbart ließ das Schiff ein wenig höher steigen. Je näher sie dem massiv kamen. Desto mehr verdichteten sich die Wolken und es wurde immer finsterer.

Plötzlich zuckte ein Blitz hervor, und dicht am fliegenden Einhorn vorbei.
„Uff, Glück gehabt, stellte der Käpt´n fest „Aber beim nächsten Mal geht es nicht so knapp aus.“
Er lies das Schiff hart zur Seite fahren, zu einem Ausweichmanöver. Die Freunde hatten mühe ,sich auf den Beinen zu halten. Thore wurde von seinem Platz am Bug geschleudert, und landete in Ronnys Armen.

Eben dort, wo vor Sekunden noch das schiff gewesen war , schlug nun ein weiterer Blitz ein.
„Schein, als haben sie uns erwartet“, rief Lucina
Rotbart nickte, und steuerte das Schiff jetzt im Zickzack zwischen zuckenden Blitzen hindurch. Die Passagiere wurden ordentlich durchgeschüttelt, und dann schlug doch ein blitz ins Heck ein, hinterließ aber nur eine Brandspur.

So schoss das fliegende Einhorn seinem Ziel zu, in eine Wolke blauen Nebels hinein, dies sich aus heiterem Himmel vor ihnen bildete.
Die Schwaden begannen sich zu materialisieren, und bildeten einen Schwarm riesiger Raubvögel, die nun auf sie einstürzten. Mit Grauen erkannten die Freunde, das es sich nicht um gewöhnliche Raubvögel handelte ,denn als sie näherkamen, sahen sie , das auf ihren gefiederten Körpern Frauenköpfe saßen. Grässlich entstellte Frauengesichter grinsten sie an, deren Münder scharfe Reißzähne entblößten.

„Furien!“, schrie Lucina in das Kreischen hinein. Sie , Fenrick und Lichtfang wehrten sie mit violetten Lichtblitzen aus ihren Händen ab. Baugin liess sie heran kommen, und dann wehrte der Zwerg sie mit seiner Keule ab.

„Es sind zu viele, und sie beginnen die Ballons zu zerbeißen“, rief Rotbart
Ronny sah, wie eine der Furien Thore mit ihren klauen ergriff. Er dachte kurz nach, dann besann er sich auf seine Herkunft , und die damit verbundenen Fähigkeiten. Er liegte die Hände auf das Höllenwesen gerichtet zusammen, ein violetter Lichtblitz schoss heraus, und traf die Furie, die kreischend ihre Beute fallen lies. Ronny sprang in die Richtung, und fing den Kater auf.

 Doch es war klar, da sie nicht mehr lange würden durchhalten können,da schon der nächste Angriff erfolgte.
„Was vertragen sie nicht?“ ,rief er in Richtung Lucina
„Sonnenlicht!“, kam es zurück
Woher jetzt sonnenlicht nehmen? Ronny fiel nur eines ein. Er griff unter sein Hemd, zog das Medaillon hervor , und hielte es ,mit beiden Händen umklammert nach Oben gegen die Wolken. Es war eher eine Verzweiflungstat, denn aus Überlegung heraus, dennoch funktionierte es. Blaue Blitze züngelten aus dem Amulett in die Wolken. Es begann kräftig zu regnen, und die Wolken lösten sich auf. Helle sonnen strahlen durchfluteten und umgaben plötzlich das Schiff, und die Furien flohen.

„Das war Rettung in letzter Sekunde“, meinte Rotbart 2wenn auch nur für den Moment. Denn die Furien sind meistens nur Begleiter viel größeren Unheils, so wie Pilotfische, die Haien folgen., doch für´s erste…“ und er machte eine ausladende Handbewegung nach vorn „seid ihr am Ziel, das ist die Trollspitze!“

Vor ihnen türmte sich ein mächtiger, dunkler Berg auf. Von dunklen Schwaden umgeben. Doch war das? Leuchtete auf dem Gipfel ein Feuer? Wohnte dort jemand oder etwas?

Langsam näherte sich ihr Gefährt dem riesigen Berg glitt an ihm empor, bis zum Gipfel.
Ehrfurchtsvoll sahen sie ,sich näherndes Ziel

.Was würde sie dort erwarten?...

Fortsetzung folgt

Sonntag, 12. März 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 7

*
„Wer immer diese Art von Magie verwendet, von der ihr berichtet habt, er muss das zweite Buch besitzen oder zumindest mit seinem Inhalt vertraut sein.“
„Aber wer könnte das sein?“
„Eine interessante Frage. Sehr wahrscheinlich ist er ein Nachkomme jenes Volkes, und er hat dessen Magie geerbt.“
„Lillith sagte, das Volk sollte den Wildkatzen nahe gestanden haben. Wie ist das möglich?“
„Ja, es heißt, dass es da eine Art spirituelle Verbindung gab, die auf gleichen Vorfahren beruhte.“
„Warum haben die Wildkatzen sie dann nicht gewarnt?“, fragte Ronny
„Das taten sie durchaus, doch wurden die Warnungen in den Wind geschlagen. Das weiß ich von Lillith.“
„Aber was haben nun die entführten Kinder damit zu tun?“
„Genau kann ich das nicht sagen, aber es könnte sein, das man sie auf irgend eine Weise braucht, um die macht zu entfesseln. Wie dem auch sei. Geheime Boten haben mir von verschiedenen Beobachtungen berichtet, demzufolge Menschenkinder von dunklen Kreaturen durch die Wälder geschleppt wurden, und glaubt man diesen Berichten, führt deren Spur zur Trollspitze, einem Berg jenseits des Nachtwaldes...“

„Oh je, das kostet uns Zeit“, meinte Lucina. „Ich habe keinen Wegestein mehr.“
„Da kann ich euch helfen“, entgegnete Savinius „Ich habe ein Transportmittel, das euch dort hin bringen kann. Doch es ist schon spät. Ich werde euch Räume anweisen, in denen ihr die Nacht verbringt, und morgen früh zeige ich euch einen anderen weg hier heraus, der weniger gefährlich ist, als der durchs Moor. An seinem ende steht das Transportmittel.“…

*
Waren es schon Stunden, die sie hier war? Tage konnten es ja noch sein, oder doch? Entmutigt war Pia deswegen nicht. Kurz nach ihr kam wieder ein Kind, ein etwa zwölfjähriger Junge mit blondem Haar, wie sie im Schimmerlicht der wenigen Fackeln gerade so erkennen konnte. Sie verstanden sich auf Anhieb, und begannen gemeinsam in der ecke des Gefängnisses unter den Gitterstäben zu graben, die von ihrem Kerkermeister am meisten entfernt war. Dabei benutzten sie zunächst noch sein Handy als Lichtquelle, welches hier kein Netz besaß. Doch die Arbeit ging nur langsam voran…
*
Der Unheimliche, gekleidet in einen langen Umhang mit Kapuze, schritt durch den blauen Nebel zu einem Altar, auf dem ein, in Leder gebundenes, altes Buch lag. Er strich mit seinen Fingern darüber.
„Sie mögen es zu den blauen Mönchen geschafft haben, doch auch das soll ihnen nichts nützen“, murmelte  er.
„Sie werden uns nicht aufhalten können, sie werden zu spät kommen. Die Zeit ist gekommen…“
*
Die halbe Nacht lag Ronny wach. In was war er da nun wieder hinein geraten? Was machten seine Eltern jetzt durch. Sie waren zwar nicht seine wahren Eltern, aber er betrachtete sie so. Immerhin hatten sie ihn aufgezogen. War es der Preis, ein Elfenkönig zu sein, dass man solche Abenteuer bestehen musste? Und was hatten sie noch alles durch zu stehen. Dann dachte er aber auch an die Kinder, deren einzige Hoffnung er wohl war. Irgendwann übermannte ihn dann doch ein unruhiger Schlaf.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück brachen sie auf. Unter Führung des Abtes Savinius, verließen sie in der Tat das Kloster nicht, wie sie gekommen waren, sondern offenkundig führte ihr Weg durch das Innere des Berges.

Dunkel, kühl und feucht war es. Hier und da wurde der Gang durch Fackeln erleuchtet.Vorbei ging es an Stalagmiten und Stalaktiten, und ab und zu flatterte eine Fledermaus an ihnen vorbei, das Dunkel suchend.

Schließlich kam ein immer größer werdendes Licht auf sie zu, das sich als der Ausgang entpuppte.
„Vorsicht!“, warnte Savinius „Am Ausgang geht´s steil runter!“
Tatsächlich gewahrten sie am Ausgang einen steilen Abhang. Wer ohne Vorwarnung die Höhle verließ, konnte leicht abstürzen Doch es gab, rechter Hand, einen Vorsprung, auf den Savinius sie leitete.


„Da ist es!“, rief Savinius, und wies in die Rechte Richtung. Und dann sahen sie es auch, und trauten ihren Augen kaum. Ronny stockte der Atem, denn  das, was er sah, hätte er im Leben nicht erwartet.Es war einfach unglaublich!...
Fortsetzung folgt

Sonntag, 26. Februar 2017

Der Schatz im Purpurmeer

Zum dritten mal entführe ich euch auf die Traumwiesen. Viel Spass


Sanft wiegte der Frühlingswind das Gras der Traumwiese, und den hang des Purpurberges, auf dem Tamoras Einhörner grasten. Die Inhaberin, die Dragqueen Tamora , hoch gewachsen, mit hoch stehendem grün gefärbtem  Haar, in einem leuchtend purpurnen Kleid, einer blauen Strumpfhose und goldenen Plateau-Schuhen, und Veilchenblauen Augen in einem hageren Gesicht, welche neugierig, fast kindlich blickten , und einem Mund mit violett gefärbten Lippen , entrümpelte im Rahmen des Frühjahrs-Putzes ihren Dachboden, wobei ihr die Elfen  Lichtfang und Taukind halfen.

Viele Kartons standen dort herum, mit allerlei Kram, unter anderem alte High-heels,  und mussten aussortiert werden. Ein Elfenelixier verlieh ihnen die Kraft, die Arbeit zu bewältigen. So ging es voran. So erreichten sie dann auch eine ganz hintere, durch einen Alkoven verborgene Ecke, in der, unter einer mottenlöcherigen, staubigen plane,  eine alte, wurmstichige Seekiste stand.

„Wau, die ist aber alt“, meinte Lichtfang „ muss schon über hundert Jahre hier stehen.“
Er blickte auf das Messingschild auf der Kiste, das von zwei rostigen Nägeln gehalten wurde, und schon grün angelaufen war. Dennoch konnte man die eingravierten Worte lesen:
Captain Tamorin

„Captain Tamorin, wer ist das denn?“
Tamora dachte kurz nach, dann sagte sie:
„Das muss mein Vorfahr gewesen sein. Ich erinnere mich, mal in einer Chronik gelesen zu haben, das einer meiner Vorfahren ein Piratenkapitän war.“
„Was sind denn Piraten?“, wollte Taukind wissen
„Das sind …Ähem …Räuber. sie überfallen Schiffe auf See, und berauben sie. Tamorin war meines Wissens nicht besonders erfolgreich. Zu gutmütig, das liegt in unserer Familie. Wenn die Kiste hier steht, muss er wieder hierher zurück gekehrt sein.“

Sie öffneten die alte Kiste, deren Schloß vom Rost  schon halb zerfressen war. Sie enthielt Kleidung, die der Mode des achtzehnten Jahrhunderts entsprach, Manschettenknöpfe aus Messing, sowie einen Malaiischen Krummdolch, ein Fernrohr, einen Kompass, und ein Paar andere nautische Gegenstände.

Tamora besah sich das Fernrohr, welches in einem ledernen Futteral steckte .Sie blickte hindurch.
„Hmm, nicht schlecht“, meinte sie, und wollte das Rohr zurück stecken, doch es gab widerstand.
„Nanu“, sie zog es noch einmal heraus, und blickte hinein. „Aber da ist doch was“
Sie drehte das Futteral mit der Öffnung nach unten, und schlug es gegen ihre Hand. Langsam kann ein Stück Pergament zum Vorschein, das einmal gefaltet, und dann zusammen gerollt worden war .Neugierig rollte und faltete sie es auseinander. Die beiden Elfen kamen zu ihr, und sahen ebenfalls  darauf.

Es handelte sich um eine Karte, die ihre Heimat zeigte. die Traumwiesen, den Purpurberg, dir Trollminen, und einen großen See, genannt Purpurmeer.

Unten links in der Ecke stand:
Vernehmt die Nachricht aus dem Grab
Des alten Tamorin
Der Regenbogenblasen-Purpurstab
Ist in der dunklen min´
Verborgen mit dem andren Schatz
Im Purpurmeere drin.

Der totenköpfge  Jolly-Pfahl zwischen Schilf und Stein
Soll Wegweiser zum Glück euch sein

„Der Purpurstab“, rief Tamora „ein besonderes Erbstück unserer Familie .Es galt als verschollen. Es gibt diesen Regenbogenblasenstab also doch noch. Im Purpurmeer also.“
„Es gibt hier ein Meer?“, fragte Lichtfang
„Es ist eigentlich kein Meer, sondern ein See. Er liegt ein paar Kilometer östlich von hier.“

Die Elfen stimmten begeistert zu. Bevor sie los zogen, bereiteten sie noch etwas Elfenelixier zu .Die nötigen Zutaten hatten sie dabei, das Einhornpipi bekamen sie von Tamora. Schließlich gingen zu dem fliegenden Segelschiff, mit dem die beiden elfen gekommen waren, und flogen los.

Unter ihnen zog sich das wogende Grasmeer der Traumwiesen dahin, dann kam ein Wald, in dessen Mitte ein großer See lag
„Jetzt müssen wir diesen…Jolly- Pfahl suchen“, rief Tamora.
Sie gingen runter, und beobachteten.

„Da!“, rief Lichtfang, und zeigte in einen Schilfgürtel. Dort stand ein großer, verwitterter Eichenholzpfahl, der mit Sicherheit dort eingesetzt worden war. Sie landeten, stiegen aus, und gingen zu dem Pfahl, in den oben ein Totenschädel eingeschnitzt war. „Jolly“, stand darunter eingeschnitten.

„Das ist er also“, meinte Tamora, „Aber wie weist er uns den Weg?“
Eine Weile rätselten sie
„Warte mal…Ah, natürlich. Die Augen des Schädels. Sie blicken nach unten.“
Tamora suchte den Boden ab, und da, in dem flachen Hügel, auf dem der Pfahl stand, entdeckte sie, von Grün überwuchert, eine Falltür. Sie befreiten sie vom Bewuchs. auch auf ihr war ein Totenkopf. Es war nicht leicht, sie zu öffnen. sie bestand aus Gusseisen.

Sie schluckten das Elfenelixier, und es gelang. Rostige Sprossen führten nach unten, in einen dunklen, feuchten Gang. Die Elfen verführten eine kreisende Handbewegung, und von ihren Handtellern stiegen zwei leuchtende Kugeln nach Oben, und erhellten den Gang, und schwebten vor ihnen her.

So kamen sie schnell voran, bis sie zu einer großen Kammer kamen. in einer Nische standen eine Schatulle und eine Kiste. daneben führte eine Steintreppe nach Oben  Sie öffneten zunächst die Schatulle Sie enthielt Goldstücke und Edelsteine, dann öffneten sie die Kiste, und neben Geschmeiden und silbernen Trinkbechern war auch der Purpurstab.

„Da ist er“ tief bewegt nahm Tamora ihn in die Hand, und liebkoste ihn mit ihren blicken. Aus Neugier stiegen sie die Treppe hinauf, und stellten fest, dass sie sich in einem alten Turm befanden, der seinerseits auf einer kleinen Insel mitten im See stand. In der Ferne konnten sie ihr Vehikel am Ufer sehen.

„Sieh an“, meinte Tamora
Sie gingen wieder hinunter und beratschlagten, ob sie den ganzen Schatz mitnehmen sollten. Sie selbst brauchten das Gold ja nicht, aber man konnte auf andere Weise damit gutes tun, also nahmen sie es. Das Elfenelixier gab ihnen die Kraft, es durch den Gang zu ihrem Fahrzeug zu schaffen.

Als sie los flogen füllte Tamora Flüssigkeit in den Purpurstab, und blies hindurch. Umgeben von bunten Regenbogenblasen, flogen sie, den im Sonnenuntergang purpurn schillernden See hinter sich lassend, der orangeroten sonne entgegen, nach Hause.


ENDE

Sonntag, 12. Februar 2017

Das entführte Einhorn

Hier noch eine Geschichte von den Traumwiesen

Grade saßen Elfenkönig Auroro und Tamora, die Dragqueen und Einhornzüchterin zusammen. Sie hatte ein Einhorn mitgebracht, den Hengst Regenbogen, den sie Auroro und den Elfen schenken wollte.

Da kam nun Mummine, sich den Kopf haltend, herein, und rief: Das Einhorn wurde entführt. Ich wollte es grade untersuchen, ob es die Reise gut überstanden hat, da bekam ich eins auf den Kopf, und Regenbogen wurde weg geführt!“

„Ruft Lichtfang und Taukind, und auch alle anderen!“, rief Auroro „Sie können noch nicht weit sein.“
„Warte, warte“, sagte Tamora ruhig, und wandte sich an Mummine:Hast du noch das Seifenblasenrohr?“
„Ja sicher“
„Gut, hole es .Mit den Seifenblasen können wir die Einhornpipi-Spur sichtbar machen, und Regenbogen wird mit Sicherheit eine hinterlassen. Er ist nämlich sehr klug.“

Mummine holte das Rohr. als sie zurück kam, standen auch schon Lichtfang und Taukind bereit.
„Kann ´s los gehen?“
„Sicher!“
Mummine hielt das Rohr und die Seifenblasenflüssigkeit hoch
Die beiden Elfen, Tamora und Mummine gingen an Bord eines Gefährtes, das entfernt wie Segelschiff aussah. Tamora war  damit gekommen. Sie nannte es Pupurstern. Das Gefährt erhob sich in Luft, und sie flogen los.

Tamora griff in die Tasche ihres Gewandes, und holte eine große, dunkle Brille mit Rosa Gestell  heraus, und setzte sie auf. Dann blickte sie herunter.
„Aah, da ist die Spur, in nordöstliche Richtung fliegen, Lichtfang. Sehr gut!“

Eine Zeit lang flogen sie in eine Richtung über Bäume, Hügel und Felsen, und folgten unten einem Weg, der diese Bezeichnung auch nur entfernt verdiente.
„Jetzt weiter nach Norden!“, kommandierte Tamora, und sie bogen in nördliche Richtung ein.
Da plötzlich rief die Dragqueen: „Da, ich sehe ihn. Er wurde von einem Troll entführt. Mummine, hast auch den anderen Behälter dabei?“
„Den mit den Regenbogenblasen? Natürlich!“
„Gut, dann lade das Rohr damit. Lichtfang, geh tiefer. Ja, gut so, richtig…Jaha“
Bumm! traf der Rumpf des Schiffes den Troll, der zu Boden fiel
„Jetzt!“. rief Tamora Mummine zu. die Heilerin Blies in ihr Rohr.

Viele  große bunte Blasen kamen heraus, eine schwebte nach unten, schloss das Einhorn ein, und schwebte mit ihm in Richtung des Schiffes, zu dem Mummine sie durch das Rohr saugte.
Kaum war sie an Bord, da platzte sie, und entließ das Einhorn, das freudige schnaubend zu Tamora lief, und seinen Kopf an ihrer Schulter rieb.

„Da bist du ja, mein Guter“, rief sie vergnügt. „Lichtfang, mit Volldampf nach Hause!“
Das Schiff wendete, und flog davon, begleitet von den wütenden Flüchen des Trolls, der die Fäuste hinter ihm her schüttelte.

Zuhause wurden sie bereits erwartet und freudig begrüßt.Regenbogen nahm sein neues Heim an, und wurde schnell der Liebling der Elfen.


ENDE

Sonntag, 29. Januar 2017

Die Heilung des Elfenkönigs


Als Zwischenspiel eine kleine Begebenheit aus früheren Zeiten des Dusterwaldes 

Aufruhr auf den Traumwiesen. Der Elfenkönig litt an einer rätselhaften Krankheit, und lag da nieder. Viele Elfenärzte kamen, und wussten nicht weiter. Schließlich kam auch Mummine, die Kräuterhexe, die berühmteste Heilerin des Waldes. Sie untersuchte ihn gründlich, dann sah sie ihn ernst an.
„Wir müssen schnell handeln“, sagte sie „Ich werde einen Trank bereiten, das Feenelixier, das jede Krankheit heilt.“
„Bereite mir diesen Trank“, antwortete der König mit schwacher Stimme „Du hast es mit keinem undankbaren zu tun.“

Und sie machte sich an die Arbeit. Schon brodelte der Kessel. Ein Pulver hier, eine Essenz dort, und eine Lösung hinein getropft.
Doch dann stockte die Heilerin.
„Meiner Treu, grade die wichtigste Zutat fehlt mir. Das Einhornpipi.“
Sie ging zum König, der nach seinen fähigsten Leuten schickte.
„Lichtfang, Taukind, meine Heilerin braucht eine wichtige zutat für den Trank, der mich gesund machen soll“ Damit verwies er auf Mummine.

Es handelt sich um das Einhornpipi. Ihr bekommt es bei der einzigen Person in den ganzen Wäldern, die Einhörner gezähmt hat, und mit ihnen umgehen kann, nämlich der Fee Tamora. Sie lebt in der Goldvilla auf dem Purpurberg. Sie nimmt kein Geld dafür. Wenn ihr sie bezahlen wollt, dann nehmt euren  berühmten Likör aus  Gelee Royal mit, den  sie.“

„Der Purpurberg ist weit weg“, meinte Lichtfang „Wir nehmen am besten den Habicht“
Die beiden Elfen packten ihre Sachen, taten einige Flaschen Gelee Royal -Likör mit ein, gingen zum Habicht, warfen ihm das  Geschirr um, und stiegen auf. Lichtfang zog die Zügel an, und der Greifvogel erhob sich in die Luft.

Einige Stunden dauerte der Flug, dann kam der Purpurberg in Sicht. Sie umkreisten ihn, bis sie die goldene Villa sein, deren Dachziegel in der Sonne glänzten. Sie flogen einen großen Bogen, und landeten vor dem Haus.

Nachdem sie abgestiegen waren, gingen sie zur Villa, und klopften an. Die Tür wurde geöffnet, und vor ihnen stand eine hoch gewachsene Frau mit hoch stehendem grün gefärbtem  Haar, in einem leuchtend purpurnen Kleid, einer blauen Strumpfhose und goldenen Plateau-Schuhen. Die Veilchenblauen Augen in dem hageren Gesicht blickten neugierig, fast kindlich, der Mund mit violett gefärbten Lippen lächelte breit und freundlich.

„Willkommen, ihr Kleinen“, sagte sie herzlich mit einer tiefen, aber melodischen Stimme, und Lichtfang wurde schlagartig klar, Tamora das war, was die Menschen eine Dragqueen war.

„Ähem, Guten Tag, Tamora, wir sollen dich von Mummine grüßen. Sie möchte  Auroro, unseren König, von einer schweren Krankheit heilen, doch sie braucht noch die wichtigste Zutat, das Einhornpipi. wärst du so freundlich uns etwas zu geben? Wir haben dir den Gelee Royal-Likör der Elfen mit gebracht.“
„Oh, mein Lieblingslikör, aber so schwer zu bekommen, aber kommt doch herein!“
Sie gab den Eingang frei, und sie gingen hinein. Dort packte Lichtfang die Flaschen aus.
„Gleich sechs Stück, mein lieber Mann. Da müsst ihr aber einen mittrinken. Setzt euch, und ich füll euch schon mal den Einhornpipi ab.

Sie taten Tamora den Gefallen, einen Likör mit ihr zu trinken, und nach einem herzlichen Abschied  flogen sie wieder los.


Als sie angekommen waren, liefen sie gleich zu Mummine, die auch sogleich die wichtigste zutat in ihren Trank gab. Schließlich bekam Auroro  das Elixier, und einen Tag später war er genesen. Er begab sich, zusammen mit der Heilerin zur Dragqueen, um sich bei ihr zu bedanken. Seitdem, heißt es, bestand zwischen Tamora und den Elfen eine tiefe Freundschaft, und einen Mangel an ihrem wunderbaren Likör kannte sie auch nicht mehr. 

Sonntag, 15. Januar 2017

Ronny 2-Rückkehr in den Dusterwald-Teil 6

Ein frohes neues Jahr, und herzlich willkommen zum ersten Post in 2017.Da es allerdings etwas länger her ist , gibt es erst mal ein "Was geschah bisher?"

http://schumt5.blogspot.de/2016/07/ronny-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil-1.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/08/ronny-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil-2.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/08/ronny-2-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil 3.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/09/ronny-2-ruckkehr-nach-dusterwald-teil-4.html
http://schumt5.blogspot.de/2016/10/ronny-2-ruckkehr-in-den-dusterwald-teil 5.html

Und wenn ihr nun alle auf dem Laufenden seid, geht´s nun weiter:
*
Bei den blauen Mönchen

Dunkelheit, bleierne Schwärze. Das war es, was sie umgab. und Dunkelheit war es, was sie als Erstes war nahm, als ihr die Kapuze abgenommen wurde.
Jetzt war es nicht mehr ganz so dunkel. Zwei Pechfackeln in Wandhalterungen erhellten ein wenig die Finsternisse, doch nur gerade so, das sie in der Lage war, sich zu orientieren.

Sie musste sich in einer Art Höhle befinden. Die Wände bestanden aus rohem Fels. Die Luft war feucht, und roch nach Moder. Als sie zu Hause den alten Keller geöffnet hatten, roch es ähnlich.

Sie sah sich um, und stellte fest, dass mit ihr noch andere Kinder gefangen waren. Neben ihrem Gefängnis, das aus Verschlag aus schweren eisernen Gittern bestand, befand sich ein weiterer Käfig, in dem noch mehr Kinder untergebracht waren.

Sie saßen zum Teil apathisch, eng aneinander gedrückt auf dem Boden. Ihre Kleidung war teils beschädigt und schmutzig. Schmutzig waren hier und da auch die Gesichter und das zerzauste Haar.

So wird man wohl, wenn man länger hier ist, dachte sie Aber nicht sie .Sie wie wollte so schnell wie möglich wieder hier raus, und sie würde es auch schaffen. Aber möglicher Weise hatten die anderen Kinder das auch gedacht. Niemand würde doch freiwillig hier bleiben. Dennoch war sie entschlossen.

Plötzlich fühlte sie eine Hand, die ihre Linke ergriff. Sie drehte sich um, und konnte, da sich ihre Augen an die schummrigen Verhältnisse gewöhnt hatten, einen verängstigten kleinen Jungen, der sie aus großen Augen fast flehend ansah. Er mochte halb so alt sein, wie die Zwölfjährige.

Sie strich ihm übers Haar, und legte den Arm um ihn.
„Hab keine Angst wir kommen hier raus. Irgendwie werden wir uns befreien.“
Sie wusste  nicht, ob das tatsächlich möglich war, doch fiel ihr nichts anderes ein, und es beruhigte den kleinen, und auch sie schöpfte daraus Mut.

„Mädchen irrt sich“, ertönte eine krächzende Stimme von der Wand vor dem Käfig. Jetzt erst sah sie die Kreatur, sie bewachte, und anders konnte sie das Ding wirklich nicht nennen.
Es war fast Zwei Meter groß, und von dunkelbrauner, runzliger Haut bedeckt, die ihrerseits auf Kopf und  Rücken, sowie an Armen und Beinen mit verfilztem schwarzem Haar bedeckt war. Sein Körper wirkte plump und unförmig.

Der Kopf hatte die Form einer Kartoffel, in dessen Mitte eine Nase saß, deren Form auch im Hellen und mit scharfen Augen, nur schwer bestimmbar war. Zwei tückisch blickende, kleine gelbe Augen saßen in wulstigen Höhlen. Ein, von einer Hasenscharte verunzierter, breiter Mund, (oder sollte man Maul sagen?) mit schorfigen Lippen, grinste ihnen entgegen, und ließ gelbe Zahnstummel sehen.

„Kinder werden aus diesem Kerker nicht entkommen. Kinder sind vorgesehen für große Sache. Sollten sich geehrt fühlen“ Dabei lachte es keckernd.

Pia empfand Angst und Verunsicherung. Nie hatte sie sich so einsam und verloren gefühlt. doch dann riss sie sich zusammen, und zog Jungen näher an sich heran. Einfach aufgeben, das war noch nie ihre art gewesen, und  hier zu bleiben, mit dieser abscheulichen Kreatur als Kerkermeister, das fiel ihr auch nicht ein. Irgendwann musste es eine Möglichkeit zur flucht geben, und sie würde sie nutzen.
*
Todesangst stieg in ihm auf. Mit entsetzen sah er den Speer auf sich zu fliegen. Sah den Schrecken in den Augen der Freunde, konnte ihre schrei nur undeutlich, wie durch einen Schleier wahr nehmen, und erwartete jede Sekunde einen entsetzlichen schmerz, wenn die Waffe ihn durchbohrte und das Ende, und dann traf der Speer auf- und durchbohrte ihn nicht!

Statt dessen prallte er von ihm ab, als trage er eine starke Rüstung .Im selben Moment fühlte er, wie der eiserne Griff, der ihn haltenden Hände nachließ, sie los ließen, und er sich wieder bewegen konnte.

Ein blaues Licht leuchtete um sie herum auf, und schleuderte, wie eine riesige Welle, die Angreifer fort. Die Gefährten blickten sich um, und gewahrten einen Mann in einer dunkelblauen Kutte, der einen, aus einer Baumwurzel gefertigten stock empor hielt, und ihn nun langsam sinken lies.

Er schob die Kapuze vom kopf, und zum Vorschein kam ein Mann, etwa  Mitte Fünfzig, mit kurzem, grauen Haar, einem hageren Gesicht, einer Nase wie ein Adlerschnabel, und blauen Augen, deren Blick scharf und prüfend auf ihnen lag.

„Wer seid ihr, das ihr euch auf diesen gefährlichen Pfad begebt?“,  fragte er mit sonorer Stimme.
„Wir sind Reisend, die zum Kloster der blauen Mönche wollen.“, entgegnete Lucina
„Die blauen Mönche sind es nicht gewohnt, Besucher zu empfangen.“
„Das mag sein, doch wir haben mit ihrem Abt, Savinius in einer wichtigen Angelegenheit zu reden. Außerdem wird er die Fee Lucina empfangen.“
Die Augen des Mönches schienen in der Dunkelheit aufzuleuchten, doch in seiner Sprache blieb er ruhig.
„Wird er das? nun gut, wir werden sehen, folgt mir. Es ist ohne hin besser, wenn wir uns jetzt entfernen. die Dämonen des Moores lassen sich nicht lange vertreiben. Ich bringe euch an euer Ziel, zum Kloster.
*

Vielleicht eine gute Stunde lang, zogen sie, jetzt unbehelligt, durchs Moor. Schließlich endete der Weg vor einem großen Felsenmassiv. Vor ihnen, halb in den Felsen gehauen, erhob sich ein burgähnliches Gebäude, das Kloster der blauen Mönche!

Sie blieben an einer großen, zinnenförmigen Mauer stehen, die das Kloster umgab, vor einem riesigen, schweren Eichenportal. Der Mönch hob den Stab, und schlug dreimal dagegen, dann rief er laut: “Dignus est entrare!“

Dass Portal begann sich zu teilen, und öffnete sich. Sie traten ein, und befanden sich in einem Innenhof. Das Tor hinter ihnen schloss sich wieder.

Links und Rechts standen Gebäude mit Stallungen, Werkstätten, Bäckerei und ähnlichem. Vor ihnen erhob sich, aus dem Fels gehauen, das Hauptgebäude, mit dem großen Turm.
Der Mönch führte sie hinein ,und eine gewundene Treppe hinauf, bis in einen Raum, der wie ein Büro eingerichtet war, mit einem Bücherregal, einem wuchtigem Schreibtisch, vor dem einige Stühle standen, und einem Labortisch in der anderen Ecke, auf dem mehrere seltsame Instrumente standen.

Der Raum der Audienz. Nehmt Platz. Der Abt kommt umgehend zu euch. Während sich die Freunde setzten, klatschte er in die Hände. Ein anderer Mönch, noch jung, kam herein. Bringt Wein, und etwas zu essen für die Gäste. Der Junge nickte
„Ja, Bruder Abt“
Baugin sprang auf
„Bruder Abt? Dann bist du Abt Savinius?“
Der Mönch verbeugte sich lächelnd
„Ja, es ist Zeit, die Komödie zu beenden. Ich bin Savinius, Abt der blauen Mönche. Verzeiht die Verstellung, doch ich habe eine Schwäche für theatralische Auftritte.“
Er setzte sich hinter den Schreibtisch.
„Und jetzt, da ihr wisst, dass ihr am Ziel seid, sagt, was kann ich für euch tun.“

In diesem Moment öffnete sich die Tür, der junge Mönch brachte ein großes Tablett mit einem einfachen Abendessen und Wein herein, und stellte es auf dem Schreibtisch ab.“
Lucina begann zu berichten. Von den Entführungen, vom Bericht Lilliths, Der verhexten Baumwurzel, und dem, was sie von Olchas, dem Wirt erfahren hatten.

Savinius hörte ruhig zu, dann nickte er bedächtig, und sagte:
„Du weißt, wir mischen uns nicht in irdische Angelegenheiten, wenn wir es nicht für richtig halten, das haben wir auch beim Schattenfürsten so getan, doch was ihr uns schildert, ist bedenklich, denn hier haben wir es mit einer weit mächtigeren schwarzen Magie zu tun, einer gefährlichen Urzeitlichen Macht.“
Er erhob sich, und schritt zum Bücherregal. Suchend blieb er davor stehen, dann zog er einen band halb heraus, und am äußersten Ende öffnete sich eine Klappe.

Er zog ein großes, schmuddlig wirkendes, in Leder gebundenes Buch heraus, und kehrte damit an den Schreibtisch zurück.

„Der erste Band des  Zyklus von Mohrar, welcher aus drei Büchern besteht. Hierin ist die Geschichte jenes unter gegangenem Volk  verzeichnet, von dem Lillith erzählte. Lilllith sprach von einer Katastrophe. Ich kann euch sagen, diese Katastrophe wurde herauf beschworen, weil diese Leute glaubten, eine gewaltige Macht zähmen, kontrollieren zu können. Im ersten Band wird die Katastrophe geschildert, der Zweite enthält Riten und Beschwörungsformeln, der dritte soll, der Legende nach sagen, wie es wieder gestoppt werden kann.

Einst befanden sich alle drei Bände in einem Kloster, in einer kleinen Stadt im Harz. doch dann wurde das Kloster von einer Feuerkatastrophe heim gesucht. Die Bibliothek verbrannte, und mit ihr der Zyklus, bis auf diesen band, den ihr vor euch seht, und der durch einen Zufall in meine Hand geriet, und nun hier gehütet wird.“

„Und die anderen Bände wurden sicher vernichtet?“, fragte Lucina

„So dachte ich bisher ,doch was ihr mir geschildert, lässt mich glauben, das der Mittelband noch existiert, denn diese art von Magie, welche der Fremde ,in des Wirtes Schilderung, bei der Entführung anwandte ist  sehr mächtig, und entspricht der Beschreibung in dem Band. Sollte dieses Buch noch existieren, und sich in den falschen Händen befinden, droht der ganzen Welt eine Katastrophe, die das jüngste Gericht in den Schatten stellt“….