Sonntag, 30. November 2014

Ronny Riese vom Dusterwald,Teil 21

Das letzte Duell
Ronny stand wie erstarrt. War dies das Ende? Nach all den Abenteuern, den Anstrengungen, war nun alles umsonst, sollte der Schattenfürst gesiegt haben? Aber was sollte er tun? Hatte er das Recht, seine Eltern zu opfern? Konnte er das tun? Doch was geschah, wenn er die Sternenscheibe aushändigte? Würden sie tatsächlich geschont werden?
„Was ist nun ,Sohn Romualds? Liegt dir so wenig an deinen Eltern, das du bereit bist, ihr Leben zu opfern, um einer Bronzescheibe willen? Dann habe ich vielleicht doch falsch eingeschätzt.“
Nun, war tatsächlich dazu bereit? Fieberhaft dachte er nach, suchte nach möglich aus dieser Lage heraus zu kommen. Es musste doch etwas geben!
„Triff deine Entscheidung!“
Nein, das konnte es doch nicht sein, so konnte es nicht enden! Er blickte auf die Sternenscheibe in seinen Händen, und auf sein Medaillon, und plötzlich durchzuckte ihn ein Gedanke. Vielleicht…Eine Hoffnung. Eine schwache vielleicht, aber eine Hoffnung, eine Möglichkeit. Langsam hob er den Kopf, und blickte in Richtung seines Todfeindes. Er hatte seine Entscheidung getroffen…
*
Um die beiden Kontrahenten fanden Kämpfe statt. Graue Wölfe  Füchse, Zwerge und Kobolde gegen schwarze Wölfe. Zwerge, gegen schwarze Wölfe, Grendel und Trolle, Elfen, Eulen und Raben gegen Nachtmahre , während die beiden Feen und Hutzelmann die Hexen bekämpfen. alles ,um sie von Ronny fern zu halten, der nun breitbeinig vor dem Schattenfürsten stand. Und dann kam der Schock…
*
 Ronny hob die Scheibe  , und schleuderte sie in Richtung des Schattenfürsten. Der streckte den linken Arm aus . Nebel zischte daraus hervor, der die Sternenscheibe umgab. Als würde sie plötzlich in Zeitlupe versetzt hielt sie plötzlich in die Luft            
Der Schattenfürst öffnete die Hand, und als würde sie von dieser magisch angezogen, glitt sie auf diese zu, und wurde schließlich von ihr ergriffen.
Schaurig erklang das Lachen des Schattenfürsten, und alle kämpfenden erstarrten, und sahen zu den Beiden Gegnern.
„Seht“, rief er „Ich habe die Sternenscheibe. Alle  Macht ist in meinen Händen, und die Zeit der ewigen Dunkelheit ist angebrochen.“
„Nein“, hauchte Lucina. Ihr Gesicht war erbleicht. „Nein“, raunte es auch durch die Reihen Verteidiger, die schreckensbleich zum Schattenfürsten und zu Ronny schauten, der dem Dunklen gegenüber stand.
  „Und nun, Sohn Romualds, der du die Frechheit besessen hast, zu glauben ,du könntest mir etwas entgegensetzen, der du dich für fähig gehalten hast, mich zu bekämpfen, nun knie nieder vor deinem Herren. Knie nieder, und gestehe deine Niederlage ein! Knie nieder und unterwirf dich mir!“
Er hob die rechte Hand. Ein roter Blitz fuhr hinaus und traf Ronnys Eltern.
Und Ronny kniete langsam nieder…
*
Entsetzt beobachteten Baugin und Fenrick die Szene. “Nein, das kann doch nicht das Ende sein“, sagte Fenrick. „Doch“, meinte Baugin. Es sieht wirklich so aus, aber was tut er da?“
Ronny kniete vor dem triumphierenden Schattenfürsten, der rief: „Seht, eure große Hoffnung hat sich meiner Herrschaft unterwarfen. Euer Widerstand ist hoffnungslos!“
Er sah nicht, das Ronny , als er kniete an seine Brust griff. Er nahm sein Medaillon in die Hände. Jetzt galt es. Jetzt würde sich zeigen, ob er richtig gedacht hatte. Er schloss die Auge, spürte das Medaillon in seinen Händen , und konzentrierte sich seinen Geist, all seine Gedanken, sein Herzblut, seine Seele, alles konzentrierte er auf das Medaillon, und seine eigenen Kräfte, die tief in ihm steckten. Wenn es nur klappte. Die Zeit der Entscheidung war da…
*
Plötzlich fühlte er Wärme durch seine Hände und seinen Körper strömen.
Wie gebannt starrten alle Wesen auf die Beiden, und sahen, wie Ronny plötzlich von einem blau- weißen Licht umgeben wurde, und ebenso der Schattenfürst, bei dem das Licht aus der Sternenscheibe kam.
Dann wurden sie förmlich durch einen Lichtstrahl verbunden. Der Schattenfürst begann zu beben, und ebenso auch Ronny.
Der rote Lichtblitz ,der Ronnys Eltern umfasste, brach zusammen. Der Schattenfürst brüllte. Seine Stimme klang angstvoll, als er schrie: „lass das, hör auf! Ich bin dein Herr und Meister!
Doch Ronny hörte nicht auf. Beide bebten immer stärker .Die Sternenscheibe begann plötzlich Blitze in alle Richtungen zu verschicken, die  Diener des Schattenfürsten trafen.
Aus der Mundöffnung des Schattenfürsten drang ein durchdringender , unmenschlicher Schrei, als er von hellem Licht umgeben, immer stärker vibrierte.
Und dann begann ein weißer Nebel um ihn herum zu wabern. Licht und Nebel wurden  schwächer, und waren schließlich verschwunden.
Vor ihnen stand Grendelsen. Tiefschwarz und starr. Auf seiner ausgestreckten linken Hand lag die Sternenscheibe. Plötzlich knisterte und knackte es. Grendelsen bekam überall Risse, dann zerfiel er in viele kleine Bruchstücke. Da ,wo eben noch der Schattenfürst gestanden hatte, lag nur noch ein Haufen schwarzer Schlacke, und oben auf die Sternenscheibe.
Ronnys Eltern hatten die fesseln verloren und rappelten sich auf. Der Rest der dunklen Wesen hatte die Flucht ergriffen, oder wurde vertreiben.

Alles schaute auf Ronny, der immer noch kniete. Das Medaillon in seinen Händen. Langsam kippte er vornüber, und brach zusammen…

Samstag, 22. November 2014

Das verschlossene Zimmer

ein Kurzkrimi


Wir fuhren die Strasse entlang ,die nach Bad Sachsa führte. Zwischen Hügeligen Feldern und Wäldern hindurch, die ein wenig an die Toskana erinnerten, und doch war dies der Hartz.
Wir, das waren Kommissar Finn Hansen und ich, Kriminalmeister Fabian Born, auf dem weg zum „Waldschlösschen waren, wo sich ein rätselhafter Todesfall ereignet hatte. Ein gewisser Julius Gröper , war tot in seinem Zimmer aufgefunden worden. Das rätselhafte war, das er offensichtlich vergiftet worden war, obwohl sein Zimmer stets abgeschlossen war ,er sogar bei verschlossener Tür schlief. Und beim Essen konnte es nicht passiert sein. Wie also dann?
Mittlerer Weile fuhren wir im Ort Bad Sachsa ein, passierten die engen Strassen, fuhren schließlich einen Berg hoch, und kamen in die Strasse ,in der das Waldschlösschen lag.
Es war nicht zu übersehen, weil Polizei-Fahrzeuge davor standen. Wir parkten unseren Wagen in der Nähe, und gingen zum Haus.
Wir zeigten dem Beamten an der Tür unseren Ausweis, und wurden zum Zimmer gebracht, in dem die Spurensicherung noch bei der Arbeit war. Gerade wurde die Leiche heraus getragen, und der Gerichtsmediziner Doctor Baering kam uns entgegen und begrüßte uns .
„Ja, nach oberflächiger Untersuchung starb er an einer Strychnin-Vergiftung, aber das müssen wir in der Obduktion noch näher untersuchen. Todeszeitpunkt zwischen 23:00 Uhr und 1:00 Uhr nachts. tja, mehr kann ich jetzt noch nicht sagen.“ Und er ging.
Wir betraten das Zimmer.
„Wo war die Leiche?“, fragte Hansen einen der Spusi-Beamten.
„Hat im Bett gelegen“
„Ah ja, Danke“
Wir betrachteten das Bett, das nun zerwühlt war. Auf dem Nachttisch standen eine halbvolle Mineralwasserflasche, und eine kleine braune Flasche mit einem Apotheken-Aufkleber, auf dem „Nux Vomica“ stand,und die ,neben ein paar tropfen Flüssigkeit, einige wenige Kristalle enthielt .Hansen zog sich Gummi-Handschuhe an, und nahm die Flasche in die Hand.
„Eulen-Apotheke, Braunlage“, las er „Könnte eine Spur sein“, brummte er. und gab sie einem Mann der Spurensicherung, der sie ,wie die Mineralwasserflasche eintütete und einpackte. Unser Blick schweifte durch den weitern Raum, der ordentlich und aufgeräumt wirkte. Das Waldschlösschen war eine alte Jugendstilvilla, und die Zimmer weitgehend entsprechend möbliert. Auch die Flure waren so eingerichtet und so traf neu auf alt.
In dem Zimmer war nichts weiter verdächtiges zu sehen. Auch im Schrank nicht, wo unten der Koffer des Opfers stand .Gerade bückte sich Hansen ,und holte etwas unter dem Nachttisch hervor. Es war ein Stück Pappe. Anscheinend der Rest einer Schachtel. Es  war abgerissen.“…romid“ war darauf zu lesen.
*
Unten trafen wir den momentanen Leiter des Hauses Bernd Rahme.
„Das ist eine Katastrophe für uns, eine entsetzliche Tragödie für uns“
„Kann ich verstehen“, meinte Hansen. „Können sie uns sagen, wer Julius Gröper nun war?“
„Oh ja sicher. ein Antiquitätenhändler aus Braunlage. Kam öfter hier zum Kurzurlaub mit seiner Frau Sylvia, die diesmal auch dabei war. Allerdings gab es Streit. Sie hatten schon getrennte Zimmer und am Morgen seines  Todes reiste sie ab. Sie warf ihm vor, sie betrogen zu haben“
„Sehr interessant. Ich brauche die Adresse Ich muss selbstverständlich mit der Frau sprechen. So ,und nun, wer wohnte jetzt noch hier?“  
„ Zunächst Paul Schäfer, leitender Angestellter in einer Spielwarenfirma. Er war allein hier. Dann  Kobler , Jörg Kobler ,mit seiner Frau Martina. Kobler ist Kunsthändler, und dann noch Albert Braun, pensionierter Beamter, und seine Frau Ursula. Na ja, und es gibt noch einen Bediensteten, den Hausmeister Jacek Chewinsky ,gebürtiger Pole.“
„Gut, wir müssen mit allen sprechen. Nur eine Frage noch: Kannten sie das Opfer näher?“
Rahme zögerte
„Nein, eigentlich nicht. Sie waren halt Stammkunden.“
„Wer hat alles Schlüssel zu den Zimmern?“
„Na ja, die Gäste natürlich, dann die Leute, die die Zimmer sauber machen, und schließlich gibt es für Notfälle einen Generalschlüssel.“
„Ich nehme an,die werden hier im Büro aufbewahrt?“
„Natürlich“.
„Noch eins: Können sie uns einen Raum für die Verhöre zur Verfügung stellen?“
„Sicher, die können den Rum neben dem Speisesaal verwenden.“
„Gut, vielen Dank“
*

Der bezeichnete Raum befand sich direkt neben dem Speisesaal und gehörte genau genommen dazu. Es stand ein langer schwerer Eichentisch darin, vor einer eichengetäfelten Wand. Wir nahmen daran platz ,und erwarteten den ersten Kandidaten. Es war Paul Schäfer. Er war ein hoch gewachsener Mann mit zurück gekämmtem braunem Harr mit graue Ansätzen, und grauen Augen. Er 47 Jahre alt, und besaß ein selbstsicheres Auftreten. Er hatte nichts verdächtiges bemerkt. Der Streit zwischen Gröper und seiner Frau war auch ihm aufgefallen. Er war Zeuge des Höhepunktes ,als sie vorzeitig und in großer Wut das Haus verlies. Auf die Frage ,ob er das opfer gekannt hatte zögerte er, bevor er sagte:
“Gut ,sie werden es sowieso heraus finden. Bevor ich diese Stellung hatte , hatte ich ein kleines Geschäft für Spielwaren-Antiquitäten. Er hat mich mit unlauteren Mitteln ruiniert.“
„Und nun trafen sie ihn ausgerechnet hier wieder. Ich nehme an das war zufällig.“
„Natürlich war es das. Ich habe jetzt eine gute Stellung, und ich bin kein nachtragender Mensch.“ 
„Und gestern Nacht waren sie wo?“
„Im Bett, ich bin recht früh schlafen gegangen.“
„Wofür es, da sie allein hier sind ,keine Zeugen gibt.“
„Leider ist es so“
„Nun denn, danke für ihre Zeit.
*
Als nächstes kamen Jörg Kobler, ein dunkelhaariger End-Dreißiger mit seiner Frau,  Fünfunddreißig Jahre alt und blond. Viel war aus ihnen nicht heraus zu bekommen. Nein, sie kannten Gröper nicht näher. Sie waren an jenem Abend ausgegangen , und nach Stollberg gefahren. Gegen 23:30 etwa, waren sie zurück gekommen. Nein, ihnen war nichts aufgefallen.
Albert und Ursula Braun schließlich hatten keine Beziehung zum Opfer. Sie waren wandern gewesen, hätten die Nacht im Nachbarort verbracht, und wären erst Heute Morgen zurück gekommen. Nein, ihnen war sonst nichts aufgefallen, abgesehen natürlich vom Polizeiauflauf.
Schließlich kam noch Chewinsky. Er hatte eine Wohnung  hier im Ort, wo er schlief. Wie Frau Gröper im Zorn das Haus verließ, hatte er noch mitbekommen.
*
Schließlich ließen wir uns noch das Haus zeigen. Die meisten Teile kannten wir schon. Rahme führte uns noch in den Wellness -Bereich mit Schwimmbad und Sauna. Wir betrachteten den frei zugänglichen Umkleidebereich und das kleine Schwimmbad ,das schräg dahinter, hinter einer Tür lag.
„Herr  Gröper schwamm jeden Tag, immer um Morgens 7:00Uhr,vor dem Frühstück eine Stunde.Sie konnten die Uhr danach stellen“
Es war nachmittags ,als wir das Waldschlösschen verließen, und zum Auto gingen.
„Ich glaube, wir haben noch Zeit, nach Braunlage zu fahren, und mit Gröpers Frau zu reden.“, meinte Hansen, und wir fuhren.
*
Gröpers wohnten am Stadtrand Braunlages, in einer Villa. Sylvia Gröper, Vierzig Jahre alt. war eine Imposante Erscheinung. Groß für eine Frau, schlank, und elegant, mit langem, brünettem Haar, weichen Gesichtszügen, und großen blauen Augen. Sie bat uns herein, und bot uns Kaffee an. Entsprechend dem Anlass war sie dunkel gekleidet.
„Sein Tod ist jetzt doppelt bitter, weil wir im Streit auseinander gegangen sind. Ich liebte ihn ja trotzdem noch, aber ich war sicher, das er mich mit dieser.., dieser Kobler betrogen hat.“
„Martina Kobler?“, hakte ich nach
„Ja, natürlich. Deshalb war sie doch nur mit gekommen, na ja , glaube ich zumindest. Und das wo er ihren Mann beschuldigte ,ihn betrogen zu haben. Es lief ja ein Verfahren, dabei ging es glaube ich, um ein gefälschtes Gemälde“
„Das ist ja sehr interessant.“, meinte Hansen „Kann es da wirklich Zufall sein, das sie gerade zu dieser Zeit im selben Gästehaus schliefen?“
„Was fragen sie das mich?“
„Na ,sie waren ja mit. War es übrigens üblich, das sie getrennte Zimmer hatten?“
„Eigentlich nicht, aber nachdem es Spannungen in unserer Beziehung gegeben hatte ,hielten wir es zunächst für besser. Bernd tat uns den Gefallen. Wir kannten ihn von früher her Ob es Zufall war ,weiß ich nicht, ich bin nicht so in seine Geschäfte involviert.“
„Was heißt, sie kannten ihn von früher her?“
„Ach ,hat er ihnen das nicht gesagt? Er war mein Freund, vor Julius. Allerdings hatten wir uns getrennt, bevor  Julius und ich uns kennenlernten. Auch wenn er anderer Meinung war.“
„Was passierte nachdem sie das Haus im Streit verlassen hatten?“
„Das müssten sie eigentlich wissen. Ich kehrte irgendwo ein, und trank. Na ja ,und hinterher geriet ich in eine Polizeikontrolle. In  meinem Zustand verlor ich die Beherrschung, und verbrachte so die Nacht in der Ausnüchterungszelle. Heute Morgen bin ich erst zurück gekehrt.“
„Nach dem Tod ihres Mannes, sie sind natürlich seine Erbin, übernehmen sie das Geschäft?“
„Ich werde es wohl verkaufen, ich kenne mich in dem Gewerbe nicht sehr aus. Ich bin gelernte Pharmazeutisch-technische Assistentin. Ich kann schnell wieder in diesem Beruf eine Anstellung finden .Und da ich auch noch seine Lebensversicherung erhalte, werde ich nicht tief fallen. Ich kläre das Morgen früh noch mit unserem Anwalt, Peter Wern.“
*
Als wir das Haus der Gröpers verließen, beschlossen wir, da wir gerade in Braunlage  waren, noch die Eulen-Apotheke aufzusuchen, um zu erfahren, was es mit diesem Medikament auf sich hatte.
Der Apotheker, ein dicklicher, grauhaariger Mann, nickte auf unsere Frage und sagte: „Ja, Nux Vomica ist ein strychninhaltiges Medikament ,gewonnen aus dem Samen der Brechnuss und der Ignatius-Bohne, das in der homöopathischen Medizin verwendet wird.“
„Haben sie so etwas auch einem Julius Gröper verkauft?“
„Einen Moment“ Der Apotheker sah in seinem Computer nach.
„Ja, tatsächlich, zur Behandlung  rheumatischer Beschwerden Er nahm es immer abends ein, um besser schlafen zu können“
„Kann es bei der Anwendung solcher Medikamente Risiken geben?“
„Nun ja, im Zusammenspiel mit Bromhaltigen Stoffen kann es zur Auskristallisierung kommen ,wodurch man eine tödliche Dosis  Strychnin zu sich nehmen kann.“
„Vielen Dank.“
*
Am nächsten Morgen saßen wir im Büro und diskutierten den Fall.
„Also“, meinte ich. „ Wir haben Julius Gröper,53,Antiquitätenhändler, nach dem Obduktionsbericht vergiftet mit Strychnin. Sein Zimmer war ständig abgeschlossen. Beim Essen kann er nicht vergiftet haben. Selbstmord kann ausgeschlossen werden. Auch ein Unfall ist unwahrscheinlich.
Dann haben wir Paul Schäfer, wurde vom Opfer ruiniert, durchaus ein Motiv. er sagt ,er wäre im Bett gewesen. Dafür gibt es zwar keine Zeugen, aber auch keine Beweise des Gegenteils.
Dann die Koblers, die an jenem Abend ausgegangen sein wollen, wofür es freilich keine Beweise gab. Außerdem haben sie uns verheimlicht, das sie Gröpers kannten Sie soll ein Verhältnis mit ihm gehabt haben, er wurde von ihm des Betruges beschuldigt.
Das Alibi des älteren Ehepaars ist bestätigt, Jacek Chewinsky ist auch unverdächtig.
Bleibt noch Bernd Rahme, der uns verschwiegen hat, das er mal mit Sylvia Gröper zusammen war. Ein Alibi hat er auch nicht. Da hätten wir durchaus eine Reihe von Verdächtigen, aber wer war es, und vor allem wie?“
„Tja“, meinte Hansen „Auf jeden Fall müssen wir mit Koblers und mit Rahme noch mal sprechen“
„Ja, fahren sie doch schon mal vor. Ich wollte mich noch mal nach diesem Anwalt erkundigen, Peter Wern. Ich halte ihn zwar nicht für Verdächtig, aber ich dachte ich kann man sollte auch mit ihm mal reden. Ich muss ja bei Rahme und Koblers nicht dabei sein.“
„Sicher warum nicht. Sie können ja…Moment mal, was sagten sie? Muss ja nicht dabei sein? Schwimmen, muss nicht dabei sein…“,grübelte er „Natürlich, natürlich ,so muss es gewesen sein. Born, ich glaube ,sie haben grade den Fall gelöst. Ich glaube ,ich weiß jetzt ,wie es gemacht wurde, und von wem .Ich muss nur noch ein paar Einzelheiten überprüfen, und …ach ja, einen Durchsuchungsbeschluss brauche ich noch. Wir treffen uns Heute Nachmittag im Waldschlösschen, und bringen sie die Frau und den Anwalt mit.“
Und wie der Wind, huschte er aus dem Büro.
*
Wir hatten uns in jenem Salon neben dem Speisesaal versammelt, wo Gestern Morgen das Verhör statt gefunden hatte. Wir hatten noch vier Polizisten mitgebracht, die links und Rechts an den Türen standen.
Anwesend waren Syvia Gröper und ihr Anwalt,37 Jahre alt, die ich mitgebracht hatte, die Koblers, Paul Schäfer, Bernd Rahme, Jacek Chewinsky, sowie das Ehepaar Braun.
„Zunächst mal, möchte ihnen danken, das sie ihre Zeit opfern, um bei der Klärung eines Verbrechens zu helfen. Julius Gröper starb Vorgestern Nacht an einer Strychnin- Vergiftung. Offensichtlich war es nicht möglich ihn zu vergiften, denn er bekam das Gift nicht beim Essen, und sein Zimmer war stets abgeschlossen. Und dennoch ist es geschehen. Aber bevor wir dazu kommen, Herr Rahme ,sie haben uns gestern verschwiegen, das sie mal mit Sylvia Gröper zusammen waren.“
„Moment“, sagte Rahme  „Gut, das stimmt, und bin sicher, das sie mich wegen ihm verlassen hatte , aber ich habe ihn nicht getötet.“
„Ja, aber ein Alibi können sie nicht vorweisen. Gut, Herr und Frau Kobler, auch sie waren Gestern nicht ehrlich zu uns . Frau Kobler ,haben oder haben sie nicht mit Julius Gröper geschlafen?“
Sie senkte den Blick .Hansen nickte
„Ich glaube, das genügt schon.“
„Martina“, fuhr Kobler auf , Hansen gebot mit erhobener Hand schweigen.
„Sie,Herr Kobler sind ja nun nicht besser. Gröper hat sie beschuldigt ,ihn mit einem gefälschten Gemälde betrogen zu haben. Falls sie von dem Verhältnis ihrer Frau mit dem Opfer wussten, hätten sie sogar zwei Motive, und ihr Alibi ist eher schwach.“
„Ja ,aber dann fragen sie auch mal ihren sauberen Anwalt. Die Spatzen pfeifen doch von den Dächern, das er mit der Gröper ein Verhältnis hatte.“
Alle Blicke richteten sich auf Sylvia Gröper und ihren Anwalt, der abwehrend die Hände hob.
„Das ist nicht wahr, und selbst wenn, An dem Abend als Julius Gröper ermordet wurde, war ich mit meiner Frau und Freunden im Theater und anschließend Essen.“
„Nun“, meinte Hansen „Wir haben hier also eine ganze Menge Verdächtiger, die alle ein Motiv, und wenn,dann nur ein schwaches Alibi hatten.“ Der Anwalt wollte ansetzen zu sprechen, doch der Kommissar gebot ihm Einhalt.
„Nun, ich weiß, wer Julius Gröper getötet hat, und zwar sie…“
Er wandte sich abwechselnd jedem zu, bis er schließlich stehen blieb vor Sylvia Gröper!
*
„Ich? Wie soll ich das gemacht haben? Ich war doch gar nicht mehr da, als er vergiftet wurde, das wissen sie doch.“
„Falsch", sagte Hansen, "sie waren nicht dabei , als er starb, und das ist der entscheidende Punkt, der das ganze Rätsel löst.“
„Ich verstehe nicht.“
„Oh doch, sie verstehen nur zu gut. Als Pharmazeutische Assistentin wussten sie, das wenn man Brom in eine strychninhaltige Lösung gibt, es zu einer Reaktion kommt, bei der das Strychnin auskristallisiert, so das man dann bei der Einnahme der letzten Dosis eine tödliche Strychnin-Menge zu sich nimmt, und so löst sich alles auf.
Denn sie kannten auch die Gewohnheiten ihres Mannes ,so auch die , jeden Morgen um Sieben Uhr zu schwimmen. Wie einfach war es da abzuwarten, bis er im Wasser war, das waren so etwa Zehn Minuten. Somit hatten sie gut fünfzig Minuten Zeit. Mehr als Genug für die Ausführung ihres Planes. Sie gingen hinunter zum Umkleidebereich, der frei zugänglich war. Vom Schwimmbad aus ,ist er nicht einsehbar und um diese Zeit ist noch alles leer. Sie gehen zu seinen Sachen, bei denen auch der Zimmerschlüssel liegt. Sie nehmen den Schlüssel an sich, und laufen durchs Treppenhaus nach oben. Das Brompulver haben sie bereits dabei. Sie öffnen die Tür, betreten das Zimmer ,und gehen zum Nachttisch, wo die Flasche mit dem Medikament steht .Sie öffnen die Flasche, und holen das Brompulver hervor, wobei sie beim Öffnen ein Stück der Schachtel verlieren, welches unter dem Nachttisch liegen bleibt. Sie füllen das Brompulver in die Flasche, in der noch die letzte Dosis ist, von der sie, als seine Frau wissen, das er sie erst am Abend einnehmen wird, zu einem Zeitpunkt also, an dem sie ein unerschütterliches Alibi haben. Nun noch die Flasche geschlossen, die Brompulverschachtel in die Tasche gesteckt, das Zimmer wieder abgeschlossen und nach unten ,um den Schlüssel  wieder zu seinen Sachen zu legen. Dann gehen sie wieder nach Oben ,und packen ihre Sachen, um dann die große Streit-Szene zu spielen, und demonstrativ vor Zeugen das Haus zu verlassen. Aber um ganz sicher zu sein provozieren sie noch den Zusammenstoss mit der Polizei, um in der Ausnüchterungszelle zu landen, das beste Alibi der Welt. Ich habe mit den Beamten gesprochen. Sie hatten eine Alkoholprobe verweigert, und wurden darum festgenommen. Der erzwungene Alkoholtest ergab aber einen Wert, der nicht der Rede wert war.“
*
Er griff in seine Manteltasche und zog eine Tüte hervor, in der sich eine Tasche befand.
„Und den letzten Beweis habe ich hier. Heute Morgen, wurde mit Durchsuchungsbeschluss ihr Grundstück durchsucht.“
Er hob den Arm
„Schon gut, Herr Wern, Es hat alles seine Richtigkeit. Er zog noch ein Papier aus seiner Tasche.
„Hier ist der Beschluss. Jedenfalls in ihrem Abfall, Frau Gröper, fanden wir diese leere Schachtel, und sehen sie, dies Stück einer Schachtel fand ich im Zimmer ihres Mannes unter dem Nachttisch…“
Er hielt beides aneinander ,und das Stück passte genau in die Lücke, die die Schachtel aufwies.
„…und wie sehen, passt es hundertprozentig zu dieser Schachtel, die laut Aufschrift Kaliumbromid enthielt, und mit Sicherheit auch DNA- Spuren von ihnen aufweisen wird. Außerdem haben wir eine Hose von ihnen sicher gestellt, die Pulverspuren enthält, die schon im Labor untersucht werden.
Aber wir beide wissen, was dabei heraus kommen wird, nicht wahr.Abführen!“, sagte er zu den Beamten geneigt,die ihm am nächsten standen.
„Ach ja, über das Motiv brauchen wir ja nicht mehr groß zu sprechen. Eine millionenschwere Lebensversicherung, und ein  jüngerer geliebter sind ein ziemlich überzeugendes Motiv. Ob Herr Wern von ihrem Plan gewusst hat, weiß ich nicht, das zu klären, ist Sache des Gerichtes.“
Er nickte den beiden Beamten zu ,die ihr Handschellen angelegt hatten ,und sie führten sie ab.
Die anderen wurden entlassen, Anwalt Wern begleitete Sylvia Gröper.
Als wir heraustraten, begann die Sonne bereits unter zu gehen.
„Wie sind darauf gekommen, das es so war?“, fragte ich, immer noch ungläubig.
„Gewisser maßen waren sie es ,der mich drauf gebracht hatte“, meinte Hansen vergnügt, "Als sie sagten, sie müssten ja nicht unbedingt dabei sein, da schlug das eine Saite bei mir an. Da begriff ich, das wenn man jemanden vergiftet, man ja nicht unbedingt dabei sein muss, wenn er stirbt. In unserem Fall setzte das aber bestimmte Kenntnisse voraus, die aber so nur die Ehefrau haben konnte. Und wenn sie ihm das Gift vorher verabreicht hatte, fiel damit ihr raffiniert konstruiertes Alibi in sich zusammen. Noch Fragen?“
„Nein, keine mehr ,euer Ehren“, sagte ich lachend
Und wir fuhren in den Sonnenuntergang nach Hause.



Sonntag, 16. November 2014

Ronny Riese vom Dusterwald,Teil20

Die Sternenscheibe
Ronny trat vor, und sagte mit fester Stimme, die ihn selber überraschte: „Ich Ronald ,Sohn Romualds, des Elfenkönigs“
„Romualds Sohn“, sagte das Orakel, „ der gekommen ist, um die Sternenscheibe zu holen, und die Prophezeiung zu erfüllen.“
„Ja, so ist es. Gib mir die Sternenscheibe!“
„Du musst sie dir selber holen. Sie befindet sich hier im Tempel“
„Aber wie finde ich sie?“
„Sie zu finden, das hast du in der Hand, der Schlüssel hängt an einem Band, das trägst du seit Geburt durchs Land“
„Seit Geb…“,begann Ronny, dann griff er unwillkürlich nach seinem Medaillon.
„Deine Klugheit spricht für dich“, sagte das Orakel, und löste sich auf. Plötzlich war nur noch das Becken da , und das Bild im Felsen.
Einige Momente stand er unschlüssig da, dann hob Ronny das Amulett und hielt es gegen die Wandzeichnung ,und plötzlich begann ihre Mitte blau zu leuchten. Sie löste sich aus der Wand ,und schwebte auf ihn zu.
Er nahm eine Hand vom Medaillon, und griff nach der ,auf ihn zuschwebenden, Scheibe, die aufhörte zu leuchten, als er sie in der Hand hielt. Er hielt die Sternenscheibe in seiner Hand.
Sie bestand aus Bronze, hatte in der Mitte eine Sonnen ,und am Rand die Symbole der zwölf Tierkreiszeichen.
„Wir haben sie“, rief Baugin „Nun Rasch zurück. Unsere Freunde brauchen uns“
Sie wandten sich um ,und wollten gehen, da rief Ronny : „Wartet mal“
Er griff in seine Tasche ,und holte den Wegestein heraus, den Lucina ihm gegeben hatte.
„Damit geht´s schneller“
*
Die Zahl der Feinde wurde immer größer, die Verteidiger gerieten immer mehr in die Enge. Fluten von schwarzen Wölfen schienen den Platz zu überschwemmen , von oben stießen Nachtmahre herab ,und am Nachtwald lieferten sich die beiden Feen Kämpfe mit den Hexen.
Jetzt hatte der Nebel den Kampfplatz erreicht. Grendelsen schälte sich daraus hervor.
„Ihr habt verloren“, schallte seine Stimme über das Feld. Unterwerft euch unserer Herrschaft, und ihr werdet geschont!“
„Nie!“ ,scholl es ihm entgegen
„Ihr seid töricht. Ihr könnt dem Schattenfürsten nicht widerstehen. Er wird euch vernichten. Doch wenn ihr dieses Schicksal vorzieht…“
Und er drehte sich um .Nebel waberte herauf, und heraus kam der Schattenfürst.
„Ihr wollt nicht anders“, sagte er mit tiefer, hohler Stimme
Da blitzte es vor ihm auf. Ronny und seine Freunde erschienen. Er hatte sich verändert, wirkte erwachsener und entschlossener. Während sich Baugin ,Lichtfang und Fenrick in den Kampf stürzten, blieb er vor dem Todfeind stehen, und hob die Hand mit der Sternenscheibe. Eine ungewohnte Energie durchfloss ihn.
„Romualds Sohn. Du hast also die Sternenscheibe, und nun glaubst du, du bist mir gewachsen. Nun, ich habe noch etwas in der Hinterhand“
. Er vollführte eine ausholende Bewegung mit dem Arm, und eine Nebelwand baute sich vor ihm auf, aus der Ronnys Eltern erschienen. Sie waren gefesselt. Angstvoll blickten sie ihn an.
Nun hast du die Wahl. Gib mir die Sternenscheibe und unterwirf dich ,oder ich töte deine Eltern vor deinen Augen.“…

Ist jetzt alles verloren? Mehr demnächst hier im Blog.

Sonntag, 9. November 2014

Der Zwerg, der aufmüpfig wurde,Teil 12



Zwölftes  Kapitel


Vom Erfolg der Geheimdiplomatie

In Berlin, traf sich Reto  Schwätzli mit der Kanzlerin in einem Hotelzimmer. “Also ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was sie von mir wollen. Ich weiß nichts von einem Paul Heimlich oder Gülleberg.“, sagte sie
„Sicher“, grinste  der Schweizer, „Das hat ja auch ihr Staatssekretär, Herr Stabel eingefädelt, selbstverständlich ohne ihr Wissen. Ach, das hier“ Er nahm einen Stapel Papiere aus seiner Aktentasche , „sollten sie sich mal durchlesen. Sehr interessant. Ich kenne einige Leute bei gewissen Boulevard-Magazinen, die so eine Story sicher sehr interessieren wird.“
„Äh, ich werde mir das mal ansehen. Aber warum sind sie so an diesem Gülleberg interessiert?“
„Sagen wir , wir versprechen uns einigen Gewinn von dieser Partnerschaft“
„Und welchen Vorteil sollen wir davon haben, wenn wir ihnen ihre Unabhängigkeit lassen?“
„Nun, wenn sie es richtig machen, werden sie sicher bereit sein, ein gewinnträchtiges Handelsabkommen mit ihnen zu schließen, nur dazu müssen sie zunächst mal diesen Heimlich zurück pfeifen.“
„Ich kenne keinen Heimlich, aber ich werde mal mit dem Staatssekretär reden. Wie war noch sein Name? Ah, Ja Stabel.“   
„Sehr gut, tun sie das. Am Besten sofort, sonst könnte es Morgen gewisse Schlagzeilen geben“
„Ich werde sie benachrichtigen.“
Die Kanzlerin verliest das Zimmer, und lies einen zufriedenen Schwätzli zurück.

*
Martin machte sich auf den Weg zum Rathaus, gemeinsam mit der, einzigen, Militäreinheit. Er hatte ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch. Ihm war klar, dass hier ein irrationaler Krieg entfesselt werden könnte.
Das besetzte Rathaus kam in Sicht, und es schien, als wäre ein Zusammenstoss unvermeidlich.
*
Mummsen, Fürst Jan, und die anderen Regierungsmitglieder, saßen in Mummsens Büro, und warteten. Etwas anderes konnten sie nicht tun. Von unten drang der Lärm der Demonstranten herauf. Sie schienen das Mobiliar zu zerschlagen.
„Ich fürchte, Schwätzli kommt zu spät“, meinte der Bürgermeister.“
„Ja, vielleicht haben wir wirklich dem Falschen vertraut“, stimmte Jan zu „Wollen wir das Ganze jetzt beenden, und den Staat auflösen?“
Da klingelte das Telefon, und fast zeitgleich, unten ein Handy.

*
Plötzlich begann die Demonstration sich aufzulösen. Die Aufständischen verließen friedlich das Rathaus, und bestiegen einen Bus ,der in diesem Moment vorfuhr.
Aus dem Funkgerät kam eine Durchsage, das der Einsatz beendet war, auch die Polizei zog sich zurück. Martin schwante, das auch seine Mission hier beendet war.
*
Einen Tag später kam die Kanzlerin zum ersten Staatsbesuch in Gülleberg an. Ein Handelsabkommen wurde geschlossen, nachdem die Bundesregierung den kleinen Staat auch offiziell anerkannt hatte.
Es begannen auch, Verhandlungen mit der EU, über eine privilegierte Partnerschaft. Zum Beitritt hatte man das Fürstentum nicht bewegen können.
Wie abgemacht, bekam der Bechard- Konzern fünfzig Prozent der Fürstenquelle in stiller Partnerschaft. Mummsen wurde Mitglied des Vorstandes, Jan des Aufsichtsrates. Fürst Jan dankte ab ,und heiratete Kathrin Gehrcke, mit der er sich in seinen Palast zurück zog. Gülleberg kam jetzt auch ohne Fürst aus.
Stabel blieb Staatssekretär für sonstiges , blieb aber für größeres bereit. Irgendwann musste die DDR -Tuse doch auch mal abtreten. Heimlich tauchte wieder unter , und man hörte nichts mehr von ihm, aber wenn wieder ein Agent Provokateur geraucht wird, wird er sicher da sein.
Martin kehrte nach Berlin zurück, quittierte seinen Dienst, und wurde Privatdetektiv, weil er diesen Sumpf nicht mehr mitmachen wollte.
So bestand der kleine Staat Gülleberg die erste große Bewährungsprobe, und bewahrte seine Unabhängigkeit.
Tja, und wenn nicht irgendwelche Konzerne oder Politiker wieder irgendwelche Intrigen spinnen, weil sie den Hals nicht voll bekommen kann, dann wird er es auch weiterhin tun.

ENDE