Donnerstag, 29. Mai 2014

Der Zwerg,der aufmüpfig wurde, Teil 5



Fünftes Kapitel

Über eine spritzige Entdeckung, die großes Interesse an einem kleinen Staat weckt

Die Bundeskanzlerin lehnte eine Anerkennung der Republik Fürstentum Gülleberg als unabhängiger Staat ab, hielt es aber auch nicht für angebracht ,Militär aufmarschieren zu lassen. Sollten sich aber Gerüchte bewahrheiten ,wonach russische Agenten die Region destabilisiert und aufgewiegelt haben, so müsse man selbstverständlich handeln. Hinweise auf eventuelle Menschenrechtsverletzungen konnten aber nicht bestätigt werden.
Zunächst wolle man das Problem diplomatisch lösen. hierzu sei bereits eine Person entsandt worden.“
„Was soll dieser Quatsch mit den Russen? Der einzige Russe hier ist Oleg, der Landmaschinenmonteur von Klinke, und der lebt schon so lange hier, das er eigentlich schon als Deutscher durchgeht. Überhaupt, wen wollen die denn schicken? Den Außenminister?“
Kalle Mummsen faltete die Zeitung zusammen, und warf sie auf den Schreibtisch. „Vielleicht sollte ich diese Schreiberlinge mal hierher einladen, damit sie sich selbst n´ Bild machen können“, brummte er. Das die von der Politik sich irgendwann einschalten würden, war ja klar, und offenbar war ihnen jedes Mittel Recht, um den Aufmüpfigen Ort zur Raison zu bringen. Er war aber entschlossen, sich nicht zu beugen.  

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In Brüssel saß EU-Sekretär Carl de Geerig an seinem Schreibtisch und ging die Zeitung durch. Als Holländer war er der deutschen Sprache gut mächtig und las auch deutsche Zeitungen, und so Las er auch von Gülleberg. Gerade kam sein Assistent Michel van Geet herein.
„Sagen sie mal, Van Geet ,was hat es denn mit diesem Gülleberg auf sich?“ „Nun, ein kleines Kaff in Norddeutschland, das sich aufgrund eines mittelalterlichen Dokumentes für unabhängig erklärt hat, und aus der EU ausgetreten ist.“ „Moment, es gehört doch zu Deutschland“ „Nein, das heißt, sie sehen sich jetzt als eigenständiger Staat Fürstentum Gülleberg“ „Aber die können sich doch nicht einfach für unabhängig erklären, das werden wir nicht anerkennen!“ „Hat die Bundesregierung auch nicht getan. Aus meinen Quellen in Berlin weiss ich, das die Kanzlerin schon jemanden beauftragt hat ,etwas zu unternehmen. Ich schlage vor,das wir uns erstmal raushalten und es den Deutschen überlassen.“ „Ja, ist wohl am Besten so.“

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In Gülleberg, genau gesagt am Gülleberg, ging Forstgehilfe Ronny Borke durch den Staatsforst ,um für geologische Untersuchungen Gesteinsproben zu sammeln. Er selbst verstand wenig von Geologie, aber er war ein ebenso verständiger, wie gutmütiger Mensch, und wenn man es ihm erklärte war es für ihn kein Problem. So schritt er nun durch den Forst ,dem Felsen mit der Burgruine zu, bis er davor stand. Er nahm den Rucksack ab ,in dem er die nötigen Geräte hatte ,und entnahm ihm das Werkzeug, Hammer und Meisel, und begann aus dem Fels Stücke heraus zu schlagen. Sa machte er es an verschiedenen Stellen des Felsens, bis er zu einer Stelle kam, die mit Moos bewachsen und feucht war. Auch hier begann er zu schlagen, doch plötzlich sank der Meisel tief ein. Er hantierte stark, hakelte und wackelte, und plötzlich gab der Fels nach und bröckelte unter ihm weg. Eine Fontäne schoss herauf. Es war klares Wasser. „wieso gibt ´s denn hier ne´ Quelle?“ ,fragte sich der durchnässte Forstgehilfe und betrachtete die kräftige Wasserfontäne. Instinktiv entnahm er seinem Rucksack ,seine ,inzwischen leer getrunkene Thermosflasche ,öffnete sie und hielt sie in das Wasser, bis sie voll war. “Kann ich ja mal mit ins Labor nehmen“ ,dachte er sich.

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Eine Woche später saß Kalle Mummsen im fertig gewordenen Fürstenpalast mit Fürst Jan zusammen(Es war immer noch ein etwas merkwürdiges Gefühl den ehemaligen Knecht so zu nennen). Gerade besprachen sie ein paar amtliche Dinge ,als der neue Wirtschaftsminister ,der Landmaschinenhändler Hein Klinke, gefolgt von der Laborantin Lara Gift herein kam. Er war sehr aufgeregt. „Kalle,du wirst es nicht glauben“,rief er „Oh,ähm,euer Durchlaucht“,sagte er dann mit Blick auf den Fürsten. „Was nicht glauben?“, fragte dieser. „Lara,ach ja…Lara Gift,aus dem Labor von Alois  Grünkern,unserem Müllfahrer und Umweltminister,sie hat eine große Entdeckung gemacht.“ „Na ja,sagte die zierliche blonde Frau neben ihm .eigentlich hat es der Ronny entdeckt.er sollte im Staatsforst Gesteinsproben nehmen ,und ist dabei auf eine Quelle gestoßen, und hat eine Probe des Wassers mit genommen,die ich mit untersucht habe.“ „und ?“,fragte Kalle. „Reinstes Hochwertiges Mineralwasser genau genommen erfüllt es sogar Heilwasserqualität.“ „Soll das heissen ,wir haben hier eine Mineralwasserquelle?“ „Eine sehr ergiebige sogar“ „Das wäre ein Riesengeschäft.Wir wären damit eine sehr reiche Gem....,Staat“, rief Kalle „Eben“,sagte Klinke, „Das wird ein Riesengeschäft“ „Gülleberger Fürsten-Quelle“,schwärmte nun selbst Jan.
Doch durch diese Entdeckung wurde nun erstrecht Interesse für Gülleberg geweckt,und jetzt nicht mehr nur in der Politik

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