Sonntag, 15. Februar 2015

Neptun hat´s satt-Teil 3

Im Büro der Polizei-Wache sitzen sie dem Polizei- Kommissar Kremer, ein mittelgroßer, aber kräftiger Mann, Mitte Fünfzig, mit grauem Haarkranz, gegenüber.
„Also“, sagt er kurz angebunden „Ihre Namen, aber die richtigen.“
„Neptun, und Tochter Bella“, antwortet der Gefragte und fügt hinzu:“ nebst Käpt´n Kidd“, als der Hummer die rechte Schere hebt.
„Sie sollten meinen Humor und meine Geduld nicht überstrapazieren“, sagt der Polizei-Chef düster. “Nun gut ,sie Heißen also Neptun. Und wo sind nun diese Goldmünzen her?“ Dabei weist er auf den Beutel mit Dublonen, die auf seinem Schreibtisch liegen.
„Vom Meeresboden, aus einigen versunkenen Schiffen, das hatte ich in der Bank schon gesagt. Wirklich, es wäre nett, wenn wir jetzt gehen könnten. Ich hab ´s  nämlich eilig, Ich muss dringend nach…, wie nennen sie es? Berlin.“
„Ach, müssen sie“, fragt der Kommissar lakonisch „Tja, daraus wird wohl nichts werden. Sie haben diese Münzen nicht zufällig irgendwo mitgehen lassen?“
„Werden denn irgendwo in der Gegend welche vermisst?“
„Werden sie nicht frech. Wir werden das selbstverständlich überprüfen, und solange bleiben sie unsere Gäste.“
Und so landen sie erst einmal in einer U-Haft-Zelle.
*
„Weißt du Paps, ich glaube, wenn ´s so weiter  geht, kommen wir gar nicht nach Berlin. Ich meine, wir können doch nicht warten, bis die fertig überprüft haben.“, sagt Bella, auf der Pritsche sitzend, und mit den Beinen baumelnd.
„Ich fürchte, du hast Recht“, meint ihr Vater, der am Waschbecken steht, und den Hummer badet.
„Wenn der Käpt´n genug Wasser hatte, machen wir, das wir hier raus kommen. Ich hab´ noch genug Dublonen bei mir, da brauchen wir nicht an seinem Schreibtisch vorbei.“
Nach etwa einer Stunde nimmt Neptun den Hummer wieder auf seine Schulter, dann geht er zur Zellentür. Er hebt die rechte Hand, und zeigt mit dem Finger auf das Schloss, das sich augenblicklich öffnet. Die Tür geht auf, und sie verlassen die Zelle.
Ein Polizist kommt ihnen entgegen. Neptun hebt die Hand, und der Beamte erstarrt in der Bewegung.
„In Fünf Minuten kannst du dich wieder bewegen“, sagt Neptun lächelnd.
Sie gehen weiter den gang entlang.
„Schätze, wir nehmen besser den Hinterausgang“, meint der Meergott, und steuert die Herrentoilette an.
Innen gehen sie auf die gegenüber liegende Wand zu. Neptun hebt die Hand, und vollführt eine seitliche Bewegung. Die Mauer teilt sich, und sie treten hinaus ins Freie. Danach schließt sich die Mauer wieder, und sie treten auf die Strasse.
Neptun nimmt die Krone ab, und kratzt sich am Kopf.
„Wo war noch gleich dieses Museum? …ah ja, dort!“ er zeigt, auf ein schräg gegenüber liegendes Gebäude. „Die kaufen sicher alte Dublonen an.“
*
Der Museumsdirektor ist begeistert.
„Wunderbare Münzen“, schwärmt er „Die sind natürlich einiges wert. Gibt es da, wo sie her kommen noch mehr?“
„Hören sie, ich bin gerne bereit zurück zu kommen, und ihnen zu zeigen, wo die Schiffswracks liegen. Nur habe ich es im Moment ziemlich eilig.“

Wenig später sind sie mit einem Scheck über eine nicht ungeringe Summe in der Bank. Die Angestellte, die sie schon kennen, betrachtet sie misstrauisch, doch muss sie feststellen, das der Scheck in Ordnung ist, und zahlt die Summe aus.
So geht es zum Bahnhof. Auch der wohl bekannte Mann am Schalter ist erst misstrauisch verkauft ihnen aber die Fahrkarte, und so warten sie nun auf den Zug.
*
In der Polizeiwache kehrt Kommissar Kremer gerade zurück ihn die Polizeiwache, und muss entdecken, dass seine Gefangenen  entkommen sind. Er lässt sich von dem Polizisten, dessen Lähmung nun nachlässt berichten.
„Hab ich´s doch geahnt. Ein klares Schuld- Eingeständnis, und dazu noch ein Angriff auf einen Beamten, wie immer sie das gemacht haben. Kommen sie, vielleicht kriegen wir sie noch am Bahnhof!“
Als sie am Bahnhof ankommen, fährt gerade der Zug nach Oldenburg ab. Kremer nimmt sein Handy aus der Tasche, und tätigt einen Anruf in die Zentrale.
„So“, meint er zu dem jungen Beamten „Sie sind zur Fahndung ausgeschrieben, und wir nehmen jetzt den Wagen, und fahren nach Oldenburg. Da müssten wir sie abfangen können.“

Im Zug sitzen Neptun und Bella in ihrem Abteil und blicken sich interessiert um. Sie ahnen noch nicht, dass sie jetzt auf der Fahndungliste stehen, und ihnen ein hartnäckiger Kommissar auf den Fersen ist….


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