Sonntag, 15. Mai 2016

Tagebuch eines unfreiwilligen Helden-Teil 18

Und das Finale.Daher gibt es erstmal ein "Was bisher geschah":



Und nun zum Abschluss der Geschichte :


…Wir starrten gebannt auf den Bildschirm, auf dem zunächst Zahlen und Buchstaben zu sehen waren.Dann war ein Fortschrittsbalken zu sehen, der jetzt 10 % anzeigte. Eine Alarmsirene war zu hören.

30% -Laufende Schritte, gebrüllte Befehle. draußen gingen Soldaten in Stellung. Wir saßen endgültig in der Falle. War unser Tod der Preis für die neue Gesellschaft?

50 % -Der Kapitän und seine Leute schoben einen schweren Schreibtisch vor die Tür. Dann nahm Jean Cosici seine Pistole und schlug mit dem Griff den elektrischen Türöffner ein. Es gab einen Knall und Funken sprühten heraus.

„So, das sollte sie lange genug draußen halten“, meinte er.
„Sie werden irgendwann sowieso herein kommen, meinte Celia. „Entscheidend ist, das unser Unternehmen gelingt.“

70 %-nachdem Mordechai versucht hatte mit dem Code zu öffnen, und festgestellt hatte, das das Elektroschloss kaputt war, gab er einen Befehl. Nach einigen Minuten hörte man draußen ein Zischen.
“Ein Schneidbrenner“, sagte  ich „Aber es dürfte etwas dauern, bis sie durch die Panzerung durchkommen.“
Etwas später sah man einen  Sah man einen kleinen glühenden Punkt auf der Tür.

95 %-„Noch können sie umkehren. Brechen sie es ab!“, konnte man Mordechai durch die Tür rufen hören.
„Nein, dazu ist es zu spät“, sagte Celia. „Es passiert jetzt“
„Wo wir gerade dabei sind“, ergänzte ich „Dies ist mein Rücktritt als Kanzler!“

Aus der Tür sprühten Funken. Ein großes, ovales Stück der Tür fiel knarrend heraus, und wurde endgültig nach innen getreten, so das eine Öffnung frei wurde ,durch die Soldaten mit angeschlagenen MP`S  hereinkamen, die uns an die Wand dirigierten, und uns in Schach hielten.

Hinter ihnen kam Mordechai hinein, und sah auf den Computer-Bildschirm. Sein Gesicht wurde noch bleicher, als es eh schon war. Entsetzen breitete sich darauf aus. Langsam drehte er sich zu uns um. „Ist ihnen klar, was sie angerichtet haben?“,stammelte er.

„Ich denke schon“, entgegnete ich. „und wir sind stolz darauf. Auch ,wenn sie uns jetzt hinrichten.“
„Wem nutzt das jetzt noch?“, antwortete er tonlos.
„Sehen sie.“
Er schaltet einen Fernsehschirm ein, auf dem Bilder von Überwachungskameras waren, die mehrere Plätze zeigte. Der Schirm war geteilt, und man konnte in jedem Teil, oben Rechts den Namen einer Stadt lesen: Berlin, Paris, Rom, Den Haag, Brüssel, London.
Auf allen Plätzen sah man demonstrierende Menschen, die in Richtung Regierungspaläste zogen, und die Sicherheitskräfte gingen mit ihnen. Es mussten Millionen sein.

„Es ist aus“, sagte ich. „Sie können sie nicht alle umbringen.“
Celia trat an mich heran. Die Soldaten hinderten sie nicht.
„Du musst da raus, und mit zu ihnen sprechen, um Gewalt zu verhindern.“
„Ich?“
„Du bist der Kanzler. Hörst du? Sie verlangen Mordechais Kopf.“

Nun erlebte ich eine weitere Überraschung: Die Soldaten drehten sich um, und richteten die Waffen auf Mordechai.
„Was soll mit ihm geschehen?“, fragten sie mich.
„Was soll das, brüllte Mordechai „wisst ihr nicht wer ich bin? Ihr habt meinem Befehl zu gehorchen!“
Sie beachteten ihn nicht.

Es kostete mich einiges an Überwindung, bevor ich sagte: “Bringen sie ihn in die Zelle, und dann verhaften sie die anderen Mitglieder der Regierung. Sie sollen einen ordentlichen Prozess bekommen, wenn sich alles beruhigt hat.Gleichzeitig sollen alle politischen Gefangenen sofort entlassen werden.“

„Das könnt ihr nicht tun“, rief der Polizeiminister konsterniert. Ich bin euer Dienstherr, und befehle euch, das ihr diese Leute festnehmt, noch ist nicht alles zu spät. Wir können den Aufstand noch nieder schlagen!“

„Es ist zu spät. Sie folgen ihnen nicht mehr“, entgegnete Celia, und wie um sie zu bestätigen, legten ihm die Soldaten Handschellen an, und führten ihn ab.

„Du musst jetzt zu ihnen sprechen“, sagte Celia „Du bist jetzt kein niemand mehr“
Wir gingen hinauf zum Balkon des Regierungsgebäudes. Mir war furchtbar schlecht. Was sollte ich  diesen Menschen sagen? Wie beschwichtigt man eine solche Menge. ? Wie bringt man ihnen bei, dass eine neue Zeit angebrochen ist, und wie würden sie auf die Anwesenheit des Kanzlers reagieren, den sie doch mit dieser Regierung identifizierten, der doch für sie steht?

Doch ein Zurück gab es nun nicht mehr. Ich trat auf den Balkon, auf dem einige Mikrofone aufgestellt waren. Ich sah unten erste Journalisten, und mir wurde klar, das das was ich nun sagen würde überall gehört werden würde. In ganz Europa!

Als ich da nun an die Balustrade trat, und von den Menschen gesehen werden konnte, Celia neben mir, da brandete unglaublicher Jubel auf. Ich hob die Hand, um Ruhe zu gebieten. Ich sah auf die Zehntausende Menschen herab, und rief: „Ich verkünde hiermit die Verhaftung der Regierung, und das Ende Groß-Europas. Ich trete hiermit als Kanzler zurück, und verkünde Neuwahlen. Alle politischen Gefangenen werden in diesen Minuten frei gelassen.

Zu lange wurden die Menschen in Europa in der Diktatur unterdrückt und geknechtet. Im nahmen der Demokratie lasst uns nun für eine bessere Gesellschaft streiten!“

Großer Jubel brandete auf, und  obwohl ich, beziehungsweise mein Amt symbolisch für die Diktatur stand, hatte ich den Eindruck, dass sie mich feierten. Auf jeden Fall aber, blieben sie friedlich. Im Gegenteil, sie lagen sich mit den Sicherheitskräften in den Armen. Sinnend sah ich auf die Szene, bevor ich den Arm um Celia legte, und mit ihr den Balkon verließ. Meine Mission war nun endgültig erfüllt.

Epilog: Morgenröte

Der wind des Wechsels wehte durch Europa. .Die Menschen waren freudig. Es lag Hoffnung in der Luft. Ein neuer Morgen brach an. Die Schergen des alten Regimes wurden überall verhaftet. Koordiniert von Berlin organisierte eine Übergangsregierung ihre Prozesse und die Neuwahlen. Drees de Gruyne und Franz –Liviu Steinmann gehörten ihr unter anderem an.

Die Verbreitung der Daten über den Haupt-Computer war ihr start Signal gewesen .Zwei Tage später kamen sie in Berlin ein, und es gab ein herzliches Wiedersehen mit Uns.

Auch für mich brach ein neuer Morgen an. Mit Celia, denn wir waren jetzt ein Paar. Ein völlig neuer Lebensabschnitt. Nichts war mehr wie vorher, aber es war schön. Es war ein überwältigendes Gefühl, und ich war neugierig auf diese neue Zukunft, die ich auf die eine oder andere weise neu gestalten würde. Also treten wir in die Morgenröte und gehen einer bessern Zukunft entgegen.

ENDE

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