Sonntag, 29. Mai 2016

Jan-aus dem Reich der Toten-Teil 11

Sucht die Lösung! Gar nicht so leicht. Ich liege wach, und lasse mir die Ereignisse der letzten Tage durch den Kopf gehen, von denen es mir schwer fällt zu glauben, das sie wirklich passiert sind, und denke daran, was wir heraus gefunden haben, was Dr. Konninck erzählte, was die anderen ausgesagt haben.

Kann es sein, das Dr. Stöhver Experimente an Menschen betrieb? Waren die Toten seine Opfer? Hatte Jan ihn gemeint, als er schrieb, jemand ist nicht der, als der scheint? Möchte sein Sohn das jetzt vertuschen? Gibt es dafür Beweise auf dem USB-Stick?

Und was ist mit Jost und Marten? Oder hat das gar nichts mit der Sache zu tun? Sind sie auch nur Opfer? Ich habe durchaus das Gefühl der Lösung des Falles sehr nahe zu sein, und dann wieder nicht.

Mensch, schlaf lieber, du wirst  Morgen früh topfit gebraucht, auf der Arbeit! Jau, wo du Recht hast, hast du Recht. Ich drehe mich auf die Seite, um meinen Körper zu seinem Recht kommen zu lassen, aber leicht fällt das nicht.

Am nächsten morgen habe ich ein einnehmendes Wesen: Eingangskontrolle aufmachen und kassieren. Dabei stelle ich einmal mehr fest, das dieser Job manchmal eine wahre Fundgrube für Psychologie-Studenten wäre, insbesondere in Hinsicht auf Paranoia, Schizophrenie und Narzissmus .Und dann gibt es noch jene, die dies hier für einen Basar halten, und feilschen wollen.

Rosi ist auch wieder da. Noch ein wenig mitgenommen, aber gesund.

Den Rest des Tages ab Fünfzehn Uhr  verbringe ich in der Schadstoffannahme. Bei Kartons mit kleinen Flaschen werde ich jetzt misstrauisch, aber es kommt nichts in der Richtung an.

Es herrscht nun Leerlauf, und ich habe wieder Gelegenheit nachzudenken, und in meinem Kopf tut sich etwas .Gewisse Zusammenhänge nehmen Gestalt an, die allerdings unglaublich scheinen. Nein, vielleicht geht meine Phantasie mit mir durch, und doch bildet sich so in meinem Kopf  eine lückenlose Kette, die –ach nein, fang nicht an zu spinnen! -oder etwa doch?

Kurz vor Feierabend bekomme ich eine SMS von Adele .morgen Abend wollen wir uns mit „Hanseaten-Columbo“ treffen, und uns den USB-Stick ansehen.
Abends im Bett denke ich noch lange über meine Theorie nach.

Die Arbeit am nächsten Tag ist die Selbe, und geht leichter von der Hand. Da ich Spätdienst habe, brauche ich gar nicht erst nach Hause zu gehen, sondern fahre gleich zu Adele. Dort erwartet mich eine Überraschung.

Kommissar Lohmann, auf den wir seit Zehn Minuten warten ruft an, und was er zu sagen hat, klingt wenig beruhigend.

„Ich bin plötzlich von dem Fall abgezogen worden, und soll Morgen dem Polizeipräsidenten den Stick aushändigen. Ich habe ihn jetzt aus meinem Büro geholt, und bin unterwegs zum Haus von Geerjes. Aufgrund der Ermittlungen habe ich den Schlüssel dazu. dort gibt es einen PC, und  man wird uns da nicht suchen. Ich will euch nichts vormachen: spätestens morgen früh wird nach mir gefahndet, und ihr werdet auch ins Fadenkreuz geraten. Es ist möglich, dass sie euch jetzt schon überwachen. Wir müssen jetzt illegal weiter machen…

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