Sonntag, 17. Juli 2016

Ronny-Rückkehr in den Dusterwald -Teil 1

Hier beginnt eine neue Geschichte. diesmal wieder etwas Fantasy ,und es geht zurück in die verwunschenen Wälder des Harzes,speziell in den Dusterwald. Viel Spaß.

Prolog

Das Mädchen lief durch den Wald. Sie war etwa 12 Jahre alt, blond, zierlich. Bekleidet mit Jeans und T-Shirt. Sie verstand nicht, was da eigentlich hinter ihr her war. Nur das es böse war.

Sie hörte die schwerfälligen Schritte hinter sich, die einer Art Monster gehörten .Anders hätte sie es nicht beschreiben können. Eigentlich spielte sie gern hier im Wald  oder am  Waldrand.
Mit ihren beiden Freundinnen war sie etwas tiefer in den Wald gegangen, und dann waren sie da. Sie nahmen Lisa und Kimberly mit, doch sie hatte entkommen können. Doch ihre Flucht wurde entdeckt, und nun war dieses Wesen hinter ihr her.

Sie hörte es schnaufen, und grunzen. Nun war der Waldrand nicht mehr weit. Sie konnte schon die Sonne hinter den Bäumen sehen. da blitzte es plötzlich vor ihr auf. Sie stieß einen Schrei aus .Was sie sah, entsprang einem Alptraum, und war doch Realität.

Sich abwenden, und in eine andere Richtung laufen, war ihr erster Impuls, doch ehe sie diesen Plan ausführen konnte, wurde  alles schwarz…

1.Verschwunden

Fast zwei Jahre war es nun her. Es hatte ihn verändert, und doch hatte er in den letzten gut zwei Jahren das Leben eines ganz normalen Teenagers geführt. Beinahe hätte Ronny es vergessen ,was damals im Dusterwald geschehen war, doch sein Amulett, das über seinem Kopfende an der Wand hing erinnerte ihn jeden Abend daran.

Auch seine Eltern hatten das was damals geschehen war, fast vergessen, und gaben sich Mühe, es als bösen Traum zu sehen,den sie gehabt hatten. So führten sie ein ganz normales Leben in Dusterwalde. Ronny wuchs heran, und trotzdem war er schmächtig, und für sein Alter,jetzt immerhin Fünfzehn, etwas klein, Tatsächlich hatte er ein bisschen Muskeln zugelegt, und war kein schlechter Sportler geworden.

Wenn er auch ein normales Teenager-Leben führte ,und wenig an den Dusterwald dachte, wurde er auch noch auf andere Weise an ihn erinnert, nämlich, wenn vom nahen Waldrand helle Augenpaare in Richtung seines Hauses sahen, oder ein Uhu, ein Rabe auf den Bäumen im Garten saßen, und ihm mit einem Auge zu zwinkerte, und hier und dort ein Fuchs oder eine Wildkatze nahe ihrem Garten herum schlich, und ihn scharf ins Auge fasste.

So lebte er also im idyllischen Dusterwalde, bis zu jenem Freitag, als die Nachricht durchs Dorf ging, das drei Mädchen, die zuletzt am Waldrand spielten verschwunden waren. Das reichte allein schon, um Aufruhr ins Dorf zu bringen, doch war es umso schlimmer, weil dies nicht das erste Mal war, das Kinder verschwanden. In Drei Nachbardörfern waren auch welche verschwunden. Insgesamt Dreiundzwanzig Kinder waren es schon . Es herrschte ein Klima der Angst.

Was war mit den Kindern passiert? Lebten sie noch? Diese Fragen stellten sich viele. Suchtrupps waren im Wald unterwegs, doch ohne Erfolg. Ronny schloss sich dem Suchtrupp in Dusterwalde an. Zusammen mit Polizisten, anderen Schülern und Leuten aus dem Dorf durchkämmte er  den Wald um den Ort herum. Sein Norweger-Kater Thore, der ihn damals schon bei seinen Abenteuern  begleitet hatte, streifte um sie herum. Doch  eine Spur der drei Mädchen ,oder anderer Kinder, war nicht zu finden.

Zwischen Brombeer-Sträuchern, Farnen, oder aus Baumkronen heraus, wurde Ronny von Augenpaaren beobachtet, die aber nur er sehen konnte. Er zog es vor, den anderen nichts davon zu erzählen.

Erschöpft lies er sich am Abend  auf sein Bett fallen,zog die Schuhe aus, und atmete entspannt durch. Zum Fernsehen oder etwas anderem, war er zu müde. Er würde gleich in seinen Pyjama schlüpfen, und ins Bett gehen.  Er erhob sich wieder, ging ans Fenster, und sah hinaus. Draußen war es dunkel geworden. Ein lauer Sommerwind bewegte die Bäume, und auf einem Baum, zunächst zu seinem Fenster saß eine große Waldohreule, die in diesem Moment zu ihm hinsah.

Unwillkürlich nickte er ihr zu, und sie kniff das rechte Auge zusammen. Er wandte sich um, ging zu seinem Bett und erstarrte. Das Amulett über seinem Bett leuchtete. Das war seit seinen Abenteuern damals nicht mehr passiert!

„Ihr werdet sie nicht finden!“ erscholl es vom Fenster hinüber. Er wandte sich um. Dort saß Thore auf der Fensterbank, und sah ihn an, bevor er fortfuhr: "Ihr werdet die Kinder nicht finden.“ 
Das hatte der Kater auch seit gut zwei Jahren nicht getan.

„Thore“, sagte Ronny „Woher weißt du das?“
„Lichtfang hat es mir gesagt.“
„Lichtfang?“
„Ja, und ich soll dir sagen, dass er und Baugin Morgen Nacht kommen, und dich abholen. Du sollst sie am Waldrand treffen. Sie glauben, sie wissen, wo die Kinder sind, und nur du kannst sie retten“

Die Nacht war kurz. Er fand nur wenig Schlaf. Den ganzen Samstag war Ronny nervös. Trotz allem schloss er sich wieder dem Suchtrupp an, der, wenig überraschend, erfolglos blieb. Es kam ihm entgegen, dass seine Pflegeeltern Heute in ein Konzert wollten. So konnte er sich den Abend  über auf die anstehende Reise vorbereiten. Feste Kleidung und ein Rucksack lagen bereit, und  schließlich, als es dunkel war, ging er mit Thore zum Waldrand.

Mit klopfendem Herzen wartete er bald eine halbe Stunde, und wollte schon umkehren, als ein Lichtblitz aufflammte, und ein verkohlt wirkender Stein neben ihm auf den Boden fiel, gefolgt von zwei kleinen Gestalten. Ein Zwerg und ein Elf.

„Lichtfang, Baugin!“
„Ah, er erkennt uns noch“, meinte der der Zwerg vergnügt. Es gab ein herzliches Wiedersehen.
 „Fenrick lässt sich entschuldigen, aber du wirst ihn noch wiedersehen. Der Dusterwald ist ziemlich in Aufregung, musst du wissen. Wegen der Kinder.“
Ronny erinnerte sich an den König der Kobolde.
„Ja, Thore sagt, ihr wüsstet, wer sie entführt hat.“
„Nicht genau. Nur soviel, sie sind im Dusterwald. Wo genau, können wir  im Haus am Hexenstern erfahren, aber erstmal müssen wir zu Lucina.“
„Nun gut, worauf warten wir dann noch?“
„Baugin lächelte. „Na dann los“.

Er fischte einen zweiten Wegestein aus seiner Rocktasche. Alle legten Hände, beziehungsweise Pfoten auf den Stein. Das Abenteuer begann…
Fortsetzung folgt

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