Sonntag, 9. März 2014

Ronny Riese vom Dusterwald-Teil 8



Der Schattenfürst

Krach! Das Fenster barst, und ein riesiger grauer schatten fiel hinein, zusammen mit dem zappelnden Nachtmahr.
„Grauwyn“, riefen die Freunde wie aus einem Mund .“worauf wartet ihr, flieht“, rief  der Wolf, während er den Nachtmahr am Boden fest hielt.“ Ich komme nach“ „Also dann“ ,rief Baugin und sie kletterten durch das zerstörte Fenster und ließen sich an der Wand hinab.
Als sie unten waren, stockte Ronny. „Thore“, rief er, lief zum Eingang, dessen Tür zerstört war und trat ein. Die anderen folgten ihm.
 Es war ein entsetzlicher Anblick, der sich hier bot: mehrere Gäste, einschließlich des Wirts lagen blutend am Boden, das Mobiliar war zerschlagen. Schwarze Wölfe waren auf der Treppe, und die am untersten waren drehten sich zu ihnen um, ein Gemisch aus Heulen und Bellen ausstoßend, und auch die anderen drehten sich jetzt um, und kamen auf sie zu.
Fenrick hob die Hände, ballte die Fäuste und legte sie aneinander. Ein violettes licht entwich ihnen und bildete eine Wand, an der die ersten heranstürmenden Wölfe abprallten. „beil dich ‚Ronny“, schrie er „dieser magische Schild hält nicht lange!“ Ronny fuhr herum zu Mias Ecke.Dort war nichts zu sehen.
Plötzlich sprang hinter einem ungestürztem Tisch ein Schwarzer Wolf hervor und auf ihn zu, und warf ihn um. Er sah die orange –gelben Augen, die gebleckten Reißzähne, und roch den fauligen Atem. War´s das jetzt schon? .Musste er hier sterben? Vieles ging ihm durch den Kopf und seine Sinne schienen zu schwinden. Nur undeutlich hörte er Lichtfang „Ronny! Schreien, und auf ihn zueilen, hinter ihm Baugin, mit erhobener Keule.
Doch dann heulte die Kreatur über ihm auf. Ein fauchender Schatten saß auf dem Rücken des Wolfes und schlug die Krallen hinein. Jetzt erkannte er, es war Thore ,der offenbar von einem Querbalken gesprungen war. Wütend versuchte er den Kater von seinem Rücken zu schütteln, doch der hielt sich geschickt fest.
Lichtfang und Baugin waren heran Der Elf sprang zur Seite und Baugin schlug zu .Seine Keule traf das Ungeheuer am Schädel. Der schwarze Wolf brach zusammen ,und während er fiel ,sprang Thore elegant von ihm ab. „Jetzt aber nichts wie weg hier!“, rief Baugin, und gab Fenrick ein Zeichen. Der nickte , löste den Schild auf ,und lief davon. Als sie draußen waren, drehte er sich kurz um und zeigte auf die obere Türkante. Ein Blitz zuckte aus seinem Finger und das Gemäuer stürzte hinunter und versperrte die Tür. „Das wird sie erstmal aufhalten“ , meinte der Kobold.
Sie liefen los in Richtung Wald. Unterwegs begegneten sie Grauwyn ,der aus einigen kleinen Wunden blutete. „Nichts Ernstes, nur ein paar Kratzer“, meinte er grimmig auf die Blicke der Freunde hin. „Hier lang,“ rief ihnen eine Stimme zu. An einer Biegung in den Wald stand Rotpelz, der ebenfalls zerzaust wirkte. Zwischen kämpfenden grauen und schwarzen Wölfen hindurch, liefen sie los. „Mia ist in Sicherheit, sie hat ein Versteck im Mahlwerk. Ich habe auf euch gewartet, ihr wart ja noch oben, zumindest dachte ich das.“, erzählte Thore , während sie liefen.
Jetzt erst bemerkte Ronny, das es kälter wurde .Eiskalt! ,Nebel zog auf, der minütlich dichter wurde. Auch die anderen schienen das zu merken, zu merken, das etwas Schreckliches aufzog. „Mein Gott, lauft!“, schrie Lichtfang.
Es wurde immer dunkler und kälter und der Nebel verdichtete sich. Sie liefen was sie konnten, und plötzlich prallten sie zurück.
Vor ihnen bildete der Nebel eine Gestalt. Hochgewachsen, mit einem grauen Umhang, glänzenden, schwarzen Augen, in denen nur Hass und Kälte lagen, nichts, als das pure Böse. Keine Nase, dafür ein schorfiger Spalt, da wo der mund wäre, und der sich öffnete  und ein glühendes Feuer preisgab. Von Grauen gepackt starrte Ronny die Gestalt an, die nun auf ihn zeigte. Es war jene, die schon in seinem Traum gesehen hatte.
Und er spürte sie wieder, diese eisige Kälte ,die Schmerzen verursachte, die Glieder lähmte und das Atmen immer schwerer machte .Er begann zu Boden zu sinken. Doch dann sah er grünes und violettes Licht, sah Fenrick, Baugin, und Lichtfang, die eine magische Wand aufbauten, zwischen ihm und dem Schattenfürsten. „Nein, du kriegst ihn nicht“, schrie Lichtfang grimmig „Lauf, Ronny, lauf. flieh, nur du bist wichtig!“ Plötzlich spürte er seine Glieder wieder. Er konnte aufstehen, erhob sich langsam, und griff sich Thore, und begann zu laufen. Seine Glieder waren schwer, er spürte Stiche in der Seite, doch er lief. Nur kurz wandte er den Blick, sah die drei kleinen Gestalten ,die sich mit der unheimlichen großen Gestalt ein grimmiges Duell lieferten, sah ,wie sie jeden Versuch des Dämons verhinderten, ihm zu folgen. Und sah er den riesigen, grauen Schatten, der herbei gesprungen kam ,ihn und Thore packte und mit ihnen davon eilte.
Er wusste nicht wie lange sie gelaufen waren, doch irgendwann blieb Grauwyn stehen, setzte sie ab, und sagte: „Jetzt müssten wir in Sicherheit sein.“ „Was ist mit den Anderen, Lichtfang, Baugin und Fenrick“, wollte Ronny wissen. „Sie werden ebenfalls geflohen sein, als sie sahen, das ich euch in Sicherheit brachte“ ,meinte der Wolf. Doch richtig überzeugt klang das auch nicht. Aber es war keine Zeit weiter zu fragen, denn plötzlich klang eine art hohes Knurren aus einem naheliegenden Busch, und noch bevor sie etwas tun konnten fielen aus der Dunkelheit gedrungene ,zweibeinige Gestalten über sie her Ronny konnte kaum etwas erkennen, außer einer Reihe spitzer Zähne, die sich auch schon in seine Schulter schlugen .Thore ,den er vorher abgesetzt hatte ,sprang die Gestalt ein und schlug ‚Zähne und klauen in sie.
Jaulend schlug die Kreatur den Kater von sich, der gegen einen Baum prallte und benommen liegen blieb.
Als Ronny seine stark blutende Schulter nachsehen wollte, sprang schon die nächste Kreatur ihn an. Er spürte einen entsetzlichen Schmerz im Oberschenkel, stieß einen Schrei aus und stürzte. aus den Augenwinkeln sah er Grauwyn, der gerade zwei Kreaturen von sich geschleudert hatte und eine in den Nacken biss.
Mit einem riesigen Satz war der Wolf heran und stürzte sich auf die Kreatur ,die sich in ihm verbissen hatte, schlug ihr seine gewaltige Pranke in den Nacken, und schleuderte sie von dem Jungen weg. „Flieh, Ronny flieh“, rief er als schon zwei Kreaturen sich wieder auf ihn stürzten In entsetzlichen Schmerzen versuchte er sich auf zu richten und zu laufen ,doch nach wenigen Schritten knickte er schon ein . An einem Baum gestützt stemmte er sich wieder hoch und lief ,doch die Schmerzen waren unerträglich. alles drehte sich um ihn, und er hatte einen roten Schleier vor den Augen, sah Grauwyn, wie er zwei Kreaturen von sich schleuderte  und hörte ihn rufen, mach endlich das du weg kommst, flieh ,achte nicht auf mich, ich komme klar!“ Es soll aufhören! schrie es in ihm, besser der Tod, als diese Hölle!.
Dann knickte er ein ,sah drei Gestalten auf ihn einstürmen, gefolgt von dem Wolf ,der sich auf die hinterste stürzte. Dann wurde alles durch ein grünes Licht erhellt. Jemand, der den leblosen Thore auf dem Arm trug, packte ihn. War das jetzt der Übergang in den Tod? Dann wurde alles Schwarz.  

   Was ist mit Ronny,und wie ist das Schicksal seiner Gefährten? Mehr in der nächsten Folge

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen