Sonntag, 29. Dezember 2013

Goldfieber in Ostfriesland-oder das Vermächtnis des Heinrich Klüterboom-Teil 21



Vorbemerkung:
Hier löst sich nun alles auf. Wer gerade erst dazu stösst,dem empfehle ich erstmal von Anfang an zu lesen(einfach übers Archiv zu erreichen).ansonsten viel Spass!

7.

"Das darf doch nicht wahr sein",keuchte Brackmann","der alte Narr hat doch nicht...""...der hat doch nicht wirklich...",fuhr Menks fort "Doch",ergänzte Tammo belustigt."genau das hat der alte Narr getan.Er hat Nieten gespendet-Nieten aus Gold.Ein sichereres Versteck hätte er gar nicht finden können.""Aber dieser Leuchtturm ist Vedderfehner Grund !"rief Fidi Menks,der sich schon wieder gefasst hatte, angriffslustig,also gehört es uns!""Moment!",fuhr Brackmann auf,"Er war unser Bürger und wir haben es erst entdeckt!""Ja,aber durch Tammo,und der ist zufällig Bürger von Vedderfehn!",fauchte Menk "Wenn ich mich recht erinnere,stand im Testament,das derjenige das Gold bekommt,der es findet,und zwar unabhängig davon,ob er aus Vedderfehn und Veddergroden kommt",ging Tammo dazwischen."und gefunden hab ich es ,jedoch  im Auftrag seiner Tochter  Frederike,somit gehört ihr das Gold.Allerdings möchte ich daran erinnern,das es im letzten Hinweis noch einen zweiten Teil gab."
"Der entgültige Weg zum Glück,führt zur Leidenschaft zurück",rezitierte Frederike. "Ja,aber was soll das denn nun wieder bedeuten?"sagte Brackmann "gibts da irgendwo noch mehr?" "Das müssen wir herausfinden",meinte Tammo und es entstand ein Moment der Stille.
"Das Schiff",rief Lisa schließlich"Das Modell,die >Große Leidenschaft<.Im ersten Hinweis im Testament hiess es doch, die große Leidenschaft weist euch den Weg,und das Modell hat uns gewiesen.Vielleicht birgt es noch mehr" "Ja,Lisa hat Recht,das muß es sein",nickte Tammo "Wir müssen zum Schiffsmodell vor dem Museum zurück."
Also machten sie sich zurück.Nun waren noch Fidi Menk und die beiden Leuchtturmwärter dabei.Einer großen Pozession gleich fuhren, sie ,in jetzt drei Autos, zum Hafenmuseum.Dort angekommen,bahnten sie sich den Weg zwischen "Schatzsucherversorgern",so nannten sich die Verkäufer inzwischen selbst, und  fleisssig grabenden, jagten die grabenden um das Schiffsmodell fort,und begannen es rundum nach Hinweisen abzusuchen."Ob wir den Typen einfach mal sagen sollten,das das Gold schon gefunden wurde?",fragte Brackmann sinnend. "Das werden die doch nicht glauben",meinte Menks.
Aufmerksam suchten sie das Schiff ab ,irgendwo mußte doch was sein."Versteh ich nicht ,es muß doch...Hey da ist was."Tammo,der am Heck des Schiffes, sich die kleine Kapitänskajüte angesehen hatte,"Da liegt ein Päckchen.Hol mal jemand den Museumsleiter ,wir müssen das Modell öffnen." "Ich bin doch seine nächste Verwandte und direkte Erbin,da kann ich doch zustimmen,das es geöffnet wird.",meinte Frederike."Sicher",meinte Tammo "Aber besser ist es,ihn zu holen.Er hat doch bestimmt auch einen Spezialisten,der es vorsichtig öffnen kann."
Der Direktor wurde also geholt,und brachte auch jemanden mit,nämlich Holm Dreesen,den Kurator,der selber gern Schiffsmodelle baute und auch mit Klüterboom befreundet war.Er kannte dessen Modelle genau und war auch für deren Instandhaltung zuständig.Nachdem erklärt worden war,worum es ging,machte er sich ans Werk und begann vorsichtig die Heckverkleidung abzunehmen,damit man hereingreifen konnte .Dies dauerte natürlich einige Zeit,aber dann war es getan.Vorsichtig griff er hinein und holte das Päckchen heraus,das er Tammo reichte ,der ihm am nächsten stand.Es war in Ölpapier eingeschlagen und hatte die Form eines kleinen Buches"Den Bürgermeistern von Vedderfehn und Veddergroden zu übergeben",stand darauf geschrieben.Auf Vorschlag des Direktors gingen sie in sein Büro.Dort befand sich auch -Anwalt Peter Hentz mit seiner Sekretärin .Tammo legte das Päckchen auf den Schreibtisch und wickelte es aus.
Ein Umschlag,mit einem Wachssiegel verschlossen, und einige Blätter Papier kamen zum Vorschein.
"Lest dies zuerst" ,stand auf dem Umschlag,in der selben Handschrift,wie auf dem Päckchen.Tammo erbrach vorsichtig das Siegel und entnahm dem Umschlag einen Pergamentbogen.Alle schauten sie über seine Schultern auf das Dokument:
"Hiermit,wir erteylen Besitz und Recht über die laendereyen und das Dorf Veddergrodenfeihn den Herren derer von kluyterboom,auf sie es führen zu Reychtum und Wohlstand"
Unterzeichnet mit Königs-und Fürstensiegeln.
Allen stand der Mund offen.Brackmann und Menks sahen sich entgeistert an."Soll das,soll das heißen,wir sind eigentlich nur ein Dorf ?",fragte Brackmann."Das soll es wohl heißen",meinte Hentz aus dem Hintergrund."Ich habe mir in den letzten Tagen die Mühe gemacht im hiesigen Dorfarchiv nachzuforschen und tatsächlich war dies lange Zeit ein Dorf,ein Ort und streng genommen ist die Trennung gar nicht rechtmässig,denn so alt dieses Dokument auch ist,hat es doch noch Gültigkeit.Doch sehen wir uns doch noch das andere Dokument an."Er ging zu Tammo und nahm das andere,handgeschrieben Dokument und las es laut vor.
An die Finder  und die Bürgermeister von Veddergroden und Vedderfehn!
Ihr habt es also geschafft und haltet nun dieses Dokument in den Händen  und staunt mit offnen münderm,da ihr gerade erfahren habt,das ihr gar nicht zwei sondern nur ein Dorf seid.Aber macht euch keine sorgen,es soll nicht euer Schaden sein.Ja,ich habe mit vorbedacht daran gearbeitet.Mein Anwalt ,Peter Hentz mag etwas geahnt haben,denn ich habe die eine oder andere Andeutung fallen lassen,aber sicher wußte er nichts.Er hat euch also nicht hinters Licht geführt.Offen gesagt gingen mir eure Streitereien schon zu Lebzeiten auf die Nerven und ich nahm mir vor ,es spätenstens mit meinem Tod zu beenden.Warum ich es vorher nicht tat?Nun,ich dachte mir,ihr kämt von selber darauf,das ihr besser miteinander,als gegeneinander arbeiten solltet.leider eine Fehleinschätzung und so muß ich euch mit der Nase draufstossen.
 Mein letzter Wille ist nun,das sich Veddergroden und Vederfehn wieder zu einem Dorf vereinigen,wie es einmal war und vorgesehen war.Um euch das attraktiver zu machen,liegt auf der Kreissparkasse seit langem die Hälfte meines Vermögens in alten Wertpapieren,die wohl schon kräftig Zinsen gebracht haben.Dies dürfte ein sehr gutes Startkapital sein,um die laufenden Schulden zu begleichen und das Dorf Veddergrodenfehn zu Wohlstand zu führen.Die nötigen Dokumente liegen diesem Schreiben bei.
Mein Rechtsanwalt ,Peter Hentz ist angewiesen,alles im Interesse des Dorfes zu regeln. Das Gold,aus dem Leuchtturm,das die andere Hälfte meines Vermögens darstellt,geht,wie versprochen an seine Finder.Wenn ihr wieder ein Ort seid,kommt ihr auch mit einem Leuchtturm aus.
Ich hoffe ihr nehmt meinen guten Rat an und werdet wieder Eins.Noch eine Sache::Das Haus,in dem ich gelebt habe ,vermache ich hiermit meiner Tochter Frederike,wenn sie hier leben will.Ach,und reisst den albernen Zaun ab ,ja?Woher ich das wissen kann?Nun ,ich kenne euch sehr gut und kann mir darum denken,was passieren würde,wenn ihr erfahrt,das Haus auf derv Grenze zwischen beiden Seiten steht.
Mit aller Freundschaft und aller Zuneigung für dieses sympatisch verrückte Dorf,
Heinrich-Wilhelm Klüterboom
 Da standen sie nun und staunten mit offenen Mündern über dieses Testament."Ja,dann wären wir wohl bald arbeitslos oder zumindendest nicht mehr Bürgermeister",meinte Brackmann zu Menks gewandt."Zumindest nicht mehr alle Beide",entgegnete Menks."Mal sehen",meinte Tammo gut gelaunt,ihm machte das ganze Spass."Nun",meinte Anwalt Hentz,"Frederike,ich muß sie fragen,wollen das Haus haben?""Mami,ich würde gern hier bleiben",meinte Lisa "Und ich habe auch gute Gründe hier zu bleiben",meinte Frederike und legte den arm um Tammo,der die Geste erwiderte."Dann wäre das geregelt",meinte der Anwalt vergnügt ,und zu Brackmann und Menks gewandt: "wollen sie die Erbschaft ebenfalls annehmen zu den angegebenn Bedingungen?""Es wird uns wohl nicht viel anderes übrig bleiben",meinte Menks und Brackmann nickte."Dann machen wir auch das amtlich",meinte Hentz,"Sie haben doch demnächst Hafenfest,das wäre doch die ideale Gelegenheit."
Es war die ideale Gelegenheit.Auf dem Hafenfest wurden die beiden Dörfer Veddergroden und Vedderfehn wieder zu einem Dorf,nämlich Veddergrodenfehn vereint.Eine Woche Später wurde der erste gemeinsame Bürgermeister seit Menschengedenken gewählt,und es war-Tammo de Vries!Ja,man entschied sich für einen jungen,tatkräftigen Bürgermeister.Brackmann und Menks wurden zu Bezirksvorsitzenden gewählt ,die ihn nach Kräften unterstützten.Kurz danach heiratete Tammo Frederike,nachdem diese entgültig in das Haus ihres Vaters gezogen war. Der Leuchtturm von Vedderfehn wurde abgerissen und die goldenen Nieten eingeschmolzen,damit das Gold auf der Bank deponiert werden konnte.Frederike stellte es dem Dorf zur Verfügung,da sie ja aufgrund des Testaments sowieso abgesichert war.Sie nahm aber trotzdem eine Arbeit im Tourismuszentrum an.Anstelle des Leuchtturms wurde ein Leuchtturmwärterhaus gebaut und Bolken und Harmssen betreuten den nun einzigen Leuchtturm umschichtig.Genau genommen hatten sie sich schon immer bei der Arbeit unterstützt.
Nachdem langsam bekannt geworden war,das der Schatz gefunden worden war,nahm auch die Goldgräberwelle ab und es kehrte Ruhe im Dorf ein.Hier und da buddelten noch einge ,wenige Unentwegte ,aber man nahm nicht mehr großartig Notiz von ihnen und ihre Zahl nahm stetig ab,so das sich alles im Dorf zunehmend normalisierte.

Schluss

So hatte sich nun alles in Wohlgefallen aufgelöst und ganz oben sassen zwei und amüsierten sich."Na,die hast du ja fein an der Nase herumgeführt",meinte Klabautermann"Ja",lachte Klüterboom"ja,aber es scheint,sie haben ihre Lektion gelernt" "Warst du sicher,das Tammo es schafft?"Sicher,wenn, dann dieser Junge,und er hat mich nicht enttäuscht.könnte mir auch keinen besseren Mann für meine Tochter wünschen und als Bürgermeister wird er auch gut sein"
Und er schaute hinunter auf das Dorf ,das wieder vereint hatte und er war sehr zufrieden.Die große Aufgabe der Klüterbooms war erfüllt.Veddergrodenfehn würde einer guten Zukunft entgegen gehen.

ENDE

Hier endet die erste große Fortsetzungsgeschichte.Ich hoffe sie hat euch gefallen.Und wie gesagt,für Feedback bin ich immer dankbar.

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